Gegeben dass die meisten Afghanen Analphabeten sind die selbst den heiligen Koran gar nicht lesen können, habe ich da eher weniger Verständnis. Da gibt es doch eher einige Scheinheilige, die die Masse immer wieder gegen die ungläubigen Invasoren und die afghanische Regierung aufwiegeln.
Das ist ja gerade der Fehler in der Logik. Der Koran wird als heiliges Symbol verstanden, als ein Gegenstand der verehrt wird. Also eine Arte Reliquie. Unabhängig davon ob es Analphabeten sind oder nicht. Das der Koran also auch "ein Buch" ist, tut wenig zur Sache. Vielleicht wird der Koran von Analphabeten sogar noch stärker verehrt, da "Lesen"auf diese irgendwie magisch wirkt. Aber das ist jetzt nur so ein Gedanke der mir durch den Kopf gegangen ist.
Natürlich spielt auch die Wut gegenüber den Invasoren eine Rolle, aber es geht hier auch viel um "Aberglauben/Religion". Ähnlich wie wenn die Einwohner von einer Insel einen Vulkan als Tabu bezeichnen und sich dann aufregen, wenn ausländische Forscher auf diesem herumstapfen.
Diese dann einfach als Scheinheilige zu bezeichnen, führt in die falsche Richtung.
(natürlich kann man diskutieren ob Selbstprofilierung, soziale Anerkennung als möglichst Gottesfromm nicht immer eine Rolle in Religionen spielen)