zhong1, ai1 und shuai1

Übersetzungen, Computerprobleme, Chinesische Zeichen, Studium in China, Sinologie usw.
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bossel
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Re: Etymologie der Schriftzeichen

Beitrag von bossel »

Sky Darmos hat geschrieben:Wenn man nun der Sprach Etymologie rechnung trägt und für she2 = schlange, die she2 = Zunge benutzt, bekommt man probleme mit dem deutschen sch-lang, das mit "lang" zusammenhängt. Somit würde das Zeichen als Phonogramm interpretiert auf chinesisch "Wurm" bedeuten, und auf deutsch "schlange".
Hast Du irgendwelche Quellen für diesen Zusammenhang Schlange-lang?
Soweit ich mich entsinne, hängt Schlange mit schlingen (in einem alten Sinne von schlängelnd kriechen) zusammen.

Nur weil irgendwas heutzutage ähnlich klingt, heißt das noch lange nicht, daß es einen etymologischen Zusammenhang gibt.
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Sky Darmos
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Beitrag von Sky Darmos »

bossel hat geschrieben:Hast Du irgendwelche Quellen für diesen Zusammenhang Schlange-lang? Soweit ich mich entsinne, hängt Schlange mit schlingen (in einem alten Sinne von schlängelnd kriechen) zusammen.

Nur weil irgendwas heutzutage ähnlich klingt, heißt das noch lange nicht, daß es einen etymologischen Zusammenhang gibt.
Ja, in meinem Buch steht auch: "schlingen", "sich winden".
Für mich hat ein Wort aber nicht nur einen Ursprung. Außerdem hängt die Aussprache auch mit der Bedeutung zusammen.
Beispiel:

Hier geht es um "lange Dinge", die Wörter enden alle bis auf she2 und wurm auf "-ang" oder "-ong":

G-ang [^广_長] = l-ang 廊
l-ang 長 = ch-ang2 長

sch-lang [虫長] = she2 [虫舌] (蛇)
l-ang 長 = ch-ang2 長
wurm 蟲 = ch-ong2 [虫長] (蟲)

([广長] wäre auch im chinesischen als Phonogramm annehmbar, die Verwendung im Chinesischen würde aber die Verbindung zum 假借字 und 音符 liang2 良 abreißen.)

Trotz dieser Parallelen gehe ich von keinem Zusammenhang zwischen Deutsch und Chinesisch aus, sondern einfach nur von neuralen Strukturen, die eben bestimmten Lauten mit gewissen Dingen assoziieren.

Und es geht auch darum wie Zeichen etymologische Zusammenhänge praktisch anzeigen können. Mal ein Beispiel
Ich werde jetzt, nur für das Beispiel, spezielle Zeichen benutzen, die als Beispiele dienen sollen wie man Wortzusammenhänge darstellen kann. Die Zeichen sind über das Beispiel hinaus ohne Bedeutung:

[足+中](踵) von [辶中](踵) von 中
zhong3 von zhong3 von zhong1
"Fers", "mit" von "mitt"
众(眾) von 從 von 从
zhong4 von cong2 von cong2
"Volk" von "folg" von "von"

Natürlich wäre hier die treffende Übersetzung von "Volk", "min2" gewesen, aber dann hätte es überhaupt keinen Zusammenhang gegeben. Genauso ist die treffende übersetzung von 蟲 Wurm und nicht Schlange, um aber zu sehen dass zu ähnlichen Wörtern ähnliche Assoziationen gebildet werden, muss man immer eine ganze Bedeutungsgruppe begrachten, und nicht immer das Wort betrachten, das die genaueste Übersetzung darstellt.

Nun stellt man sich eine lange Kette aus Wörtern vor, die in irgendeiner Weise voneinander abstammen. Natürlich schachtelt man die dann nicht alle in Zeichen ineinander, sondern gibt nur ein Leitwort an, in diesem Fall "zhong". Genauso muss 從 nicht in 众 enthalten sein, wenn das Leutwort 从 drin ist, dann ist das genug. "Volk" und "folg" werden praktisch gleich ausgesprochen - man denke auch an "Gefolge" und "mein Volk", "mein Gefolge".
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Beitrag von bossel »

