Kantonesisch

Übersetzungen, Computerprobleme, Chinesische Zeichen, Studium in China, Sinologie usw.
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bossel
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Re: Ein Zeichen kann zugleich phonetisch und ideographisch s

Beitrag von bossel »

Sky Darmos hat geschrieben:Wer sagt dass die "alten Chinesen" bei vielen der Schriftzeichen nicht genauso vorgegangen sind?
Ich weiß ja nicht, was Du als alte Chinesen bezeichnest, aber zur Zeit der alten Römer war Chinesisch m.W. noch keine tonale Sprache.
Tusche ist Schwarz, es ist daher allein auf sprachlicher Ebene, ohne Schrift, schon nicht verwunderlich wenn es ähnlich ausgesprochen wird wie Schwarz!
Tusche... schwarz... Hmm, klingt nicht wirklich ähnlich.
Das deutsche Meer kann ursprünglich auch von "mehr" kommen. Man kann damit den Ort gemeint haben, wo es "mehr" gibt, mehr wasser, mehr Orte. Dort wo das Unbekannte ist. Dort wo es von allem noch mehr gibt. Im Sprechen ist "mehr" und "meer" ja identisch.
Ui! Bitte erstmal in der Etymologie nachschlagen!


Nur mal so eine Frage: Was glaubst Du, wieviele Leutchen sich tatsächlich hinsetzen werden, um Deine neue Schrift zu lernen?
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Sky Darmos
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Beitrag von Sky Darmos »

bossel hat geschrieben:Ich weiß ja nicht, was Du als alte Chinesen bezeichnest, aber zur Zeit der alten Römer war Chinesisch m.W. noch keine tonale Sprache.
Dann haben sie anfangs wohl nur bedeutungsanzeigende Schriftzeichen entwickelt ohne aussprachegebende Anteile.
bossel hat geschrieben:Tusche... schwarz... Hmm, klingt nicht wirklich ähnlich.
Aber hok und mok ist ähnlich, und darum ging es. Nicht um die entsprechenden deutschen Woerter.
Natürlich können die Ursprünge eines Wortes vielfältig sein ...
Vielleicht hat die Ähnlichkeit zwischen hok und mok nicht zu sagen, aber es ging mir primär nur darum dass das Schriftzeichen sowohl die Bedeutung als auch die Aussprache anzeigt.
Ich räume ein dass das nicht immer klappen kann, wenn es nicht geht, würde ich das Anzeigen der Bedeutung eine höhere Priorität einräumen.
bossel hat geschrieben:Ui! Bitte erstmal in der Etymologie nachschlagen!
Hm. Da hast du recht, daran hab ich in dem Moment gar nicht gedacht.
bossel hat geschrieben:Nur mal so eine Frage: Was glaubst Du, wieviele Leutchen sich tatsächlich hinsetzen werden, um Deine neue Schrift zu lernen?
Das ist völlig unwichtig für mich. Ich betrachte das als Kunstform, und es ist für mich nicht viel anders, als wenn ich ein Bild male.
Abgesehen davon finden Leute die meine Zeichen schon gesehen haben, diese durchaus interessant. Ich meine sie können das Lernen, - zumindest für Chinesen, erleichtern. Ich will die Zeichen aber niemandem aufdrängen, und es ist mir auch egal ob sie noch von anderen benutzt werden.

Wegen "Meer" war es wirklich dumm von mir nicht erst einmal in meinem Epistomologischen Wörterbuch nachzuschlagen. Normalerweise schaue ich auch erst dort, before ich irgendwelche Spekulationen anstelle.
Für chinesische Schriftzeichen habe ich auch so etwas wie ein Etymologisches Wörterbuch. Leider gibt es dort nicht alle wichtigen Schriftzeichen. Wahrscheinlich weil in diesem Buch alle Zeichen anhand von Einzelnen Entwicklungstufen angefangen bei einer mehr oder weniger bildlichen Darstellung erklärt werden, und eine solche Erklärung eben bei einem großen Teil der Zeichen nicht sinnvoll wäre, weil es sich eben um besagte phonetische Zeichen handelt, oder um Logogramme.
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Beitrag von bossel »

