25. Jahrestag TianAnMen Massaker

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WangZeDong
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von WangZeDong »

Luigi hat geschrieben: Es stellt sich die Frage warum es nicht aufgeklärt ist, wenn die Regierung / Armee so unschuldig ist wie ihr sagt.
Es ist ja aufgeklärt. Bilder und Videos sind - zumindest soweit - vorhanden, es gibt Stellungnahmen der Regierung, einiger Augenzeugen, Aussagen von Presseleuten zu den falschen Berichten, usw usf.

Wenn es nichts mehr auf zu klären gibt, warum sollte man dann etwas - nochmal - aufklären wollen? In China ist das auch gar kein Thema, nur wieder, wie immer, in den westlichen Köpfen. Daher auch mein Hinweis auf die Uiguren und die Tibeter. Es ist immer das gleiche Muster, man hält etwas für zweifelhaft, blendet die Realitäten aus, bastelt sich Verschwörungstheorien zusammen und dann ist die Regierung doppelt böse, weil sie auf den Quark erst gar nicht eingeht.

Wenn da ein Massaker statt gefunden hätte, dann gäbe es auch Aufnahmen von Leichenbergen, nicht nur von 5 oder 6 zugedeckten Körpern auf einem Bild. Wenn es sowieso schon Video-Aufnahmen gibt, warum dann keine einzige vom Massaker? Man sieht ja noch nicht einmal EIN Bild von einem vom Panzer überrollten Körper. Kannst Du Dir vorstellen, dass das NIEMAND abgelichtet hat?

Manchmal sollte man einfach mal die Kirche im Dorf lassen und etwas rational denken, dann erledigen sich 98% aller VT von selber.

Herzliche Grüße
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egon
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von egon »

WangZeDong hat geschrieben: Ich kann jedenfalls nichts dergleichen erkennen - weder so noch so. ...man kann nur so oder so spekulieren - je nach dem in welche Richtung man voreingenommen ist.
Wurde ausreichend unter Beweis gestellt.
WangZeDong hat geschrieben:Für echt halte ich die Bilder schon, nur daraus schliessen lässt sich einfach nichts.
Genauso gings mir bei Laogai's Bildern auch. Ein ausgebrannter Panzer. Und dann? Wann ist er ausgebrannt? Waehrend der Kaempfe oder danach? Wer hat ihn abgefackelt? Die Demonstranten? Oder die Soldaten selbst, als sie ihn verliessen?
Wurden vielleicht Soldaten von den eigenen Vorgesetzten erschossen, weil sie sich weigerten, auf Unbewaffnete zu schiessen?
Woher hat Wikileaks denn die Informationen? Es wurde nur gesagt, dass sie welche haben. Woher aber nicht.
Wer kriecht, der stolpert nicht.
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WangZeDong
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von WangZeDong »

egon hat geschrieben: Wurde ausreichend unter Beweis gestellt.



Genauso gings mir bei Laogai's Bildern auch. Ein ausgebrannter Panzer. Und dann? Wann ist er ausgebrannt? Waehrend der Kaempfe oder danach? Wer hat ihn abgefackelt? Die Demonstranten? Oder die Soldaten selbst, als sie ihn verliessen?
Wurden vielleicht Soldaten von den eigenen Vorgesetzten erschossen, weil sie sich weigerten, auf Unbewaffnete zu schiessen?
Woher hat Wikileaks denn die Informationen? Es wurde nur gesagt, dass sie welche haben. Woher aber nicht.
So? Wie wurde denn was ausreichend unter Beweis gestellt, ausser, dass es eben kein Massaker gab?

Ja, klar, die Amerikaner waren nicht auf dem Mond, im Erdinneren leben Reptiloide die die Weltherrschaft wollen, am Südpol ist eine Nazibasis mit Reichsflugscheiben und der Egon hat natürlich als Einziger den richtigen Durchblick................
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von Sarilas »

Luigi hat geschrieben: Es stellt sich die Frage warum es nicht aufgeklärt ist, wenn die Regierung / Armee so unschuldig ist wie ihr sagt.
Darüber haben wir hier Heute gesprochen und ich bin zum Schluss gekommen, das es so besser ist. Die Medien würden das eh zerlegen und sagen das CN lügt oder die Worte im Mund umdrehen und sagen "ENDLICH GEBEN DIE MONSTER ES ZU!!!!!!"-Bildhust*. Und dann hat man dort noch paar blöde Dödel rum sitzen die am liebsten sagen würden das dort rein gar nichts passierte, anstatt einfach mal die Wahrheit zu sagen, das man ein bisschen hart gegen Extremisten vorgegangen ist und das die Studenten dann, weil es so schön war, noch ne ordentliche Tracht Prügel bekamen.

