Linnea hat geschrieben:Also irgendwie hinken diese Kategorien noch gewaltig (oder ich habe eine ganz andere Auffassung davon).
Das mag sein, das Eine genauso wie das Andere.
Linnea hat geschrieben:
Ich kann den Unterschied zwischen Kategorie B und Kategorie C nicht nachvollziehen. Wo ist den der Unterschied in der Liebe zu Italien und dem Wunsch sich dort beispielsweise verständigen zu können und der Liebe zu einem Menschen und dem Wunsch, sich mit dessen Familie etc. verständigen zu können und einen tieferen Zugang zu dessen Kultur etc. pp. zu erwerben, als Beweggrund?
Wenn du Polen liebst und deswegen Polnisch lernst -> B
Wenn du Polen liebst und dir deswegen eine polnische Freundin gesucht hast -> B
Wenn du mit Polen nie was am Hut gehabt, aber durch Zufall eine polnische Freundin bekommen hast und nur deswegen (eventuell magst du Polen/Polnisch nicht mal) Polnisch lernst -> C
Linnea hat geschrieben:
Und warum kommen Menschen, die sich der Sprache selbst wegen, und sei es weil sie schön klingt (B), oder seltsame Zeichen hat (B), oder weil man ihr generell auf den Grund gehen will (D) in zwei verschieden Kategorien.
Wenn du die Sprache aus Liebe/Zuneigung zum Klang/der Erscheinung lernst -> B
Wenn du die Sprache nur aus Neugier lernst um einen Vergleich, z.B. mit deiner Lieblingssprache aufzustellen, -> D
Linnea hat geschrieben:
Ausserdem hat der Sprachwissenschaftler auch ein wirtschaftliches Interesse sich mit Sprachen zu beschäftigen, schließlich verdient es seine Brötchen damit (also ist er eigentlich ein A-Typ).
Klar, aber die Sprache ist für den Beruf des Sprachwissenschaftlers das Hauptziel. In Kategorie A kommen eher Leute, die - wie du bereits sagtest - die Sprache als Kommunikationsmittel nutzen, um Geschäfte abzuschließen. Man lernt so auch z.B. nicht alte Formen oder wenig gebräuchliche Formen der Sprache, sondern nur effektiv die gebräuchliche, aktuelle Form.
Linnea hat geschrieben:
Kategorie A macht die Sprache zum Mittel zum Zweck - das ist sie aber für jeden, der sie des Urlaubs wegen, oder um z.B. einen bestimmten Dichter im Orginal lesen zu können auch.
Ja moment mal, das ist dann ja Liebe zum Land (warum machst du dort Urlaub? Warum willst du Gedichte, Comics oder Filme entschlüsseln können?) und hat nichts mit beruflichen Zielen zu tun.
Linnea hat geschrieben:
Verschwimmende Grenze zwischen A und B, wobei du die Grenze durch einen wirtschaftlichen Vorteil ziehst. Dann müsste man aber auch alle, die zum Beispiel eine tote Sprache erlernen um sich damit das weitere Erlernen anderer Sprachen, oder die Sprachen einer Sprachfamilie erlernen in Kategorie A stecken, denn auch diese ziehen daraus wirtschaftliche Vorteile, nämlich den der Zeitersparnis.
Kommt drauf an warum du andere Sprachen lernen willst (aus privater Zuneigung oder beruflichen Zielen heraus)?
Übrigens ist das lernen einer toten Sprache überholt.
Falls du auf Latein anspielen willst, damit man besser romanische Sprachen oder Englisch lernen kann.... lol .... lerne lieber eine "lebendige" romanische Sprache, hast du den gleichen Effekt und mehr davon!
PS: Vielleicht sollte ich etwas vorsichtiger mit dem Wort "Liebe" umgehen. Ich sollte besser "Zuneigung" schreiben.
PPS: Da fehlen aber wirklich noch zwei Kategorien -> Muttersprache/Erziehung und -> Schulzwang