Also, nachdem ich gerade die den Londonern Bildern recht ähnliche Bildnisse aus Paris und einen "Vorbericht" aus den U.S. of A. gesehen habe, frage ich nochmal:
Woher kommt dieser Hass?
Es ist ja nicht nur eine Demonstration gegen die KPCh-Führung, sondern es entwickelt sich immer mehr zu einer Angst gegen die "gelbe Gefahr", ein Hass gegen Chinesen.
Die Demonstranten dort erinnern mich eher an einen aufgebrachten Mob, als an eine ihre demokratisch gesicherten Rechte ausübende Masse.
Klar, und das möchte ich bitte festhalten, ist: wie die KPCh-Führung auf die Krise in Tibet reagiert hat, war nicht richtig. Aber warum sehen diese Demonstranten in London/Paris/.. nicht, dass auch Han-Chinesen dort umgekommen sind? Von lynchenden Tibetern? Oder sind diese in deren Augen gerechtfertigt?
Irgendwie verschließt mir sich die Causa. Ich verstehe es einfach nicht, wie man derart viel Schaum vor dem Mund haben kann, wenn man über "Chinesen" spricht. Und zwar über alle.
Ich bin froh, dass diese Demonstranten (noch) nicht die breite Masse darstellen, aber wenn ich hier wie schonmal geschrieben die "Free-Tibet"-Aktivisten mit ihren Tibet-Flaggen (Made in China) an Koreanern/Japanern vorbeigehen sehe, und wirklich Hass in ihren Augen sehe, dann wird mir mulmig.
Und noch einmal: schon erstaunlich, dass nach Einsetzen der medialen Berichte über Tibet es keine neuen Terrordrohungen/-aktivitäten seitens des Feindbilds "extremistische Muslime" mehr gegeben hat, trotz bspw. des Wilders-Film "Fitna"..
In dieser Hinsicht bin ich erstmals den Medien in China dankbar, dass sie von diesem Hass (und ich nenne es bewusst Hass, Ablehnung sieht anders aus) in ihrem Land gegen sich nichts mitbekommen.
Naja, ich bin jetzt erstmal ein Monat auch "geschützt".
Vielleicht hat sich bis dahin ja alles beruhigt
Gruss,
TaugeNix^hofft inständig, dass sich die deutschen Politiker beim Besuch des D.L. über die Konsequenzen bewusst sind..