Was hätte man sonst tun sollen? Sich angreifen lassen? Weitere Soldaten sterben lassen? Ich denke nicht. Zwar waren die Panzer nicht die beste Lösung. Aber auch das kann alles aus dem Kontext gerissen sein. Möglicherweise, waren diese überfahrenden "Opfer" doch nur eine weitere Extremisten Gruppierungen und haben den Panzer angegriffen, als dieser Brannte und das Taten einige (bild iwo in den posts), haben die Insassen Panik bekommen und sind los gefahren um sich in Sicherheit zu bringen.

Aber seht ihr, wir können noch so viel spekulieren, auf der einen Seite heißt es Mord ohne Beweise außer ein paar Bilder, welche aber auch verbrannte Panzer und tote Soldaten zeigen, deren Leichen zur Schau gestellt wurden. Auf der anderen heißt es, Kampf gegen den Terror.
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von jejeme »

Selbst wenn es Fotos von angeblichen Opfern des Massakers gibt. Wer kann denn Beweisen, dass diese Fotos wirklich das zeigen was sie vorgeben zu zeigen? Das Argument, dass man im Google unter "tiananmen massaker" genug sehen würde, ist einfach nur ein großer Humbug. Nur weil da Fotos von angeblichen Opfern verlinkt sind unter dem Schlagwort "tiananmen massaker", heißt das nicht, dass das auch stimmen würde.

Ich erinnere mich noch - noch gar nicht so lange her, als das Erste über den Arabischen Frühling in Agypten berichtet hat - wie dort Demonstranten militärisch erschossen wurden. Die abgespielte Videosequenz stammte aber noch aus dem Irak Krieg und hatte mit dem worüber berichtet wurde nichts zu tun.

Das ist genauso, wie oft einfach wahllos irgendwelche Bilder von verhungerten Juden gezeigt werden - in Geschichtsbüchern, in den Medien, überall , die angeblich im KZ umgekommen sind. Und die dann einfach in Massengräber verscharrt wurden, wo man sich strikt geweigert hat, diese Leichen mal einer Autopsie zu unterziehen. Denn es gibt genug Annahmen, dass es sich dabei gar nicht um KZ-Opfer sondern um verhungerte Deutsche aus US-Lagern handeln könnte.

Inzwischen halte ich mich strikt zurück was angebliche Tatsachen politischer Geschichte betrifft. Was passiert ist, wissen nur die Leute die auch dabei gewesen sind. Nicht die Medien, keine Menschenschar die irgendetwas Gedenken und schon gar nicht Googler. In Zeiten, bei denen man aus der Wikipedia verlinkt, bei den es schon genug nachweisbare Geschichtsverdrehungen gegeben hat die selbst irgendwann in Fachliteratur auftauchten, versteife ich mich einfach auf gar nichts mehr.
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Luigi
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von Luigi »

Sarilas hat geschrieben:Darüber haben wir hier Heute gesprochen und ich bin zum Schluss gekommen, das es so besser ist.
Allein den Ansatz finde ich schon absolut Fail. Niemand behauptetet, dass sich alle Ansichten zu China und / oder diesem Vorfall nach einer Aufklärung verändern. Es geht hier einfach um Vergangenheitsbewältigung und das ist etwas, was immer gemacht werden sollte und das nicht nur für China sondern in allen Ländern der Welt in denen solche "Vorfälle" stattfinden.

