PEGIDA???

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romeo
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Re: PEGIDA???

Beitrag von romeo »

Laogai hat geschrieben:
sweetpanda hat geschrieben:Aber die wichtigen Fragen sind gestellt, es geht um die Sachthemen [..]
Nö, du siehst die Sache nicht komplexer, sondern einfältiger. Auch sind keine "wichtigen Fragen" seitens PEGDIDA gestellt worden, noch geht es um Sachthemen. Wie auch, wenn Einwanderung oder gar "Islamisierung" z.B. in Sachsen keine echte soziale Rolle spielt?

Die meisten Leuten, die da ziemlich unkritisch der PEGDIDA hinterher dackeln, sind doch gar nicht wegen Ausländer oder einer möglichen Islamisierung auf der Straße. Es ist eher eine allgemeine Unzufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation und ein gewisses Ohnmachtsgefühl. Und das muss auf jeden Fall ernst genommen werden! Daher passt meiner Meinung nach auch sehr gut der Ausdruck "Wutbürger".

PEGDIDA ist wahrscheinlich (und hoffentlich) Geschichte. Aber die Wut/Unzufriedenheit der Menschen sicherlich nicht. Daran muss gearbeitet werden.

Ich glaube nicht, daß ich mich unkritisch dazu entschlossen habe, Pegida hinterherzudackeln. Ich habe mich sehr bewußt entschieden. Lieber sollten einmal diejenigen anfangen nachzudenken, die einer gigantischen gesteuerten Medienkampagne auf den Leim gegangen sind, in der jeder, der von der offiziell vorgegebenen pol.-korr. Linie abweicht, pauschal als Nazi, Mischpoke etc. diffamiert wird. Man sollte sich auch einmal überlegen, wofür man bei diesen Gegenaufmärschen steht, denn der Islam ist alles andere als bunt, vielfältig und multikulti. Außerdem würde ich z.B. niemals im Leben gemeinsame Sache mit den kriminellen Schlägern der roten SA - auch Antifa genannt, machen.
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Re: PEGIDA???

Beitrag von egon »

Dustin hat geschrieben:
Der Zug ist da schon "abgefahren".....aber leider nicht nach nirgendwo, sondern ins soziale Elend
Puh ich glaube ich höre nicht richtig. Ich muss sagen, dass ich einen anderen Grund darin sehe, dass es in anderen Großstädten weniger Anhänger dieser Demos gibt: Weil sie authentische Erfahrungen mit Menschen mit Migrationshintergrund gemacht haben. So einfach. Sie haben gemerkt, dass es solche und solche gibt und dass man es differenzierter betrachten muss. Sich einem braunen Mob anszuschließen, dessen gemeinsamer Nenner Ausländerfeindlichkeit ist, ist echt nicht würdig.
Auf der einen Seite argumentierst Du, dass es solche und solche "Menschen mit Migrationshintergrund" gibt, was auch 100% stimmt. Auf der anderen Seite knallst Du alle, die nicht so denken, in die braun-radikale Ecke. Du verlangst genau das, was Du selbst nicht bereit bist zu geben. Die Regierung re(a)giert genauso hilflos, die Medien manipulieren wo sie koennen usw. Davon wird es nicht besser. Im Gegenteil. Die Bewegung radikalisiert sich weiter. "So, wenn ihr uns nicht Ernst nehmt, dann machen wir solange weiter, bis ihr uns Ernst nehmen muesst." Willst Du das gern sehen?
Und eines solltest Du vielleicht auch bedenken. Auch wenn es solche und solche Migrationshintergrundbuerger gibt. Nicht jeder kann sich damit anfreunden, egal wie nett sie sind. Das ist eine Tatsache, die man auch beruecksichtigen sollte. Und je hoeher der Anteil der Migrationshintergrundbuerger wird, desto hoeher wird der Anteil dieser "Prinzipgegner". Dazu kommen dann noch die harten Fakten, was die sog. Auslaenderkriminalitaet, Belastung der Sozialsysteme usw. betrifft.
Der teilweise radikal praktizierte Islam mit den davon ausgehenden Gefahren, mit den gestellten Forderungen ... habe ich noch nicht einmal mit einbezogen.
Ich hatte ein paar Links gepostet, als Beispiele, woraus die Sorgen fuer die Leute kommen.
Aber solange man alle, die ihre Sorgen aeussern als braunen Mob abkanzelt, um sich selbst einen Entschuldigungszettel auszustellen, sie zu ignorieren, wird es schlimmer statt besser.
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Re: PEGIDA???

