Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Hier kann über alle sonstigen Themen diskutiert werden.

Was lernt ihr außer Deutsch, Englisch und Chinesisch?

Arabisch
0
Keine Stimmen
Italienisch
2
5%
Französisch
11
27%
Japanisch
6
15%
Koreanisch
2
5%
Portugiesisch
1
2%
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10%
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6
15%
Andere Sprache(n)
9
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Torte
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von Torte »

Dennis (CDS) hat geschrieben:
Wenn nichts davon zutrifft, warum lernt ihr dann Chinesisch??
um mich in china verständigen zu können? weil ich die kultur im allgemeinen interessant finde und die sprache nunmal ein teil davon ist?
das hat allerdings weniger berufliche gründe genauso wenig wie "familäre". Natürlich ist da auch etwas begeisterung für die sprache bei, aber das ist nicht der grund warum ich chinesisch angefangen habe bzw. immer noch lerne.
bin auch nicht sprachwissenschaftler und muss die sprache auseinander nehmen, auch wenn viele sachen recht interessant sind.
also, wenns danach geht würde ich mich wohl am meisten in der kategorie 2 wiederfinden, aber wie gesagt.....spiegelt alles nicht so richtig das wieder.
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von no1gizmo »

Torte hat geschrieben: also, wenns danach geht würde ich mich wohl am meisten in der kategorie 2 wiederfinden, aber wie gesagt.....spiegelt alles nicht so richtig das wieder.
Jo, das ist Kategorie B.
Vielleicht hätte ich das noch ein bissel besser erläutern sollen. Gibt genug Leute, die Japanisch lernen, weil sie Mangas und Samurai cool finden.
Und wer China liebt und deswegen Chinesisch lernt, sollte auch in Kategorie B landen.

Oder lohnt es sich schon eine neue Kategorie auf zu machen? Eine Kategorie, die nur die Liebe zur Sprache (Klang/Schrift) berücksichtigt und eine Kategorie, die nur die Liebe zum Land und dem daraus resultierenden Wunsch zur Erlernung der Sprache berücksichtigt? Kann man sich drüber streiten, ich denke aber, dass das zu eng verknüpft ist (lasse mich aber gerne belehren).

Und die Kategorisierung umfasst/berücksichtigt nicht die Erlernung einer Sprache durch Erziehung. So musste ich Deutsch von Geburt an lernen und hatte keine Wahl :wink: Und Englisch war duch die Schulerziehung auch Pflicht. Wer will, kann dafür noch zwei Kategorien erstellen, dann hätten wir aber alles?

Ich habe die Kategorien nun mal nach Gruftis Schema benannt und falle in Kategorie A und B (vorallem A) und seit ca. einem Jahr auch in Kategorie C.
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von Linnea »

Also irgendwie hinken diese Kategorien noch gewaltig (oder ich habe eine ganz andere Auffassung davon).

Ich kann den Unterschied zwischen Kategorie B und Kategorie C nicht nachvollziehen. Wo ist den der Unterschied in der Liebe zu Italien und dem Wunsch sich dort beispielsweise verständigen zu können und der Liebe zu einem Menschen und dem Wunsch, sich mit dessen Familie etc. verständigen zu können und einen tieferen Zugang zu dessen Kultur etc. pp. zu erwerben, als Beweggrund?

Und warum kommen Menschen, die sich der Sprache selbst wegen, und sei es weil sie schön klingt (B), oder seltsame Zeichen hat (B), oder weil man ihr generell auf den Grund gehen will (D) in zwei verschieden Kategorien. Ausserdem hat der Sprachwissenschaftler auch ein wirtschaftliches Interesse sich mit Sprachen zu beschäftigen, schließlich verdient es seine Brötchen damit (also ist er eigentlich ein A-Typ).

Kategorie A macht die Sprache zum Mittel zum Zweck - das ist sie aber für jeden, der sie des Urlaubs wegen, oder um z.B. einen bestimmten Dichter im Orginal lesen zu können auch. Verschwimmende Grenze zwischen A und B, wobei du die Grenze durch einen wirtschaftlichen Vorteil ziehst. Dann müsste man aber auch alle, die zum Beispiel eine tote Sprache erlernen um sich damit das weitere Erlernen anderer Sprachen, oder die Sprachen einer Sprachfamilie erlernen in Kategorie A stecken, denn auch diese ziehen daraus wirtschaftliche Vorteile, nämlich den der Zeitersparnis.
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von no1gizmo »

