Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

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siedenderschnee
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Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von siedenderschnee »

Ein Bericht der Xinhua Agentur am 30.04.08
http://news.xinhuanet.com/newscenter/20 ... 076685.htm
xinhua hat geschrieben:青海省达日县公安局刑警队长遭“藏独”闹事者枪击牺牲
Polizeikommissar im Dari Kreis der Qinghai Provinz ums Leben gekommen: erschossen von einem tibetishen Separatisten.


Dem Bericht zufolge sei der Polizist auch ein Tibeter. Am 28. April bei Verhaftung der Aktivisten der Krawallen vom 21. März in Dari habe es eine heftige Auseinandersetzung gegeben und einer der Separatisten habe geschossen. Der Bericht sagt dass der Polizist 拉玛才旦 dadurch ums leben gekommen sei.


Und was sagen die deutschen Medien dazu?
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 58,00.html


Also ich kann nicht mehr verstehen. Sind die Chinesische-Kenntnisse der DPA-Leute wirklich so miserabel?
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chinavelo
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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von chinavelo »

siedenderschnee hat geschrieben:Ein Bericht der Xinhua Agentur am 30.04.08
http://news.xinhuanet.com/newscenter/20 ... 076685.htm
xinhua hat geschrieben:青海省达日县公安局刑警队长遭“藏独”闹事者枪击牺牲
Polizeikommissar im Dari Kreis der Qinghai Provinz ums Leben gekommen: erschossen von einem tibetishen Separatisten.
Obwohl ich kein chinesisch kann und sich der Spiegelbericht wirklich auf die obige Xinhua-Meldung bezieht, ist das für den Verlag mehr als peinlich. Da werden Täter zu Opfer und Opfer zu Täter. Aber wundert uns das eigentlich noch beim Spiegel?

Bernd
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maxule
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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von maxule »

siedenderschnee hat geschrieben: Also ich kann nicht mehr verstehen. Sind die Chinesische-Kenntnisse der DPA-Leute wirklich so miserabel?
Vielleicht haben sie es "professionell" übersetzen lassen:
translate.google.com hat geschrieben: County of Qinghai Province Public Security Bureau of Interpol was captain of "Tibet independence" to make trouble shooting sacrifice
EDIT: Angesichts, dass jemand erschossen wurde, habe ich den Smiley entfernt. Ironisch ist es trotzdem gemeint.
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HK_Yan
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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von HK_Yan »

chinavelo hat geschrieben:Obwohl ich kein chinesisch kann und sich der Spiegelbericht wirklich auf die obige Xinhua-Meldung bezieht.....
Tut er aber nicht, da steht "phw/AFP/dpa". Ich sehe da auch keinen Widerspruch, der Spiegel spricht ja von 2 Toten.

WSJ spricht auch von 2
http://online.wsj.com/article/SB1209559 ... lenews_wsj

SH Daily ist sich nicht klar ob nur eine getötet wurde
http://www.shanghaidaily.com/sp/article ... 357776.htm

AFP spricht von 2, beruft sich auf Xinhua
http://afp.google.com/article/ALeqM5h8B ... O2SNpiVa_g

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ferrara
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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von ferrara »

China gibt tödliche Schüsse auf Tibeter zu
tja. nur mit solcher schlagzeilen lässt sich die klickquote erhöhen... :!:

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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von de guo xiong »

ferrara hat geschrieben:
China gibt tödliche Schüsse auf Tibeter zu
tja. nur mit solcher schlagzeilen lässt sich die klickquote erhöhen... :!:

Edit: es ist mindestens gut für die Fastfoodliebhaber.
aber gut, dass es auf der anderen Seite auch funktioniert :)

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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von siedenderschnee »

HK_Yan hat geschrieben: Tut er aber nicht, da steht "phw/AFP/dpa". Ich sehe da auch keinen Widerspruch, der Spiegel spricht ja von 2 Toten.

WSJ spricht auch von 2
http://online.wsj.com/article/SB1209559 ... lenews_wsj

SH Daily ist sich nicht klar ob nur eine getötet wurde
http://www.shanghaidaily.com/sp/article ... 357776.htm

AFP spricht von 2, beruft sich auf Xinhua
http://afp.google.com/article/ALeqM5h8B ... O2SNpiVa_g

siedenderschnee hat mal wieder etwas schnell geurteilt ohne alle Fakten zu prüfen. Fakten sind ja eigentlich immer blöde und stören nur.
Der Bericht von Xinhua ist der einzige über das Erreignis von chinesischer Seite, den ich bisher gelesen habe.(Die anderen chinesischen Medien kopieren einfach diese Version.) In diesem Bericht handelt es eindeutig um einen Tot, nicht zwei.

WSJ schreibt "Chinese authorities said a policeman and a Tibetan activist were killed in an unusual gun battle this week". Also ich weiss nicht wer diese "chinese authorities" sind.

AFP schreibt "Police shot dead an alleged Tibetan independence "insurgent" in northwest China, state press said Wednesday". Dabei wurde auch nicht erwähnt, wer diese "state press" ist.

Es kann natürlich durchaus sein dass zwei Leute dabei getötet worden waren. Aber wenn man behauptet , Xinhua sei die Quelle, dann bitte auch die Xinhua genau zitieren.

Der Spiegel schreibt "Der Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua ist die erste offizielle Bestätigung seit Beginn der Unruhen in Tibet im März, dass ein Tibeter durch Polizeischüsse getötet wurde. " Aber so einen Bericht habe ich bei Xinhua noch nicht gefunden. Naja ,der Polizist ist auch ein Tibeter, vielleicht meint der Spiegel das. Aber wer ist dann der zweite Tot? Bei dem Bericht von Xinhua habe ich allerdings darüber nichts gelesen.(Den Link habe ich schon gepostet) .

