Shaolin hat geschrieben:
HANDELSDEFIZIT (28.11.07)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,520081,00.html
Die EU verlangt von der Regierung in Peking unter anderem eine Aufwertung der chinesischen Währung Yuan. Der künstlich niedrig gehaltene Yuan-Kurs verbillige chinesische Exporte und verhelfe dem Land zu einem Exportboom, heißt es.
Ausserdem verursacht diese Kurspolitik extrem teueren Import fuer die chin. Inlandsmarkt, was natuerlich dem Handelsueberschuss "zu Gute" kommt. Die Bevoelkerung wird dabei aber quasi an die oertliche Markt "gezwungen". Sprich das chin. Volk zahlen kollektiv in die Devisenreserve, obwohl sie nichts davon haben.... Chin. Billigwaren ueberschwemmen mittlerweile ausser die westlichen auch noch die Maerkten von anderen Entwicklungslaendern und haelt damit oertliche Wirtschaftsentwicklung im Wuergergriff.
Die andere Seite der Medaille ist aber: Was passiert bei uns, wenn die Chinesen nun _wirklich_ die RMB aufwerten? Die Import- und Herstellungskosten steigen. Damit steigen die Preise fuer Elektronik, Textilien, Verpackunsgmaterial, Maschinenbauteile und damit die Produktionskosten fuer alles moegliche. Eine rapide um sich greifend Preissteigerung wird mit ziemlicher Sicherheit die Folge sein. Wir haben hier letzes Jahr hohe Inflation bei einigen Lebensmitteln. Die Preise fuer Konsumgueter, Textilien und einige andere Lebensmittel sind aber, wie seit einigen Jahren, wieder drastisch gesunken. In diesem Bereich ist der Stand schon erreicht, wo Milch- und Getreidemarkt vor Jahren war: Der Preisdruck hat schon den Hoechstpunkt erreicht. Wenn kleinste Instabillitaet hinzukommt, explodieren die Preise, wie bei Milch, Fleisch und Getreide schon passiert.
Keine Frage, RMB _muss_ aufgewertet werden. Aber _wieviel_ ist ne knifflige Sache, weil es eben leicht negative Folgen fuer unser alle Alltagsleben haben kann. Es ist eben nicht so einfach wie SPON es darstellt.
Gruss
/dev/urandom