Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

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Ling Ling
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Ling Ling »

Grufti hat geschrieben:
. Ich denke, die chinesische Bevölkerung hat auch ein Recht darauf Gastgeber zu sein und
:shock:

"Menschenrecht" auf Olympische Spiele.... ????

Wieviele Chinesen "haben" etwas davon, daß die Spiele in Beijing stanttfinden ??


Anno 72 war ich 18 Jahre alt, und von den Spielen in München habe ich nur noch den Schrecken des Terroranchlages der Palästinenser im Gedächtnis...
Menschenrechte hab ich nicht geschrieben. Kenne einige Chinesen, die in China leben und sich ganz einfach auf die Olympischen Spiele in Beijing freuen. Sie sind nicht national orientiert, einfach nur am Sport interessiert weil es auch Sportler sind.

Ich finde eher, das China in seinem Vertrauen auf eine große Zukunft und Größe sogar etwas Gefahr läuft in eine sehr nationale Schiene zu kommen. Auch von diesem Standpunkt aus kann ich nicht so ganz glauben, das die Mehrheit der Chinesen gegen die Spiele ist oder sie negativ sieht. Und wenn sie es nicht ist, wäre es dann nicht undemokratisch wenn man sich über die Mehrheit hinwegsetzt?

Und überhaupt, wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen, siehe Nigeria und wo wir die Augen zu machen wenn es uns selbst betrifft:
http://www.stage6.com/Die-Hartz-4Punkt0 ... losonskurs
Dennis (CDS)
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Dennis (CDS) »

Ling Ling hat geschrieben:Ich denke, die chinesische Bevölkerung hat auch ein Recht darauf Gastgeber zu sein und es richten sich nicht nur die Blicke der Welt auf China sondern die Chinesen erhalten auch einen Blick auf die Welt die zu Gast kommt.
Natürlich, die chinesische Bevölkerung hat ein Recht und eine Chance darauf, Gastgeber zu sein. Nur hat sich gerade die chinesische Bevölkerung in erster Linie nicht für die Ausrichtung der olympischen Spiele beworben, das würde ja darauf hinauslaufen, dass das Volk etwas selbst entschieden hätte.....

Die Frage ist, wie frei von staatlich gelenkter Zensur und übersteigertem Patriotismus dieser Blick auf die Welt, die zu Gast kommt, aussieht. Denn von Einem gehe ich sehr stark aus: Die Politik in China wird sich nicht aus dem Sport heraushalten können, ich mache mir z.B. Sorgen um das Verhalten gegenüber Sportlern aus Taiwan, die in einigen Wettbewerben sogar mit um Gold kämpfen werden. Auf die Siegerehrung, Hissen von Flaggen, Abspielen von Hymnen bin ich für den Fall eines Medaillengewinns eines Sportlers aus Taiwan sehr gespannt.
Stefan123
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Stefan123 »

Hallo Dennis,

die Spiele sind immer politisch, schau nur mal zurück. Berlin 1936, München 1972, Moskau 1980, Los Angeles 1984 sind nur die bekanntesten Beispiele. Es lassen sich weitere politische Auseinandersetzungen für bestimmt jede Olympiade der Neuzeit finden.

Diskriminierung der taiwanesischen Sportler ausserhalb des Stadions und von nicht offizieller Seite kann ich mir gut vorstellen. Eine öffentliche Diskriminierung gestützt durch die offizielle Seite halte ich für unwahrscheinlich. Die Chinesen wollen eine guten Eindruck hinterlassen. Darum veranstalten sie die Spiele. Sie wollen der Welt zeigen das sie da sind, das man sie ernst nehmen muss auf der Bühne der Welt.

Mit einer öffentlichen Diskriminierung der Sportler Taiwans wäre dieses Vorhaben zu nichte gemacht und die Spiele würden als die unfairsten Spiele aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Ich glaube die Chinesen hängen lieber einem Taiwanesen eine Golbmedaille um, als weltweit als schlechte und unfreundliche Gastgeber dazustehen und mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben zu müssen.