Linnea hat geschrieben:Also irgendwie hinken diese Kategorien noch gewaltig (oder ich habe eine ganz andere Auffassung davon).
Das mag sein, das Eine genauso wie das Andere.
Linnea hat geschrieben: Ich kann den Unterschied zwischen Kategorie B und Kategorie C nicht nachvollziehen. Wo ist den der Unterschied in der Liebe zu Italien und dem Wunsch sich dort beispielsweise verständigen zu können und der Liebe zu einem Menschen und dem Wunsch, sich mit dessen Familie etc. verständigen zu können und einen tieferen Zugang zu dessen Kultur etc. pp. zu erwerben, als Beweggrund?
Wenn du Polen liebst und deswegen Polnisch lernst -> B
Wenn du Polen liebst und dir deswegen eine polnische Freundin gesucht hast -> B
Wenn du mit Polen nie was am Hut gehabt, aber durch Zufall eine polnische Freundin bekommen hast und nur deswegen (eventuell magst du Polen/Polnisch nicht mal) Polnisch lernst -> C
Linnea hat geschrieben: Und warum kommen Menschen, die sich der Sprache selbst wegen, und sei es weil sie schön klingt (B), oder seltsame Zeichen hat (B), oder weil man ihr generell auf den Grund gehen will (D) in zwei verschieden Kategorien.
Wenn du die Sprache aus Liebe/Zuneigung zum Klang/der Erscheinung lernst -> B
Wenn du die Sprache nur aus Neugier lernst um einen Vergleich, z.B. mit deiner Lieblingssprache aufzustellen, -> D
Linnea hat geschrieben: Ausserdem hat der Sprachwissenschaftler auch ein wirtschaftliches Interesse sich mit Sprachen zu beschäftigen, schließlich verdient es seine Brötchen damit (also ist er eigentlich ein A-Typ).
Klar, aber die Sprache ist für den Beruf des Sprachwissenschaftlers das Hauptziel. In Kategorie A kommen eher Leute, die - wie du bereits sagtest - die Sprache als Kommunikationsmittel nutzen, um Geschäfte abzuschließen. Man lernt so auch z.B. nicht alte Formen oder wenig gebräuchliche Formen der Sprache, sondern nur effektiv die gebräuchliche, aktuelle Form.
Linnea hat geschrieben: Kategorie A macht die Sprache zum Mittel zum Zweck - das ist sie aber für jeden, der sie des Urlaubs wegen, oder um z.B. einen bestimmten Dichter im Orginal lesen zu können auch.
Ja moment mal, das ist dann ja Liebe zum Land (warum machst du dort Urlaub? Warum willst du Gedichte, Comics oder Filme entschlüsseln können?) und hat nichts mit beruflichen Zielen zu tun.
Linnea hat geschrieben: Verschwimmende Grenze zwischen A und B, wobei du die Grenze durch einen wirtschaftlichen Vorteil ziehst. Dann müsste man aber auch alle, die zum Beispiel eine tote Sprache erlernen um sich damit das weitere Erlernen anderer Sprachen, oder die Sprachen einer Sprachfamilie erlernen in Kategorie A stecken, denn auch diese ziehen daraus wirtschaftliche Vorteile, nämlich den der Zeitersparnis.
Kommt drauf an warum du andere Sprachen lernen willst (aus privater Zuneigung oder beruflichen Zielen heraus)?

Übrigens ist das lernen einer toten Sprache überholt.
Falls du auf Latein anspielen willst, damit man besser romanische Sprachen oder Englisch lernen kann.... lol .... lerne lieber eine "lebendige" romanische Sprache, hast du den gleichen Effekt und mehr davon!

PS: Vielleicht sollte ich etwas vorsichtiger mit dem Wort "Liebe" umgehen. Ich sollte besser "Zuneigung" schreiben.

PPS: Da fehlen aber wirklich noch zwei Kategorien -> Muttersprache/Erziehung und -> Schulzwang
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Grufti
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von Grufti »

Linnea hat geschrieben: Ich kann den Unterschied zwischen Kategorie B und Kategorie C nicht nachvollziehen. Wo ist den der Unterschied in der Liebe zu Italien und dem Wunsch sich dort beispielsweise verständigen zu können und der Liebe zu einem Menschen und dem Wunsch, sich mit dessen Familie etc. verständigen zu können und einen tieferen Zugang zu dessen Kultur etc. pp. zu erwerben, als Beweggrund?

