Name auf chinesischer Geburtsurkunde

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de guo xiong
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Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von de guo xiong » 21.05.2019, 06:28

Hallo,

da mich das Thema in einigen Wochen akut betreffen wird, moechte ich mich hier ein wenig schlau machen - ich denke der eine oder andere hat schon Erfahrung damit.

Keine Sorge es geht nicht darum "Wie soll ich mein Kind nennen?" :)

Wir haben uns schon fuer einen "chinesischen" und einen "westlichen" Vornamen (da wir wahrscheinlich in ein paar Jahren nach Deutschland umsiedeln werden) entschieden. Nun ueberlegen wir, wie wir es am besten Anstellen, dass es keine Probleme mit dem Hukou gibt und auch beide Namen im deutschen Pass des Kindes erscheinen.

Nach Auskunft der Botschaft in Beijing, kann es Probleme bei der Beantragung des Hukous geben (bzw. es kann verweigert werden), wenn ein Name in lateinischen Buchstaben auf der Geburtsurkunde steht. Also ist unser Ansatz, auf der Geburtsurkunde nur den chines. Namen erscheinen zu lassen und bei der Nachbeurkundung in D zusaetzlich einen zweiten Vornamen anzugegeben. Aussage Botschaft hierzu - ob dies akzeptiert wird, liegt im Entscheidungsspielraum des Standesamtes (in unserem Fall Standesamt Nr. 1 Berlin).

Hat jemand diesbezueglich schon Erfahrung bzw. eine Idee, ob eine andere Vorgehensweise besser ist?

BTW.: zur Sicherheit haben wir schon einen chines. Namen ausgesucht, der in der Transcription einem gelaeufigen deutschen Vornamen entspricht (hier stellt sich mir die Frage, ist das eher ein Vor- oder Nachteil (das Standesamt koennte ja deswegen keine Notwendigkeit sehen, noch einen 2. Vornamen zuzulassen)

de guo xiong, der vorab schon einmal "Danke" sagt

PS.: mein erster Beitrag im neugestalteten Forum
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Re: Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von Anarees » 30.06.2019, 23:44

Moin ;
Also bei uns war nach Tel Rücksprache bei derPolizeistelle ,welche den Hukou ausstellte keinerlei Probleme.Die Krankenschwester zickte erst etwas rum,aber der Polizeibeamte hat ihr dann ziemlich schnell erklärt das lateinische Schrift möglich ist !!
Das ganze war in Hainan wenns beliebt
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Re: Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von Shenzhen » 08.07.2019, 05:19

Uns wurde bei unserem 1. Kind in 2014 eine Vornamensaenderung verweigert (auch Standesamt Berlin).
Name muss so wie in der Geburtsurkunde sein - deren Aussage damals. Mit meinem Nachnamen zusammen hat er jetzt einen 100% juedisch klingenden Namen - hahah.
Bei meiner Tochter 2017 haben wir uns dann fuer einen westliche klingenden Namen entschieden den man in Pinyin uebersetzen kann. Haben sie zwar bei der Uebersetzung 100% nach Pinyin gemacht und ist daher ein bisschen "besonders" aber wir haben es so gelassen weil auch irgendiw recht passend und es kein grosses Problem ist, ansonsten haetten wir die uebersetzung halt korrigieren lassen.

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Re: Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von de guo xiong » 25.08.2019, 12:48

erst einmal danke für die Beiträge. Hier noch eine kurze Rückmeldung von mir.

Wir hatten vorab mit der örtlichen Polizeidienstelle gesprochen, diese wollten nur einen "chinesichen Namen" für den Eintrag ins Hukou akzeptieren. Aus diesem Grund haben wir jetzt auf der Geburtsurkunde nur "安娜" stehen - sollte ja bei der Transkription ins Deutsche kein Problem sein.

Fälschlicherweise hatte ich angenommen, dass das Standesamt Nr. 1 in Berlin für die Nachbeurkundung zuständig ist. Im Gegensatz zur Nachbeurkundung der Hochzeit, ist jetzt aber das Standesamt der Stadt zuständig, in welcher ich zuletzt gemeldet war. Dort habe ich vorab schon einmal nachgefragt und die meinten, es wird nur der Name, wie er auf der chinesischen Geburtsurkunde steht genommen - ein hinzufügen eines weiteren Vornamens sei nicht möglich.

Naja, versuchen werden wir es trotzdem, aber viel Hoffnung habe ich nicht.

de guo xiong, der auch mit "nur" Anna leben kann, sich aber schon an den anderen Namen gewöhnt hatte
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Re: Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von de guo xiong » 13.12.2019, 05:09

Gestern ist die deutsche Geburtsurkunde unserer Tochter bei der Botschaft in Peking eingetroffen. Wir hatten die Eintragung ins deutsche Geburtenregister am 30.10. beantragt - es hat also ca. 1,5 Monate gedauert (deutlich schneller als bei der Nachbeurkundung der Heiratsurkunde).

Entgegen vorheriger Aussagen, wurde der 2. Vorname, welcher nicht auf der chinesischen Geburtsurkunde steht, in die deutsche Geburtsurkunde eingetragen. Anscheinend gibt es da einiges an Ermessensspielraum und mit einer vernueftigen Begruendung ist einiges moeglich. Unsere Begruendung war, dass der (westliche) Name ins Chinesische transkribiert und wieder zurueck transkribiert nicht mehr lesbar/aussprechbar ist.

de guo xiong, der jetzt bald den deutschen Pass fuer seine Tochter beantragen wird
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Re: Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von Shenzhen » 13.12.2019, 09:41

Super, Gleuckwusch, ich hatte es damals auch mit einem zweiten Namen probiert - zu dem Chinesischen - haben sie auch nicht akzeptiert.