Aber und das ist genau der Punkt: Wenn diese Länder es nicht wollen / machen, müssen sie sich auch die Vorwürfe / Verschwörungstheorien von den "Spinnern" gefallen lassen, die sich dann ihre eigene Meinung bilden. Sollte diese, auch noch so abgedreht / verworren / erfunden sein.
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von punisher2008 »

WangZeDong hat geschrieben:Wenn es sowieso schon Video-Aufnahmen gibt, warum dann keine einzige vom Massaker? Man sieht ja noch nicht einmal EIN Bild von einem vom Panzer überrollten Körper. Kannst Du Dir vorstellen, dass das NIEMAND abgelichtet hat?
Man darf aber auch nicht vergessen dass die Sache 1989 war. Da hatte noch nicht jeder Handys mit eingebauter Kamera. Und wer analoge Bilder hatte hatte möglicherweise Angst sie entwickeln zu lassen. Klar, da waren wohl auch Journalisten dabei, aber ob die da gerade mitten im Geschehen waren? Das eigentliche Massaker war ja wohl nur eine Sache von Sekunden oder bestenfalls Minuten. Dann war Panik und alle flüchteten vom Platz. Frage ist auch wie definiert man "Massaker"? Ab wie vielen Toten darf man es so nennen? Ich glaube schon dass da willkürlich in die Menge geschossen wurde. Über die Anzahl lässt sich streiten. Aber auch wenn man mit automatischen Waffen oder Panzern in eine Menge schießt hat mit nicht automatisch Leichenberge. Die Toten waren wohl eher verteilt und wurden vermutlich sofort weggeschafft. Vielleicht blieb den Journalisten einfach keine Gelegenheit da Fotos zu machen. Selbst wenn es nicht paar Tausend Tote gab sondern nur paar Dutzend, von einem Massaker kann man trotzdem sprechen. Ist zwar OT, aber du hast sicher von dem Film "The Texas Chainsaw Massacre" gehört. Weißt du wie viele Leute da tatsächlich mit der Kettensäge umgelegt werden? Genau EINER. Nur mal als Beispiel um zu zeigen dass Wörter wie "Massaker" oder "Blutbad" auslegbar sind und keine exakte Definition haben, eher subjektiv empfunden werden. Daher, bei Tiananmen ist das Wort sicher nicht ganz falsch.
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von blackrice »

WangZeDong hat geschrieben:In China ist das auch gar kein Thema.....
naja, lasse Dir hierzu gesagt sein dass ich in den vergangenen Tagen von nicht wenigen, zumeist jüngeren (!) Chinesen folgendes hörte: "...you should not mention this...we are told not to talk about it"

dot
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wir sind hier nicht bei WÜNSCH' DIR WAS sondern bei SO ISSES' HALT
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WangZeDong
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von WangZeDong »

punisher2008 hat geschrieben: Man darf aber auch nicht vergessen dass die Sache 1989 war. Da hatte noch nicht jeder Handys mit eingebauter Kamera. Und wer analoge Bilder hatte hatte möglicherweise Angst sie entwickeln zu lassen. Klar, da waren wohl auch Journalisten dabei, aber ob die da gerade mitten im Geschehen waren? Das eigentliche Massaker war ja wohl nur eine Sache von Sekunden oder bestenfalls Minuten. Dann war Panik und alle flüchteten vom Platz. Frage ist auch wie definiert man "Massaker"? Ab wie vielen Toten darf man es so nennen? Ich glaube schon dass da willkürlich in die Menge geschossen wurde. Über die Anzahl lässt sich streiten. Aber auch wenn man mit automatischen Waffen oder Panzern in eine Menge schießt hat mit nicht automatisch Leichenberge. Die Toten waren wohl eher verteilt und wurden vermutlich sofort weggeschafft. Vielleicht blieb den Journalisten einfach keine Gelegenheit da Fotos zu machen. Selbst wenn es nicht paar Tausend Tote gab sondern nur paar Dutzend, von einem Massaker kann man trotzdem sprechen. Ist zwar OT, aber du hast sicher von dem Film "The Texas Chainsaw Massacre" gehört. Weißt du wie viele Leute da tatsächlich mit der Kettensäge umgelegt werden? Genau EINER. Nur mal als Beispiel um zu zeigen dass Wörter wie "Massaker" oder "Blutbad" auslegbar sind und keine exakte Definition haben, eher subjektiv empfunden werden. Daher, bei Tiananmen ist das Wort sicher nicht ganz falsch.
Da kann ich Dir nicht ganz widersprechen, muss aber ein wenig ;)

Natürlich war da noch so gut wie alles analog, aber das hinderte vorher nicht und bis heute nicht die Reporter alles zu knipsen, was ihnen vor die Linse kommt. Dass da nicht einer auch nicht nur ein Bild haben sollte ist schon mehr als unglaubwürdig.