Ausserdem liegt schon jetzt eine Menge Druck auf dem IOC. Im Zweifelsfall müssten die intervenieren. Hier noch ein kurzer Auszug aus meiner Seminararbeit, die den Widerspruch belegt in dem das IOC bereits jetzt steckt.

"Ein Blick in die „Fundamental Principles of Olympism“, also die Grundprinzipien auf denen die Olympischen Spiele beruhen, untermauert dieses Argument. So lautet es in der Olympic Charter „Olympism is a philosophy …based on the joy of effort, the educational value of good example and respect for universal fundamental ethical principles” . Unter Punkt zwei der olympischen Wertevorstellung findet sich die Zielsetzung “to place sport at the service of the harmonious development of man, with a view to promoting a peaceful society concerned with the preservation of human dignity” . Besonders deutlich wird der Widerspruch der politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen in China und den Grundprinzipien der Olympic Charter, wenn es da heisst: “Any form of discrimination with regard to a country or a person on grounds of race, religion, politics, gender or otherwise is incompatible with belonging to the Olympic Movement” . Unter Berücksichtigung dieser Grundprinzipien hätte die Vergabe der Olympischen Spiele an die V.R. China nicht erfolgen dürfen" (Auszug)

Stefan
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Stefan123 »

Generell ging es mir in der Arbeit aber nicht darum zu zeigen wie sich die Spiele ausgewirken könnten, denn das ist bis jetzt reine Spekulation. Wir werden abwarten müssen. Ich wollte auf der Grundlage einer breiten Datenbasis (also nicht am Einzelfall, wie dem Innenstadtbewohner in Peking der für die Spiele sein Haus räumen muss - sondern gemessen am gesamten politischen System des ganzen Landes) herausfinden wie sich die anstehenden Spiele bereits auf das politische System in China auswirken. Deshalb Bestachtungszeitraum 2001 (Vergabe der Spiele an Peking) bis 2006.
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Grufti
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Grufti »

die Spiele sind immer politisch, schau nur mal zurück. Berlin 1936, München 1972, Moskau 1980, Los Angeles 1984
:shock: :shock: :shock:
München 1972 in eine Reihe mit Berlin 1936 und Moskau 1980 zu stellen.. diese Behauptung ist nicht richtig ,wenn nicht sogar eine Unverschämtheit..

Berlin 1936 und Moskau 1980 waren die Selbstdarstellung eines totalitären Regimes ..wie es 2008 in Beijing sein wird...
das einzige "Politische " an den Spielen 1972 in München war das Attentat der Palästinenser...und das war nicht von den Veranstaltern geplant..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
Stefan123
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Stefan123 »

Hallo Grufti,

Ich habe ja auch nicht diese vier Veranstaltungen miteinander verglichen, sonder lediglich einige der bekanntesten olympischen Veranstaltungen des 20. Jh. als Beweis dafür herangezogen, dass die Spiele immer auch politisch instrumentalisiert worden sind. Von welcher Seite und zu welchem Zweck war für dieses Beispiel bestenfalls zweitrangig.

Richtig, das Attentat der Palästinenser war nicht von den Veranstaltern geplant. Trotzdem würde ich eine politische Intention für München 1972 nicht ausschliessen. Mit der Vergabe der Spiele an Deutschland sendete die internationale Gemeinschaft auch ein Signal der Anerkennung und der Integration Deutschlands. Deutschland hat sich etwa 20 Jahre nach der Beendigung des Zweiten Weltkrieges um die Spiele 1972 beworben. Das demokratische System der Bundesrepublik hatte sich etabliert, das Wirtschaftwunder war vollbracht und Deutschland war wieder aufgebaut.

Einen politische Intention der deutschen Regierung/Wirtschaft, aber auch anderer Staaten (die die Re-/Integration Deutschlands fördern wollten) würde ich deshalb auf keine Fall ausschliessen wollen.

Gruss,
Stefan
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Grufti »

es geht nicht darum, was "die internationale Gemeinschaft " mit der Vergabe von Olympischen Spielen bezweckt ...und bewerben kann sich ja jedes Land / jede Stadt..
es geht darum, was die betreffende Stadt daraus macht....und da sehe ich Berlin 1936 Moskau 1980 auch Los Angeles..und nicht zuletzt Beijing 2008 in einer Reihe .. als Selbstdarstellung des betreffenden Regimes..