Wer noch einen weiteren Bericht von Xinhua darüber gefunden hat, der zwei Tote bestätigt, bitte mir noch zeigen. Wer meint, die Quelle sei nicht Xinhua, dann bitte diese genau angeben und nicht wie "chinese authorities" oder "state press", am besten auch noch die chinesische Quelle verlinken.

Es mag sein, dass ich mich geirrt habe. Aber Ich habe vorher außer dem Zweifel an den Chinesisch-Kenntnissen der deutschen Journalisten auch nichts geschrieben. Das ist noch kein Urteil und "siedenderschnee hat mal wieder etwas schnell geurteilt" muss ich zurückweisen. Darum ist dieser Thread im Forum "Chinesische Sprache" und nicht "Politik in China".
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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von HK_Yan »

siedenderschnee hat geschrieben:Der Bericht von Xinhua ist der einzige über das Erreignis von chinesischer Seite, den ich bisher gelesen habe.
Du hast natürlich nicht danach gesucht weil es nicht in dein Konzept passt. Du suchst dir nur die "Fakten" die deine Theorie unterstützen und die sich dann gut zum besudeln eignen.

http://rss.xinhuanet.com/newsc/english/ ... 083152.htm
Other officers killed the suspect after Lama Cedain was struck.

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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von Narr »

naja nur weil du keinen Artikel kennst, muss das ja nicht heißen das es keinen toten "Seperatisten" gibt. Das es in China eher um den armen toten tibetischen chinaloyalen Polizisten geht ist ja wohl klar. (von meiner Seite aus auch o.k. is in Deutschland nich anders, aber ich würde nicht ausschliesen das es auch nen toten "Terroristen" gibt).
Muß man nicht unbedingt auf die Unfähigkeit der Spiegelübersetzer schieben... auch wenn ich die Spiegelberichterstattung nicht mag.
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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von siedenderschnee »

HK_Yan hat geschrieben: Du hast natürlich nicht danach gesucht weil es nicht in dein Konzept passt. Du suchst dir nur die "Fakten" die deine Theorie unterstützen und die sich dann gut zum besudeln eignen.
Woher weisst du das? Kennst du mich schon so gut?
HK_Yan hat geschrieben: http://rss.xinhuanet.com/newsc/english/ ... 083152.htm
Other officers killed the suspect after Lama Cedain was struck.
Danke für den Link.
HK_Yan hat geschrieben: PS: Warum muss man den für Xinhua chinesisch können? Alle wichtigen Depeschen sind auch in englisch.
Naja, als ausländischen Journalisten in China müsste man doch ausreichende Chinesisch-Kenntnisse besitzen, damit man nicht immer China Dairy oder die engliche Version der Xinhua zitieren muss.
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ferrara
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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von ferrara »

de guo xiong hat geschrieben:
aber gut, dass es auf der anderen Seite auch funktioniert :)

de guo xiong
bei den chinesischen staatlichen medien ist es wohl bisschen anderes. solche schlagzeile macht man einfach nicht, weil es außenpolitische konsequenzen haben könnte.
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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von hydrazin »

ferrara hat geschrieben: bei den chinesischen staatlichen medien ist es wohl bisschen anderes. solche schlagzeile macht man einfach nicht, weil es außenpolitische konsequenzen haben könnte.

gut dass es in Deutschland keine staatlichen Medien gibt. Wer würde dann den Staat überwachen?
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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von ferrara »

hydrazin hat geschrieben:
ferrara hat geschrieben: bei den chinesischen staatlichen medien ist es wohl bisschen anderes. solche schlagzeile macht man einfach nicht, weil es außenpolitische konsequenzen haben könnte.

gut dass es in Deutschland keine staatlichen Medien gibt. Wer würde dann den Staat überwachen?
statt "staatlicher medien" gibt es in deutschland "wirtschaftliche medien". was geld bringt, wird getan. was nichts wert ist, interessiert keine. es hat mit "überwachung gegen den staat" wenig zu tun, obwohl das manchmal doch eine der nebenwirkungen ist.
zusammengefasst: objektiv ist keine von den beiden. 8)
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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von de guo xiong »

ferrara hat geschrieben:
de guo xiong hat geschrieben:
aber gut, dass es auf der anderen Seite auch funktioniert :)

de guo xiong
bei den chinesischen staatlichen medien ist es wohl bisschen anderes. solche schlagzeile macht man einfach nicht, weil es außenpolitische konsequenzen haben könnte.
wie? da habe ich wohl etwas verpasst? also ich kann mich auch an *reißerische* Artikel aus China erinnern, besonders im Bezug auf die westlichen Medien .....

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Re: Chinesisch-Kenntnisse der deutschen Journalisten in China

Beitrag von malemartin »

siedenderschnee hat geschrieben: Also ich kann nicht mehr verstehen. Sind die Chinesische-Kenntnisse der DPA-Leute wirklich so miserabel?
So etwas kann immer drei Gründe haben :
1) Die Person WILL sich Missverständlich ausdrücken, oder
2) Die Person versteht die Sprache im Kontext nicht.
3) Die Person "interpretiert" nach eigenem Blickwinckel und verdreht u.U. damit die Fakten/Sachlage.

Es gibt aber auch noch eine , wenn auch zugegebenermaßen kleine dritte Möglichkeit.- Zumindest ist das bei MIR so : Manche Audrücke/Wörter und/oder Kombinationen bringen es in einer Sprache besser auf DEN Punkt, als in einer anderen.

In diesem Fall war es wohl 3)


Martin... der Übersetztungen besser findet als "Interpretationen"
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