Hinrichtungen in China

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.

Todesstrafe in China?

Muss abgeschafft werden.
27
57%
Kann man ruhig beibehalten. Dadurch ist China ja relativ sicher.
4
9%
Ja, aber die Gerichts-Verfahren sollten fairer verlaufen bzw. es sollte welche geben.
11
23%
Schwer zu sagen. So ist Kommunismus nun mal.
4
9%
Ja, man sollte nur einige Delikte da ganz raus halten.
1
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Insgesamt abgegebene Stimmen: 47

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Shaolin
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Beitrag von Shaolin »

wuseltiger hat geschrieben:shaolin.. Bist du momentan in Hamburg? Oder kannst du nicht schlafen??? :lol:
Seit Freitag in Hamburgo, aber schlafen klappt trotzdem nicht so gut (Chinazeit im Blut)...
Und dank der deutschen Tastatur auch wieder mit ä ö ü und dank Rächtschreippprogram wieder mit Gross/Kleinschreibung.
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Beitrag von wuseltiger »

Shaolin hat geschrieben:Rächtschreippprogram

Da würd ich mein Geld zurück verlangen.. Und auf die Groß- und Kleinschreibung pfeifen :lol: :lol:
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Shaolin
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Beitrag von Shaolin »

wuseltiger hat geschrieben:
Shaolin hat geschrieben:Rächtschreippprogram

Da würd ich mein Geld zurück verlangen.. Und auf die Groß- und Kleinschreibung pfeifen :lol: :lol:
Sach ma nix, hab ich noch in Shanghai gekauft - Original XP Version 'Rechtschreibprogramm Deutsch' für 10 RMB !!! :lol: :lol:
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Beitrag von TaugeNix »

Hinrichtung in Texas wegen 20 Minuten Verspätung bei Antrag

http://afp.google.com/article/ALeqM5gas ... 4sY9A6cbAQ

Ansonsten: 100%ige Zustimmung zu Pengembra.
Fraglich ist nur, wie und ob man ein Land wie China ohne Todesstrafe "führen" kann.

Gruß,
TaugeNix^Todesstrafe ist einen Mörder mit Mord zu bestrafen, um selbst Mörder zu werden
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Beitrag von Shaolin »

TaugeNix hat geschrieben: Gruß,
TaugeNix^Todesstrafe ist einen Mörder mit Mord zu bestrafen, um selbst Mörder zu werden
Das ist eben die Frage, ist es dann Mord oder Gerechtigkeit bzw wird durch den Richterspruch/die Jury die Ordnung der Gesellschaft - gegen die der Täter verstossen hat - wieder hergestellt?
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Beitrag von TaugeNix »

Shaolin hat geschrieben:
TaugeNix hat geschrieben: Gruß,
TaugeNix^Todesstrafe ist einen Mörder mit Mord zu bestrafen, um selbst Mörder zu werden
Das ist eben die Frage, ist es dann Mord oder Gerechtigkeit bzw wird durch den Richterspruch/die Jury die Ordnung der Gesellschaft - gegen die der Täter verstossen hat - wieder hergestellt?
In meinen Augen gibt es eben nur die eine (richtige) Antwort:
Mord ist Mord, egal ob im eigenen Namen oder im Namen des Volkes.

Rache - und auf dieser Stufe bewegt sich unser Rechtssystem und Gesellschaftssystem schon lange nicht mehr (zumindest sollte es sich nicht dort bewegen).

Es mag einem "ungerecht" erscheinen, dass ein Kindsmörder/-vergewaltiger sein Leben weiterleben darf, das Kind jedoch nicht. Aber das ist nicht die Frage der Todesstrafe, sondern nach der Härte der einzelnen Straftatbestände und ihrer Haftfolgen.
Da kann man sicherlich einiges ändern, aber die Todesstrafe ist für mich ein Instrument der Hilflosigkeit und Sinnlosigkeit.

Und das sage ich eindeutig NICHT aus dem christlichen Verständnis, bin nämlich keineswegs gläubig.

