Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

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Yingxiong
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von Yingxiong »

BeckettTara hat geschrieben: Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit nicht gewisse Leute die Freiheit haben, alles zu tun
Das heisst also, du kannst alles sagen, was du willst, egal, ob es richtig oder falsch ist. Aber weil du der Presse angehörst darfst du da!

Als Beispiel:
Wenn ich sagen würde: "Herr XY hat seine Tochter missbraucht.", obwohl es nicht stimmt, mache ich mich strafbar, weil ich Rufmord begehe.

Wenn du schreibst: "Herr XY hat seine Tochter missbraucht.", obwohl es nicht stimmt, dann machst du dich nicht strafbar, weil "Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit nicht gewisse Leute die Freiheit haben, alles zu tun!"


Habe ich da etwa die Pressefreiheit falsch verstanden?
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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BeckettTara
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von BeckettTara »

Ich würde das Zitat so nicht auslegen. Die Presse muss natürlich die Freiheit haben, alles (durch Beweise) zu sagen.

So auch im Buch. Die Akte des Auswärtigen Amtes wurde angehängt, um eben nicht ein Buch voller unbewiesener Behauptungen zu veröffentlichen.
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von Yingxiong »

Sind auch die Dokumente der chinesischen Behörden angehängt? Denn nur dann kann man sich objektiv eine Meinung bilden. Sonst wäre es nur einseitige Hetze.
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von BeckettTara »

Ja, es sind auch die Dokumente der chinesischen Behörden angehängt.
Diese schickten ihre Anfragen in Chinesisch und auch in deutscher Übersetzung an die Deutsche Botschaft in Peking
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Yingxiong
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von Yingxiong »

Warum findet man nirgends etwas über die Biographie der Autorin?

Sehr verdächtig!
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von punisher2008 »

Fast genau das gleiche Thema hatten wir hier vor paar Monaten schon mal. Der Thread uferte dann in eine Diskussion über die Todesstrafe aus. Ich bin weiterhin der Meinung dass einer der 2 Morde begeht auch dafür bestraft werden sollte. Und da es in China darauf nunmal die Todesstrafe gibt, was soll das auswärtige Amt schon dagegen tun? Das mit dem überzogenen Visum ist natürlich was anderes, wenn es überhaupt war ist. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen dass man für sowas eine Haftstrafe mit Folter etc. bekommt, selbst in China.
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von BeckettTara »

Ich stimme dem 100 % zu, wer straffällig wird, sollte auch dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Ich verlange nicht, dass das Auswärtige Amt irgendwelche "Premiumdienste" anbietet - nein, ich verlange nur, dass man sich strikt an das geltende Konsulargesetz hält.

Im Buch wird die Geschichte des deutschen Studenten erzählt. Er wurde im Juni 2009 verhaftet und hätte September 2009 zu Hause in Deutschland sein können.

Die Verschleppung der Ausstellung eines neuen Reisepasses wegen Urlaub, Desinteresse, nicht zuständig, brachte ihm weitere 12 Monate Gefängnis ein.

DAS DARF NICHT SEIN !

Auch wenn viele es in diesem Forum anders sehen : Menschenrechte sind nicht verhandelbar, und auch Straftätern stehen diese zu.

Das zeichnet einen Rechtsstaat aus. Ein fairer Prozess, oder, wenn dies im Ausland nicht gewährleistet werden kann, so kann sich um eine gute anwaltliche Vertretung bemüht werden.

__________________________


Ich würde hier gerne nochmal eure Meinung hören, dass die Bundesregierung Druck auf die Presse ausübt, um eine Berichterstattung zu verhindern, und man auch nicht vor falschen Tatsachen zurückschreckt.
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Yingxiong
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von Yingxiong »

Auf welche Presse? Auf die qualitativ hochwertige oder auf die beschimpfende und beleidigende Presse, die den Begriff "Pressefreiheit" missbrauchen?

Wie gesagt: Warum erfährt man nichts über die Biographie der Autorin? Was gibt es zu verheimlichen?

Qualitativ hochwertige Veröffentlichungen erkennt man vor allem auch daran, dass die Autoren wissenschaftlich bewandert sind. Wenn da also ein Prof. Dr. Dr., der einen Lehrstuhl z.B. an einer juristischen Fakultät hat, so ein Buch schreibt, dann kann man davon ausgehen, dass er Kriterien eingehalten hat, die einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten.
Selbst gute Journalisten geben ihre Biographie bekannt, damit man erkennt, dass ein Artikel nach bestimmten Kriterien, für die er/sie bekannt ist, geschrieben wurde.
Aber selbst Journalisten, die für die Zeitung mit den vier Buchstaben schreiben, geben ihre Biographie bekannt.

Wenn du also deine Biographie verheimlichst und nur solche "Beschimpfungsbücher" schreibst, kann man davon ausgehen, dass das Niveau noch niedriger ist, als bei der Zeitung mit den vier Buchstaben.
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von BeckettTara »

Über die Autorin :

Bei Tara Beckett handelt es sich um eine Ghostwriterin.

In dem Buch wird auch das Klageverfahren beschrieben, Anzeigen gegen das Auswärtige Amt sind noch laufende Verfahren.

Hier werden wir in Zukunft über unser Youtube Tagebuch und Twitter informieren.

Da die Presse vom Auswärtigen Amt "im Hintergrund gebrieft" wurde, haben wir uns entschlossen durch dieses Buch auf diesen Skandal aufmerksam zu machen.