Sky Darmos hat geschrieben:Ich betrachte das als Kunstform, und es ist für mich nicht viel anders, als wenn ich ein Bild male.
Na, wenn Du das so siehst...
Jeder braucht ein Hobby.
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Beitrag von Sky Darmos »

bossel hat geschrieben:
Sky Darmos hat geschrieben:Ich betrachte das als Kunstform, und es ist für mich nicht viel anders, als wenn ich ein Bild male.
Na, wenn Du das so siehst...
Jeder braucht ein Hobby.
Es ist nicht so dass ich unbedingt noch ein Hobby brauche. Meine Hobbys sind: Skateboarden (hauptsächlich Freestyle), Theorien entwickeln (über: Physik (Quantentheorie, Relativitätstheorie), Philosophie (vor allem Geist-Gehirn-Problem), Neurobiologie (auch Quantenneurobiologie), Kosmologie), entsprechende Bücher lesen, malen/zeichnen (hauptsächlich Graffitis, aber auf eben genannte Themen bezogen), Kalligrafie, Chinesisch lernen, Kantonesisch lernen, ...
Und es ist auch nicht so dass die Schriftzeichen die ich entwickle für mich selbst unwichtig wären. Aber wenn ich etwas mache, dann ist es mir in der Regel egal was andere davon halten.

Übrigens benutzt meine Freundin schon meine Zeichen um Deutsch zu lernen. 她説"很有意義!".
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Beitrag von bossel »

Sky Darmos hat geschrieben: 她説"很有意義!".
Ist Deine Freundin, also kein Wunder. Aber ist ja sowieso "völlig unwichtig für" Dich... :wink:

Was Deine Hobbys angeht: Wieviele Stunden hat Dein Tag? Rhetorische Frage (selbst, wenn ich arbeitslos war, hatte ich nie Zeit für soviele Hobbys).
Tut mir leid für's Abschweifen, halte mich von jetzt an zurück.
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Beitrag von Sky Darmos »

bossel hat geschrieben:
Sky Darmos hat geschrieben: 她説"很有意義!".
Ist Deine Freundin, also kein Wunder. Aber ist ja sowieso "völlig unwichtig für" Dich... :wink:
Das hat nicht nur Meine Freundin gesagt, sonder auch andere chinesische Freunde. Eine Freundin aus Shanghai hat auch gesagt "我覺得很有意義". Ein anderer Freund hat gemeint er wuerde gerne Deutsch lernen, und als ich ihm ein paar meiner Schriftzeichen gezeigt hab, und sie ihm erklärt hab, hat er auch spontan gemeint er würde gerne die Zeichen benutzen um Deutsch zu lernen. Ohne dass ich das konkret vorgeschlagen habe.
Nun kannst du natürlich sagen, kein Wunder sind ja deine Freunde. Wie auch immer, es spielt es keine Rolle für die Bewertung einer Sache, was andere von ihr halten. Man muss schließlich selber denken.
Übrigens denke ich schon dass meine Freunde mir ihre Meinung sagen, ganz gleich ob mir die gefällt oder nicht - so sollte es zumindest sein.
Wie auch immer, lassen wir das Thema.
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Beitrag von Grufti »

Super Ordner
Sky Darmos hat geschrieben:....

Außerdem bin ich auch Künstler, weshalb das Entwickeln von Schriftzeichen, für mich neben dem Praktischen noch einen esthetischen Wert hat. ...


Da hat mein ästhetisches Empfinden energisch protestiert :roll: :oops:
Macht aber nix, selbst meine Französisch-Professorin im Gymnasium wollte mir esthetisch in meine Übersetzung hineinverschlimmbessern..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Beitrag von Sky Darmos »

(Doppelt gepostet)
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Beitrag von Sky Darmos »

Sky Darmos hat geschrieben:Da hat mein ästhetisches Empfinden energisch protestiert :roll: :oops: Macht aber nix, selbst meine Französisch-Professorin im Gymnasium wollte mir esthetisch in meine Übersetzung hineinverschlimmbessern..
Dann lastet die Weiterentwicklung der Chinesischen Schrift wohl auf den Schultern von den Leuten deren estätisches Empfinden nicht an Traditionen gebunden ist. Wenn alle dein estätisches Empfinden teilen würden gäbe es wohl kaum Leute die Schriftzeichen eigens für chinesische Dialekte entwickeln. Ebensowenig Leute die Schriftzeichen vereinfachen. Dein estätisches Empfinden sollte eher bei Sachen wie 这 oder 风 protestieren - wegen dem willkürlichen X in der Mitte, nicht aber einfach deshalb weil ein Schriftzeichen nicht staatlich angeordnet ist. Das hat dann eher was mit praktisch/unpraktisch zu tun, nicht aber mit Kunst oder mit der Aussagekraft eines Schriftzeichens.