Das mit der Geburturkunde ist auch spannend - bei meinem ersten kind war die nach 2 Monaten da, meine jetst 2,5 Jahre alte Tocher hat sie immer noch nicht.... hate vor einem jahr nachgefragt und nur eine Standard-Antwort bekommen. Werde dann jetzt doch nochmal nachhaken.

Die Geburtsurkunde benoetigt man im uebrigen auch garnicht fuer die Pass-Beantragung, dafuer reicht schon der Antrag fuer die Beurkundung beim Standesamt. Den Pass hat meine Tocher schon mit seit 2 Jahren.

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Re: Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von de guo xiong » 13.12.2019, 10:23

Shenzhen hat geschrieben:
13.12.2019, 09:41
Das mit der Geburturkunde ist auch spannend - bei meinem ersten kind war die nach 2 Monaten da, meine jetst 2,5 Jahre alte Tocher hat sie immer noch nicht.... hate vor einem jahr nachgefragt und nur eine Standard-Antwort bekommen. Werde dann jetzt doch nochmal nachhaken.
Achtung: ich habe NICHT beim Standesamt Nr. 1 in Berlin beantragt, sondern in meiner Heimatstadt
Shenzhen hat geschrieben: Die Geburtsurkunde benoetigt man im uebrigen auch garnicht fuer die Pass-Beantragung, dafuer reicht schon der Antrag fuer die Beurkundung beim Standesamt. Den Pass hat meine Tocher schon mit seit 2 Jahren.
Theoretisch braucht man nicht einmal den Antrag auf Beurkundung - den Pass erhaelt man auch ohne Nachbeurkundung. Das Problem bei uns war,dass wir noch nicht wussten, wie das Standesamt bzgl. Vornamen entscheidet. Und wenn es dann einen Unterschied zw. Vornamen in (deutscher) Geburtsurkunde und Pass gegeben haette, haetten wir einen neuen Pass beantragen muessen. Und da wir momentan noch nicht reisen wollen und die Geburtsurkunde sowieso bei der Botschaft abgeholt warden muss, machen wir das jetzt in einem Aufwasch ....
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Re: Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von Eli » 07.04.2020, 08:36

Hallo,

ich stehe im Moment vor dem gleichen Problem bzw. der gleichen Frage nur bin ich Österreicherin in Shanghai.
Darf ich fragen wie du das mittlerweile gelöst hast? Hast du dich für eine chinesischen Namen auf der Gerburtsurkunde für den Hukou entschieden und eine Namensänderung später für den deutschen Pass durchführen können?

LG Eli

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Re: Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von de guo xiong » 08.04.2020, 07:18

Eli hat geschrieben:
07.04.2020, 08:36
Hallo,

ich stehe im Moment vor dem gleichen Problem bzw. der gleichen Frage nur bin ich Österreicherin in Shanghai.
Darf ich fragen wie du das mittlerweile gelöst hast? Hast du dich für eine chinesischen Namen auf der Gerburtsurkunde für den Hukou entschieden und eine Namensänderung später für den deutschen Pass durchführen können?

LG Eli
Hallo Eli,

hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung (sollte eigentlich schon alles im Thread stehen) wie wir es gemacht haben (fuer Beijing bzw. Deutschland):

- in die chinesische Geburtsurkunde haben wir nur den "chines. Namen" eintragen lassen
- bei der Nachbeurkundung in Deutschland haben wir darum gebeten zusaetzlich einen 2. "deutschen Vornamen" einzutragen. Dies wurde gemacht und somit steht auf der deutschen Geburtsurkunde der chinesische Vorname + der deutsche (keine Ahnung wie das in Österreich gehandhabt wird)
- der deutsche Pass wurde anhand der deutschen Geburturkunde ausgestellt - somit enthaelt er beide Vornamen
- im Hukou steht natuerlich nur der chinesische Name

Hoffe das hilft weiter?!

Natuerlich könnte man auch gleich einen Namen in lateinischen Buchstaben in die Geburtsurkunde eintragen lassen, aber zumind. unsere Polizeidienststelle wollte damit keinen Eintrag ins Hukou machen.

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Re: Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von Eli » 09.04.2020, 04:16

Vielen lieben Dank für deine rasche Antwort. Du hast mir damit wirklich sehr weitergeholfen.
Bei uns ist das recht gleich das unsere Polizeidienststelle auf einen chinesischen Namen in Schriftzeichen besteht. Daher bleibt uns auch nur die Möglichkeit wie ihr es gemacht habt.
Darf ich dich noch fragen ob ihr die Nachbeurkundung bzw. den ganzen Prozess in der deutschen Botschaft/Konsulat in Peking machen konntet oder musstet ihr euch dafür an das Standesamt in Deutschland wenden?

Schön zu wissen das man da im gleichen Boot sitzt und sich hier austauschen kann - deswegen danke nochmal!

LG Eli

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Re: Name auf chinesischer Geburtsurkunde

Beitrag von de guo xiong » 09.04.2020, 10:24

Eli hat geschrieben:
09.04.2020, 04:16
Darf ich dich noch fragen ob ihr die Nachbeurkundung bzw. den ganzen Prozess in der deutschen Botschaft/Konsulat in Peking machen konntet oder musstet ihr euch dafür an das Standesamt in Deutschland wenden?
Hallo Eli,

der ganze Prozess (war ja eigentlich nur Abgabe des Antrages und Abholung der Urkunde) lief ueber die deutsche Botschaft in Peking.

Gruss
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