Auch wenn ich jetzt großes Unverständnis ernte: In jedem Täter steckt auch ein Opfer. Der Mensch an sich ist doch nicht von Grund auf schlecht sondern letzlich das Produkt seiner (manchmal fehlgeschlagenen) Sozialisation. Oder glaubst du Tim K. ist mit der Waffe aus Mutters Schoß gekrochen. Die Rolle seiner Eltern, aber auch der behandelnden Ärzte, wurde in diesem Zusammenhang m. E. völlig unterbewertet. Selbstverständlich ist das Massaker per se verabscheuungswürdig und nicht entschuldbar.MannAusChina hat geschrieben:Sag mal,ist Tim Kretschmer, der am 11.03.2009 in Winnenden 15 unschuldigen Leute erschossen hat, aus deiner Sicht auch ein Opfer?
Zufällig vorbeikommend und gezielt und geplant ist ein offensichtlicher Anachronismus!beowulf hat geschrieben:Und für mich sind zufällig vorbeikommende han-chinesische Passanten die von einer Gruppe aus religiösen oder politischen Gründen gezielt und geplant umgebracht werden, Opfer von Terrorismus.
Aber mal unabhängig davon: Ich hatte nicht die Tat als solche rechtfertigen wollen, sondern nur deren mögliche Ursache ableiten wollen.
Dennoch ist zu konstatieren, dass auch die Angehörigen der Täter Opfer zu beklagen haben. Ob die zu Recht in die ewigen Jagdgründe eingegangen sind, bleibt vermutlich nicht abschließend aufklärbar. Die Exekutive Chinas ist beim Einsatz von physischer Gewalt nach meiner Einschätzung nicht zögerlich.
Zum ersten Satz, ich nehme das mal als Lob aus berufenem Munde!Shenzhen hat geschrieben:Sowas verblendetes und einfach nur dummes wie von báitù ...
Es ist traurig wie manche immer wieder uebersehen welche Bevorzugungen Minderheiten in China geniessen...
Zum zweiten Satz gibt es sicherlich jede Menge Belege deinerseits, insbesondere was die Freiheiten in der Ausübung von Kultur und Religion angeht. Das klappt ja bekanntlich schon bei den Christen in China ganz gut...

