TaugeNix hat geschrieben:Niemand will Ärger mit China
http://www.zeit.de/online/2008/13/tibet ... ass?page=1
Kommentar: Die Liste dessen, was man Chinas Führern zur Last legen muss, ist lang. Aber – und das darf bei aller moralischen Empörung nicht vergessen werden: Chinas Bürger genießen im privaten Leben heute größere Freiheiten als je zuvor in der Geschichte ihres Landes.
Im Kontext des obigen Artikels findet sich auch ein Link auf einen weitere Reportage direkt aus Tibet, die ich persönlich für ziemlich ausgewogen halte. Es handelt sich um den Artikel
Die Zornigen und die Frommen von Georg Blume.
P.S.: Als jemand, der von politischen Journalisten als "Aufklärern politischer Mißstände" prinzipiell eine hohe Meinung hat, kann man ja kaum umhin, sich mit dem seit einigen Tagen kursierenden Youtube-Video auseinanderzusetzen, in welchem einer Reihe von angesehenen westlichen Medien nachgewiesen wird, dass - euphemistisch gesprochen - "unsauber" recherchiert wurde, weil Bild und Text nicht zu einander passen.

Ich frage mich allerdings wirklich, ob sich dahinter - wie offenbar die meisten (?) ChinesInnen dies interpetieren - eine gezielte westliche Anti-China-Propaganda verbirgt oder schlicht und einfach die fehlende Hinterfragung der von Dritten (z.B. der weltgrößten Bildagentur getty images) zur Verfügung gestellten Bilder; auch letzteres würde aber bedeuten, dass die westlichen Berichterstatter, gemessen an ihren eigenen hehren Ansprüchen eines (vermeintlich) freien Journalismus, "gescheitert" wären und sich selbst diskreditiert hätten.
Letzteres aber, die Nichteinhaltung idealisierter Standards, ist ja generell ein Problem der westlichen Staaten, die anderen Menschenrechtsverletzungen vorwerfen, selbst aber den Blick in den Spiegel scheuen...
Jens David,
der froh darüber ist, die Tibet-Unruhen zur Zeit zu Hause relativ ruhig diskutieren zu können...