Auslandchinesen und der Chinaboom

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Lxuey
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Auslandchinesen und der Chinaboom

Beitrag von Lxuey »

Hallo!

Bin neu hier! Ich muss in der Uni eine Arbeit schreiben, bei der es darum geht, wie die Auslandchinesen am besten von der jetztigen Situation Chinas profitieren können?
Ich finde ziemlich wenig Literatur zu diesem interessanten Thema und muss jetzt halt auf anderen Wegen Ideen und Ansatzpunkte finden. Kulurbezogen haben die ja einen Vorteil, da sie zwar im Ausland aufgewachsen sind, jedoch die chin. Kultur trotzdem leben. Dies kann bspw. ein Vorteil sein, wenn man in China Geschäfte machen will. Aus eignen Überlegungen kommt man schon auf Ideen, jedoch braucht es viel mehr Input für eine Arbeit (Ideen, Anregungen, Literaturhinweise). Erfahrungen aus erster Hand sind natürlich vor allem willkommen! :)

Ich hoffe, man kann mir da weiterhelfen.
Danke schon im Voraus!

Lg
Dennis (CDS)
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Re: Auslandchinesen und der Chinaboom

Beitrag von Dennis (CDS) »

Hallo Lxuey und erstmal Herzlich Willkommen bei uns im Forum!

Ich hoffe, dass du hier einige Anregungen und eigene Erfahrungen erhalten wirst.
Lxuey hat geschrieben:Kulurbezogen haben die ja einen Vorteil, da sie zwar im Ausland aufgewachsen sind, jedoch die chin. Kultur trotzdem leben. Dies kann bspw. ein Vorteil sein, wenn man in China Geschäfte machen will.
Hast du das aus irgendwelchen Quellen oder aus eigener Überlegung? Ich habe eigentlich eher das Gegenteil festgestellt. Ich kenne hier in Taiwan einige so genannte ABC (American Born Chinese), sowie andere Auslandschinesen, die mit der chinesischen Kultur ziemlich wenig anfangen können.

Überseechinesen leben doch nicht ausschließlich zusammen in Chinatowns, sondern werden, gerade wenn sie in Übersee geboren werden, doch recht schnell von der Kultur ihres anderes Heimatlandes beeinflusst.

Viele dieser ABC kommen später für einige Zeit nach Taiwan, um "Geschäfte zu machen" (....meist um Englisch zu unterrichten) und, ob du es glaubst oder nicht, wenigstens ein bisschen Chinesisch zu lernen oder wieder aufzufrischen.

Die Auslandschinesen, die viele Jahre später wieder oder zum ersten Mal hierher kommen sind gar nicht mal so beliebt, weil sie in den Augen vieler die chinesische Kultur bislang vernachlässigt haben. Überleg mal, sie sehen eigentlich genauso aus wie die Einheimischen, beherrschen aber weder die Sprache richtig gut noch sind sie wirklich bereit, den vergleichsweise lockeren Lebensstil Amerikas oder Europas in Taiwan abzulegen. Und verglichen zu China ist Taiwan anscheinend bereits ein ganzes Stück mehr verwestlicht.

Nun kann ich aber die Situation in Taiwan nicht mit China gleichsetzen, so dass sich dort vielleicht Unterschiede in der oben beschriebenen Situationen ergeben. Ich kann mir persönlich aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es dort wesentlich anders sein soll.
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HK_Yan
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Re: Auslandchinesen und der Chinaboom

Beitrag von HK_Yan »

Lxuey hat geschrieben:Kulurbezogen haben die ja einen Vorteil, da sie zwar im Ausland aufgewachsen sind, jedoch die chin. Kultur trotzdem leben. Dies kann bspw. ein Vorteil sein, wenn man in China Geschäfte machen will.
Was soll denn der Vorteil sein? Das man im (falschen) Glauben ist die chinesische Kultur zu kennen ist eher ein Nachteil zu jemanden dem das klar ist.
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maxule
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Re: Auslandchinesen und der Chinaboom

Beitrag von maxule »

Dennis (CDS) hat geschrieben:
Lxuey hat geschrieben:Kulurbezogen haben die ja einen Vorteil, da sie zwar im Ausland aufgewachsen sind, jedoch die chin. Kultur trotzdem leben. Dies kann bspw. ein Vorteil sein, wenn man in China Geschäfte machen will.
Die Auslandschinesen, die viele Jahre später wieder oder zum ersten Mal hierher kommen sind gar nicht mal so beliebt, weil sie in den Augen vieler die chinesische Kultur bislang vernachlässigt haben. Überleg mal, sie sehen eigentlich genauso aus wie die Einheimischen, beherrschen aber weder die Sprache richtig gut noch sind sie wirklich bereit, den vergleichsweise lockeren Lebensstil Amerikas oder Europas in Taiwan abzulegen.
Vielleicht ist die Vernachlässigung noch gar nicht mal so auffällig, aber umso mehr der Umstand, dass mancher "kultureller/sprachlicher Fehltritt" jemandem, der wie eine "Langnase" aussieht, eher verziehen wird. Jemand, der dann wie ein Chinese aussieht, läuft schnell Gefahr, als ... und ... eingeschätzt zu werden.

Edit: Dumme und kulturlose Schreibfehler meinerseits korrigiert.
robbe
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Re: Auslandchinesen und der Chinaboom

Beitrag von robbe »

Falls ein Auslandschinese weiterhin seine Kultur pflegt, könnte der Vorteil für ihn sein, eine Vermittlungsrolle zwischen China und seiner Wahlheimat sein. Das kann sich zB auf chin. Unternehmensniederlassungen beziehen, die derjenige dann in seiner Wahlheimat managet etc.

Häufiger Fall ist ja auch, dass Chinesen (oder allgemein Ausländer) nicht von Geburt an auswandern und deswegen schon noch ihre Kultur pflegen. Vor allem finden sich diese dann oft auch in beiden Kulturkreisen gut zurecht. Auch, wenn sie sich nicht komplett mit der chin. Kultur auskennen, ist es trotzdem schon ein Vorteil teilweise die chin. Kultur zu kennen. Ähnlich, wenn man zweisprachig aufwächst, finde ich. Allein die Sprache ist ja bei einer Vermittlungsrolle enorm wichtig.

Jemand der Regionalstudien China zB studiert ist ja auch nicht sofort ein absoluter "Experte" in Sachen chin. Kultur. Durch solch ein Studium bereit sich ein Deutscher ja auch darauf vor in oder in Verbindung mit China zu arbeiten. Das gleiche gilt für einen chin. Auswanderer (selbstverständlich nicht für 100% der chin. Auswanderer)
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Philipp
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Re: Auslandchinesen und der Chinaboom

Beitrag von Philipp »

HK_Yan hat geschrieben:
Lxuey hat geschrieben:Kulurbezogen haben die ja einen Vorteil, da sie zwar im Ausland aufgewachsen sind, jedoch die chin. Kultur trotzdem leben. Dies kann bspw. ein Vorteil sein, wenn man in China Geschäfte machen will.
Was soll denn der Vorteil sein? Das man im (falschen) Glauben ist die chinesische Kultur zu kennen ist eher ein Nachteil zu jemanden dem das klar ist.

Ja eben, wenn man in Internet-Foren liest was chinesischstämmige Amerikaner von ihren China-Erlebnissen erzählen, werden die scheinbar genauso verarscht und finanziell über den Tisch gezogen wie westliche Ausländer auch, aber ohne den Ausländerbonus und Sonderstatus (z.B. bei Frauen, Berufssuche als Englischlehrer, Möglichkeit gegen kulturelle Normen zu verstoßen, ohne dass einem das übel genommen würde etc.) zu haben, den man als westlich aussehender Ausländer hat.
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Re: Auslandchinesen und der Chinaboom

Beitrag von HK_Yan »

Ich formulier das mal so: Wenn ich einen CEO für eine Firma in China suchen würde dann wäre ein ABC für mich wirklich nur die letzte Rettung.

Die kommen auch nicht aus der "chinesischen Kultur" sonder aus der "US chinesischen Kultur". Diese ist allerdings ganz anders. In US (und Anderswo) haben die Auswanderer "Ihre" Kultur oft bewahrt. Wogegen China selber sich weiterentwickelt hat. Die ABC sind dann wie Zeitreisende die von 1970 in das heutige China kommen.

Das muss nicht so sein, kann aber.
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Philipp
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Re: Auslandchinesen und der Chinaboom

Beitrag von Philipp »

Dennis (CDS) hat geschrieben:Ich habe eigentlich eher das Gegenteil festgestellt. Ich kenne hier in Taiwan einige so genannte ABC (American Born Chinese), sowie andere Auslandschinesen, die mit der chinesischen Kultur ziemlich wenig anfangen können.

Hier ist ein Artikel zu dem Thema von einem ABC der nach Taiwan gereist ist und mit der dortigen Kultur scheinbar nicht so gut zurechtgekommen ist:
http://modelminority.com/modules.php?na ... le&sid=808
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HK_Yan
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Re: Auslandchinesen und der Chinaboom

Beitrag von HK_Yan »

Philipp hat geschrieben:Hier ist ein Artikel zu dem Thema von einem ABC der nach Taiwan gereist ist und mit der dortigen Kultur scheinbar nicht so gut zurechtgekommen ist:
http://modelminority.com/modules.php?na ... le&sid=808
Interessanter Lesestoff der teilweise auch auf HK und CN übertragbar ist.
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