Und warum kommen Menschen, die sich der Sprache selbst wegen, und sei es weil sie schön klingt (B), oder seltsame Zeichen hat (B), oder weil man ihr generell auf den Grund gehen will (D) in zwei verschieden Kategorien. Ausserdem hat der Sprachwissenschaftler auch ein wirtschaftliches Interesse sich mit Sprachen zu beschäftigen, schließlich verdient es seine Brötchen damit (also ist er eigentlich ein A-Typ).

Kategorie A macht die Sprache zum Mittel zum Zweck - das ist sie aber für jeden, der sie des Urlaubs wegen, oder um z.B. einen bestimmten Dichter im Orginal lesen zu können auch. Verschwimmende Grenze zwischen A und B, wobei du die Grenze durch einen wirtschaftlichen Vorteil ziehst. Dann müsste man aber auch alle, die zum Beispiel eine tote Sprache erlernen um sich damit das weitere Erlernen anderer Sprachen, oder die Sprachen einer Sprachfamilie erlernen in Kategorie A stecken, denn auch diese ziehen daraus wirtschaftliche Vorteile, nämlich den der Zeitersparnis.
Als Kategorie A ist klar definiert, daß es ausschließlich ums Geldverdienen geht

Wg. Urlaub oder Dichter im Original zu lesen ist eindeutig B

..und wenn es um tiefergreifende Beziehungen geht C angesagt.

D ist nicht der Sprachwissenschaftler als Beruf... sondern das was über B hinaus geht...nämlich Sprachwissenschaft als so intensives Hobby .das man praktisch als "Privatgelehrter" ausübt. So wie SkyDarmos..

Aus diesem Grund hatte ich auch geschrieben, zum Typ D fehlt mir Zeit und Geld



ich glaube kaum, daß es irgendjemand gibt, der freiwillig und ungezwungen Latein lernt, damit er besser Italienisch , Spanisch etc lernen kann...


Linnea welche Einteilung würdest Du denn vornehmen ?
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von Linnea »

@gizmo:
Ich habe deine Kategorien schon verstanden - ich sehe nur eben gewisse Dinge anders.

@Grufti:
Hmm, tiefergreifende Beziehungen meint, laut gizmo, ja zwischenmenschliche Beziehungen. Da sehe ich eben keine Unterschied zu seiner Kategorie B. Wenn man eine Partnerschaft mit einem Menschen aus einem anderen Land oder Kulturkreis hat, dann sehe ich es als wünschenswert bis selbstverständlich an, dass man sich mit diesem auseinandersetzt. Somit verschwimmt die Grenze zwischen B und C für mich.

Nein, ich will hier keine Diskussion über Latein von der Stange brechen. Es gibt durchaus gute Gründe Latein zu lernen, ich würde auch behaupte, dass man damit Sprachen wie Italienisch oder Spanisch, ja sogar Englisch leichter lernen kann und vor allem, dass man dadurch eine Übersetzungspraxis erwirbt, die im normalen Fremdsprachenunterricht sonst nicht in diesem Maße erworben werden kann, da der Fokus auf dem Sprechen und aktiven Anwenden der Sprache liegt (oder liegen sollte). Aber das ist meine persönliche Meinung und Erfahrung, die muss ja niemand so teilen. Neben Latein gibt es auch noch einige andere tote Sprachen, auf die das Phänomen des leichteren Lernens der Folgesprachen vielleicht noch besser zutrifft. Bestes mit bekanntes Beispiel stellen die slawischen Sprachen dar.

Ich würde gar nicht einteilen, ich sehe darin wenig Sinn. Allerdings, wenn man schon einteilt, dann in diejenigen, die eine Sprache aus äußeren Zwängen oder Notwendigkeiten, die gerne auch selbst geschaffen sein können, siehe gizmos Kategorie A oder z.B. Sprachen als (verhasste) Schulfächer oder unter Umständen auch die polnische Freundin, und diejenigen, die eine Sprache aus eigenem freiwilligen Antrieb ihrer selbst willen oder als Mittel zu einem "höheren" Zweck (also gizmos BCD) lernen. Auch hier gilt, die Grenze ist nicht schwarz-weiß.
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von Cathrin »

Neben Englisch (Abi-Leistungkurs) habe ich in der Schule vier Jahre Franzoesisch gelernt. Nach mehreren Jahren in Vietnam spreche ich natuerlich Vietnamesisch und fuer den touristischen Hausgebrauch auch ein paar Worte Laotisch und Khmer. In diesen beiden Sprachen und auch auf Chinesisch (zwei Jahre an der Uni in Hanoi) kann ich aber noch keine vernuenftigen Gespraeche fuehren.

