Dennis (CDS) hat geschrieben:Natürlich, die chinesische Bevölkerung hat ein Recht und eine Chance darauf, Gastgeber zu sein. Nur hat sich gerade die chinesische Bevölkerung in erster Linie nicht für die Ausrichtung der olympischen Spiele beworben, das würde ja darauf hinauslaufen, dass das Volk etwas selbst entschieden hätte.....
Tja, also ich muss leider sagen, dass man mich auch nicht gefragt hat, ob die olympischen Winterspiele 2018 in Deutschland stattfinden, trotzdem bewirbt sich Deutschland nun darum.
Und gegen die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland war ich auch. Und zwar deshalb, weil der Fußball meiner Meinung nach überbewertet ist. In einigen Bundesländern hat der Deutsche Turnerbund zum Beispiel mehr Mitglieder als der DFB.
http://www.statistik-hessen.de/themenau ... sportbund/
Auch weil ich es einfach nicht gerecht finde, das der Steuerzahler die ganzen Polizeieinsätze bezahlt und die Fußballer die Kohle einstreichen. Meine Meinung wurde überhaupt nicht berücksichtigt

. Eine Abstimmung bei der die Bürger gefragt wurden fand nicht statt. Das war auch undemokratisch, oder etwa nicht?
Und gegen den Papstbesuch war ich auch, hat mich auch keiner gefragt. Mann, ich lebe hier wohl in einer Diktatur
Ich gehe mal davon aus, das bei solchen Großveranstaltungen weder im Westen noch in China eine demokratische Befragung der Bürger erfolgt. Irgendwo ist das auch verständlich, als nächstes würde man dann vielleicht über die Durchführung von Rockkonzerten entscheiden lassen. Wo sollte das enden?
Und die olympischen Spiele wurden auch immer in der Neuzeit politisch genutzt. Auch und gerade 1972, wo es doch auch um DDR und BRD ging. Es stellte sich damals die Frage, wie läuft das alles glatt, wenn wir im Westen die Spiele austragen und die DDR nimmt teil. Es ging doch auch immer darum, welches System hat die besseren Sportler und ist damit das bessere System. Oder weshalb hat man in der DDR, UdSSR und anderen Staaten so viel Geld in den Sport investiert? Und welches Eishockeyspiel zwischen der UdSSR und den Tschechen war nicht ein politisches?

Und im Basketball, als die USA gegen die UdSSR verloren?
Bei welchen Spielen wurde eigentlich nicht darauf gedrängt irgendwelche Länder auszuschliessen? Wie war das noch mit Südafrika?
Stefan hat völlig Recht, "Mit der Vergabe der Spiele an Deutschland sendete die internationale Gemeinschaft auch ein Signal der Anerkennung und der Integration Deutschlands".
Ich bin der Meinung, das man die Spiele nicht dazu nutzen sollte China zu kritisieren. Auch wenn es dafür Gründe gibt. Einen Gastgeber sollte man nicht beleidigen. Dies würde wahrscheinlich nicht zu einer Demokratisierung beitragen sondern eher zu einer Nationalisierung. Wenn Gäste und Gastgeber einander respektieren, dann wird dies vielleicht einen positiven Beitrag für die Demokratisierung in China leisten.
Hier mal was zu Sport-Verbänden in Deutschland:
http://www.verbaende.com/files/ueber_ve ... CA4A39.htm