Leben in China

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
Benutzeravatar
Linnea
VIP
VIP
Beiträge: 2952
Registriert: 04.06.2007, 14:29
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Leben in China

Beitrag von Linnea »

trendylee hat geschrieben:Ich denke nicht, dass es ein Problem ist wenn du mit einem Realabschluss an eine kleinere chin. Uni gehst um die Sprache zu lernen. Aber das kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Viell hat jemand hier im Forum dsbzgl. Erfahrung?
Konkrete Erfahrungen habe ich nicht, aber die Uni an der ich war hat sich nicht für mein Abizeugnis interessiert.
hageninbeijing hat geschrieben:um chinesisch zu lernen kann ich HSK nur empfehlen.

diese kurse bauen einen eigentlich für den HSK-test auf. dieser test ist praktisch der anerkannte offizielle weg, außerhalb von universitäten.
z.B. wenn man auf chinesisch studieren will, wird soweit ich weiß ein bestimmte HSK-level vorausgesetzt.
HSK-Kurse sind nur für Personen zu empfehlen, die entweder in China regulär studieren wollen oder aus anderen Gründen einen Nachweis über ihr Sprachniveau benötigen. Allen anderen ist davon eher abzuraten. Ein "normaler" Sprachkurs und viel Austausch auf der Straße oder im persönlichen Bereich bringen für den reinen Spracherwerb deutlich mehr.
Pinyin
Old China Hand
Old China Hand
Beiträge: 539
Registriert: 17.07.2008, 10:25

Re: Leben in China

Beitrag von Pinyin »

Um in China einen Job zu bekommen muss man wirklich kein native English speaker sein. Sobald man aus dem Westen kommt reicht das schon. Wenn dein Englisch nicht ausreicht Englischkurse zu geben so hast du trotzdem viele andere Optionen. Während meiner Zeit in China hätte ich in verschiedenen Bereichen anfangen können zu arbeiten. Du kannst u.a. Deutschkurse/Nachhilfe geben, im mehrsprachigen Kindergarten arbeiten, für Reiseunternehmen arbeiten,... Da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten.

Trotzdem möchte auch ich dir empfehlen einen Sprachkurs zu machen. Das muss nicht unbedingt der teuerste sein oder an der BJ University. Trotzdem sollte die Qualität gut sein und die Lehrer über eine qualifizierte Ausbildung verfügen. Ich kann dir folgende Sprachschule in Beijing empfehlen:
http://www.glexchange.net" target="_blank Dort wirst du auch schnell Leute kennen lernen und Kontakte knüpfen können. Zudem lernst du Chinesisch, die Kultur und hast Spaß. Das wird dir auch in der Zeit nach China auf dem dt. Arbeitsmarkt nutzen.

Bei dem Transport der Katze kann ich dir leider nicht weiter helfen aber es ist in BJ problemlos möglich eine Katze zu halten. Viele Chinesen haben Haustiere.

Die Lebensunterhaltungskosten sind in China sehr niedrig. So war es für mich beispielsweise normal zwei mal am Tag ins Restaurat zu gehen. Das kann ich mir in Deutschland nicht erlauben :lol:
Wenn man auf dem lokalen Arbeitsmarkt einen Job sucht, sind Gehälter ab 10000 Yuan sehenswert. Wenn dein Mann von einer westlichen Firma nach China geschickt wird, kommt es sehr auf seine Position und den Job an. Aber 20000 Yuan sollte er mindestens verlangen können. Davon könntet ihr sehr gut leben und euch eine schöne Zeit machen.