Bei geforderten 2000 Toten hat das auch nicht nur Sekunden oder Minuten gedauert. Bis man 2000 Tote hat, vergeht mindestens eine halbe Stunde - ausser man wirft Bomben ab, das würde aber wirklich jeder mitbekommen. Kein Reporter dieser Welt würde da weglaufen und NICHT seine Kamera drauf halten.

Die Definition des Wortes Massaker ist sicherlich nicht so klar und einfach, aber ich denke, man sollte solche Wörter nicht inflationär gebrauchen und ihnen damit jeglichen Sinn nehmen. Wenn man das an einer Handvoll Toten festmacht, dann haben UN-Soldaten auch die Taliban massakriert, dann haben alle Länder tausendfach Unschuldige Massakriert. Nein, ein Massaker muss schon auch eine gewisse "Größe" aufweisen, sonst ist es halt "nur" ein Massenmord oder ein Gemetzel. Also mit 20 oder 50 Toten ist das - für mich - keineswegs ein Massaker.

Ob und wie dann nun die Unschuldigen darunter geraten sind, kann man sicherlich nioch schwerer nachvollziehen. Ich kann das nur mit Maikrawallen oder S21 Demos vergleichen, da stehen die "Terroristen" unter den Demonstranten und der Wasserwerfer schiesst halt auch mal einem Unschuldigen das Auge aus - ist das dann auch ein Massaker?

Ich weiss auch nicht, ob Du schonmal eine Panzergranate explodieren hast sehen. Hätten die Panzer da mit der Kanone reingefeuert, dann wäre es ein Massaker geworden, aber dann gäbe es auch Bilder von den Leichenbergen, so schnell transportiert man 2000 Tote auch in China nicht ab. Abgesehen davon hinterlassen Panzergranaten auch üble Löcher - gibt es da ein einziges am Tian An Men?

Der Film ist daher also - verzeih - wirklich unangebracht und keinerlei Vergleich. Wie viele Filmtitel gibt es, die mit dem Inhalt des Filmes nichts gemeinsam haben?

Schlussendlich liegt in meinem Sprachverständnis auch bei einem Massaker irgendwo eine - zumindest im Affekt - getätigte Absicht dahinter. Ähnlich dem Unterschied zwischen Totschlag und Mord. Beim Tian An Men fehlt mir einfach der Wille und die Absicht, die Leute heimtückisch nieder zu ballern - daher schon zweimal kein Massaker. Sollte alles so gelaufen sein, wie man es gerne im Westen darstellt, dann wäre es nach amerikanischer Leseart ein "terroristischer Vorfall mit Kollateralschäden in der Bevölkerung". NUR, und das einzig und alleine, weil das der Klassenfeind Kommunistische Partei gemacht hat, wird aus einem Vorfall mit Kollateralschaden plötzlich ein kaltblütiges Massaker.

Abgesehen davon, dass ich immer noch keine 2000 Toten sehen kann ;)

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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von WangZeDong »

blackrice hat geschrieben: naja, lasse Dir hierzu gesagt sein dass ich in den vergangenen Tagen von nicht wenigen, zumeist jüngeren (!) Chinesen folgendes hörte: "...you should not mention this...we are told not to talk about it"

dot
Ich weiss nicht woran das liegt - meine Frau z.B. und allgemein nicht mehr ganz junge Leute scheinen davon überhaupt nichts zu wissen.

In der Schule wird das sowieso nicht thematisiert, und in der "normalen" Bevölkerung spricht man anscheinend ohnehin nicht darüber.

Ob das "we are told" ist oder allgemeines Desinteresse kann ich natürlich gar nicht beurteilen.

