chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

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Philipp
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Philipp »

Yingxiong hat geschrieben: Der Lehrstoff eines Schulabschnittes von 3 Jahren (Durchschnittsschüler) kann von anderen Schülern in 4 Jahren (Umut) oder in 2 Jahren (Jonas) absolviert werden. Das Level 1 wird also von allen erreicht, nur zu einem anderen Zeitpunkt. Nach Erreichung des L1 kann ein Wechsel in eine andere Niveaugruppe erfolgen.
Dasselbe gilt für den zweiten Block bis Level 2. Auch hier kann nach Erreichen des L2 ein Wechsel erfolgen.

Es gibt ja an amerikanischen High Schools ein etwas ähnliches System, dass man jeweils Kurse belegt (z.B. in Mathe) die abhängig sind vom jeweiligen Leistungsniveau, z.B. algebra I/II/III, precalculcus, calculus usw.
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HK_Yan
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von HK_Yan »

Shenzhou hat geschrieben:
Was mich richtig stört, ist, dass deustche Schüler / Studenten gern laut ihre Meinungen und Ansichten sagen, obwohl einer mit Hintergrundwissen sofort merkt, dass sie überhaupt keine Ahnung haben.
Ich hab nie in HK oder China studiert, kenne aber doch recht viele westliche Studenten hier und da. Diskussionen im Klassenzimmer gibt es nur von westlicher Seite. Von chinesischer Seite heißt es stillsitzen und zuhören.

Aus meiner deutschen Schulzeit weis ich das die die keine Ahnung haben sich eigentlich auch nicht an Diskussionen beteiligen.
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Yingxiong
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Yingxiong »

Philipp hat geschrieben: Es gibt ja an amerikanischen High Schools ein etwas ähnliches System, dass man jeweils Kurse belegt (z.B. in Mathe) die abhängig sind vom jeweiligen Leistungsniveau, z.B. algebra I/II/III, precalculcus, calculus usw.
Das ist eher das Gesamtschulkonzept. Das Wissen, das vermittelt werden soll, ist jedoch zu unterschiedlich.
Und die Klassengemeinschaft geht verloren.
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Philipp
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Philipp »

Yingxiong hat geschrieben:Das Wissen, das vermittelt werden soll, ist jedoch zu unterschiedlich.

Soll heißen?
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Yingxiong
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Yingxiong »

Während in einem Kurssystem die Schüler unterschiedliche Lehrstoffe lernen, haben sie im Yingxiong-Konzept den gleichen Lehrstoff, blos zu einem anderen Zeitpunkt. Ausserdem ist das Gesamtschulkonzept eher für die Oberstufe geeignet, während das Yingxiong-Konzept schon für die Unterstufe geeignet ist.
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Grufti »

Philipp hat geschrieben:
Diese Studenten sind auf Grund ihres gewaltigen Hintergrundwissens und ihrer "Ahnung" dem Militarismus gegenüber dermaßen kritisch eingestellt, dass man sie später am Tag in ihrer Freizeit häufig noch in der gleichen Militärkleidung sehen kann.
....
.

Das hat nichts mit "Hintergrundwissen " zu tun, sondern mit Sparsamkeit..
Ich gehe mal davon aus, daß die Militärklamotten nicht aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen..
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Philipp
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Philipp »

Yingxiong hat geschrieben:Während in einem Kurssystem die Schüler unterschiedliche Lehrstoffe lernen, haben sie im Yingxiong-Konzept den gleichen Lehrstoff, blos zu einem anderen Zeitpunkt. Ausserdem ist das Gesamtschulkonzept eher für die Oberstufe geeignet, während das Yingxiong-Konzept schon für die Unterstufe geeignet ist.

Wieso soll ein späterer Bauarbeiter mit einem IQ von 80 einen Kurs in fortgeschrittener Mathematik absolvieren?
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Philipp
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Philipp »

Grufti hat geschrieben: Ich gehe mal davon aus, daß die Militärklamotten nicht aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen..

Ich würde trotzdem nicht freiwillig auf dem Uni-Campus in militärischer Tarnkleidung spazieren.
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Grufti
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Grufti »

Yingxiong hat geschrieben:Aus keinem von beiden.

Kinder haben unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten, Lernvoraussetzungen und Lernbedingungen. Diesen müssten in einem guten Schulsystem Rechnung getragen werden.