Falls es ein Missverständnis gibt: Es geht um die Entwicklung einer Schriftzeichenschreibweise für das Deutsche, genauso wie entsprechende Schreibweisen für Japanisch oder Koreanisch entwickelt wurden.
Der einzige Unterschied ist, dass ich dort wo es sinnvoll ist eigene Zeichen einführe, so wie das auch in den Schriften der Dialekte gemacht wird. Nur eben etwas radikaler, was bei einer komplett anderen Sprache auch keine Probleme bereitet ^^
Man würde es auch als hässlich empfinden im Kantonesischen, wo alle Wörter ganz anders stehen, und die Wortbeziehungen oft anders sind, immer exakt die gleichen Schriftzeichen zu verwenden auch wenn es völlig sinnlos wird.

Noch eine Frage: Hättest du König Sejong (1418 - 1450) auch davon abgeraten eine völlig neue Schreibweise für Koreanisch einzuführen?
Ok in diesem Fall geht es um die Einführung von Buchstaben, nicht um Zeichen, aber eine Analogie ist es trotzdem.
Nur dass ich kein König bin und ich die Schriftzeichen einfach so mache, weil sie mir gefallen und unterhaltsam sind - ich werde sie aber bestimmt mit einigen Leuten benutzen - zumindest mit meiner Freundin.
Ob das z.B. dir passt, ist mir egal - naja, nicht ganz, sonst hätte ich diesen Text nicht geschrieben ^^ Dir ist es wahrscheinlich auch egal was ich mache - aber wahrscheinlich auch nicht ganz, sonst hättest du deinen "Text" nicht geschrieben ^^
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Beitrag von polyhedron »

Sky:

Kannst du einmal einen Paragraf Beispieltext als Image irgendwo hinaufladen? Ich kann mich nicht gut vorstellen, wie es aussehen.
polyhedron hat folgendes geschrieben:
更krang/gēng aus 丙piengx/bĭng, 等tongx/dĕng aus 寺zsih/sì, 内nuaih/nèi aus 入njip/rù, 位yih/wèi aus 立lip/lì,

Diese Beispiele verstehe ich jetzt aber nicht.
丙 ist doch gar nicht in 更 drin. Und was ist an krang und piengx ähnlich?
Ebenso verstehe ich die anderen drei Beispiele nicht.
Ich meinte: hier, Mittaltchinesisch war nur seit 200 AD bis zu ~1200 AD. Aber der 諧聲zeit war vielleicht schon vor 700BC. So konnte die Mittaltchinesischsprachler schon nicht verstehen, warum ein paar 諧聲字 so ausgebaut wurden.

Zurück nach den Beispielen: für 諧聲, sollen die allen Teilchen eines 諧聲字s (Anfangskonsonant, Vokale und Endung) ähnlich wie im Aussprachteilchen (聲旁) sein. Also g ist änhlich wie k, kh, gh oder h, aber nicht wie l(ganz selbstverständlich aus Phonetik). Aber 墨mok aus 黑, h ist gar nicht ähnlich wie m. Und eine u.a. modernen Theorien ist, 墨 hatte eine Anfangskonsonant /*sm-/, dann bekam ein stimmlose /*m̥-/, dann ein /h/. Auch die Grund warum 洛lak aus 各kak ist, 洛 war /*gl-/, und 各 war /*kl-/, dann alle Silben mit /*gl-/ bekamen l-, und 各 /*kl-/ -> k- ist vielleicht eine Ausnahme (es sollte kr- sein).
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Grufti
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Beitrag von Grufti »