Sky Darmos hat geschrieben:Für mich hat ein Wort aber nicht nur einen Ursprung.
Für Dich? Was bringt es, wenn Du Dir sowas aus den Fingern saugst?
Außerdem hängt die Aussprache auch mit der Bedeutung zusammen.
Nur bedingt. Wenn Du irgendwann mal Linguistik studieren solltest, wirst Du eine der wichtigsten Eigenschaften menschlicher Sprache kennenlernen: arbitrariness (Zufälligkeit).
Beispiel:
Beispiele beweisen gar nichts. Da bräuchte man empirische Untersuchungen & entsprechende Statistiken.
Es gibt Leutchen, die haben mit Wortähnlichkeiten Atlantis gefunden, oder bewiesen, daß die alten Inkas eigentlich Chinesen waren. :roll:

Wäre vielleicht interessant, Deine Idee der neuronalen Strukturen mal mit kurz zu testen, oder vielleicht mit Rauch, da hast Du nämlich schon das Problem, daß es allein im Deutschen bereits ein zweites Wort mit der gleichen Bedeutung gibt, das völlig anders klingt: Qualm.
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Beitrag von Sky Darmos »

bossel hat geschrieben:
Sky Darmos hat geschrieben:Für mich hat ein Wort aber nicht nur einen Ursprung.
Für Dich? Was bringt es, wenn Du Dir sowas aus den Fingern saugst?
Außerdem hängt die Aussprache auch mit der Bedeutung zusammen.
Nur bedingt. Wenn Du irgendwann mal Linguistik studieren solltest, wirst Du eine der wichtigsten Eigenschaften menschlicher Sprache kennenlernen: arbitrariness (Zufälligkeit).
Beispiel:
Beispiele beweisen gar nichts. Da bräuchte man empirische Untersuchungen & entsprechende Statistiken.
Es gibt Leutchen, die haben mit Wortähnlichkeiten Atlantis gefunden, oder bewiesen, daß die alten Inkas eigentlich Chinesen waren. :roll:

Wäre vielleicht interessant, Deine Idee der neuronalen Strukturen mal mit kurz zu testen, oder vielleicht mit Rauch, da hast Du nämlich schon das Problem, daß es allein im Deutschen bereits ein zweites Wort mit der gleichen Bedeutung gibt, das völlig anders klingt: Qualm.

Wie auch immer, mir geht es nicht primaer um Linguistik. Wenn ein Wort ähnlich klingt wie ein anderes, das Zeichen dieses anderen Wortes schön kompakt ist, und die Bedeutung dieses ähnlichen Wortes das betrachtete ein wenig beschreibt, dann nehme ich das um ein Zeichen zu konstruieren.
Man kann dann vermuten dass die Entstehungsgeschichte des einen und des anderen Wortes miteinander zu tun haben. Muss man aber nicht. Und ich werde auch nicht darauf beharren. Es ist einfach praktisch zum Zeichen machen.
Ich benutze Linguistische Erkenntnisse nur um schneller Zeichen entwerfen zu können.
Und wenn der Ursprung auf den eines meiner Zeichen deutet, nicht 100% Linguistisch korrekt ist, dann ist das nicht schlimm solange das Zeichen 意義 hat und viele Relationen anzeigt. Die chinesischen Zeichen zeigen ja sicherlich auch nicht korrekt ihre Herkunft an.
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Beitrag von Sky Darmos »

bossel hat geschrieben:Wäre vielleicht interessant, Deine Idee der neuronalen Strukturen mal mit kurz zu testen, oder vielleicht mit Rauch, da hast Du nämlich schon das Problem, daß es allein im Deutschen bereits ein zweites Wort mit der gleichen Bedeutung gibt, das völlig anders klingt: Qualm.
Warum gibst du alles automatisch als meine Idee aus?
Mal ein Buchtipp darüber: "Eine kurze Reise durch Geist und Gehirn." von Vilayanur Ramachandran.
Also ich finde Quanlm mit dem ua passt richtig gut zu 圓 und 雲. Hört sich rund an wie eine Wolke. Rauch, mit dem ch hört sich an wie ein hauch.
Schau dir mal die Wörter mit sh oder s im Deutschen und im chinesischen an:

Das hier sind die Wörter die im Deutschen und im Chinesischen ein SCH enthalten. Meistens ist auch das deutsche SCH einleitend:

噓 shi1 SCH! pSt!
石 shi2 SCHtein
史 shi3 Ge-SCHichte
使 shi3 SCHicken
駛 shi3 SCHteuern
屎 shi3 SCHeiSe
矢 shi3 SCHwören
始 shi3 SCHtart
市 shi4 SCHtadt
式 shi4 SCHtil
拭 shi4 wiSCHen
視 shi4 SCHtarren
恃 shi4 SCHtüzen
誓 shi4 SCHwören
逝 shi4 verSCHtreichen, verflieSen, SCHterben, hinSCHeiden
勢 shi4 SCHtärke
是 shi4 Sein, iSCH
飾 shi4 SCHmuck

