Hallo Sky,
stimme dir in vielem zu. Denke es kommen mehrer Faktoren zusammen:
Können und Kreativität sind die wichtigsten. Schönheit ist mir zu subjektiv. Es kommt eher darauf an, das Kunst etwas beim Betrachter auslöst. Damit wäre auch die weiß gestrichene Wand Kunst wenn sie jemand gut findet. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Der Wert in Geld und der emotionale Wert können ja verschieden sein.
Wenn eine Privatperson ein Kunstwerk kauft oder damit handelt, dann ist es mir völlig egal, ob es handwerkliches Können oder große Kreativität benötigte um es zu schaffen. Wenn also jemand eine weiße Wand für 100 000 Euro kauft ist es seine Sache.
Sollte aber die öffentliche Hand so ein Kunstwerk kaufen, dann wäre es in meinen Augen unverantwortlich. Sind aber Kreativität oder Können sichtbar, dann kann ein Kauf gerechtfertigt sein, auch wenn viele das Kunstwerk eben nicht schön finden, ein Problem übrigens für Politiker solche Kunst zu fördern.
Kopieren kann auch zur Kunst werden und der Kopierer zum Künstler. Zum Beispiel Andy Warhol.
Sky Darmos hat geschrieben:
Eine wirklichkeitsgetreue Abbildung der Umwelt sehe ich nicht als Kunst an, denn das ist etwas was ein Fotoapperat auch vermag - hab absichtlich vermieden "kann" zu schreiben ^^
Da laß ich mich von meiner Meinung nicht abbringen, ein Foto ist nie eine wirklichkeitsgetreue Abbildung der Realität. Es ist immer ein Produkt, beeinflußt duch viele Faktoren. Bildauschnitt, Blickwinkel, Belichtungszeit, Filter, Schärfe, Blitzlicht, Weißabgleich, alles dient dazu ein Foto so zu gestalten, das es den Vorstellungen des Fotografen entspricht. Schon mit der Wahl des Negativfilms hat man eine Vorentscheidung getroffen.
Wie sehr unsere Sehgewohnheiten durch die Fotografie beeinflusst werden kann man sehen, wenn man sich alte Filme aus der DDR ansieht und welche aus dem Westen. Schon die Farben sind völlig anders.
Agfa hatte hier im Westen früher noch mit das Filmmaterial, welches versuchte die Farben so naturgetreu wie möglich darzustellen.
Kodak und noch stärker Fuji setzten mit ihrem Filmmaterial immer mehr auf knallige Farben. Sie verkauften sich in der Masse besser. So wurde auch das Farbempfinden der Menschen verändert. Der Wunsch die Realtität abzubilden ist schon lange durch die Absicht ein "schönes Bild" im Auge des Betrachters zu erhalten verdrängt worden. (Ähnlich wie Maler früher ihre Modelle mit geschlossenem Mund malten, um die schlechten Zähne zu verstecken)
Die digitale Fotografie und Cameras gehen noch weiter, es gibt ja sogar schon Geräte mit automatischem Glätten von Falten bei Personen während der Auffnahme.