Viele Gruesse
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von no1gizmo »

Linnea hat geschrieben:@gizmo:
Ich habe deine Kategorien schon verstanden - ich sehe nur eben gewisse Dinge anders.
Man kann viele Dinge objektiv festmachen. Wir wissen aber alle, dass die Wahrnehmung eines Menschen nicht objektiv, sondern subjektiv ist.

Und natürlich sind die Grenzen in der Praxis nicht schwarz weiß, denn oft kann man eine Sprache, die man nur angefangen hat zu lernen, weil sie schön klingt und das Heimatland der Sprache eine schöne Landschaft hat mit der man sympathisiert, später vielleicht auch beruflich nutzen, oder aber man fängt das Lernen an, weil man eine Freundin aus dem Land bekommt, vielleicht fängt man dann später auch an, sich für Sprachen allgemein zu interessieren und fällt gar in Kategorie D.
Linnea hat geschrieben: Wenn man eine Partnerschaft mit einem Menschen aus einem anderen Land oder Kulturkreis hat, dann sehe ich es als wünschenswert bis selbstverständlich an, dass man sich mit diesem auseinandersetzt. Somit verschwimmt die Grenze zwischen B und C für mich.
Was`n quatsch, sorry. Gibt viele Leute, die einen ausländischen Partner haben aber kein Interesse an deren Muttersprache haben.

Und es ist ein Unterschied, wenn du das Land magst weil dir das Land an sich sympathisch ist, als wenn das Land dir nur ins Leben tritt, weil du einen Partner aus diesem hast! Das es beides in Kombination (zufällig schon immer ein Fan von China und nun eine chin. Freundin :wink: ) gibt, bezweifelt ja niemand.
Linnea hat geschrieben: Nein, ich will hier keine Diskussion über Latein von der Stange brechen. Es gibt durchaus gute Gründe Latein zu lernen, ich würde auch behaupte, dass man damit Sprachen wie Italienisch oder Spanisch, ja sogar Englisch leichter lernen kann und vor allem, dass man dadurch eine Übersetzungspraxis erwirbt, die im normalen Fremdsprachenunterricht sonst nicht in diesem Maße erworben werden kann, da der Fokus auf dem Sprechen und aktiven Anwenden der Sprache liegt (oder liegen sollte). Aber das ist meine persönliche Meinung und Erfahrung, die muss ja niemand so teilen. Neben Latein gibt es auch noch einige andere tote Sprachen, auf die das Phänomen des leichteren Lernens der Folgesprachen vielleicht noch besser zutrifft. Bestes mit bekanntes Beispiel stellen die slawischen Sprachen dar.
Für den Sprachwissenschaftler (D), ist Latein (welches nur noch gelesen wird und aus welchem die romanischen Sprachen und Mischsprachen basieren) natürlich eine feine Sache. Sowie auch Altgriechisch. ABER: für A und C kommen diese Sprachen, die ansich ja wieder enorm viel Zeit und Aufwand verlangen ohne einen direkten Nutzen zu haben, ganz sicher nicht in Frage, für B nur wenn es mit der privaten Zuneigung in Verbindung steht (z.B. alte Gedichte lesen, nicht aber mit der modernen Welt Kontakt aufnhemen usw).
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von Laogai »

Sky Darmos hat geschrieben:Du siehst, es lässt sich schwer entscheiden was in deiner Liste zu stehen hat.
Welche Sprachen in der Liste dieser Umfrage zu stehen haben und in welcher Reihenfolge entscheidet einzig und allein no1gizmo. Wenn du mit der Auswahl nicht einverstanden bist, dann starte einfach deine eigene Umfrage :!:

Darüber hinaus wäre es vielleicht nicht verkehrt, eine neue Umfrage mit dem Titel "Zu welchem Typ Sprachenlerner zählst du dich?" aufzumachen :idea: Mehrere Beiträge aus diesem Thread könnten dann vom Mod dorthin verschoben werden... :P 8)
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jd
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von jd »

