Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

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winSharp93
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von winSharp93 »

Phytagoras hat geschrieben:Irgendwas ist da aber doch schiefgelaufen.
Ja, einiges glaube ich.

Die Kontrolle wurde wohl von der Staatspolizei durchgeführt. Die Beamten konnten sogar Englisch sprechen und waren sehr freundlich. Dann wurde der Fall aber wohl an die lokale Polizei übergeben und die Situation hat sich zu meinen Ungunsten verändert.
Oder bei der ESt-Erklärung unter "Außergewöhnliche Belastungen" eintragen?
Danke für den Tipp. Ich werde bei der Polizei mal fragen, ob ich eine Quittung kriege :lol:
winSharp93
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von winSharp93 »

Ok, ein kleines Update: Der Kollege hier vor Ort hat nochmal mit seinen Bekannten gesprochen und für weitere 500RMB (in Form eines Einkaufgutscheines an einen "Kontakt", damit es sich nicht um Bestechung handelt :roll: ) geht es wohl auch ohne Unterschrift.
Und mit etwas Glück würde der Vermieter dann die eine Hälfte bezahlen.

Naja - dann hoffe ich, dass die Sache sich dann im Laufe der Woche für 500 bzw. 1000 RMB ohne Unterschrift klärt.
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ingo_001
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von ingo_001 »

winSharp93 hat geschrieben:
Oder bei der ESt-Erklärung unter "Außergewöhnliche Belastungen" eintragen?
Danke für den Tipp. Ich werde bei der Polizei mal fragen, ob ich eine Quittung kriege :lol:
Die muss dann aber in D. von einem vereidigten Übersetzer in hiesig Lesbares umgewandelt werden, was weitere Kosten bedeutet, die Du dann unter ... ja genau ... in Deiner ESt.-Erklärung einträgst.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von winSharp93 »


[OT]
ingo_001 hat geschrieben:Die muss dann aber in D. von einem vereidigten Übersetzer in hiesig Lesbares umgewandelt werden

War auch nicht ganz so ernst gemeint, die Idee :wink:
[/OT]
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von winSharp93 »

Für Interessierte ein kleines Update:
Heute hat der Kollege nochmal mit der Anwältin telefoniert, die meinte, dass sich die Situation "geändert" habe. Evtl. müsste ich jetzt also doch etwas unterschreiben. In dem Fall - so meinte mein Kollege - könnte ich dann allerdings den Einkaufsgutschein behalten (mit dem ich allerdings nicht mehr allzuviel anfangen kann, weil ich ja jetzt auch nicht mehr allzu lang hier bin...)

Naja - Termin bei der Polizei ist jetzt heute um 13:00 Uhr - mal sehen, was mich da erwarten wird...
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von winSharp93 »

Und das (hoffentlich letzte Update):

Nach über 6 Stunden auf dem Revier heute dann folgendes Ergebnis: Ich musste 500RMB Strafe bezahlen und zahlreiche Dokumente unterzeichnen (mit Name und Fingerabdruck), u.a. diverse Belehrungen, eine Information über meine Strafe, eine Verzichtserklärung, weitere Rechtsmittel einzulegen und eine Art Protokoll eines Verhörs meinerseits.

In dem "Verhör" (das in der Form nicht stattgefunden hat - die Anwältin und der Polizeibeamte haben das gemeinsam aufgesetzt), wurden mir diverse Fragen zu der Situation gestellt. Ich habe dabei sozusagen zu Protokoll gegeben, dass ich weiß, warum heute auf dem Revier bin, nicht wusste, dass ich mich registrieren musste und dachte, das übernehme das Hotel für mich.

Dabei alles natürlich auf chinesisch (englische Vordrucke waren leider keine vorrätig / nicht vorhanden). Übersetzt hat dabei mein Kollege, der einigermaßen Englisch spricht.
Fotografieren oder Kopieren durfte ich leider keines der Dokumente - dies sei nur "später" nach Anfrage durch einen Anwalt möglich.