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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von punisher2008 »

WangZeDong hat geschrieben: Natürlich war da noch so gut wie alles analog, aber das hinderte vorher nicht und bis heute nicht die Reporter alles zu knipsen, was ihnen vor die Linse kommt. Dass da nicht einer auch nicht nur ein Bild haben sollte ist schon mehr als unglaubwürdig.
Nun ja, Bilder gibt es schon. Das Problem ist eben dass nicht bewiesen wurde ob sie authentisch sind. Daher eignen sich Bilder eben nur sehr bedingt als Beweise.
Bei geforderten 2000 Toten hat das auch nicht nur Sekunden oder Minuten gedauert. Bis man 2000 Tote hat, vergeht mindestens eine halbe Stunde - ausser man wirft Bomben ab, das würde aber wirklich jeder mitbekommen.
Weshalb ja auch die Anzahl der Opfer umstritten ist. DASS geschossen wurde zweifelt keiner an denke ich. Die Diskussion geht eher darum wieviele es waren und inwiefern die Reaktion der Regierung gerechtfertigt war. Ich habe zugegebenermaßen früher auch alles geglaubt was in den deutschen Medien berichtet wurde. Inzwischen bin ich da etwas kritischer. Daher habe ich zu der Sache mittlerweile gar keinen festen Standpunkt mehr. Klar ist dass die Regierung überreagiert hat. Dass es Argumente gibt die die Reaktion rechtfertigen oder verteidigen ist mir natürlich klar. Wer Recht hat? Dazu fehlt mir als Laie einfach ausreichend Info um 100% von einer Seite überzeugt zu sein.
Ich weiss auch nicht, ob Du schonmal eine Panzergranate explodieren hast sehen.
Live noch nicht. War zwar bei der Bundeswehr aber das meiste was ich an Feuerkraft in der Hand oder gesehen hatte war ein MG. :wink:
Hätten die Panzer da mit der Kanone reingefeuert, dann wäre es ein Massaker geworden, aber dann gäbe es auch Bilder von den Leichenbergen, so schnell transportiert man 2000 Tote auch in China nicht ab. Abgesehen davon hinterlassen Panzergranaten auch üble Löcher - gibt es da ein einziges am Tian An Men?
Eben. Daher glaube ich auch nicht dass mit Granaten oder Panzergeschossen gefeuert wurde sondern eher mit Handfeuerwaffen. Die Panzer dienten wohl eher zur Einschüchterung.
Der Film ist daher also - verzeih - wirklich unangebracht und keinerlei Vergleich. Wie viele Filmtitel gibt es, die mit dem Inhalt des Filmes nichts gemeinsam haben?
Ist klar. War nur als Beispiel gemeint um zu sagen wie dehnbar der Begriff Massaker ist. Massaker, Massenmord, Blutbad, Gemetzel.... alles irgendwie subjektiv.
NUR, und das einzig und alleine, weil das der Klassenfeind Kommunistische Partei gemacht hat, wird aus einem Vorfall mit Kollateralschaden plötzlich ein kaltblütiges Massaker.
Ja, da sind wir uns einig dass da sicher auch antikommunistische Propaganda im Spiel war. Wie gesagt, ich stehe heute westlichen Medien längst nicht mehr zu unkritisch gegenüber wie früher. Was natürlich nicht heißt dass ich der KP alles glaube. Ich denke gelogen wird auf beiden Seiten. Die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen...
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von WangZeDong »

punisher2008 hat geschrieben:
Nun ja, Bilder gibt es schon.

DASS geschossen wurde zweifelt keiner an denke ich. Die Diskussion geht eher darum wieviele es waren und inwiefern die Reaktion der Regierung gerechtfertigt war.

Live noch nicht.

Eben. Daher glaube ich auch nicht dass mit Granaten oder Panzergeschossen gefeuert wurde sondern eher mit Handfeuerwaffen. Die Panzer dienten wohl eher zur Einschüchterung.

Ja, da sind wir uns einig dass da sicher auch antikommunistische Propaganda im Spiel war. Wie gesagt, ich stehe heute westlichen Medien längst nicht mehr zu unkritisch gegenüber wie früher. Was natürlich nicht heißt dass ich der KP alles glaube. Ich denke gelogen wird auf beiden Seiten. Die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen...
Da haben wir aneinander vorbei geredet ;) Ich meinte Bilder auf denen mehr als 5 Tote zu sehen sind. 5 Tote bei einem solchen Vorfall würde ich - so leid es mir für die Opfer und deren Angehörige auch tun mag - als lächerlich einstufen.

