naturegirl hat geschrieben:Oder waeren mehr Deutsche nach Amerika ausgewandert und haetten es als Amtssprache gewaehlt, waere jetzt vielleicht Deutsch und nicht English Weltsprache. Eine lustige Vorstellung irgendwie...
Warum? Englisch basiert doch auf Deutsch, genauer gesagt auf Niederdeutsch (Plattdeutsch), kombiniert mit Latein (bzw. Französisch). Insofern wäre das sogar irgendwo konsequent gewesen. Allerdings ist Englisch eindeutig einfacher als Deutsch, zumindest was die Grammatik anbelangt. Die Aussprache hingegen ist eher ungewöhnlich, z.B., dass die Vokale keine wirklichen Selbstlaute sind (a, i, o, u werden ei, ai, ou, ju ausgesprochen, lediglich e ist ein echter Selbstlaut) und dass man selbst nach vielen Jahren recht intensiven Gebrauchs der englischen Sprache bei vielen neuen Wörtern nicht weiß, wie sie ausgesprochen werden, weil es sehr häufig verschiedene Möglichkeiten gibt. Was das betrifft, ist die Reform der spanischen Sprache die gelungenste gewesen, denn hier weiß man praktisch immer, wie ein Wort geschrieben wird, wenn man es gehört hat, und umgekehrt kann man ein gelesenes Wort immer richtig aussprechen.
Ich vermute, auch die englische Sprache wird sich sehr stark verändern. Das passiert bereits täglich, denn gerade die Tatsache, dass sie weltweit verbreitet ist, sorgt für unzählige Variationen, offizielle und inoffizielle. Schon das Amerikanische unterscheidet sich vom britischen Englisch, und irgendwann wird das Ganze mit allen anderen Einflüssen zu einem völlig neuen Kauderwelsch vereinheitlicht werden. Insofern hat die deutsche Sprache vielleicht sogar gößere Überlebenschancen.
Chinesisch könnte ich mir als Weltsprache durchaus auch vorstellen, nach allem, was ich bisher kennengelernt habe. Die Schriftzeichen sind allerdings ein Buch mit mehr als sieben Siegeln. Könnt ihr mir ein gutes Lehrbuch empfehlen? Ich bin Autodidakt, habe keine Lust, mich dem Lerntempo einer Gruppe zu unterwerfen. Aber bei den Zeichen fehlt mir einfach der Zugang.