Ich hoffe ich konnte etwas weiterhelfen.
Benutzeravatar
Shaolin
VIP
VIP
Beiträge: 1488
Registriert: 04.05.2007, 07:09
Wohnort: Reich der Mitte, unten rechts

Re: Leben in China

Beitrag von Shaolin »

corneta hat geschrieben:@Shaolin
Ich hab ja vor kurzem vor ähnlichen Fragen gestanden und da fand ich Schanghai.com eher abschreckend. Ich weiß ja nicht, ob du da aktuell mal reingesehen hast.
Ich finde, man kann in fast jedem Thread den Frust förmlich rauslesen, weil die Leute aus der deutschen Gemeinde herauskommen und sich selber isolieren. Es wimmelt nur so vor frustrierten Hausfrauen und fremdgehenden Ehemännern, die sich ihre Probleme alle selber machen.
Ups… in der Tat, muss gestehen ich habe dort schon laenger nicht mehr reingeschaut. Aber OK, wenn der allgemeine Expat morgens vor seinem Schloss ueber den frisch geharkten Kies schlendert und dann mit seinem Hermelin am Ferrari haengenbleibt weil der mal wieder Scheisse vom Personal geparkt wurde, dann baut sich schon Frust auf.
sandkuri hat geschrieben: -Bekomme ich als Ehefrau automatisch ein Visum und kann ich mit diesem auch arbeiten?
Nein. Du bekommst als mitreisende Ehefrau eine Aufenthaltserlaubnis, benoetigst zur Arbeitsaufnahme aber ein Z-Visum. Details dazu findest Du hier (Schritt 2 entfaellt da bereits vor Ort):
http://www.china9.de/reisen/einreise-ch ... svisum.php" target="_blank

sandkuri hat geschrieben: -Habe ich überhaupt eine Chance auf einen Job, spreche kein chinesisch und habe nur Realschulabschluss? Englisch kann ich kann ich ganz gut, Business-Englisch kann ich leider nur von 1 Jahr Schule am Berufskollege… (Lehre als Kauffrau im Groß- und Außenhandel).Momentan bin ich Vertriebsassistentin.
Mit einer soliden kaufmaennischen Ausbildung und Berufserfahrung wie bei Dir sollte es gelingen bei einem internationalen Unternehmen einen annehmbaren (Gehalt) Job zu finden. Die hier von @trendylee bereits angesprochene dt. Handelskammer ist eine gute Idee, nicht nur fuer Adressen sondern auch gezielt fuer Jobs (siehe http://china.ahk.de/en/job-market/" target="_blank), weiterhin gibt es bei der google Suche unter “Jobs in Peking” unzaehlige links auf andere Jobvermittler.
sandkuri hat geschrieben: -Wenn ich keinen Job/Visa mit Arbeitserlaubnis bekommen sollte, was mache ich den ganzen Tag. (außer auf meinen Mann warten, der bestimmt sehr lange arbeiten muss) Das klingt vielleicht blöd, ist aber eine wichtige Frage für mich!
Das haengt von Deinen eigenen Interressen ab und ist so schwierig zu beantworten, generell solltest Du aber irgendeiner sinnvollen Taetigkeit nachgehen mit der Moeglichkeit sich auszutauschen. Ansonsten besteht die Gefahr den Fokus ausschliesslich auf die abendliche Heimkehr des Mannes auzurichten, sozusagen eine selbstgewaehlte Isolation. Wie sowas ausgeht ist auch in den Foren nachzulesen, Frustration fuehrt zu Krisen und in Krisen zieht hier in China eigentlich der Mann immer die bessere Karte – was real bedeutet, unabhaengig wielange man verheiratet war, das ein 20-jaehriges China-Modello ganz fix zu Hause den Platz einnimmt.
sandkuri hat geschrieben: -Was sollte / muss mein Mann verdienen, damit er uns beiden ein "gutes" Leben in Peking finanzieren kann. Der Arbeitsvertrag wird eher ein normal Vertrag … stellt keine Wohnung, Freiflüge nach Hause, Krankversicherung etc zur Verfügung.
Ist individuell, aber eigentlich sollte bei einem beruflichen Umzug der kaufmaennische Gedanke dem ideologischen vorstehen, was bedeutet es sollte sich finanziell positiv auf dem Gehaltszettel bemerkbar machen. Irgendwie sinnlos in der heutigen Zeit ein derartiges Risiko einzugehen und sich zu verschlechtern. Basierend auf seinem jetzigen Gehalt wuerde ich pauschal mindestens 50% draufschlagen um erstmal eine Verhandlungsbasis zu schaffen.