Das sind die SHI Silben die ins deutsche übersetzt ein S enthalten:

濕 shi1 naSS
詩 shi1 VerS, PoeSie
師 shi1 MeiSter
蝨 shi1 LauS
識 shi1 WiSSen
實 shi2 Solide, maSSiv, feSt
十 shi2 TSehn
拾 shi2 aufleSen
時 shi2 TSeit
食 shi2 ESSen (esch)
蝕 shi2 anfreSSen
室 shi4 TSimmer
試 shi4 teSten
示 shi4 tSeigen
事 shi4 Sache
嗜 shi4 Sucht
釋 shi4 laSSen
適 shi4 paSSen
氏 shi4 Sippe

Kein S oder SH im Deutschen:
獅 shi1
失 shi1
施 shi1
屍 shi1 aber 死
士 shi4
仕 shi4
世 shi4
侍 shi4

Die Anzahl der SCH Silben in meinem Wörterbuch beträgt 48. 8 Silben enthalten kein S oder SH, das sind etwa 16,6%. Wenn man beachtet dass ein Teil dieser Wörter sehr abstrakt, etwa 世, oder unwichtig ist, etwa 士 oder 仕, dann verlieren die übrigen etwa 17 % noch mehr an Bedeutung.

Zu bedenken geben will ich noch verschiedene Transformationen:

sh -> s 事 shi4 -> sih
r -> y 日 ri4 -> yaht

Diese beiden Transformationen erfolgen (fast) IMMER beim Übergang vom Hochinesischen zum Kantonesischen und sind neben vielen anderen Gesetzmäßigen Transformationen auch in anderen Sprachen zu erwarten.
Eine weitere wichtige Transormation ist:

m -> w (Beispiel: 網 mohng2 --> wang3)

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Beitrag von Sky Darmos »

Wenn ich schon dabei bin kann ich ja die selbe Untersuchung an "si" durchführen ^^

Enthalten S oder SCH:
撕 si1 reißen (passt mal so gar nicht zur Bedeutung von 斯 ^^)
嘶 si1 heiSer
私 si1 perSönlich, Selbst (das da rechts ist eine Nase)
司 si1 organiSieren
絲 si1 Seide
死 si3 SCHterben (das rechts ist ein Mann der vor einem Toten kniet)
似 si4 es SCHeint

Enthalten kein S oder SCH in der Übersetzung:
(diese Wörter sind aber auch bis auf 四 und 思 sehr selten):

斯 (fast nur in Namenstranskriptionen)

思 (das Griechische Wort fängt aber doch mit s an ^^)

寺 (dafür steht temp(lo) mit tiemp(o) genauso in Verbindung wie 時 mit 寺!)
四 (hört sich sowohl in Mandarin als auch in Kantonesisch fast an wie 死 und kann ein Symbol dafür sein)
〔駟〕 (nur eine Differenzierung zu 四)

嗣 (Unterbegriff von 司)
伺 (fast gleichbedeutend mit 俟)
飼 (Unterbegriff von 司)
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Beitrag von bossel »

Sky Darmos hat geschrieben:Warum gibst du alles automatisch als meine Idee aus?
Tu ich das? Alles?
Mal abgesehen davon machst Du nicht den Eindruck, als wenn Du viel von etablierter Wissenschaft hältst. Du scheinst mehr nach dem Motto "Wenn's mir paßt, ist es gut. Paßt es nicht, wird es passend gemacht oder ich lass mir was eigenes einfallen." zu verfahren.
Mal ein Buchtipp darüber: "Eine kurze Reise durch Geist und Gehirn." von Vilayanur Ramachandran.
Danke, aber das Buch wird hier wohl kaum in der Bibliothek stehen. Mal abgesehen davon ist Ramachandran alles andere als ein Sprachwissenschaftler. Der berührt das Thema nur am Rande.
Also ich finde Quanlm mit dem ua passt richtig gut zu 圓 und 雲. Hört sich rund an wie eine Wolke. Rauch, mit dem ch hört sich an wie ein hauch.
Nicht, daß es viel Sinn macht, mit Dir zu argumentieren (weswegen dies wohl auch mein letzter Beitrag zu diesem Thema sein sollte), aber worauf ich in meinem vorherigen Beitrag hinweisen wollte: Wenn schon in einer Sprache so völlig unterschiedliche Wörter das exakt gleiche Konzept beschreiben, dann kann es mit "neuralen Strukturen, die eben bestimmten Lauten mit gewissen Dingen assoziieren" wohl nicht so weit her sein.
Schau dir mal die Wörter mit sh oder s im Deutschen und im chinesischen an:
Spaßeshalber (& unabhängig von der Frage, wie sinnvoll es ist, diverse Koronalfrikative zusammenzuschmeißen, wie Du es hier machst, & abgesehen von der Tatsache, daß s einer der häufigsten Buchstaben im Deutschen ist) hier mal eine (natürlich nicht komplette) Liste englischer Übersetzungen für shi:

to lose, to miss, to let slip; mistake, to give, to bestow, to execute, to carry out, to use, to apply, wet, humid, poem, poetry, verse, ten, to pick up, to collect, to gather, time, hour, season, scheduled time; now and then, occasionally, to eat; food, meal; edible, to lose, to erode, solid, full, real; fully, solidly; reality, fact, to know, to recognize; recognition, history, if, envoy, to send, to order, to use, to utilize, to let, to cause, to make, to enable, persimmon, affairs, matter, thing, to wipe away, to wipe off, to vow, to swear, to pledge, power, force, influence, circumstances, situation, appearance, sign, male genitals, to be, fit, suitable, just, proper, right, town, city, market, municipal, to watch, to look at, to regard, to inspect, to try, to test; examination, test, to hiss, to hush, to shush

Nur kopiert, nicht überprüft (auch nicht auf Duplikate), zählen darfst Du selber. Kann kein echtes Schema sehen, aber ich bin sicher, Du wirst Dir das schon passend machen.

Beispiele sind: (vielleicht) mit -> with
Oh, Mann! Wenigstens hast Du "(vielleicht)" geschrieben, aber ist es wirklich so schwer, so was nachzugucken?
With hat einen ganz anderen Ursprung als mit, es kommt von wið (Altenglisch), was soviel bedeutete wie (ent-)gegen & mit dem deutschen wider verwandt ist. Das altenglische Äquivalent zu mit - mid - ist ausgestorben.
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Beitrag von Sky Darmos »

bossel hat geschrieben:Mal abgesehen davon machst Du nicht den Eindruck, als wenn Du viel von etablierter Wissenschaft hältst. Du scheinst mehr nach dem Motto "Wenn's mir paßt, ist es gut. Paßt es nicht, wird es passend gemacht oder ich lass mir was eigenes einfallen." zu verfahren.
Ich habe an die 60 Bücher über Quantentheorie, Neurobiologie, Kosmologie, Philosophie solche Themen gelesen. Außerdem habe ich lange an 4 Theorien in diesem Bereich gearbeitet. Falsche Theorien kann ich gut alleine widerlegen. Außerdem bedenke ich jeden Einwand der hier gemacht wird, sorgfälltig. Keine Gedanken mache ich mir hingegen über deine Beleidigungen, da ich schlicht nichts von dir halte.

Gut zugegeben, ich habe bei obriger Liste absichtlich immer die Übersetzung ausgesucht, die am besten gepasst hat. Aber dass ich überhaupt bei so vielen Wörtern eine Übersetzung mit "shi" gefunden habe, obwohl mir immer nur 2 oder 3 Wörter zur Auswahl standen, ist schon verwunderlich - kann natürlich jeder seine Meinung dazu schreiben. Dass "S" und "SH" zu den häufigsten Buchstaben gehören, darüber hab ich auch schon nachgedacht. Um diese Erklärung auszuschließen musste man chinesische Silben ohne SH untersuchen, und schauen, wie häufig da "sh" im Deutschen ist.
Aber da du das alles ja von vorneherein als Unsinn abtust, brauchst du das ja nicht machen.