Sky Darmos hat geschrieben:Deine Auswahl empfinde ich als etwas willkürlich. Eine Orientierung Anhand der Anzahl der Sprecher ist vielleicht objektiver:

http://www.pro-tran.de/Sprachen-Daten/S ... Daten.html

1) Chinesisch, Mandarin 885,0 Mio.
Das kann ich recht flüssig lesen und sprechen.
2) Spanisch 332,0 Mio.
Das sollte ich bald gelernt haben - Schule.
3) Englisch 322,0 Mio.
Ja, Standard.
4) Bengali 189,0 Mio.
Davon kenne ich nur ein paar Wörter die mir ein Kumpel der das flüssig spricht beigebracht hat. Er hatte aber nicht erwähnt dass Bengali so viele Sprecher hat! :roll: Spontan fällt mir ein: "tumi palo na? = Wie gehts?" - keine Garantie dass das so richtig ist ^^
5) Hindi 182,0 Mio.
6) Portugiesisch 170,0 Mio.
7) Russisch 170,0 Mio.
8 ) Japanisch 125,0 Mio.
Davon kann ich jetzt schon einige Wörter, hab mich aber noch nicht bemüht ganze Sätze zu schreiben. Spontan fällt mir ein: 目を閉じる = die Augen schließen
9) Deutsch 98,0 Mio.
Ich bin zwar in Griechenland beboren, aber ich denke Deutsch kann ich am besten.
10) Chinesisch, Wu 77,2 Mio.
儂好!Das wars auch schon.
11) Javanesisch 75,5 Mio.
12) Koreanisch 75,0 Mio.
Ich kann die Silbenzeichen irgendwie nicht korrekt eintippen. Mir fällt spontan ein: 焙 bae = backen.
13) Französisch 72,0 Mio.
14) Vietnamesisch 67,7 Mio.
Ein paar Wörter, es werden aber sicher noch mehr.
15) Telugu 66,4 Mio.
16) Chinesisch, Yue 66,0 Mio.
Ich kann die meisten Silben von Mandarin in Yue umwandeln, auch wenn ich das entsprechende Wort nicht gelernt habe. Dabei fehlt dann aber der Ton. Die Töne kenne ich nur bei den Wörtern die ich wirklich gelernt habe. Ich versuche ab und zu auch Kantonesisch zu benutzten um mich mit meiner Freundin zu unterhalten.
17) Marathi 64,8 Mio.
18) Tamil 63,1 Mio.
19) Türkisch 59,0 Mio.
20) Urdu 58,0 Mio.

X) Griechisch 12 Mio.
Das spreche ich fließend, kenne aber viele Begriffe der gehobenen Sprache nicht.
Also, wie die bei Pro-Tran auf Ihre Statistikwerte kommen, das würde mich jetzt ja mal interessieren. :?:

Jedenfalls ist mir beim Stichwort "Französisch" sofort die ziemlich geringe Anzahl der Sprechenden aufgefallen. 72 Millionen.

Allein die französischsprechende Bevölkerung in Frankreich, Belgien, Luxemburg, Holland und der Schweiz dürfte genügen, um eine größere Anzahl französischsprachiger Muttersprachler zusammenzubekommen. Hinten runter fallen dann die Einwohner der früheren französischen und belgischen Kolonien in Afrika und Übersee. Weltweit gibt es (laut wikipedia) eine geschätzte Zahl von 290 Millionen Französisch-Sprechenden.

Würde man also die Kategorisierung von Muttersprachlern auf tatsächlich Sprachkundige umstellen, so würde die obige Liste ganz schön durcheinandergewirbelt werden...

Ungeachtet der Kritik an der Datenbasis erscheint - als Kategorisierungsschema - der objektive Anknüpfungspunkt der eine Sprache Sprechenden allerdings durchaus attraktiv. Aber: Aus der deutschen bzw. chinesischen Perspektive betrachtet - und aus solcher heraus ist die Umfrageliste ja wohl entstanden - hat m. E. eine subjektive Selektivauswahl an Sprachen deutliche Vorteile.

Vielleicht ließen sich die Vorteile beider Modelle kombinieren, wenn man nach der Anzahl derjenigen fragt, die einerseits in Deutschland, andererseits in China eine bestimmte Fremdsprache erlernen und proportional zu diesen Ergebnissen dann die Liste aufbaut.

