Chinesische Namen in einem Roman

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xila

Chinesische Namen in einem Roman

Beitrag von xila »

Liebe China-Erfahrene,

ich grüble gerade über dem Lektorat eines Herz-Schmerz-Liebesromans, der in den Fünfzigern spielt und in dem unter anderem die schöne Tochter eines reichen Chinesen aus Macau von einem genialen deutschen Chirurgen mittels Operation gerettet wird.

Irgendwie kann ich den Verdacht nicht abschütteln, daß der Autor die Namen der drei Chinesen in dieser Geschichte (Vater, Tochter und Diener der Familie) nach der Buchstaben-Suchmethode so zusammengestellt hat, daß sie für hiesige Leser einigermaßen chinesisch klingen. Deshalb meine Frage: Handelt es sich bei den nachstehenden Namen um solche, die in Wirklichkeit existieren bzw. so existieren könnten?

- Kao-lathing (Vater)
- Ly-ann (Tochter)
- Ko-tang (Diener)

Auch wenn vermutlich keiner der Leser es merken würde, mich stört die Vorstellung, daß es sich um bloße lautmalerische Zusammenstellungen handeln könnte, die bei jedem, der sich ein wenig auskennt, nur Lachkrämpfe auslösen würden. Sollte das der Fall sein, würde ich mich auch über Empfehlungen freuen, wie ich diese drei Personen umbenennen könnte.

Danke im voraus für jeden hilfreichen Hinweis! :wink:

Gruß, xila
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HK_Yan
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Beitrag von HK_Yan »

Bei chinesischen Namen ist immer die Frage wie man sie romanisiert. Nach Pinyin

- Kao-lathing (Vater)
- Ly-ann (Tochter)
- Ko-tang (Diener)

In Pinyin gibt es kein: thing, ly, ann, ko

Kann sein das er anders romansiert hat, was nicht falsch sein muss, eben nur anders, oder frei erfunden nach dem was er gehoert hat.

Im kantonesischen wird uebrigends nicht so strikt romansiert und es gibt viele Ungereimtheiten. Macau ist im kantonesischen Sprachraum, also ungewoehnlich waere es ueberhaupt nicht.
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xila

Beitrag von xila »

HK_Yan hat geschrieben:Bei chinesischen Namen ist immer die Frage wie man sie romanisiert. Nach Pinyin

- Kao-lathing (Vater)
- Ly-ann (Tochter)
- Ko-tang (Diener)

In Pinyin gibt es kein: thing, ly, ann, ko

Kann sein das er anders romansiert hat, was nicht falsch sein muss, eben nur anders, oder frei erfunden nach dem was er gehoert hat.

Im kantonesischen wird uebrigends nicht so strikt romansiert und es gibt viele Ungereimtheiten. Macau ist im kantonesischen Sprachraum, also ungewoehnlich waere es ueberhaupt nicht.
Danke! Das es unterschiedliche Methoden der Transkription gibt, daran hatte ich jetzt gar nicht gedacht, aber das kommt natürlich noch hinzu. Damit bin ich also in einer Hinsicht schon mal schlauer geworden.

Meine eigentliche Frage ist aber, ob diese Eigennamen an sich, egal, wie sie transkribiert werden, grundsätzlich vorstellbar sind oder nicht oder womöglich irgendwelche Elemente enthalten, bei denen jemandem, der sich auskennt, von vornherein klar wäre, daß es gar keine Namen sein können. Mir fehlt zum Chinesischen leider jeder Zugang, deshalb hänge ich, was das betrifft, total in der Luft.

Falls du oder jemand anders mir bei dieser Frage weiterhelfen kann, ist mir mit diesem Roman schon mal sehr viel wohler.
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HK_Yan
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Beitrag von HK_Yan »

Sehr schwer zu sagen weil es neben den Li's und Wang's auch jede Menge sehr skurile Namen gibt. Neben dem was man als "Chinesen" bezeichnet gibt es etliche verschiede ethnische Gruppen in China.

