Aremonus hat geschrieben:oje, jetzt geht das wieder los. Kampf dem Klassenfeind...
Das hat Nichts aber auch gar Nichts mit Klassenkampf, sondern mit
politischer Moral zu tun, die den Betreffenden völlig abhanden gekommen ist.
Und dann haben Guido & Co. nicht mal das Rückrad,
offen für ihre Art der Politik einzustehen
Und bei solchen "Glanzstücken" mache ich
keinerlei Unterschiede zwischen den Partein.
Es tut mir "schrecklich Leid" aber die Regierung hat per Eid, den Jeder Minister - bis hoch zu Bundespräsidenten - leistet: Die Pflicht, zum Wohle des (gesamten) deutschen Volkes zu handeln -
und nicht nur für solvente Lobbyisten - und fürs Eigene
Aha, die Hotel-Lobby hat die Mio. also uneigennützig gespendet?
Wenn Du das ehrlich
glaubst (wovon ich nicht ausgehe, denn es wäre hochgradig naiv), frag ich mich, warum Du wider besseren Wissens so einen - sorry - quatsch schreibst.
Schon ein komischer "Zufall", dass die expliziet vom Rest der Wirtschaft dies bezüglich hervorgehoben werden.
Aremonus hat geschrieben:Ich wähle, wer mir passt
Und/oder die Partei, die das sagt/verpricht, was die Wähler hören wollen/sollen, damit man gewählt wird.
Aremonus hat geschrieben:und nicht die Partei mit dem meisten Geld.
Wer hat
das denn behauptet?
Kenne auch niemanden der das tut.
Gleichwohl gehört nicht viel Phantasie dazu, dass in der jetzigen Regierungskonstellation
genau das nachträglich (in Form
von "uneigennützigen" Spenden passiert.
Hab übrigens ausserhalb der F.D.P. wenig Lobeshymnen für die Sonderbehandlung der Hotel-Branche gehört - ganz im Gegenteil.
Auch CDU Regierungsmitglieder haben diesem Part nicht zugestimmt und kritisieren diesen offen ... aber das sind wahrscheinlich auch Klassenkämfer
Aremonus hat geschrieben:IMHO sollten die ganzen HIV-Empfänger ohnehin 'mal nach China gehn.
Und was sollen die in China mit HIV-Infizierten aus Deutschland anfangen?
Aremonus hat geschrieben:Dann wüssten sie, dass man nicht ganz alle Annehmlichkeiten braucht, die Deutschland bietet - und dass sich harte Arbeit ein bisschen lohnt.
Sorry, aber auch dieses Argument geht in weiten Teilen an der Lebenswirklichkeit der Betroffenen vorbei.
Harte Arbeit lohnt sich?
Erzähl das mal denen die mit einem Stundenlohn von weniger al 5 Euro auskommen müssen. Die sind trotz der geleisteten Arbeit zu großen Teilen auf staatliche Zuschüsse angewiesen, um überhaupt über die Runden zu kommen.
Und wir reden hier nicht von 10.000 oder 100.000 Betroffenen.
Deine Aussage hatte früher ihre Richtigkeit - jetzt in zunehmenden Mass nicht mehr.
Vielmehr klingt und ist sie für die Betroffenen blanker Hohn und an Zynismus wohl kaum noch zu überbieten.
Ich hoffe ehrlich, das Du durch Deinen Job und die paradiesischen Zustände in der Schweiz noch nicht komplett die Bodenhaftung verloren hast.
* Das Unwort des Jahres ist übrigens
betriebsratsverseucht ...
Gleichwohl bin ich der Meinung, dass der Missbrauch von Hartz-IV Leistungen sehr viel mehr sanktioniert werden sollte, als es bis jetzt der Fall ist.
Die Kosten für das zusätzlich dafür benötigte Personal würden m.E. dadurch mehr als nur wettgemacht werden.
Das trifft im viel stärkerem Mass auch auf die Prüfung und ggf. Vervolgung von säumigen Steuerzahlern zu - da würde es richtig Geld in die klammen kassen der öffentlichen Hand spülen.
Aremonus hat geschrieben:Aber ich bin Wiwiler und lebe in der Schweiz, wo wir jeden Arbeiter binnen maximal drei Monaten Kündigungsfrist 'rauswerfen können.
Und als Wiwiler gelten dann für Dich ... die gleichen arbeitsrechtlichen Konditionen?
Nimm Folgendes bitte nicht persönlich:
Ich hab den Eindruck, dass nicht wenige Akademiker sich, was die Lebenswirklichkeit der "nicht-akademischen-Bevölkerung" betrifft, nicht vorstellen können und/oder wollen, wie die realen Verhältnisse unterhalb der eigenen Einkünfte aussehen.
Da bist Du jetzt nur einer von vielen.
Wirtschaftswissenschaftliche Theorien zum Besten zu geben ist eine Sache, aber es sollte doch realisiert werden, dass das Leben nun mal real ist und sich mitunter nicht in alther gebrachte Theorien pressen lässt.
Der letzte Absatz gilt übrigens auch für Psychologen und ähnliche selbsternannte "Fachleute", die ihre Daseinsberechtigung (zu grossen Teilen) vom gegenseitigem Hofieren ableiten.
Leider haben Selbige das selbstständige und kritische Denken, verlernt (oder es ist ihnen im Rahmen der blinden "Theoriehörigkkeit" schon zu Anfang ihres jeweiligen Berufsweges aberzogen worden.