Ajiate hat geschrieben: Peinlich diverse Aussagen von ihm. Wie hat er gelitten, dass in der Polizeistation die Toilette verschissen wurde ... am Anfang einer PK zum bestialischen Mord an einem unschuldigen Opfer !
Im worst Case ist der Täter das Opfer aller unmöglichen Umstände und deswegen nur vermindert schuldfähig ...
Ajiate hat geschrieben:Ich muss mich schon beherrschen, um mir nicht diverse Szenarien auszudenken, die jetzt zur Verteidigung aufgefahren werden.
Seine Mutter war Schuld, sein Vater war schuld, der Rest seiner Familie war schuld, er hatte schlechte Freunde, er wurde in der Schule gemobbt, er fühlte sich zurückgewiesen, unverstanden ... die Gesellschaft war schuld ...
So oder ähnlich wird die Verteidigung argumentieren - und um Milde für den "armen Getriebenenn" betteln ...
NUR ER TRÄGT KEINE VERANTWORTUNG FÜR SEINE VERBRECHEN ... ER WURDE EIN OPFER DER GESELLSCHAFT
Ajiate hat geschrieben:Dem Opfer soll Gerechtigkeit widerfahren - es ist sowieso in der schwächeren Position .
Argumentation seiner Verteidigung (nach dem Verlesen seiner geheuchelten Reue - von seinem Verteiger):
Es tut meinem Mandanten schrecklich leid, was er getan hat (jede Wette, dass ds Wort Mort nicht in der Erklärung vorkommen wird).
Wenn er könnte, würde er die Tat ungeschehen machen (geheuchelt, weil er auf Strafmilderung hofft, die es sonst nicht geben würde).
Er war mit der Situation (die Geschichte wird noch zusammengebastelt) überfordert und so kam es zu seiner "Kurzschlusshandlung". (ER wird als eigentliches Opfer dargestellt werden - und die von IHM und seiner FREUNDIN Ermordete hatte "leider Pech", weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war.
Dass sie von ihren späteren Peinigern und Mördern überhaupt erst in deren Wohnung gelockt wurde, die Studentin also zudem noch arglos war ... ja, das lässt sich nur schwer unter den Teppich der Realität kehren ...
Gerechtigkeit vor dt. Gerichten für diese Straftaten wird und kann es nach geltender Rechtslage de facto gar nicht geben
Das Opfer ist tod - kann sich also schwerlich wehren.
Die Angehörigen - sind sowieso bald wieder in China und können "die Qualen des Täters, die er hier erleiden muss einfach nicht nachvollziehen".
Aber "die armen, fehlgeleiteten Jugendlichen (nur zur Erinnerung: VORSÄTZLICHE MÖRDER) haben doch noch ihr ganzes Leben vor sich, das muss man doch beim Strafmaß bitte berücksichtigen ...
Tja, das malträtierte, ermordete und entstellte Opfer hat diese Chance nicht mehr.
Warum eigentlich?
Ach ja, der/die MÖRDER konnten ja nicht anders handeln - aus o.g. Gründen
Ajiate hat geschrieben:Ich bin gespannt .
Ich auch.
Aber ich befürchte, das wenigstens eines der von mir zynisch dargestellten Szenarien von der Verteidigung gebracht werden.
Wie heisst es doch gleich: Nur auf hoher See und vor Gott sind alle Menschen gleich.
Vor - ja, auch dt. - Gerichten Gerechtigkeit zu erwarten ist positiv formuliert idealistisch - böse formuliert naiv ...