Nein, ich denke auch, dass keiner anzweifelt, DASS dort geschossen wurde. Aber eben um die Motive und den/die Auslöser geht es. Wenn man wie Egon davon ausgeht, dass zuerst das Militär geschossen hat und dann halt aus Wut die Soldaten getötet und verbrannt hat, dann frage ich mich, warum das Militär darauf nicht wirklich mit Granaten geantwortet hat. Wenn ich Offizier bin und eine Gruppe von "Terroristen" greift meine Einheit an, gebe ich umgehend und umfassend Schiessbefehl - auch mit Panzergranaten. da bliebe die Frage, warum nur so wenig Tote, wenn das Militär die Intention hatte die Leute nieder zu schiessen. Geht man aber davon aus, dass zuerst die "Terroristen" die Fahrzeuge in Brand gestekt haben und die Soldaten getötet und verbrannt haben, dann muss ich meinen Hut vor den Offizieren ziehen, weil sie dann ganz besonnen und überlegt reagiert haben und es eben nicht zu einem Massaker ausufern haben lassen. Wenn eine Einheit angegriffen wird, und kein gegenteiliger Befehl kommt, wird sie sich in aller Regel mit allen zur Verfügung stehenden Mittel wehren - warum ist das nicht passiert, wenn doch die KP das sowieso schon befohlen hat.

Leute wie Stammtisch-Egon hinterfragen auch nicht, wie es kommen kann, dass die rasende Meute von Demonstranten Soldaten töten und anschliesend verbrennen kann, wenn doch alles in Panik vor den wild um sich schiessenden Soldaten flieht. Ebensowenig scheint in seine Logik zu passen, dass weder ein Offizier, noch ein gemeiner Soldat seine Kameraden erst hinrichtet - das vielleicht noch wegen Befehlsverweigerung - und dann auch noch anzündet. Die Bilder von Laogai zeigen strangulierte Soldaten - haben die Kameraden keine Handfeuerwaffen, mit denen sie die Deserteure hinrichten können? Was übrig bleibt ist billiger polemischer Stammtischtalk. Da finde ich Deine Einstellung geradezu vorbildlich. Wir wissen es nicht und können nur mutmassen, das kann man mit Hirn oder eben mit Stammtisch ;).

Live habe ich das auch nur von fern gesehen, aber es gibt da durchaus Videos von aufschlagenden Panzergranaten.

Wenn nun aber die Panzer nicht mit den Kanonen gefeuert haben, was sollten die dann anderes sein als wirklich nur Abschreckung? Wenn die KP vor gehabt häte das Volk zu beschiessen, hätten es 2 Erdkampfflugzeuge viel leichter und schneller zu Wege gebracht. Die chinesische Mimitärführung ist nicht halb so dämlich wie Egon sie gerne haben würde, die wissen wie man Feinde bekämpft. Also auch hier Zustimmung. Alles andere wäre dumm.

Schlussendlich kann ich Dir auch im letzten Teil nur wieder zustimmen. Alles ist Propaganda. Unsere Berichte genauso, wie die chinesischen Berichte und die Wahrheit kann keiner, der nicht selber dabei war, beurteilen. Es sollten sich hier die Stammtischbrüder eine dicke Scheibe von Dir abschneiden und doch mal den - falls vorhandenen - Verstand einschalten.

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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von Luntan »

Schon interessant wie einige hier absolut an irgendwelche Geschichten glauben, die sie auf CNN oder bei der Voice of America mitbekommen haben.

Zur Erinnerung:
Diese Sender und ihre Mitläufer haben uns ein Jahr und länger über die Massenvernichtungswaffen im Irak berichtet, und seither nie die Lügen von damals dementiert.

Wenn es ein tatsächliches Massaker gibt (My Lai Massacre) wird darüber erst viel später berichtet und es wird nie eine Aufarbeitung der Geschichte oder Bestrafung der Schuldigen gefordert. Es wird auch nur ganz beiläufig berichtet wenn bekannt wird, dass dort viel mehr Menschen als vorher berichtet umgebracht wurden.

The first reports claimed that "128 Viet Cong and 22 civilians" were killed in the village during a "fierce fire fight". General William Westmoreland, the Military Assistance Command, Vietnam commander, congratulated the unit on the "outstanding job". As related at the time by Stars and Stripes magazine, "U.S. infantrymen had killed 128 Communists in a bloody day-long battle." https://en.wikipedia.org/wiki/My_Lai_Massacre
So sieht die Originalberichterstattung Made in America zu einem Massaker aus. Da ist jede Chinesische Propaganda harmlos.

