corneta hat geschrieben:@Shaolin
Ich hab ja vor kurzem vor ähnlichen Fragen gestanden und da fand ich Schanghai.com eher abschreckend. Ich weiß ja nicht, ob du da aktuell mal reingesehen hast.
Ich finde, man kann in fast jedem Thread den Frust förmlich rauslesen, weil die Leute aus der deutschen Gemeinde herauskommen und sich selber isolieren. Es wimmelt nur so vor frustrierten Hausfrauen und fremdgehenden Ehemännern, die sich ihre Probleme alle selber machen.
Ups… in der Tat, muss gestehen ich habe dort schon laenger nicht mehr reingeschaut. Aber OK, wenn der allgemeine Expat morgens vor seinem Schloss ueber den frisch geharkten Kies schlendert und dann mit seinem Hermelin am Ferrari haengenbleibt weil der mal wieder Scheisse vom Personal geparkt wurde, dann baut sich schon Frust auf.
sandkuri hat geschrieben: -Bekomme ich als Ehefrau automatisch ein Visum und kann ich mit diesem auch arbeiten?
Nein. Du bekommst als mitreisende Ehefrau eine Aufenthaltserlaubnis, benoetigst zur Arbeitsaufnahme aber ein Z-Visum. Details dazu findest Du hier (Schritt 2 entfaellt da bereits vor Ort):
http://www.china9.de/reisen/einreise-ch ... svisum.php" target="_blank
sandkuri hat geschrieben: -Habe ich überhaupt eine Chance auf einen Job, spreche kein chinesisch und habe nur Realschulabschluss? Englisch kann ich kann ich ganz gut, Business-Englisch kann ich leider nur von 1 Jahr Schule am Berufskollege… (Lehre als Kauffrau im Groß- und Außenhandel).Momentan bin ich Vertriebsassistentin.
Mit einer soliden kaufmaennischen Ausbildung und Berufserfahrung wie bei Dir sollte es gelingen bei einem internationalen Unternehmen einen annehmbaren (Gehalt) Job zu finden. Die hier von @trendylee bereits angesprochene dt. Handelskammer ist eine gute Idee, nicht nur fuer Adressen sondern auch gezielt fuer Jobs (siehe
http://china.ahk.de/en/job-market/" target="_blank), weiterhin gibt es bei der google Suche unter “Jobs in Peking” unzaehlige links auf andere Jobvermittler.
sandkuri hat geschrieben: -Wenn ich keinen Job/Visa mit Arbeitserlaubnis bekommen sollte, was mache ich den ganzen Tag. (außer auf meinen Mann warten, der bestimmt sehr lange arbeiten muss) Das klingt vielleicht blöd, ist aber eine wichtige Frage für mich!
Das haengt von Deinen eigenen Interressen ab und ist so schwierig zu beantworten, generell solltest Du aber irgendeiner sinnvollen Taetigkeit nachgehen mit der Moeglichkeit sich auszutauschen. Ansonsten besteht die Gefahr den Fokus ausschliesslich auf die abendliche Heimkehr des Mannes auzurichten, sozusagen eine selbstgewaehlte Isolation. Wie sowas ausgeht ist auch in den Foren nachzulesen, Frustration fuehrt zu Krisen und in Krisen zieht hier in China eigentlich der Mann immer die bessere Karte – was real bedeutet, unabhaengig wielange man verheiratet war, das ein 20-jaehriges China-Modello ganz fix zu Hause den Platz einnimmt.
sandkuri hat geschrieben: -Was sollte / muss mein Mann verdienen, damit er uns beiden ein "gutes" Leben in Peking finanzieren kann. Der Arbeitsvertrag wird eher ein normal Vertrag … stellt keine Wohnung, Freiflüge nach Hause, Krankversicherung etc zur Verfügung.
Ist individuell, aber eigentlich sollte bei einem beruflichen Umzug der kaufmaennische Gedanke dem ideologischen vorstehen, was bedeutet es sollte sich finanziell positiv auf dem Gehaltszettel bemerkbar machen. Irgendwie sinnlos in der heutigen Zeit ein derartiges Risiko einzugehen und sich zu verschlechtern. Basierend auf seinem jetzigen Gehalt wuerde ich pauschal mindestens 50% draufschlagen um erstmal eine Verhandlungsbasis zu schaffen.
Steuern nicht vergessen, siehe hier
http://www.visitchina.de/expatinfo/todo06.htm" target="_blank
Andere Abgaben wie zB Krankenversicherung muessen privat abgeschlossen werden und sind nicht wie in D ueber ein soziales Netz gedeckt.
sandkuri hat geschrieben: -Habt ihr viel Heimweh nach Deutschland? Und was macht ihr dagegen… deutsches Essen, deutsches Fernsehen… usw.
Auch wieder individuell. Bei mir schon von Anfang an selten, heute nie. Ist sehr unterschiedlich, manche schauen gerne nach hinten, ich schaue eigentlich immer nur nach vorne.
sandkuri hat geschrieben: -Findet man schnell Freude in China? Chinesen oder eher Expats?
Der Aufbau eines sozialen Umfelds, besonders fuer "mitreisende" Ehepartner, sollte hoechste Prioritaet haben. Waehrend Deinem Mann vor lauter neuen Eindruecken wahrscheinlich der Kopf platzt (Arbeitsumfeld und Aufgaben, Kollegen, Projekte usw) bleibt Dir zu Hause die schwerwiegende Aufgabe ueberlassen welche Farbe die Vorhaenge im Wohnzimmer haben. Absolut toedlich.
Um nicht Gefahr zu laufen ein sog. “Expat-Ghetto-Leben” zu fuehren wuerde ich mich an Deiner Stelle um eine gute Ausgewogenheit zwischen locals und Expats bemuehen. Logischweise findet man eher Anschluss an Expats, das Leben im Ausland bildet eine Gemeinsamkeit die schon mal verbindet und da man aus dem gleichen Kulturkreis kommt sind Hemmschwellen geringer.