Beitrag von ingo_001 »

egon hat geschrieben: Aber solange man alle, die ihre Sorgen aeussern als braunen Mob abkanzelt, um sich selbst einen Entschuldigungszettel auszustellen, sie zu ignorieren, wird es schlimmer statt besser.
Auf diese kurze Aussage läufts hinaus.

Schlimm wirds nur da/dann, wo/wenn die braunen Dumpfbacken nicht nur mitlaufen, sondern letztl. die Kontrolle übernehmen.

Schon bezeichnend, wenn PEGIDA mit ner Unterlassungsklage gegen LEGIDA droht, weil deren Organisatoren sich weigern das 19-Punkte-PEGIDA-Papier zu übernehmen.
Und was da so von LEGIDA rüberkommt ist ums klar zu sagen INAKZEPTABEL.
Wer die WW2. Kriegsschuld von NS-Deutschland leugnet (um da nur ein Beispiel zu nennen), dem gehts nicht um die Lösung der zweifellos vorhandenen Probleme, sondern darum, seine braune Idiologie unters Volk zu bringen :roll:
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Re: PEGIDA???

Beitrag von Topas »

egon hat geschrieben:die Medien manipulieren wo sie koennen
Letztens habe ich ein Interview gesehen, wo ein Teilnehmer allen ernstes meinte, Özdemir würde die Medien zentral lenken. :shock: :lol:
egon hat geschrieben:"So, wenn ihr uns nicht Ernst nehmt, dann machen wir solange weiter, bis ihr uns Ernst nehmen muesst."
Notfalls mit Gewalt?
egon hat geschrieben:Nicht jeder kann sich damit anfreunden, egal wie nett sie sind. Das ist eine Tatsache, die man auch beruecksichtigen sollte.
Damit entlarvst du dich selber.
Menschen pauschal ihrer Herkunft in Schubladen stecken - "egal wie nett sie sind".
Ja, dass ist menschenverachtend.
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Re: PEGIDA???

Beitrag von ingo_001 »

egon hat geschrieben:Nicht jeder kann sich damit anfreunden, egal wie nett sie sind. Das ist eine Tatsache, die man auch beruecksichtigen sollte.
Bei aller z.T. auch gerechtfertigten Kritik:
BERÜCKSICHTIGEN müssen das die Demonstranten - Punkt :!:
DAS ist auch NICHT verhandelbar :roll:
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Re: PEGIDA???

Beitrag von egon »

Topas hat geschrieben:
egon hat geschrieben:die Medien manipulieren wo sie koennen
Letztens habe ich ein Interview gesehen, wo ein Teilnehmer allen ernstes meinte, Özdemir würde die Medien zentral lenken. :shock: :lol:
Naja, was die Gruenen und insbesondere der Herr Oezdemir so von sich geben....(ohne dem von Dir zitierten Teilnehmer in Schutz nehmen zu wollen)
egon hat geschrieben:"So, wenn ihr uns nicht Ernst nehmt, dann machen wir solange weiter, bis ihr uns Ernst nehmen muesst."
Notfalls mit Gewalt?
Die Gefahr, dass irgendwann solche Eskalationsstufen erreicht werden, bestehen. Die Gegendemonstranten gehen da mit schlechtem Beispiel bereits voran.
egon hat geschrieben:Nicht jeder kann sich damit anfreunden, egal wie nett sie sind. Das ist eine Tatsache, die man auch beruecksichtigen sollte.
Damit entlarvst du dich selber.
Menschen pauschal ihrer Herkunft in Schubladen stecken - "egal wie nett sie sind".
Ja, dass ist menschenverachtend.
Warum entlarve ich mich selbst? Ich habe nur geschrieben, wie es ist. Ich habe das nicht bewertend dargestellt, sondern als Fakt.
Ein Fakt ist ja wohl klar. Das Zusammenleben mit verschiedenen Kulturen ist sicher nicht einfacher, als wenn eine Nation unter sich lebt.
Ist es bereits menschenverachtend, wenn man solche Fakten mal auf den Tisch legt?
Ich sage nein, denn genau darum geht es. Wie kann man hier ein ausgeglichenes Verhaeltnis schaffen? Wie kann man den Menschen die Angst nehmen? Mit Ignoranz, Verhoehnen, Verleumden... sicher nicht. Das hat die Fuehrung der DDR in den letzten Monaten auch gedacht. Wie es ausgegangen ist, wissen wir. Aus einer Diktatur wurde Demokratie. Aber was wuerde jetzt aus der Demokratie, wenn es eskaliert?
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Re: PEGIDA???

Beitrag von sweetpanda »

http://www.cicero.de/berliner-republik/ ... r-nicht-zu

600000 abgelehnte Asylbewerber leben in Deutschland, jetzt ist es raus. Wenn Deutschland sich nur an seine eigenen Gesetze halten würde gäbe so was wie Pegida gar nicht. Klar, es gibt immer einen harten Kern von Rechtsradikalen aber erst wenn die Probleme so stark pressieren, mobilisiert dass auch den Otto-Normal-Bürger.

Man muss das mal durchkalkulieren:

600000 Menschen, wovon leben die? Arbeiten fällt doch schon einmal weg, rein rechtlich oder?
Hartz 4, oder nicht?
Die menschenwürdige Versorgung kostet ca. 1000€ im Monat. Hierbei inkludiere ich großzügig alle asylrechtlichen Gerichts- und Anwaltskosten. Also kosten die 600000 im Jahr 7.2 Milliarden.
Ok sie konsumieren hier, zahlen Umsatzsteuer etc. Aber wenn im gleichen Bericht erwähnt wir, dass pro Jahr nur ca. 25000 abgeschoben werden, kann man sich leicht ausrechnen, dass es beim derzeitigen Zustrom in 2-3 Jahren mehr als 1000000 sein werden.
Zu deren Alimentation würde man dann schon einen zweistelligen Milliardenbetrag pro Jahr brauchen.
Das würde dann nicht mehr unterhalb der "Wahrnehmungsschwelle" durch die Sozialversicherungen getragen werden können.

Man kann sich vielleicht sagen: " Neeeiiinnn! Darüber will ich nicht reden, denn wenn das die blöden Rechtradikalen hören werden sie noch "wilder". Irgendwie werden wir das schon hinbekommen mit Integrationskursen und viel gutem Willen usw."
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Re: PEGIDA???

Beitrag von sweetpanda »

Laogai hat geschrieben: Ich lebe bekanntermaßen in einem Stadtteil einer Großstadt irgendwo zwischen dem ehemaligen West- und Ostdeutschland. Der Ausländeranteil in unserem Kiez ist enorm. Meine Frau hat ihren Teil dazu beigetragen. Trotzdem ist unser gemeinsames Kind noch nicht in einen Brunnen gefallen, kein "Zug ist abgefahren" und es gibt auch kein soziales Elend.

Scheint wieder ein "Sachsen-Komplex" zu sein. Keine eigene Erfahrung, nur aus der "Lügenpresse" gehört/gelesen und schon ist die Angst groß.

Wann wirst du mündig, sweetpanda?
Du bist ein deutscher intellektueller Schöngeist deine Frau kommt aus China.
Nur Ostasiaten haben durchschnittlich ähnlich hohe IQ- Werte wie Mitteleuropäer.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... ountry.png

Es ist zynisch zu glauben, dass Menschen aus den Ländern die einen Wert von deutlich unter 100 erreichen, genauso "erfolgreich" sein können wie ihr.
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Re: PEGIDA???

Beitrag von Topas »

- Doppelpost -
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Re: PEGIDA???

Beitrag von Topas »

sweetpanda hat geschrieben:600000 abgelehnte Asylbewerber leben in Deutschland, jetzt ist es raus.
Alter Schwede! Jetzt gehts aber ab hier. Und das ziemlich platt. Wenn du schon Zahlen einfach so weitergibst, solltest du dir auch die Zeit nehmen, was sie wirklich bedeuten. Ich habe mir mal die Stunde genommen, und diese Zahlen recherchiert und auseinandergenommen.

Das Ergebnis: Nein, es gibt keine über 600.000 abgelehnte Asylbewerber, die abgeschoben werden müssten, in GER. Das ist falsch!

Nun zu den Details, Schritt für Schritt (wer sie nicht lesen möchte, da zu kompliziert, bitte weiter unter Punkt 7.)

1. Die Zahl von vom Singhammer ("über 600.000") konnte ich ansonsten nur in einigen rechten Portalen finden. Kleine Anfragen werden in der Regel als PDF auf den Webseiteb des Bundestags veröffentlicht. Dort gibt es eine Datenbank namens "Parlamentsdokumentation", wo alles veröffentlicht wird, was unsere Politiker dort alles wissen wollen. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass diese Zahl noch nicht offiziel beantwortet wurde, bzw. noch nicht ins System eingepflegt wurde.
Hier der Link: http://www.bundestag.de/parlamentsdokumentation

2. Ich konnte aber herausfinden, woher diese Zahl kommt. Es gibt eine ähnliche Anfrage der Linken, für das Jahr 2013 (Stichtag 31.12.). Dort taucht die Zahl 533.561 "Aufhältige mit abgelehntem Asylantrag" als Antwort der Bundesregierung auf. Hört sich nach fast genau so viel an. Aber langsam, damits auch jeder versteht. Die dazugehörige konkrete Frage der Linken (Nr. 22 - nachzulesen als Bundesdrucksache hier: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/010/1801033.pdf ) lautete:
Wie viele (rechtskräftig) abgelehnte Asylsuchende lebten zum 31. Dezember 2013 mit welchem Aufenthaltsstatus in der Bundesrepublik Deutschland (...)?
Antwort: Die besagten ca. 533.000 gliedern sich in:
a) 46,1% mit unbefristetem Aufenthaltsrecht
b) 39,5% mit befristetem Aufenthaltsrecht
c) 14,4% sonstiges (Duldung, kein Status gespeichert)

Weiterhin gibt die Antwort her, das diese ca. 533.000 von allen Jahren aufsummiert sind. Der Anteil hieraus für das Jahr 2013 mit 25.429 Personen angegeben.

3. Ich fragte mich danach natürlich, wie das sein kann? Ein Blick in obiges Dokument der Linken, allerdings die Frage 21 bringt etwas mehr Klarheit. Ich zitiere die Frage:
Wie viele Asylanerkennungen bzw. Anerkennungen eines internationalen bzw. subsidiären Schutzbedarfs (bitte differenzieren) wurden im Jahr 2013 durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bzw. – soweit vorliegend – durch Gerichte (bitte differenzieren, bei Gerichten auch die Zahlen für das Jahr 2012 nennen) ausgesprochen?
Die Antwort war (BAMF / Gerichte 2013):
a) Ausgesprochene Anerkennungen als Asylberechtigte nach Artikel 16aGG: 919 / 126
b) Ausgesprochene Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 60 I Aufenthaltsgesetz: 9996 / 2320
c) Ausgesprochene Abschiebungsverbote nach § 60 II, III, V, VII Aufenthaltsgesetz: 9213 / 1567

Was? Für 2013 soll es über 25.000 abgelehnte Aslybewerbe gegebenhaben, die sich in Ger aufenthalten uund im gleichen Zeitraum nur 919 plus 126 anerkannte??? Vielleicht kommen ja an dieser Stelle die ersten auf den richtigen Blitzgedanken. zooom!

4. Weiter gehts:
Um diese beiden Antworten noch besser zu verstehen, habe ich mich mal mit der Definition der Flüchtlingseigenschaft schlaugemacht. Danke wiki! http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCch ... igenschaft. Dort gibt es ein Kapitel "Unterschiede zwischen Asylberechtigung und Flüchtlingseigenschaft". Es steht z.B. geschrieben, dass beide Begriffe nicht deckungsgleich sind.

Asylberechtigung wird definiert durch:
- Verfolgung im Heimatland in asylerheblicher Weise durch staatliche Stellen,
- deswegen Flucht nach Deutschland,
- deswegen Stellung eines Asylantrags in Deutschland.
Fehlt eines dieser Merkmale, gibt keine Asylberechtigung.
In der Konsequenz bedeutet dies, das u.a. folgende Gruppen per Definition keine Asylberechtigung haben:
- die Verfolgung durch nichtstaatliche Akteure (z. B. in Ländern, in denen die staatlichen Strukturen weitgehend zerstört sind, wie z. B. derzeit in Somalia)
- fehlende Kausalität in den drei Merkmalen (z. B. Flucht nach Deutschland erst nach sicherer Aufnahme in einem Drittstaat oder stark verspätete Asylantragstellung nach der Einreise),
- vor allem die sog. Nachfluchtgründe, mithin Umstände, die erst im Land der Zuflucht eingetreten sind (z. B. Regierungswechsel im Heimatland, während sich der Betroffene bereits in Deutschland aufhält, oder erstmals im Bundesgebiet entfaltete oppositionelle Tätigkeit).
Dafür, gibt es dann eben den Flüchtlingsbegriff. Mit der Zuerkennung ist ein befristetes oder unbefristetes Aufenthaltsrecht verbunden (siehe oben, Frage 22 der Linken). Machts es jetzt Zong?

5. Nein? Dann also weiter im Text:
Das Anerkennungsverfahren für beide Fälle (Asyl, Flüchtling) wird vom BAMF geprüft. Je nach positivem Ergebnis gibt es drei Bescheide:
a) Artikel 16 a GG: Der Antragssteller wird als Asylberechtigter anerkannt
b) § 3 Abs 1 AsylVFG: Dem Antragssteller wird die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt
c) § 3 Abs AsylVFG: Spezielle Gründe (subsidiärer Schutz)

(AsylVFG = Asylverfahrensgesetz)
Alle drei Ergebnisse sind mit einer Aufenthaltsserlaubnis verbunden. Natürlich nicht, wenn alle drei Punkte negativ beschieden werden.

So, fast ist es geschafft. Ich hoffe ihr könnt mir noch folgen?