Sky Darmos hat geschrieben:
Dann lastet die Weiterentwicklung der Chinesischen Schrift wohl auf den Schultern von den Leuten deren estätisches Empfinden nicht an Traditionen gebunden ist. Wenn alle dein estätisches Empfinden teilen würden gäbe es wohl kaum Leute die Schriftzeichen eigens für chinesische Dialekte entwickeln.Ebensowenig Leute die Schriftzeichen vereinfachen. Dein estätisches Empfinden sollte eher bei Sachen wie 这 oder 风 protestieren - wegen dem willkürlichen X in der Mitte, nicht aber einfach deshalb weil ein Schriftzeichen nicht staatlich angeordnet ist. Das hat dann eher was mit praktisch/unpraktisch zu tun, nicht aber mit Kunst oder mit der Aussagekraft eines Schriftzeichens.
Die Erfindung eigener Schriftzeichen für eigene Sprachen hat nichts mit "Ästhetik", sondern mit praktischen Erwägungen zu tun..siehe die koreanischen Buchstaben..und die japanische Silbenschrift, da die Aussprache dieser beiden Sprachen nur äußerst unvollkommen durch chinesische Zeichen repräsntiert wurden.
Eigene Schriftzeichen, oder die von Dir erwähnte andere Wortstellung wie z.B im Kantonesischen beweisen mir wieder einmal mehr, daß diese Sprache kein "Dialekt", sondern bereits eine eigenständige Sprache ist :wink: :P
Die chinesische Schrift hatte sich im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende über die verrschiedensten Schriftarten entwickelt, und ein sehr große Anteil der "Kurzzeichen" ist bereits in diesen verschiedenen Schriftarten enthalten gewesen, d.h. Elemente aus z.B. der Caoshu oder der Xingshu sind als VR-Standardversionen in die normale Druckschrift übernommen worden.
..so z.B das "X" in 风 oder 这

Im Übrigen bin ich leider mehr oder weniger "gezwungen", mit diesen Kurzfassungen zu leben, denn der überwiegende Teil der Publikationen stammen nun mal aus der VR. Auch ist das Strichgefummel der Langzeichen in Texten im I-net mehr oder weniger noch weniger zu erkennen, als die eh schon kleinen "Kurzzeichen"...

Im Laufe meiner sinologischen "Laufbahn" hatte ich mehrmals im Wechsel für längere Zeit die Lang- und die Kurzzeichen gelernt und angewendet
Auch die von mir so genannten "Ultrakurzzeichen" der bereits vor ca 25 Jahre von der VR Regierung wieder größtenteils zurückgenommenen 2. Vereinfachung der chinesischen Zeichen sind mir durchaus nicht fremd, da ich vier dicke Bände ( ca,. 2000 Seiten ) von Kurzgeschichten aus der Zeit der "Großen Kulturrevolution " und kurz danach gelesen hatte.

Wenn ich mein "ästhetisches" :P :P Empfinden" mal erholen und "Aufrüsten" will, dann hole ich mir die chinesichen Klassiker in den schönen Drucken aus Taiwan wieder hervor.. :wink:

Der einzige Unterschied ist, dass ich dort wo es sinnvoll ist eigene Zeichen einführe, so wie das auch in den Schriften der Dialekte gemacht wird. Nur eben etwas radikaler, was bei einer komplett anderen Sprache auch keine Probleme bereitet ^^

Noch eine Frage: Hättest du König Sejong (1418 - 1450) auch davon abgeraten eine völlig neue Schreibweise für Koreanisch einzuführen?
Ok in diesem Fall geht es um die Einführung von Buchstaben, nicht um Zeichen, aber eine Analogie ist es trotzdem.
Nein , ganz im Gegenteil.. aber Du machst den gegenteiligen Schritt..... von der praktischen Anwendung eines nationalen Gebrauchs zu einer privaten Geheimschrift unter Eingeweihten (toll, wenn Du dafür Zeit hast !) .. von einer Buchstabenschrift , nach deren Lautwerten man sich mehr oder weniger richten kann zurück zu einer Bilderschrift, aus der man den Lautwert nicht ersehen kann..

Im übrigen hatte ich mit meinem obigen, von Dir zitierten Posting nicht Deine Theorie von der Schaffung neuer Zeichen zum Erlernen der deutsche Sprache in irgendeiner Form angesprochen, sondern wollte nur die richtige Schreibung des Wortes "ästhetisch" erwähnen, denn wenn man eine fremde Sprache lernen will, sollte man zu allererst die eigene Sprache richtig zu schreiben und benutzen wissen ..