Warten wir einmal ab, wie die Politik Chinas ( nach innen und außen!) nach 2008 weiter geht... wenn keinerlei Rücksicht auf die internationale Reputation mehr genommen werden muß, da dann nachträglich die Spiele nicht mehr entzogen ..oder boykottiert werden können... :roll:
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Stefan123
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Stefan123 »

Hallo Grufti,

Also wenn Du anderen die Richtigkeit ihrer Aussagen streitig machen willst bzw. von einer Unverschämtheit sprichts, dann würde ich wenigstens eine ordentliche Begründung erwarten und nicht ein abschweifende Ausführung die vom Thema wegführt.

Meine These lautete, dass die Olympischen Spiele der Moderne immer auch eine politische Dimension hatten. Als Beispiele nannte ich einige der bekanntesten Spiele des 20. Jh., Berlin 1936, München 1972, Moskau 1980 und Los Angeles 1984.

Du warst mit dieser Darstellung nicht einverstanden und meintest:

"das einzige "Politische " an den Spielen 1972 in München war das Attentat der Palästinenser...und das war nicht von den Veranstaltern geplant"

Ja, dieses von Dir benannte "einzige politische" Ereignis (das Attentat) hat die gesamten Spiele überschattet und sich in das Gedächtnis aller Zeitgenossen gebrannt. Wegen dieses "einzigen politischen" Ereignisses (das 17 Leben forderte) wären die Spiele beinahe abgebrochen worden. Ich denke das allein ist ein Beleg für meine These.

"es geht nicht darum, was "die internationale Gemeinschaft " mit der Vergabe von Olympischen Spielen bezweckt ...und bewerben kann sich ja jedes Land / jede Stadt.." (Grufti)

Doch es geht auch um die internationale Gemeinschaft, denn die Vergabe der Spiele wird vom IOC, die Betonung liegt auf dem International beschlossen. Ausserdem können Spiele natürlich auch von einzelnen oder mehreren Nationen boykottiert werden. Auch die internationane Gemeinschaft nutzt die Spiele als politische Bühne. Und ja, die Bewerbung steht jeder Nation/Stadt frei. Die Frage ist nur, ob sie auch den Zuschlag erhalten.

Wie auch immer, mit der Eröffnung der Diskussion unter der Überschrift "Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?" ging es mir vor allem um die Untersuchung und Diskussion der aktuellen Auswirkungen der Spiele auf die politischen und bürgerlichen Freiheiten und damit die Effekte auf das politische System der V.R. China (Zeitrahmen 2001 bis 2006).

Alles andere ist reine Spekulation und wird sich erst nach den Spielen messen, untersuchen und beweisen lassen.

Gruss,
Stefan
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Grufti
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Grufti »

Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?
so lautete doch das Thema .., das von Dir selbst begonnen wurde...

oder etwa nicht... ???
Ist das nicht eine Aufforderung dazu gewesen, etwas zu diesem Thema zu schreiben ?

oder nur um Deine Thesen zu verbreiten ?
Dann hättest Du es eigentlich gleich irgendwo anders veröffentlichen, oder mit der Bemerkung "Please dont discuss" versehen können ! :roll:
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Stefan123
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Stefan123 »

Hallo Grufti,

natürlich steht Dir frei zu schreiben was Du denkst. Ich denke nur das Kritik klar und konstruktiv formuliert sein sollte. Diese Grundbedingung war in Deinem Beitrag nicht gegeben.

Auch in Deinem letzten Beitrag hast Du die Chance vertan mich argumentativ von Deiner Idee zu überzeugen. Bitte erkläre mir doch warum meine Behauptung, dass die Olympischen Spiele der Moderne immer auch eine politische Komponente hatten, falsch sein soll. Und wo liegt meine "Unverschämtheit" begründet, wenn ich Berlin 1936, München 1972, Moskau 1980 und Los Angeles 1984 als Beispiele für olympische Veranstaltuneg heranziehe, die politisch instrumentalisiert worden sind.