6. Auch im Aufenthaltsrecht habe ich geschaut. Dort gibt es den §60. http://dejure.org/gesetze/AufenthG/60.html. Darauf bezog sich die Frage der Linken (Nr 21). In diesem Pharagrafen ist der Bezug zu den drei möglichen positiven Ergebnissen (Asylberechtige, Flüchtlinge) hergestellt. §60 I bezieht sich auf die Flüchtlingseigenschaft und die Prüfung nach dem Asylverfahrensgesetz. §60 II bezieht sich z.B. konkret auf § 4 Abs. 1 AsylVGF. Damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, was dort im Aufenthaltsrecht zu Flüchtlingen (also nicht Aslyberechtigen) steht, beispielhaft § 60 Abs 3 als Zitat:
(3) Darf ein Ausländer nicht in einen Staat abgeschoben werden, weil dieser Staat den Ausländer wegen einer Straftat sucht und die Gefahr der Verhängung oder der Vollstreckung der Todesstrafe besteht, finden die Vorschriften über die Auslieferung entsprechende Anwendung.
7. Bimmelt es jetzt endlich, sweetpanda?
Fakten:
a) Deine zitierten 600.000 sind von der cicero falsch recherchiert.
b) Die Frage 22 der Linken mit den ca. 533.000 "Aufhältigen mit abgelehntem Asylantrag", bezieht sich auch nur auf das eigentliche Asyl. Menschen, denen Asyl abgelehnt wird (2013 haben eben nur ca. 1000 Personen in GER Asyl erhalten) können trotzdem Flüchtlinge sein oder subsidiären Schutz benötigen. Da alle drei Gruppen Aufenthaltsrecht bekommen, darfst du dann erstmal 85,6% von den 533.000 abziehen.
c) Es geht noch weiter. Es bleiben also nur 14,4% Geduldeten, sprich in dem Fall ca. 77.000 Personen. Duldung kann z.B. ausgesprochen werden, um minderjährige Kinde nicht mit Gewalt von ihren Eltern zu trennen. Schon mal darüber gedacht?

Ich hoffe, in Zukunkt überprüfst auch mal selbst solche Darstellungen, bevor du falsch recherchierte Darstellungen und CDU-Politiker, die ihre eigenen Statistiken wohl nicht lesen können, einfach weiterträgst. Apropo Recherche: Das ist übrigens der Grund, weshalb die "Lügenpresse" solche Infos nicht weitergibt. Weil sie schlicht und einfach falsch sind oder Polemik seitens konservativer Gruppen.

PS: Noch etwas zur Duldung: Nein, geduldete erhalten auch kein Hartz 4 !
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Re: PEGIDA???

Beitrag von Topas »

Topas hat geschrieben:c) § 3 Abs AsylVFG: Spezielle Gründe (subsidiärer Schutz)
Sollte § 4 AsylVFG heißen....
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Re: PEGIDA???

Beitrag von sweetpanda »

Vielen Dank das du dir diese große Mühe gemacht hast.

Natürlich gibt es vielfältige "Tatbestände", die eine weitere Anwesenheit der 533000 Menschen befürworten, sonst wären sie ja auch nicht mehr hier. Schließlich sind wir ein "Rechtsstaat"! :wink:
Jeder Zustand, jede Anwesenheit, jeder Aufenthalt unterliegt natürlich irgendeinem Gesetz.
Gesetze sind aber keine heiligen Kühe.
Auf frisch ans Werk! Lasst uns so viele Aufenthaltstitel "kreieren" auf dass eine Abschiebung niemals möglich sei!
Ansonsten müsste man ja abgetaucht in der "Illegalität" leben und könnte damit natürlich auch keine Sozialleistungen beziehen.
Bei diesem undurchdringlichen Wust ein Schlupflöchern ist es ja kein Wunder, dass beinahe jeder der es irgendwie hier hin schafft, für immer bleiben kann.

Da frage ich mich als Laie:

Wie, woher und auf welche Weise muss man die Bundesrepublik betreten, damit man auch wirklich "zügig" abgeschoben wird? Das scheint echt unmöglich zu sein.
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Re: PEGIDA???