Zum Schluss beklagen solche Nachrichtensender dann noch die Zensur in China :lol:
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von punisher2008 »

WangZeDong hat geschrieben:Wenn die KP vor gehabt häte das Volk zu beschiessen, hätten es 2 Erdkampfflugzeuge viel leichter und schneller zu Wege gebracht.
Auch hier Zustimmung. Ich kann mir echt nicht vorstellen dass geplant war die Zivilbevölkerung niederzuschießen. Im Prinzip hätte die Regierung davon auch nichts gehabt. Die Situation ist eben eskaliert und völlig aus der Kontrolle geraten. Damit hatte wohl auf beiden Seiten keiner gerechnet. Und wenn so ein wütender Mob mal außer Kontrolle gerät wird nicht immer im Sinne der ursprünglichen Ideale von Gewaltlosigkeit gehandelt. Die Ausschreitungen riefen natürlich bei den Soldaten eine überkompensierende Gegenreaktion hervor, es kam sozusagen zum Overkill. Ich glaube heute nicht mehr dass es von Anfang an beabsichtigt war Studenten hinzurichten.
Klar sie hätten noch härter reagieren können. Obwohl ich finde dass ein Luftangriff noch mehr Overkill gewesen wäre. Da wäre dann weder vom Platz noch vom Kaiserpalast viel übriggeblieben. Aber ich frage mich warum man nicht einen anderen Weg gewählt hat, wie Wasserwerfer, Gummigeschosse oder Tränengas. Ist bei Demos in anderen Ländern auch sehr effektiv ohne dass es Todesopfer gibt.
Es sollten sich hier die Stammtischbrüder eine dicke Scheibe von Dir abschneiden und doch mal den - falls vorhandenen - Verstand einschalten.
Danke! Wie gesagt war ich früher auch fanatisch gegen die KP eingestellt und habe durch die westlichen Berichte einen echten Hass bekommen. In den letzten Jahren ist mir klar geworden dass der tolle Westen längst nicht so heilig und den bösen Commies so moralisch überlegen ist. Auch die USA hat längst die Vorbildrolle verloren. Ich zweifle inzwischen fast alles an was aus den Medien kommt, zumindest wenn es um politische und ideologische Belange geht. Man sollte nicht grundsätzlich sofort alles glauben sondern sich auch mal die Gegenseite anhören und sich erst ein Urteil bilden wenn man genug Fakten hat, wenn überhaupt. Als Außenstehender ist es nun mal selten möglich die gesamten Fakten zu kennen.
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Re: 25. Jahrestag TianAnMen Massaker

Beitrag von edmund27 »

JeromeAlemagne hat geschrieben:
jejeme hat geschrieben:...
Das ist genauso, wie oft einfach wahllos irgendwelche Bilder von verhungerten Juden gezeigt werden - in Geschichtsbüchern, in den Medien, überall , die angeblich im KZ umgekommen sind. Und die dann einfach in Massengräber verscharrt wurden, wo man sich strikt geweigert hat, diese Leichen mal einer Autopsie zu unterziehen. Denn es gibt genug Annahmen, dass es sich dabei gar nicht um KZ-Opfer sondern um verhungerte Deutsche aus US-Lagern handeln könnte.
Stimmt. Und wer in Deutschland bestimmte "Wahrheiten" anzweifelt, der wird auch kalt gestellt, wie z.B. Germar Rudolf oder Horst Mahler. Ich will gar nicht behaupten, dass ich die Meinungen von Rudolf oder Mahler teile, nur herrscht eben auch bei uns in Deutschland keine echte Meinungsfreiheit.

Wir haben eben auch Themen mit bestimmtem nationalen Bezug, bei denen keine Diskussion zugelassen wird. Und daher unterscheidet sich China da auch gar nicht so von Deutschland. Jedes Land hat seine Tabus, und wer an denen rüttelt, wird kalt gestellt und stigmatisiert.
Da gebe ich Dir völlig recht. Wie bei der Studentin in Argentinien im Vorfeld der WM 78. Das ist bis heute nicht geklärt, was damals geschah. Deshalb soll man die Angelegenheit immer etwas gelassener betrachten. 8)
Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh. ( Henry Ford )
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