Bsp.: Wir haben in einer Klasse 3 Schüler: Umut, Urs und Jonas. Umut ist türkischer Abstammung. Von seiner Intelligenz genauso wie Urs, hat aber vor der Schule bzw. vor dem Kindergarten nur türkisch gesprochen. In der ersten Klasse versteht er daher manche Dinge nicht, die grundlegend für spätere schulische Leistungen sind. Er müsste also viel mehr lernen als Urs, um die gleiche Leistung zu bringen, da er ja auch noch alle Infos türkisch abspeichern muss. Da Urs aber nach 30-60min mit den Hausaufgaben fertig ist, möchte er auch mit Lernen aufhören und zum Fussballspielen gehen. Somit wird die Schere immer grösser, da er gegenüber Urs ein Lerndefizit hat.
Jonas dagegen braucht fast nichts zu tun. Er passt in der Schule auf und aufgrund seiner Intelligenz merkt er sich alles sofort; kein Vokabellernen, keine Rechenformeln, ... und heimatkundliche Aspekte merkt er sich schon im Unterricht. Wozu also lernen?

Diese 3 Schüler bilden den Durchschnitt unserer Schulklassen. Für denselben Schulstoff benötigt Umut 4 Jahre, Urs 3 Jahre und Jonas 2 Jahre, wenn sie alle den gleichen Lernaufwand mitbringen. Dem müsste ein Schulsystem in den ersten 3 Jahre Rechnung tragen.

Der Lehrstoff eines Schulabschnittes von 3 Jahren (Durchschnittsschüler) kann von anderen Schülern in 4 Jahren (Umut) oder in 2 Jahren (Jonas) absolviert werden. Das Level 1 wird also von allen erreicht, nur zu einem anderen Zeitpunkt. Nach Erreichung des L1 kann ein Wechsel in eine andere Niveaugruppe erfolgen.
Dasselbe gilt für den zweiten Block bis Level 2. Auch hier kann nach Erreichen des L2 ein Wechsel erfolgen.

Beim Wechsel nach dem Erreichen der Levelstufen entsteht kein Defizit, da derselbe Lehrstoff vermittelt wurde. Begabte, die bisher eine Klasse übersprungen haben, verlieren dadurch keinen Stoff. Schüler wie Umut, die am Anfang ein Defizit haben, können später problemlos in eine andere Stufe einsteigen.
Für Hochbegabte könnte an einer zentralen Schule noch eine schnellere Gruppe gebildet werden.
Entscheidend: Jeder soll das Lernen lernen. Jeder soll also lernen, dass er sich anstrengen muss, um etwas zu erreichen. Er darf aber auch nicht überfordert sein beim Lernen.

Wichtig ist natürlich auch, dass die Klassen etwas kleiner sind. 15-20 Schüler pro Klasse sollte das Maximum sein.


..und woher nimmst Du genügend Lehrer ...für "kleinere Klassen" ???.

In einer Grundschule (in Vaterstetten bei München war das glaube ich) haben die Schüler der 2. Klasse schon ihre 7. oder 8. Lehrkraft, da die Lehrkräfte entweder krank sind , die nötige Ausbildung nicht haben, um fest angestellt zu werden.... sich überfordert fühlten und sich deswegen verstzen leißen.... und immer nur Aushilfen der Aushilfen der A... waren..
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Shenzhou »

ich kann nur von mir persönlich sprechen:

ich habe die Grundschule in China (Festland) besucht, danach bin ich ins deustche (Hoch)Schulsystem umgestiegen. Ich spazierte leicht und locker durch das deustche (Hoch)Schulsystem und bin den deutschen Mitstreitet meistens um Längen überlegen.

Ich bin mir sicher, dass neben den angeborenen Genen auch die harte Schule Chinas, die ich paar Jahre lang durchgemacht habe, massgeblich dazu beiträgt.

Denn in der Schule Chinas lernt man Fleiss, Wettbewerb (Behauptung), (Selbst)Disziplin, Gehorsamkeit, Kellektivsinn usw...

Ich glaube china würde es sehr gut tun, wenn es sein Schulsystem so beibehält, wie es zur zeit ist, erst ab der Oberstufe aber spätestens Studium soll mehr Wert auf akademische Freiheit, Entfaltung und Kreativität gelegt werden.

Also zuerst harten Nuss knacken und dann Früchte ernten...

Aber ich glaube, viele Bildungspolitiker in China haben das erkannt und es wurde auch über Hochschulreform diskutiert.