Und um Wissenschaftlich zu bleiben habe ich auch wirklich alle Wörter in meinem kleinen Wörterbuch dazugenommen. Und ich habe zum Beispiel nicht 豕 shi3 SCHwein dazu genommen, weil das in meinem Großen Wörterbuch drinsteht und ich dann konsequenterweise auch noch dort alle Übrigen Wörter berücksichtigen müsste.
Ich denke nicht dass man mir hier unwissenschaftlichkeit vorwerfen kann.
bossel hat geschrieben:Danke, aber das Buch wird hier wohl kaum in der Bibliothek stehen. Mal abgesehen davon ist Ramachandran alles andere als ein Sprachwissenschaftler. Der berührt das Thema nur am Rande.
Ich finde die Annahme dass es einen Zusammenhang zwischen Aussprache und Bedeutung gibt, wissenschaftlicher als den dass es keinen gibt. Erstere lässt sich zumindest überprüfen, womit ich hier ja angefangen habe. Du kannst ja gewisse vorgehensweisen kritisieren, aber an einem gewissen Zusammenhang zweifle ich nicht.
Du hast hier ja nichts anzubieten, du sagst lediglich dass es da keinen Zusammenhang gibt. Das ist keine besonders fruchtbare Annahme.
bossel hat geschrieben:, aber worauf ich in meinem vorherigen Beitrag hinweisen wollte: Wenn schon in einer Sprache so völlig unterschiedliche Wörter das exakt gleiche Konzept beschreiben, dann kann es mit "neuralen Strukturen, die eben bestimmten Lauten mit gewissen Dingen assoziieren" wohl nicht so weit her sein.
Solche Verbindungen sind zweifellos da, aber sie sind nicht alles woraus Wörter hervorgehen. Sie gehen auch durch die Vermischung von Sprachen hervor. Das hab ich nie bestritten.
Meine Ansichten befinden sich nie ganz auf der einen oder der anderen Seite, denn der Mittelweg ist meist der Richtige.
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Beitrag von Sky Darmos »

Was meint der Rest von euch zu der Statistik? (die natürlich noch nicht fertig ist)

Ich denke dass man statistisch Beweisen kann, dass sowas wie das hier:
shua-i 衰
shua-ch (schwach) 衰
Nicht nur Zufall ist. Das wäre ungefähr so langweilig wie wenn Gott das Universum und uns erschaffen hätte.
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Beitrag von Grufti »

es gibt nur eine einzige Sprache --außer Chinesisch---
und das ist Deutsch ..

... oder Deutsch ---als Dialekt des Chinesischen... :roll:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Beitrag von Sky Darmos »

Naja, ihr wollt mich wohl nicht verstehen ... ich spreche nicht von einer Übertragbarkeit von Deutschen Silben ins Chinesische oder Umgekehrt. Lediglich davon dass gewisse Laute auf gewisse Charakterristiken einer Sache deuten. Es ging ja gerade auch nur um einen Laut, sh, richtig? Was ist daran so verwegen?

Hat hier jemand mal was vom BoobaKiki-Effekt gehört?
Man zeichnet eine rundliche wolke, und eine ganz Eckige danneben, -also dann keine richtige Wolke. Fordert man jemanden dazu auf die zwei Namen "Kiki" und "Boba" nach gutdünken den beiden gebilden zuzuordnen, so ordnen 95% bis 98% der Befragten "Kiki" dem eckigen Gebilde zu.
Mir scheint dass ihr diese 98% Ergebnis als reinen Zufall abtun wollt.
Ebenso meine, zugegebenermaßen manchmal ein wenig zurechtgebogenen 85% bei den shi Silben.
Nochmal: Es geht hier erstmal nur um einzelne Laute. Niemand hat behauptet man könne so verschiedene Sprachen durch irgendwelche Transormationen ineinander verwandeln.
Falls meine Beiträge den Eindruck erweckt haben, möchte ich das zurücknehmen.
Meine These ist doch auch nun nichts neues. Jeder der sich etwa mit Onomatopoetikas beschäftigt hat, weiss dass sie den Ursprung vieler Wörter darstellen.
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Beitrag von bossel »

Da muß ich dann wohl doch nochmal.
Sky Darmos hat geschrieben:Keine Gedanken mache ich mir hingegen über deine Beleidigungen, da ich schlicht nichts von dir halte.
Ihro Gnaden fühlen sich auf den Schlips getreten? Ihro Gnaden spinnen! (Nur, um Dir mal zu zeigen, wie eine Beleidigung aussieht. Das war eine.)

Darf ich Euer Hochwohlgeboren darauf hinweisen, daß Kritik an Euren natürlich überaus genialen Geistesergüssen nicht notwendigerweise als Beleidigung zu werten ist? Majestätsbeleidigung wurde von diesen barbarischen deutschen Demokraten schon vor einiger Zeit abgeschafft. Wenn Euer Hochwohlgeboren jedoch glaubhaft machen könnten, ein Halbgott zu sein, ließe sich vielleicht im Bereich Gotteslästerung etwas machen.