Jens David,
der außer deutsch und englisch zur Zeit - auf Grundstufenniveau - noch besser französisch als chinesisch spricht, was sich allerdings hoffentlich demnächst umkehrt :roll:
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von Laogai »

jd hat geschrieben:Also, wie die bei Pro-Tran auf Ihre Statistikwerte kommen, das würde mich jetzt ja mal interessieren. :?:

Jedenfalls ist mir beim Stichwort "Französisch" sofort die ziemlich geringe Anzahl der Sprechenden aufgefallen. 72 Millionen.
Die haben wohl in veralteten Publikationen (13. Ausgabe von 1996) geschmökert. Die aktuelle Liste (15. Ausgabe, 2005) von Ethnologue verzeichnet für Französisch allerdings auch nur (noch!) 64,9 Mio. first language speakers.
jd hat geschrieben:Allein die französischsprechende Bevölkerung in Frankreich, Belgien, Luxemburg, Holland und der Schweiz dürfte genügen, um eine größere Anzahl französischsprachiger Muttersprachler zusammenzubekommen.
Psst, in Holland wird nicht Französisch gesprochen. Es gibt aber sicherlich Holländer, die Französisch können 8)
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von jd »

laogai hat geschrieben:
jd hat geschrieben:Also, wie die bei Pro-Tran auf Ihre Statistikwerte kommen, das würde mich jetzt ja mal interessieren. :?:
Die aktuelle Liste (15. Ausgabe, 2005) von Ethnologue verzeichnet für Französisch allerdings auch nur (noch!) 64,9 Mio. first language speakers.
Wie das jetzt wieder mit den Angaben zusammenpassen soll, dass allein schon die Bevölkerung Frankreichs sich aktuell (Stand 2006) auf 63,4 Millionen Menschen beläuft, ist mir allerdings auch unerklärlich. Selbst wenn ich etwa 3,5 Franzosen mit Migrationshintergrund herausrechnen würde, so müssten doch trotzdem noch die 10,5 Millionen Belgier (zumindest die rund 4 Millionen Wallonen), sowie die französisch-muttersprachlichen Luxemburger und Schweizer hinzugezählt werden müssen... :?: Und werden die ganzen französischsprachigen Afrikaner nicht als Muttersprachler gerechnet? Hmmh, also ich weiß nicht so recht...
laogai hat geschrieben:Psst, in Holland wird nicht Französisch gesprochen. Es gibt aber sicherlich Holländer, die Französisch können 8)
Ja, schon klar. Deshalb habe ich ja auch den Begriff Muttersprachler vermieden und eher auf die Gesamtzahl aller Französisch-Sprechenden (rund 290 Millionen) abgestellt, da ich der Meinung bin, dass die Zahl der Muttersprachler das Bild der tatsächlichen Verbreitung einer Sprache extrem verzerrt.

Jens David,
der schon oft überlegt hat, ob er nicht bei der berühmten Frage nach seinen 3 zu erfüllenden Wünschen, als eine Antwort (unbescheiden) die Multilingualität (aller Sprachen) wählen würde 8)
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von belrain »

Deutsch - Muttersprache
Englisch - Fliessend in Wort und Schrift, brauche ich beruflich
Französisch - In der Schule gelernt, seitdem nur gelegentlich benutzt und eingerostet
Chinesisch - Anfänger in Sprache, geht aber weit über "Hallo, wie gehts" hinaus, brauche ich beruflich, privat und vielleicht auch mal familiär.
Das Leben ist schön

Shanghai - seit 2009
1. April 2012 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
1. April 2015 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von Linnea »

no1gizmo hat geschrieben: Was`n quatsch, sorry. Gibt viele Leute, die einen ausländischen Partner haben aber kein Interesse an deren Muttersprache haben.
Gut möglich - aber bei der Einteilung in deine Kategorien ist diese Personengruppe zu vernachlässigen, da sie die Sprache nicht lernt. Die Wahrscheinlich, dass ein Partner zwar die Sprache lernt, sich aber sonst überhaupt nicht für Land und Kultur des anderen Partners interessiert halte ich für äußerst selten. Ganz im Gegenteil, ich denke in Normalfall setzt man sich zuerst mit der Kultur und dann mit der Sprache auseinander.
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Re: Was lernt ihr noch so für Sprachen?

Beitrag von no1gizmo »

Flugzeugabstürze sind auch relativ selten und absolut selten, aber es gibt sie und sie erscheinen auch als Kategorie bei Statistiken von Verkehrsunfällen.

Und es ist ein Unterschied, ob jemand die Sprache nur aus familiären Gründen lernt (also aus Liebe zu einer Person, familiäre Verpflichtung etc) oder weil man das Land an sich lieben gelernt hat.

Auf jedenfall kann man Argumente alà "es ist selten" nicht gelten lassen.
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