Gruß,
TaugeNix^geht jetzt pennen..
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Shaolin
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Beitrag von Shaolin »

TaugeNix hat geschrieben: Und auf dieser Stufe bewegt sich unser Rechtssystem und Gesellschaftssystem schon lange nicht mehr (zumindest sollte es sich nicht dort bewegen)
Richtig, das ist ja auch der wunde Punkt. Das Rechtssystem deckt sich nicht unbedingt mit der Meinung (wohl nicht die Mehrheit, aber auch Minderheiten kommen zu Wort) der Bevölkerung. Und aus welchen Gründen auch immer wird ein Volksentscheid darüber wohl auch nicht stattfinden.
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OldChina
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Beitrag von OldChina »

Und aus welchen Gründen auch immer wird ein Volksentscheid darüber wohl auch nicht stattfinden.
Gibt es soetwas in China???
Also in Deutschland gibt es das nicht, zumindest auf Bundesebene (außer es geht um eine Neugliederung der Länder :roll: )
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belrain
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Beitrag von belrain »

wuseltiger hat geschrieben: und wie gesagt, so kalt kann man nur so lange argumentieren, wie es um die Kinder anderer Leute geht ;)
Das sehe ich genauso.
Mach doch mal einer Familie klar, dass sie dem Mörder ihres Kindes weder Gewalt androhen noch sie ihm antun dürfen, obendrein für seine weitere Unterkunft Steuern zahlen dürfen damit er bei guter Führung nach x Jahren wieder rauskommt und sich dann das nächste Kind holen kann. Ist irgendwie pervers, oder?
Und was noch schlimmer ist, unser tolles Rechtssystem verurteilt eher unsere Polizisten, die jeden Tag ihr Leben riskieren, als einen Verbrecher - schliesslich haben ja auch Gewaltverbrecher ein Recht auf "gute Behandlung". Sorry, aber das ist doch sch....

Ich kann das System nicht ändern, aber ich sehe keinen Sinn darin, Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder etc. mit meinem Geld duchzufüttern.
Das Leben ist schön

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jufru
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Beitrag von jufru »

tut mir leid, aber ich halte viele meinung hier für dumm und anscheinend sind so einige recht uninformiert. (Habe nur ein paar der ersten posts durchgelesen).

Die Todesstrafe ist nie eine lösung, im affekt zu behaupten, ich will ihn umbringen ist was anderes. Aber doch nicht wenn man klaren verstandes ist. Davon mal abgesehen, dass die durchführung der todesstrafe zumindestens in deutschland teurer ist als eine einbuchtung die "lebenslänglich" ist, wie kann man sich das recht nehmen, über das leben eines anderen menschen zu urteilen und den selben schwachsinn zu wiederholen. Ihr könnt nicht in den menschen einsehen und sehen was seine motive waren. Ihr bekämpft nur die symptome, anstatt das problem an der wurzel zu packen. Die leute werden in die gesellschaft geboren und wenn ihr es so wollt, können die eigentlich garnichts dafür. Sie wurden "falsch" erzogen und handeln nur danach, was sie von "anderen" gelernt haben.

Es ist auch ein weitverbreiteter irrglaube, dass die Todesstrafe leute abschreckt, dem ist ganz und garnicht so, jemand der so einen fehler begeht, denkt nicht großartig über die konsequenzen nach, dem ist sowas egal. Beispiel dafür sind die staaten. deren kriminalitäts rate ist relativ gesehen sicher nicht geringer als die, in deutschland.

Gut ich bin der meinung, dass sträflinge in deutschland zu gut und weich behandelt werden, aber es kann sich garantiert keiner vorstellen, wie es ist 20 jahre im gefängniss zu sitzen.

Derweil kann man für opfer auch nicht die gesetze ausstellen. Wenn man das einmal machen würde, käme jeder und würde das fordern. Genauso wenig für die polizei, das ist doch paradox, dass die personen, die für recht und ordnung einstehen, selber die gesetze brechen.

Es ist wirklich eitel von Subjekten über andere Subjekte zu urteilen, ohne sich selber mal über moral und ethik im klaren zu sein.

Und als kleinen denkanstoss sollte man sich vieleicht mal einige philosophische texte durchlesen. Das kann so manches licht ins dunkle bringen.
wuseltiger
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Beitrag von wuseltiger »

jufru hat geschrieben:tut mir leid, aber ich halte viele meinung hier für dumm und anscheinend sind so einige recht uninformiert. (Habe nur ein paar der ersten posts durchgelesen).