Mandarin chinesisch ist aber keiner von den genannten.
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Linnea
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Beitrag von Linnea »

Ich finde ja so unchinesisch klingen die Namen nicht. Klar, die Frage, die bleibt ist, nach was wurde da transkribiert, bzw ausgedacht...
Kao Lathing könnte auch als Gao Lating durchgehen.
Ly Ann wohl eher als Li'an
Ko Tang vielleicht als Kedang
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Beitrag von Linnea »

Falls noch jemand Bedarf nach Transkriptionstabellen hat:
http://www.uni-muenster.de/Sinologie/Um ... abelle.htm
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Beitrag von Grufti »

Linnea hat geschrieben:Falls noch jemand Bedarf nach Transkriptionstabellen hat:
http://www.uni-muenster.de/Sinologie/Um ... abelle.htm
DIESE hier fehlt noch: :

http://www.pinyin.info/romanization/gwo ... basic.html

http://www.pinyin.info/romanization/tongyong/basic.html

:P :P :lol:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
xila

Beitrag von xila »

Linnea hat geschrieben:Ich finde ja so unchinesisch klingen die Namen nicht. Klar, die Frage, die bleibt ist, nach was wurde da transkribiert, bzw ausgedacht...
Kao Lathing könnte auch als Gao Lating durchgehen.
Ly Ann wohl eher als Li'an
Ko Tang vielleicht als Kedang
Wow. Ich bin wirklich verblüfft, wie anders ein und dieselben Namen jetzt für mich aussehen. Ich glaube, ich übernehme diese Transkriptionsweise.

Super. Ihr habt mir wirklich sehr geholfen. Danke an euch alle!
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Beitrag von mesheel »

Ko koennte Gao sein. Hier in Taiwan gibts viele Leute, die sich noch Ko schreiben....
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Beitrag von Linnea »

@ xila: welcher Nation gehört den der Autor an? Was mir noch aufgefallen ist, Lading klingt für mich nicht gerade nach einem chinesischen Vornamen, sondern nach Latein.
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bossel
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Beitrag von bossel »

xila hat geschrieben:Wow. Ich bin wirklich verblüfft, wie anders ein und dieselben Namen jetzt für mich aussehen. Ich glaube, ich übernehme diese Transkriptionsweise.
Also, wenn Du mein Lektor wärest, würde ich Dir daraufhin den Hals umdrehen.

Der Autor wird sich doch wohl was dabei gedacht haben, ausgerechnet diese Transkription zu benutzen (naja, gut, wenn das irgendsoein Schmachtfetzen ist vielleicht auch nicht). Wie wäre es, wenn Du zuallererst mal den fragst?
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domasla
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Beitrag von domasla »

Ich war neulich tief enttäuscht, nachdem einer meiner Lieblingsautoren mir verraten hat, an wen er bei einem Namen dachte, den ich nicht herausgebracht habe. Fast alle anderen wurden bis jetzt enttarnt. Es handelt sich um Transskriptionen von bekannten Persönlichkeiten oder üblichen Vor- und Familiennamen. Und um bekannte Chinesen, die ich alle in irgendwelchen Geschichtsbüchern oder Lexika gefunden habe. So oder so geschrieben. Bis auf den einen.

D., der es immer noch nicht fassen kann, dass aus einem vermuteten chinesischen Literaten der Tang-Dynastie plötzlich ein europäischer Komponist werden sollte.
xila

Beitrag von xila »

bossel hat geschrieben:
xila hat geschrieben:WDer Autor wird sich doch wohl was dabei gedacht haben, ausgerechnet diese Transkription zu benutzen (naja, gut, wenn das irgendsoein Schmachtfetzen ist vielleicht auch nicht). Wie wäre es, wenn Du zuallererst mal den fragst?
Bedauerlicherweise hat er mir bei einem Kontaktversuch mittels einer spiritistischen Sitzung keine Antwort gegeben. Ich werde mir also schon alleine was ausdenken müssen.
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Beitrag von Holly4YC »

Linnea hat geschrieben:Ich finde ja so unchinesisch klingen die Namen nicht. Klar, die Frage, die bleibt ist, nach was wurde da transkribiert, bzw ausgedacht...
Kao Lathing könnte auch als Gao Lating durchgehen.
Ly Ann wohl eher als Li'an
Ko Tang vielleicht als Kedang

es wäre etwas merkwürdig wenn der vater Gao als familiename heißt und die tocher Li. oder vll li'an ist nur die name und heißt sie schließlich gao li'an?
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Beitrag von Linnea »

Holly4YC hat geschrieben:es wäre etwas merkwürdig wenn der vater Gao als familiename heißt und die tocher Li. oder vll li'an ist nur die name und heißt sie schließlich gao li'an?

So hab ich mir das auch gedacht, sonst hieße die Tochter ja nicht Li'an sondern Li An - aber mich würde auch interessieren, wo der Autor die Namen her hat...
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