Steuern nicht vergessen, siehe hier
http://www.visitchina.de/expatinfo/todo06.htm" target="_blank

Andere Abgaben wie zB Krankenversicherung muessen privat abgeschlossen werden und sind nicht wie in D ueber ein soziales Netz gedeckt.
sandkuri hat geschrieben: -Habt ihr viel Heimweh nach Deutschland? Und was macht ihr dagegen… deutsches Essen, deutsches Fernsehen… usw.
Auch wieder individuell. Bei mir schon von Anfang an selten, heute nie. Ist sehr unterschiedlich, manche schauen gerne nach hinten, ich schaue eigentlich immer nur nach vorne.
sandkuri hat geschrieben: -Findet man schnell Freude in China? Chinesen oder eher Expats?
Der Aufbau eines sozialen Umfelds, besonders fuer "mitreisende" Ehepartner, sollte hoechste Prioritaet haben. Waehrend Deinem Mann vor lauter neuen Eindruecken wahrscheinlich der Kopf platzt (Arbeitsumfeld und Aufgaben, Kollegen, Projekte usw) bleibt Dir zu Hause die schwerwiegende Aufgabe ueberlassen welche Farbe die Vorhaenge im Wohnzimmer haben. Absolut toedlich.

Um nicht Gefahr zu laufen ein sog. “Expat-Ghetto-Leben” zu fuehren wuerde ich mich an Deiner Stelle um eine gute Ausgewogenheit zwischen locals und Expats bemuehen. Logischweise findet man eher Anschluss an Expats, das Leben im Ausland bildet eine Gemeinsamkeit die schon mal verbindet und da man aus dem gleichen Kulturkreis kommt sind Hemmschwellen geringer.
* Es gibt Reis, Baby!
Benutzeravatar
corneta
VIP
VIP
Beiträge: 2621
Registriert: 18.02.2009, 19:08
Wohnort: Berlin

Re: Leben in China

Beitrag von corneta »

@ shaolin

Wirklich gute Zusammenfassung. Die Tatsache, das sandkuri hier im Forum gelandet ist und nicht in typischen Expat-Foren hängen blieb, zeigt, dass sie dem Abenteuer China offen gegenübersteht. Das ist schon die halbe Miete.
Benutzeravatar
belrain
VIP
VIP
Beiträge: 2696
Registriert: 10.08.2005, 09:45
Wohnort: China/Shanghai/QingPu/ZhuJiaJiao

Re: Leben in China

Beitrag von belrain »

@ Shaolin
Ja, gut umschrieben. Passt so

@ Sandkuri
Heimweh kommt, meiner Meinung nach, nur dann auf, wenn man sich langweilt. Also, in eine Gegend ziehen in der es auch andere Auslaender gibt - das erleichtert den Anschluss. Ausserdem schnellstmoeglich chinesisch lernen, dann macht das Leben in China doppelt Spass. Und dann in Ruhe nach einem Job umschauen.
Dein Mann wird wahrscheinlich zu beginn oft gefrustet heimkommen, denn Arbeiten in China unterscheidet sich stark vom Arbeiten in Deutschland. Waere gut wenn ihr euch noch ein wenig ueber chinesische Mentalitaet bzw. Arbeitsweisen schlau macht. Sonst gehts euch irgendwann so wie vielen Expats auf Schanghai.com :wink:
Das Leben ist schön

Shanghai - seit 2009
1. April 2012 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
1. April 2015 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
Benutzeravatar
Hendrik
VIP
VIP
Beiträge: 1346
Registriert: 25.10.2007, 14:22

Re: Leben in China

Beitrag von Hendrik »

trendylee hat geschrieben: Wenn du wirklich was anderes machen willst, dann würd ich bei der Deutschen Handelskammer mal nach einer Liste von deutschen Firmen fragen (oder du googelst mal einen Nachmittag) und dich einfach blind bewerben.
http://www.german-company-directory.com/home/
.
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast