Richtig, es gibt Wettbewerb unter den Privaten, was für eine gewisse Dynamik und Evolution sorgt. Aber auch nur, wenn der Markt als solcher nicht versagt. Gerade in solchen Oligopolen besteht die Gefahr der systematischen Marktabsprache. Und selbst bei aller Anpassung an den Markt, sind sie immer noch kostengetrieben. Werden bestimmte Behandlungen zu teuer, werden sie nicht mehr angeboten, wenn die Versicherten diese nicht bezahlen können.jadelixx hat geschrieben:Private Versicherungen muessen ihre Preise am Markt durchsetzen. In Deutschland wird das System alle paar Jahre geaendert, so dass Private staendig vor eine neue Kostenwirklichkeit gestellt werden. Das schlaegt dann irgendwann auf das Leistungsangebot durch.
Als 28 jähriger Mann mit gutem Einkommen ist eine private Versicherung toll, weil günstiger. Aber eine 50 jährige Frau mit Vorerkrankung muss mehr zahlen oder auf mehr Risiko gehen (Leistungskürzung), egal, wie viel sie verdient. Das ist unsozial.
Genau das ist ja der Grund, warum ich die Mindest-Grundabsicherung beim Staat sehen will. Der Staat oder seine vorgeschalteten Institutionen können es sich "leisten", sozial zu handeln. Sozial handeln bedeutet nämlich oft auch unwirtschaftlich zu handeln.
Waehrend Oeffentliche, ganz egal was passiert, auf eine Subvention durch den Staat hoffen koennen.