Gut zugegeben, ich habe bei obriger Liste absichtlich immer die Übersetzung ausgesucht, die am besten gepasst hat. [...]
Ich denke nicht dass man mir hier unwissenschaftlichkeit vorwerfen kann.
:shock: :roll:
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Beitrag von Grufti »

Hat hier jemand mal was vom BoobaKiki-Effekt gehört?
Man zeichnet eine rundliche wolke, und eine ganz Eckige danneben, -also dann keine richtige Wolke. Fordert man jemanden dazu auf die zwei Namen "Kiki" und "Boba" nach gutdünken den beiden gebilden zuzuordnen, so ordnen 95% bis 98% der Befragten "Kiki" dem eckigen Gebilde zu.

Ich kenne nur die Shaddocks , die auf einer eckigen Welt leben, deren Umrisse sich unentwegt verändern...und den Planet der Gibis... die alle einen Zylinder tragen...und auf einer flachen (Brett)welt leben... :roll: 8)
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
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Beitrag von Sky Darmos »

bossel hat geschrieben:
Gut zugegeben, ich habe bei obriger Liste absichtlich immer die Übersetzung ausgesucht, die am besten gepasst hat. [...]
Ich denke nicht dass man mir hier unwissenschaftlichkeit vorwerfen kann.
:shock: :roll:
Ich habe mir nochmal angeschaut was ich tatsaechlich zurechtgebogen habe, und wie es aussieht ist das nur sehr wenig:
Um deinem Vorwurf der unwissenschaftlichkeit Rechnung zu tragen habe ich nur alleine das Wörterbuch entscheiden lassen. Die Übersetzung die auch das Wörterbuch als erstes angiebt, habe ich auch hier als erstes angegeben (übersetzungen durch mehrere Wörter habe ich nicht aufgeführt):

Das hier sind die Wörter die im Deutschen und im Chinesischen ein SCH enthalten. Meistens ist auch das deutsche SCH einleitend:

(噓 shi1 pSt! SCH! (meine Übersetzung))
石 shi2 SCHtein, (Felsen)
史 shi3 Ge-SCHichte
使 shi3 SCHicken, (致 senden)
駛 shi3 SCHteuern, fahren (anscheined für beides die beste Übersetzung)
屎 shi3 SCHeiSe (bei dem Wort ist klar dass es nicht direkt übersetzt wird)
(矢 shi3 ok, eigentlich "Pfeil", "schwören" kommt ja eh noch weiter unten)
始 shi3 Eigentlich Beginn, Anfang, aber SCHtart ist die einzige einsilbige entsprechung. Lassen wir es mal halb zählen.
市 shi4 Markt, SCHtadt
式 shi4 Typ, SCHtil, Art
拭 shi4 wiSCHen
視 shi4 sehen, aber eigentlich ist es 看, also eher SCHtarren
恃 shi4 SCHtüzen
誓 shi4 SCHwören, geloben

... ach ne das ist mir jetzt zu viel Arbeit, interessiert ja eh keinen hier.

... und ich glaube nicht dass du dir die Mühe machen wirst zu beweisen, dass mein Ergebnis alleine auf die Häufigkeit von SH allgemein zurückzuführen ist. Scheinst nicht gerade auf Diskussion aus zu sein.

Und wenn ich es mir recht überlege wäre es eigentlich deine Aufgabe aufzuzeigen wo ich angeblich geschummelt / zurechtgebogen habe. Ich denke nicht dass du die liste in Ruhe durchgegangen bist und ich denke auch nicht dass du dich mit der Häufigkeit von Sh im allgemeinen befasst hast.
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bossel hat geschrieben:Da muß ich dann wohl doch nochmal.
Sky Darmos hat geschrieben:Keine Gedanken mache ich mir hingegen über deine Beleidigungen, da ich schlicht nichts von dir halte.
Ihro Gnaden fühlen sich auf den Schlips getreten? Ihro Gnaden spinnen! (Nur, um Dir mal zu zeigen, wie eine Beleidigung aussieht. Das war eine.)

Darf ich Euer Hochwohlgeboren darauf hinweisen, daß Kritik an Euren natürlich überaus genialen Geistesergüssen nicht notwendigerweise als Beleidigung zu werten ist?
Eine beleidigung muss keine Schimpfwörter enthalten um beleidigend zu sein. Unter Kritik verstehe ich erstmal dass man sich nur auf den Text konzentriert und nicht irgendwelche Rückschlüsse auf die Person die ihn geschrieben hat macht. So lässt sich auch angenehm diskutieren, und so nehme ich auch jede Kritik bedenkend entgegen.
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