Nur dass ich kein König bin und ich die Schriftzeichen einfach so mache, weil sie mir gefallen und unterhaltsam sind - ich werde sie aber bestimmt mit einigen Leuten benutzen - zumindest mit meiner Freundin.
Ob das z.B. dir passt, ist mir egal - naja, nicht ganz, sonst hätte ich diesen Text nicht geschrieben ^^ Dir ist es wahrscheinlich auch egal was ich mache - aber wahrscheinlich auch nicht ganz, sonst hättest du deinen "Text" nicht geschrieben ^^
Ich weiß nicht, weshalb Du Dich fast jedesmal, wenn ich eine Bemerkung auf irgendein Deiner Postings schreibe, so vehement zu rechtfertigen genötigt siehst... :roll:

Wenn mir ein Chinese sagt, er finde es 很 有意思, 意义... oder 很有道理 was ein 老外 tut , denkt oder sagt, dann kommen mir immer wieder die zwei Stories aus meiner Zeit in Taiwan in den Sinn, die ein sehr guter amerikanischer Freund von mir an unserer Schule "gebracht " hatte:

Einmal hatte er den mannshohen Kakteen in unserem Schulhof die Stacheln mit einer Nagelschere abgeschnitten. Von einem Lehrer zur Rede gestellt meinte er nur:
中国人很喜欢摸一摸 莫一个东西. 我只怕他们的售会被刺的流血........

woraufhin der Lehrer sich eins grinste , und nur meinte.
很有道理 !!!


Das gleiche bekam der Ami zu hören , als er einem alten Offizier i. R. der Guomindang-Armee ( meist aus solchen Bestand der "Lehrkörper " unserer Schule ) todernst erklärte, das 孙 中山 der große Revolutionär von 1911 und hochverehrteste "国父" des 中华民国, dem chinesichen Volk das größte Unglück bereitet hatte, was ihm passieren konnte.

Seine Argumentation: Hätte Sun Yatsen nicht die Revolution von 1911 nicht vorbereitet und losgetreten, hätte es keinen Mao Ze Dong und damit auch keine Besetzung des Festlandes durch die 共匪 gegeben...

auch hier bekam er ...nach einem lange zu tiefst erschrockenen und verärgerten Gesicht des Lehrers ein sehr nachdenkliches 很有道理 zu hören...

Was die betreffenden Lehrer aber wirklich dachten, war sicher nicht sehr schmeichelhaft für meinen Freund..

Aus diesem Grund bin ich immer etwas mißtrauisch, wenn ich so ein "Lob" eines Chinesen bekomme

Zu allerletzt möchte ich mich noch zutiefst entschuldigen, daß ich mal ab und zu mit Deinen Ansichten übereinstimmen sollte...oder mich --welch Frevel, mal dazu verstiegen hatte, etwa Positives an deinen Postings zu finden, denn jedesmal wenn dies der Fall ist, bekomme ich eine Antwort, die an meiner ursprünglichen Bemerkung meilenweit vorbeigeht...
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Beitrag von Sky Darmos »

polyhedron hat geschrieben:Kannst du einmal einen Paragraf Beispieltext als Image irgendwo hinaufladen? Ich kann mich nicht gut vorstellen, wie es aussehen.
Ich hab dir ja jetzt ein paar Seiten als Beispiele geschickt.
Du bist noch der Meinung, dass man Schriftzeichen die es im modernen Chinesisch nicht gibt, im Mittelalter-Chinesisch suchen sollte, um sie dann der passenden Deutschen Silbe zuzuordnen.
Gut du hast bisher keine Zeit gefunden eine solche Zuordnung im Großen Rahmen vorzunehmen, aber ich denke, wenn du die Zeit findest wirst du feststellen, dass man nicht umhin kommt Sonderzeichen einzuführen.
Ich hab dich jetzt auch nicht so verstanden dass du grundsätzlich gegen Sonderzeichen bist. Schließlich hast du selbst einmal gesagt, dass man vielleicht auf einige der reinen 諧聲字 verzichten sollte.
Ich hatte ursprünglich den gleichen Plan wie du, nämlich nur chinesische Zeichen zu benutzen, und wenn es kein passendes gibt, im Altchinesischen dannach zu suchen. Meine Freundin, fand die Vorstellung chinesische 諧聲字 im Deutschen zu benutzen aber vom ersten Moment an komisch, erst durch sie bin ich zu der Einsicht gekommen, dass Zeichen die einfach unpassend sind nur das lernen erschweren.

Die Zeichen die im Chinesischen benutzt werden sind für das Chinesische, und wohl auch für Sprachen mit verwandter Kultur sinnvoll. Sie erzählen einen Teil der Geschichte Chinas. Und auch die Schriftreform war nur ein Reform unter vielen Schriftreformen, und mit ähnlichen Methoden.

Ich bin der Meinung dass ein Schriftzeichen zugleich Betonung und Sinn andeuten kann. Zumindest im Chinesischen gibt es ja für jede Silbe eine ganze Menge an Zeichen die als lautgebende Einheiten in einem 諧聲字 dienen können. Im Deutschen wäre das auch möglich. Ein Beispiel wäre (虫+长) für 蛇 um die Beziehung zwischen "sch-lang" und "lang" anzuzeigen, und zugleich Schlange selbst zu definieren - soll aber nur als Beispiel dienen, denn es ist etwas problematisch da sowohl 虫 als auch 它 von 蛇 kommen. Neue Elemente von Schriftzeichen werden bei Schriftzeichenreformen immer durch die Zerlegung anderer Schriftzeichen gewonnen. Im Laufe dieses Prozesses bekommt dann wirklich jeder kleine Teil eines Schrifzeichens auch eine eigenständige Bedeutung. Etwa findet man 车 in 舆 wieder. Somit sind viel mehr Zeichen rein bildlich als man meinen könnte.
polyhedron hat geschrieben:Ich meinte: hier, Mittaltchinesisch war nur seit 200 AD bis zu ~1200 AD. Aber der 諧聲zeit war vielleicht schon vor 700BC. So konnte die Mittaltchinesischsprachler schon nicht verstehen, warum ein paar 諧聲字 so aufgebaut wurden.
Das ist mir klar. Es geht mir auch nicht darum 100% in eine Richtung zu gehen. Ein paar Lautbeziehungen aus dem Chinesischen, die es im Deutschen so nicht gibt, sind unvermeidbar. Z.B. könnte man auch vermuten dass selbst der obere Teil von 虫 die Ähnlichkeit zur Aussprache von 中 anzeigt. Natürlich wäre es deshalb nicht sinnvoll auf 虫 zu verzichten. Ob 虫 wirklich was mit 中 zu tun hat, weiss ich aber nicht, ich habe in meinem 《图释古汉字》 nichts in die Richtung gefunden. Das ist aber gar nicht wichtig, es soll nur als Beispiel dienen, um zu zeigen was ich meine.
polyhedron hat geschrieben:Zurück nach den Beispielen: für 諧聲, sollen die allen Teilchen eines 諧聲字s (Anfangskonsonant, Vokale und Endung) ähnlich wie im Aussprachteilchen (聲旁) sein. Also g ist änhlich wie k, kh, gh oder h, aber nicht wie l(ganz selbstverständlich aus Phonetik). Aber 墨mok aus 黑, h ist gar nicht ähnlich wie m. Und eine u.a. modernen Theorien ist, 墨 hatte eine Anfangskonsonant /*sm-/, dann bekam ein stimmlose /*m̥-/, dann ein /h/. Auch die Grund warum 洛lak aus 各kak ist, 洛 war /*gl-/, und 各 war /*kl-/, dann alle Silben mit /*gl-/ bekamen l-, und 各 /*kl-/ -> k- ist vielleicht eine Ausnahme (es sollte kr- sein).
Manche Zeichen haben wirklich eine sehr verworrene Geschichte.
Ich denke man sollte die Geschichte jedes Zeichens ein wenig kennen, befor man es einer deutschen Silbe zuordnet.
Außerdem wäre eine Liste wichtig, in der alle Funktionen die ein Radikal in einem anderen Zeichen spielen kann, oder was es ursprünglich darstellte, aufführt. Man sollte etwa wissen dass 田 in 畏, der Kopf von 鬼 ist. 《图释古汉字》 erklaert 畏 als "鬼头而虎爪" (Teufelskopf und Tiegerkralle). Wärend der zahlreichen vereinfachungen der Schriftzeichen in der chinesischen Geschichte haben einzelne Radikale Zahlreiche Bedeutungen angenommen. Ich denke man sollte da eine Liste erstellen - wäre aber viel Arbeit.

Viele Grüße, Sky.
greenflower
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Beitrag von greenflower »

hallo ,ich bin kantonnische in paris,ich moechte deutsch pratiquer,koennen Sie mir helfen?mein email ist [email protected] werde sie.Ich bin 24 jahr alts,ich habe in frankreich 3 jahrs bleiben.Ich spreche Franzosisch,manderin,kantonisch,englisch,ein bischen deutsch,ich bin nett und ich liebe deutschland deutschen und deutsch,das deutsch ist ein part of my life.
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