Gruss,
Stefan
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Ling Ling »

Dennis (CDS) hat geschrieben:Natürlich, die chinesische Bevölkerung hat ein Recht und eine Chance darauf, Gastgeber zu sein. Nur hat sich gerade die chinesische Bevölkerung in erster Linie nicht für die Ausrichtung der olympischen Spiele beworben, das würde ja darauf hinauslaufen, dass das Volk etwas selbst entschieden hätte.....
Tja, also ich muss leider sagen, dass man mich auch nicht gefragt hat, ob die olympischen Winterspiele 2018 in Deutschland stattfinden, trotzdem bewirbt sich Deutschland nun darum. :wink:

Und gegen die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland war ich auch. Und zwar deshalb, weil der Fußball meiner Meinung nach überbewertet ist. In einigen Bundesländern hat der Deutsche Turnerbund zum Beispiel mehr Mitglieder als der DFB.

http://www.statistik-hessen.de/themenau ... sportbund/

Auch weil ich es einfach nicht gerecht finde, das der Steuerzahler die ganzen Polizeieinsätze bezahlt und die Fußballer die Kohle einstreichen. Meine Meinung wurde überhaupt nicht berücksichtigt :twisted: . Eine Abstimmung bei der die Bürger gefragt wurden fand nicht statt. Das war auch undemokratisch, oder etwa nicht?

Und gegen den Papstbesuch war ich auch, hat mich auch keiner gefragt. Mann, ich lebe hier wohl in einer Diktatur :wink:

Ich gehe mal davon aus, das bei solchen Großveranstaltungen weder im Westen noch in China eine demokratische Befragung der Bürger erfolgt. Irgendwo ist das auch verständlich, als nächstes würde man dann vielleicht über die Durchführung von Rockkonzerten entscheiden lassen. Wo sollte das enden?

Und die olympischen Spiele wurden auch immer in der Neuzeit politisch genutzt. Auch und gerade 1972, wo es doch auch um DDR und BRD ging. Es stellte sich damals die Frage, wie läuft das alles glatt, wenn wir im Westen die Spiele austragen und die DDR nimmt teil. Es ging doch auch immer darum, welches System hat die besseren Sportler und ist damit das bessere System. Oder weshalb hat man in der DDR, UdSSR und anderen Staaten so viel Geld in den Sport investiert? Und welches Eishockeyspiel zwischen der UdSSR und den Tschechen war nicht ein politisches? :wink: Und im Basketball, als die USA gegen die UdSSR verloren?

Bei welchen Spielen wurde eigentlich nicht darauf gedrängt irgendwelche Länder auszuschliessen? Wie war das noch mit Südafrika?

Stefan hat völlig Recht, "Mit der Vergabe der Spiele an Deutschland sendete die internationale Gemeinschaft auch ein Signal der Anerkennung und der Integration Deutschlands".

Ich bin der Meinung, das man die Spiele nicht dazu nutzen sollte China zu kritisieren. Auch wenn es dafür Gründe gibt. Einen Gastgeber sollte man nicht beleidigen. Dies würde wahrscheinlich nicht zu einer Demokratisierung beitragen sondern eher zu einer Nationalisierung. Wenn Gäste und Gastgeber einander respektieren, dann wird dies vielleicht einen positiven Beitrag für die Demokratisierung in China leisten.

Hier mal was zu Sport-Verbänden in Deutschland:
http://www.verbaende.com/files/ueber_ve ... CA4A39.htm
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Grufti »

Was hat München 1972 mit der politischen Selbstdarstellung einer Diktatur wie bei den Spiele 1936 Berlin und Moskau 1980 zu tun ???


..oder ist die e BRD des Jahres 1972 nach Deiner Ansicht auch eine Diktatur gewesen, anders kann ich die Erwähnung von München 1972 nicht erklären
..udn was hat die Vergabe der Ausrichtung der Spiele 1972 an Deutschland mit dem Ausschluß und dem Boykott anderer Staaten zu tun ??
Wenn das Thema anders gestellt wäre, müßte man nicht nur Berlin, Moskau und Los Angeles erwähnen.sondern ALLE Olympischen Spiele der Gegenwart, und da wäre München 1972 natürlich auch dabei.. und schließlich auch Beijing!