Es ist wirklich eitel von Subjekten über andere Subjekte zu urteilen, ohne sich selber mal über moral und ethik im klaren zu sein.
Zunächst einmal ist es eitel von dir (=Subjekt?) andere als dumm zu bezeichnen, blos weil sie deine Meinung nicht teilen!

jufru hat geschrieben: Ihr bekämpft nur die symptome, anstatt das problem an der wurzel zu packen. Die leute werden in die gesellschaft geboren und wenn ihr es so wollt, können die eigentlich garnichts dafür. Sie wurden "falsch" erzogen und handeln nur danach, was sie von "anderen" gelernt haben.

Nicht im Ernst, oder? Also jeder der eine schwere Kinheit hatte wird zum Verbrecher? Dann waere hier ja die Hoelle los. Wenn jedes "Subejekt", das als Kind mißbraucht wurde selbst zum Täter würde, dann wäre hier wohl die Hölle los.
Also da gibt es doch eine persönliche Komponente. Man nennt das Charakter ;)

jufru hat geschrieben: Es ist auch ein weitverbreiteter irrglaube, dass die Todesstrafe leute abschreckt, dem ist ganz und garnicht so, jemand der so einen fehler begeht, denkt nicht großartig über die konsequenzen nach, dem ist sowas egal. Beispiel dafür sind die staaten. deren kriminalitäts rate ist relativ gesehen sicher nicht geringer als die, in deutschland.
Stimme ich dir voll und ganz zu.

jufru hat geschrieben: Gut ich bin der meinung, dass sträflinge in deutschland zu gut und weich behandelt werden, aber es kann sich garantiert keiner vorstellen, wie es ist 20 jahre im gefängniss zu sitzen.

Dazu muss ich meinen Großvater zitieren (Polizist während des 1. und 2. Weltkrieges; er waere in der heutigen Zeit sicherlich etwas hmm, zu grob): Lieber ein Leben lang im Gefängnis, als für immer tot!

Also wenn ich die Whl haette zwischen Opfer und Täter, wuerde ich die Freiheitsstrafe waehlen.
jufru hat geschrieben: Derweil kann man für opfer auch nicht die gesetze ausstellen. Wenn man das einmal machen würde, käme jeder und würde das fordern. Genauso wenig für die polizei, das ist doch paradox, dass die personen, die für recht und ordnung einstehen, selber die gesetze brechen.

Wie gesagt, mir ist ein misshandelter Täter allemal lieber als ein misshandeltes Opfer. Dass man das wohl kaum in ein GEsetz packen kann, ohne dabei den Rechtsstaat auf der Strecke zu lassen, habe ich aber wohl schon mehrfach geschrieben.
jufru hat geschrieben: Und als kleinen denkanstoss sollte man sich vieleicht mal einige philosophische texte durchlesen. Das kann so manches licht ins dunkle bringen.
Guter Tipp! Beschäftige dich mal damit, was Hegel und Kant ueber den Sinn des Strafrechts gesagt haben: da ging es nicht darum, die armen Täter zu beschützen, vielmehr traten sie dafür ein, dass das Strafrecht auch zu recht Strafrecht heißt und eine Bestrafung sein soll.
Ob das die Todesstrafe sein muss, ich denke in D nicht!
Aber in anderen Ländern ist die Todesstrafe noch das kleinste Problem, das diese Länder haben ;)
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jufru
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Beitrag von jufru »

Nicht im Ernst, oder? Also jeder der eine schwere Kinheit hatte wird zum Verbrecher? Dann waere hier ja die Hoelle los. Wenn jedes "Subejekt", das als Kind mißbraucht wurde selbst zum Täter würde, dann wäre hier wohl die Hölle los.
Also da gibt es doch eine persönliche Komponente. Man nennt das Charakter
Der charakter wird aber durch das umfeld gebildet.
Dazu muss ich meinen Großvater zitieren (Polizist während des 1. und 2. Weltkrieges; er waere in der heutigen Zeit sicherlich etwas hmm, zu grob): Lieber ein Leben lang im Gefängnis, als für immer tot!