Aber deutschland bewegt sich nicht in Sachen Schulpolitik, da ist das system und die struktur zu sehr verkrustet. Ehrlich gesagt, ich persönlich sehe es schwar für die deutsche Forschungszukunft... AUs erfarung und Einschätzung..
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Tauril »

mit ein Problem der deutschen Schulen ist, dass dies Ländersache ist und nicht des Bundes. Kann also jeder so machen wie er lustig ist.
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von ingo_001 »

Tauril hat geschrieben:mit ein Problem der deutschen Schulen ist, dass dies Ländersache ist und nicht des Bundes. Kann also jeder so machen wie er lustig ist.
Ja, in diesem Punkt ist der Föderalismus auch m. E. nicht hilfreich, sondern grundweg kontra-produktiv.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Yingxiong »

Philipp hat geschrieben:
Yingxiong hat geschrieben:Während in einem Kurssystem die Schüler unterschiedliche Lehrstoffe lernen, haben sie im Yingxiong-Konzept den gleichen Lehrstoff, blos zu einem anderen Zeitpunkt. Ausserdem ist das Gesamtschulkonzept eher für die Oberstufe geeignet, während das Yingxiong-Konzept schon für die Unterstufe geeignet ist.

Wieso soll ein späterer Bauarbeiter mit einem IQ von 80 einen Kurs in fortgeschrittener Mathematik absolvieren?
Du hast es scheinbar noch nicht verstanden. Denke noch einmal darüber nach!
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von Yingxiong »

Grufti hat geschrieben: ..und woher nimmst Du genügend Lehrer ...für "kleinere Klassen" ???.

In einer Grundschule (in Vaterstetten bei München war das glaube ich) haben die Schüler der 2. Klasse schon ihre 7. oder 8. Lehrkraft, da die Lehrkräfte entweder krank sind , die nötige Ausbildung nicht haben, um fest angestellt zu werden.... sich überfordert fühlten und sich deswegen verstzen leißen.... und immer nur Aushilfen der Aushilfen der A... waren..
In der Schweiz funktioniert es.
Und das bei grossen Klassen und verhaltensschwierigen Schülern die Lehrer bald ein Burnout-Syndrom haben und evtl. gute Lehrer entlassen werden, weil sie nicht die richtige "Qualifikation" auf dem Papier ausweisen, braucht man sich nicht zu wundern. Ich bin auch ausgewandert, weil ich angeblich nicht die richtige Qualifikation für die Klassen hatte, die ich unterrichtet habe. Hier in der Schweiz unterrichte ich aber díese Klassen permanent.
Wenn ich sehe, dass aus unserem Seminar Lehrerinnen angestellt wurden, die nicht mal eine Waschmaschine und Spühlmaschine bedienen konnten, den Kindern aber technische Aspekte erklären sollten, dann zweifel ich gewaltig am bayerischen Schulsystem.
Vor allem wenn man bedenkt, dass die Bayern das Gesamtschulkonzept so verändert haben, dass es nicht mehr funktionieren kann, und sich dann wundern, dass es nicht funktioniert, dann brauch man gar nicht mehr über das bayerische Schulsystem diskutieren.
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Re: chinesisches und deutsches Bildungssystem --- PRO+CONTRA

Beitrag von belrain »

@Yingxiong
Ein interessanter Vorschlag.
Aber wie möchtest du den Altersunterschied in den Griff bekommen, bzw. wie wäre das Mindestalter um die Schuke zu verlassen?

Deinem Beispiel folgend wäre ein Altersunterschied von mindestens zwei Jahren in den unterschiedlichen "Leveln" möglich, in "schweren" Fällen sogar mehr. So kann es passieren, dass jemand mit beispielsweise 16 das Abi macht, ein anderer mit 18 noch auf einem deutlich geringeren Level "rumkrebst". Welchen Abschluss würdest du also wo vorsehen?
Dazu kommt, das Kinder in der Regel nicht über ein soziales Verhalten verfügen wie Erwachsene (von einigen Idioten mal abgesehen). Heisst, wenn deutlich jüngere Kinder mit älteren Kindern lernen und merken, die älteren Kinder sind nicht so helle, kommt es zu entsprechenden Reaktionen die evtl. die Schwächen der Kinder noch verstärken - muss nicht, kann aber. Wie heisst es so schön: Kinder sind ehrlicher als Erwachsene, was nicht immer von Vorteil ist.
Du kannst diese langsameren Kinder aber auch nicht "isolieren", da dies wiederum zur allgemeinen Diskriminierung führen würde.
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