Es soll in diesem Thread doch darum gehen, ob die Olympischen Spiele eine Auswirkung auf die Politik des Gastgeberlandes haben..oder etwa nicht.?

Wenn ich recht informiert bin, hatte Willy Brandt bereits den Friedensnobelpreis für seine Entspannungspolitik bekommen, und folgerichtig war es nur völlig in Ordnung, daß es pro deutschem Staat eine ...aber keine gemeinsame Mannschaft .

Alle anderen Argumente ( ob eine Mannschaft besser als die andere ist..) sind doch mehr oder weniger nur nebensächlich gewesen.
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Grufti »

e nicht dazu nutzen sollte China zu kritisieren. Auch wenn es dafür Gründe gibt. Einen Gastgeber sollte man nicht beleidigen
Kritik ist nicht das Gleiche wie eine Beleidigung .

Kritik ist wenn ich schreibe , daß etwas nicht richtig ist
Beleidigung ist, wenn ich schreibe, daß jeman d ein A**** ist !
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Ling Ling »

Grufti hat geschrieben:
Kritik ist nicht das Gleiche wie eine Beleidigung .

Kritik ist wenn ich schreibe , daß etwas nicht richtig ist
Beleidigung ist, wenn ich schreibe, daß jeman d ein A**** ist !
Das ist völlig richtig. Eine persönliche Meinung ist auch eine persönliche Meinung und keine diplomatische Angelegenheit. Wenn jemand eine persönliche Meinung in Form von Kritik äußert sollte dies nicht zu einer Beleidigung eines Staates oder einer Bevölkerung führen.

Die Meinung die eigene Regierung (also unserer) aufzufordern die Spiele zu boykottieren oder die chinesische Regierung zu kritisieren ist auch auch eine persönliche Meinung.

Sollte unserer Regierung jedoch dieser Meinung folgen, ist es keine reine Meinungsäußerung mehr sondern ein politischer Vorgang. Hier sollte die Kunst der Diplomatie greifen. Als Mittel der Diplomatie halte ich diese Kritik für beleidigend, bzw. sie könnte propagandistisch von den Gegnern einer Demokratisierung ausgenutzt werden. Damit würde man gerade die Kräfte gefährden, die man zur Demokratisierung braucht.
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Re: Bringen die Olympischen Spiele die Demokratie nach China?

Beitrag von Ling Ling »

Stefan123 hat geschrieben:Hallo Grufti,

natürlich steht Dir frei zu schreiben was Du denkst. Ich denke nur das Kritik klar und konstruktiv formuliert sein sollte. Diese Grundbedingung war in Deinem Beitrag nicht gegeben.

Auch in Deinem letzten Beitrag hast Du die Chance vertan mich argumentativ von Deiner Idee zu überzeugen. Bitte erkläre mir doch warum meine Behauptung, dass die Olympischen Spiele der Moderne immer auch eine politische Komponente hatten, falsch sein soll. Und wo liegt meine "Unverschämtheit" begründet, wenn ich Berlin 1936, München 1972, Moskau 1980 und Los Angeles 1984 als Beispiele für olympische Veranstaltuneg heranziehe, die politisch instrumentalisiert worden sind.

Gruss,
Stefan
Das kann man so verstehen, wenn man davon ausgeht, das eine politische Instrumentalisierung immer ein negatives Resultat hat. Geht man von dem positiven Bild, das Deutschland 1972 von sich der Welt vermittelte aus, also etwas positivem, so kann dies auch Absicht der Regierung gewesen sein. Davon gehe ich übrigens aus.

Deshalb hatte man sich lange überlegt, wie man die Eröffnungsfeier gestaltet, man wollte der Welt ein neues Deutschlandbild vermitteln. Damit wurden auch diese Spiele von der Politik instrumentalisiert, aber eben zu Gunsten unseres Ansehens in der Welt.
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