Also wenn ich die Whl haette zwischen Opfer und Täter, wuerde ich die Freiheitsstrafe waehlen.
Naja ich persönlich kann mir relativ schlecht vorstellen, dass jemand tatsächlich gerne sein ganzes leben, im gefängniss verbringen wollte. Das wäre für mich kein leben.
Wie gesagt, mir ist ein misshandelter Täter allemal lieber als ein misshandeltes Opfer. Dass man das wohl kaum in ein GEsetz packen kann, ohne dabei den Rechtsstaat auf der Strecke zu lassen, habe ich aber wohl schon mehrfach geschrieben.
und wie ich erwähnt habe, habe ich nicht alles posts durchgelesen, wäre wohl etwas zu viel gewesen.
Guter Tipp! Beschäftige dich mal damit, was Hegel und Kant ueber den Sinn des Strafrechts gesagt haben: da ging es nicht darum, die armen Täter zu beschützen, vielmehr traten sie dafür ein, dass das Strafrecht auch zu recht Strafrecht heißt und eine Bestrafung sein soll.
Ob das die Todesstrafe sein muss, ich denke in D nicht!
Ich versuche keineswegs kriminelle zu schützen. Aber ich denke, wenn wir andere dafür bestrafen, dass sie die grenze überschritten haben, dass wir nicht automatisch das gleiche recht haben.
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chinavelo
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Beitrag von chinavelo »

jufru hat geschrieben: Es ist auch ein weitverbreiteter irrglaube, dass die Todesstrafe leute abschreckt, dem ist ganz und garnicht so,
Das wissen wir doch gar nicht, ob die Todesstrafe nicht doch eine abschreckende Wirkung hat. Mir ist keine Untersuchung bekannt, die das wissenschaftlich untermauert. Wie auch? Bei einer derartigen Untersuchung braucht man Probanden von denen man weiß, daß sie ein Schwerverbrechen geplant haben und die Tat deshalb nicht ausgeführt wurde, weil ihnen die Todesstrafe droht. Mir ist es schleierhaft, wie man solche Leute finden will! Die einzigen, die man fragen kann, sind überführte Täter, und in der Tat, die ließen sich nicht abschrecken.

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Beitrag von jufru »

chinavelo hat geschrieben:
jufru hat geschrieben: Es ist auch ein weitverbreiteter irrglaube, dass die Todesstrafe leute abschreckt, dem ist ganz und garnicht so,
Das wissen wir doch gar nicht, ob die Todesstrafe nicht doch eine abschreckende Wirkung hat. Mir ist keine Untersuchung bekannt, die das wissenschaftlich untermauert. Wie auch? Bei einer derartigen Untersuchung braucht man Probanden von denen man weiß, daß sie ein Schwerverbrechen geplant haben und die Tat deshalb nicht ausgeführt wurde, weil ihnen die Todesstrafe droht. Mir ist es schleierhaft, wie man solche Leute finden will! Die einzigen, die man fragen kann, sind überführte Täter, und in der Tat, die ließen sich nicht abschrecken.

Bernd
gut gebe ich dir recht, dass diese these recht wage gehalten ist,
Aber vieleicht kann man dafür indizien/tendenzen finden/sehen, dass es in den meisten fällen so ist, wenn man länder mit und totesstrafe vergleicht. Klar kann die nicht 1:1 vergleichen, da viele weitere faktoren einen großen einfluss haben.
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Beitrag von wuseltiger »

Ehrlich gesagt, um mal einen Chinabezug herzustellen:

Korruption ist in China so verbreitet wie Tofu. Aber Otto-normal-Chinese hat eine Heidenangst davor die Grenze zu einem gewissen Betrag zu ueberschreiten. Weil er genau weiß, dass ihm dann übles blüht. Also das funktioniert dort recht gut. Ich will gar nicht wissen, was dort los waere, wenn die Regierung nicht richtig durchgreifen wuerde ;)

Ob die Todesstrafe einen Massenmörder oder Kinderschänder abhält, wage ich aber auch zu bezweifeln... Man weiß es nicht...
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