Im übrigen bekommt der Leser für sein Geld ein ordentliches Buch

Lektoriert, korrigiert, Buchblock, individuelles Cover.
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von litti72 »

Eigentlich wollte ich mich nicht an der Diskussion beteiligen, jetzt mach ich's trotzdem :)
Erst einmal gebe ich allen recht, die der Meinung sind, das Buch sollte hier nicht im Forum beworben werden.
Aber mir fällt auf, dass die Diskussion zwei völlig voneinder getrennte Themen hat. Mal unabhängig vom Buch, bin ich schon der Meinung, dass jeder, der sich im Ausland strafbar macht, natürlich auch bestraft werden soll - auch nach den jeweiligen Maßstäben des Gastlandes. Nur habe ich das Gefühl, dass das die TE gar nicht besteitet, Ihr ihr das aber immer wieder vorwerft. Ihr hingegen ging es doch nur um die Einhaltung deutscher Konsulargesetze. Das ist doch ein ganz anderes Thema.
Yingxiong hat geschrieben:Qualitativ hochwertige Veröffentlichungen erkennt man vor allem auch daran, dass die Autoren wissenschaftlich bewandert sind. Wenn da also ein Prof. Dr. Dr., der einen Lehrstuhl z.B. an einer juristischen Fakultät hat, so ein Buch schreibt, dann kann man davon ausgehen, dass er Kriterien eingehalten hat, die einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten.
Das ist doch nun ziemlicher Blödsinn. Gerade Deine Prof. Dr. Dr. haben in der Regel neben ihrer universitären Arbeit noch ein gut dotiertes Pöstchen in der freien Wirtschaft. Dadurch wird sehr viel Lobbyarbeit betrieben. Und eine Krähe hackt der anderen nur höchst selten ein Auge aus.
Yingxiong hat geschrieben:...dass das Niveau noch niedriger ist, als bei der Zeitung mit den vier Buchstaben.
Über das Niveau lässt sich sicher trefflich streiten, aber die von Dir angesprochene Zeitung stand bisher am seltensten vorm Deutschen Presserat, anders als die erwähnten qualitativ hochwertigen Produkte. Und der Deutsche Presserat nimmt seinen Job schon ziemlich genau. Es kann eben nicht jeder haltlos schreiben, was er will.
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Yingxiong
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von Yingxiong »

litti72 hat geschrieben:
Yingxiong hat geschrieben:Qualitativ hochwertige Veröffentlichungen erkennt man vor allem auch daran, dass die Autoren wissenschaftlich bewandert sind. Wenn da also ein Prof. Dr. Dr., der einen Lehrstuhl z.B. an einer juristischen Fakultät hat, so ein Buch schreibt, dann kann man davon ausgehen, dass er Kriterien eingehalten hat, die einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten.
Das ist doch nun ziemlicher Blödsinn. Gerade Deine Prof. Dr. Dr. haben in der Regel neben ihrer universitären Arbeit noch ein gut dotiertes Pöstchen in der freien Wirtschaft. Dadurch wird sehr viel Lobbyarbeit betrieben. Und eine Krähe hackt der anderen nur höchst selten ein Auge aus.
Dann hast du scheinbar noch keine wissenschaftliche Arbeit geschrieben. An meiner Hochschule wird den Studenten sogar in einem Seminar beigebracht, wie man Quellen analysieren kann und welche Quellen bei wissenschaftlichen Arbeiten (Masterarbeit, Diplomarbeit, Doktorarbeit) verwendet bzw nicht verwendet werden dürfen.

Und die Wissenschaftler sind sich auch nicht immer grün. Die kritisieren sich auch gegenseitig.
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von litti72 »

Yingxiong hat geschrieben:Dann hast du scheinbar noch keine wissenschaftliche Arbeit geschrieben.
:D :D :D Doch, selbst ich habe es zu einem akademischen Abschluss gebracht.
Yingxiong hat geschrieben:An meiner Hochschule wird den Studenten sogar in einem Seminar beigebracht, wie man Quellen analysieren kann und welche Quellen bei wissenschaftlichen Arbeiten (Masterarbeit, Diplomarbeit, Doktorarbeit) verwendet bzw nicht verwendet werden dürfen.
Na das ist ja auch das mindeste :D. Dennoch wird vieles, nur weil man es woanders abgeschrieben hat, doch deshalb nicht per se besser. Die Wissenschaft wird doch nun nicht dauernd neu erfunden.
Yingxiong hat geschrieben:Und die Wissenschaftler sind sich auch nicht immer grün. Die kritisieren sich auch gegenseitig.
Jaja, nur höchst selten öffentlich, selbst die größten Feinde unterlassen das in aller Regel tunlichst :D
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Re: Buchtip: Die auswärtig Vergessenen des Amtes

Beitrag von Yingxiong »

litti72 hat geschrieben:
Yingxiong hat geschrieben:An meiner Hochschule wird den Studenten sogar in einem Seminar beigebracht, wie man Quellen analysieren kann und welche Quellen bei wissenschaftlichen Arbeiten (Masterarbeit, Diplomarbeit, Doktorarbeit) verwendet bzw nicht verwendet werden dürfen.
Na das ist ja auch das mindeste :D. Dennoch wird vieles, nur weil man es woanders abgeschrieben hat, doch deshalb nicht per se besser. Die Wissenschaft wird doch nun nicht dauernd neu erfunden.
Daher soll man sich ja auch über die Autoren informieren, um die Qualität ihrer Veröffentlichungen zu beurteilen. Ebenso ist die Biographie der Kritiker zu beurteilen, damit man erkennen kann, ob die Kritik Hand und Fuss hat, oder nicht.
litti72 hat geschrieben:
Yingxiong hat geschrieben:Und die Wissenschaftler sind sich auch nicht immer grün. Die kritisieren sich auch gegenseitig.
Jaja, nur höchst selten öffentlich, selbst die größten Feinde unterlassen das in aller Regel tunlichst :D
Nein. Sie tun es nur viel subtiler.
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