Die Geschenkkarten kamen folglich nicht zum Einsatz, da der Versuch, aus der ganzen Sache ohne Unterschrift herauszukomen, ja nicht sonderlich erfolgreich war.
Zwischenzeitlich wurde mir nur angeboten, die Sache für 5000RMB ohne Unterschrift zu beenden.

Allerdings wurde mir mehrfach versichert, dass zwar eine Akte angelegt werden würde, aber das keine Auswirkungen auf zukünftige Visa hätte.

Nebenbei fiel mir auf, dass auf dem Schreibtisch auch allerlei Unterlagen mit Foto und Daten des Vermieters lagen, der wohl zuvor auch befragt wurde. Mein Kollege meinte dann, dass er wohl illegal vermietet hätte und deshalb die Schließung seines Betriebes drohe.
An einer Übernahme meiner Strafe hatte der Vermieter jedenfalls inzwischen kein Interesse mehr, da "zu viel Zeit" vergangen sei.
Der Chef des Reviers hatte wohl ursprünglich sogar vor, mich von einer Strafe zu befreien; aufgrund von Druck seitens der Stadtpolizei sei dies aber letztlich nicht möglich gewesen.

Naja - ich bin jetzt hauptsächlich froh, dass die Sache damit erledigt ist. Und ich jetzt tatsächlich einen "blauen Zettel" in der Hand halte. :wink:
Ich hoffe jetzt nur noch, dass ich in knapp einem Monat meine Kaution auch tatsächlich zurückerhalte.
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von mario.s »

Und ich dachte schon, dieser Krimi wuerde heut nicht mehr zur Aufloesung kommen. Danke, dass Du Deine Story bis zum Ende mit uns geteilt hast.

Ich hoffe ja, damit eruebrigen sich die "guten Ratschlaege" der chronischen Registrierungsverweigerer, die hier in steter Regelmaessigkeit dazu raten, die Meldepflicht bei der Polizei zu ignorieren...

Viel Spass noch bei deinem restlichen Aufenthalt in China! ;)
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von Phytagoras »

Ich glaub immer noch, dass die da eher ein wenig Kohle machen wollten.
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von tigerprawn »

winSharp93 hat geschrieben:Ich hoffe jetzt nur noch, dass ich in knapp einem Monat meine Kaution auch tatsächlich zurückerhalte.
Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt, oder? Wenn die ihm jetzt das Business zumachen solltest Du eher hoffen nächste Woche noch irgendwo ein Dach über dem Kopf zu haben :wink: .
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von cmstein »

mario.s hat geschrieben:Ich hoffe ja, damit eruebrigen sich die "guten Ratschlaege" der chronischen Registrierungsverweigerer, die hier in steter Regelmaessigkeit dazu raten, die Meldepflicht bei der Polizei zu ignorieren...
Dreiste Falschaussage, niemand hat hier jemals jemanden dergleichen geraten. Da ging es um ganz andere Fälle, nämlich das sinnfreie "Hin- und herregistrieren" von Touristen.
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von mario.s »

cmstein hat geschrieben:
mario.s hat geschrieben:Ich hoffe ja, damit eruebrigen sich die "guten Ratschlaege" der chronischen Registrierungsverweigerer, die hier in steter Regelmaessigkeit dazu raten, die Meldepflicht bei der Polizei zu ignorieren...
Dreiste Falschaussage, niemand hat hier jemals jemanden dergleichen geraten. Da ging es um ganz andere Fälle, nämlich das sinnfreie "Hin- und herregistrieren" von Touristen.
:lol: :roll: :mrgreen: Wenn Du meinst... (So sinnfrei ist es naemlich nicht, sondern eben vorgeschrieben bei entsprechender Uebernachtung an einem neuen Aufenthaltsort. Aber das gehoert nicht in dieses Thema.)
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?

Beitrag von ingo_001 »

cmstein hat geschrieben:Dreiste Falschaussage, niemand hat hier jemals jemanden dergleichen geraten. Da ging es um ganz andere Fälle, nämlich das sinnfreie "Hin- und herregistrieren" von Touristen.
Na, dann nutz mal die SuFu.
Und Du wirst feststellen, dass es eine Falschaussage gibt ... die aber nicht von mario, sondern von Dir stammt.
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