Beitrag von Laogai »

romeo hat geschrieben:Ich glaube nicht, daß ich mich unkritisch dazu entschlossen habe, Pegida hinterherzudackeln. Ich habe mich sehr bewußt entschieden.
Ach du warst das mit dem Anti-GEZ Plakat auf dem "Spaziergang" :wink:

Ok, das war sehr polemisch und vielleicht sogar ein bisschen gemein. Daher ernsthaft: Warum bist du bei der PEGDIDA-Demo (oder den Demos?) mitgelaufen? Fühlst du dich von einer Islamisierung unseres Abendlandes bedroht? Wie äußert sich diese Bedrohung in deinem persönlichen Umfeld? Wie viele Moslems leben deiner Schätzung nach in deinem Umfeld? Hast du Kontakt zu Moslems in deinem Umfeld?

PEGDIDA-Sympathisanten sind nachweislich nicht besonders auskunftsfreudig, wenn sie als Gesprächspartner die "Lügenpresse" vermuten. Aber in diesem Forum kannst du, romeo, frei von der Leber erzählen. Daher würde ich mich über deine Antworten zu meinen Fragen sehr freuen!
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Re: PEGIDA???

Beitrag von egon »

@Topas: Es ist schoen, dass Du dir soviel Zeit genommen hast, um die Legalitaet der 600000 abgelehnten Asylbewerber zu beweisen.

Fakt ist aber:
http://www.finanznachrichten.de/nachric ... nd-003.htm

oder:
http://www.cicero.de/berliner-republik/ ... r-nicht-zu

Auszug daraus: "Der CSU-Politiker zieht daraus folgenden Schluss: „Wer einen Zugang nach Deutschland gefunden hat, insbesondere auch durch eine erfolgreiche Schleusung, hat mit einer erheblichen Wahrscheinlichkeit einen längeren oder faktisch dauerhaften Aufenthalt."

Das ist ein Fakt! Sonst waeren nicht 600000 abgelehnte Asylbewerber in Deutschland.
Da kannst Du es schoen rechnen wie Du willst. Du kannst sie in Geduldete wegen ... und voruebergehend Geduldete wegen... oder, oder, oder betiteln. Die Zahl steht im Raum.
Und wenn wir Gesetze haben, dann gehoeren die Gesetze umgesetzt. Wenn das nicht passiert, wird der Straftatbestand der Rechtsbeugung und des Amtsmissbrauchs erfuellt und die Verantwortlichen sind zur Rechenschaft zu ziehen.
Bis 2016 werden auch keine Antragsteller nach Griechenland zurueckgebracht, wenn sie dort eingereist sind. Das Dublinabkommen wurde fuer Griechenland seitens Deutschland ausgesetzt. Begruendung: Die Unterbringung dort entspricht nicht den deutschen Anspruechen. Schoener Schachzug von den Griechen. Lasse ich meine Fluechtlingsheime verlottern, nehmen mir die andern dann die Fluechtlinge ab. Die Hilfsgelder gemaess Dublinabkommen kassiere ich aber trotzdem. Und wer zahlt wohl dort wieder?
Wozu leistet sich Deutschland noch Beamte, die die Antraege pruefen, wenn ohnehin jeder bleiben kann, egal wie der Antrag entschieden wird?
Kann man das Gesetz doch einfach machen. Jeder der es bis ins Land geschafft hat, darf bleiben. Dann wuerde die bereits praktizierte Methode aus der Grauzone in die Legalitaet ueberfuehrt.
Und von dem eingesparten Geld bezahlen wir Praemien fuer alle, die das Land freiwillig verlassen, auch an die Deutschen. Wobei es das heute bereits gibt. Das Arbeitsamt bzw. Jobcenter wie die Dinger auf Neudeutsch heissen, zahlt Uebebrueckungsgeld und den Umzug, wenn sich ein Arbeitsloser dazu entscheidet, eine vermittelte Stelle im Ausland anzunehmen und fuer mindestens 12 Monate nicht wieder in Deutschland Leistungen zu beantragen.
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Re: PEGIDA???

Beitrag von ingo_001 »

Hier sind einige Statistiken - macht was draus ...

http://de.statista.com/statistik/daten/ ... seit-1995/
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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