Bald keine Zwangs-Organspenden mehr?

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Laogai
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Re: Es ist hingerichtet

Beitrag von Laogai »

ingo_001 hat geschrieben:
Laogai hat geschrieben:Da "zweifelsfrei" nicht möglich ist darf es auch keine Todesstrafe geben - AUSRUFEZEICHEN
Du willst mir jetzt ernsthaft erzählen, dass es KEINE ZWEIFELSFREIEN Fälle (und nur von denen habe ich geredet) gibt?
Genau das.
ingo_001 hat geschrieben:
Laogai hat geschrieben:Soll ich eine Liste der unschuldig zum Tode verurteilten Personen zusammenstellen oder wollt ihr selbst danach suchen?
Ich sags gerne nochmal: Ich rede nur von den ZWEIFELSFREIEN.
Und genau die gibt es nicht.
Was ist denn "zweifelsfrei" und wer entscheidet das?

Auch dir suche ich gerne Leute heraus, die "zweifelsfrei" überführt und zum Tode verurteilt wurden. Bei denen aber später eine Unschuld nachgewiesen wurde. Dumm gelaufen möchte man fast meinen.

Das ist doch gerade das "Problem" mit der Todesstrafe! Sie ist einmalig und final. Da gibt es keine Revision, keine Begnadigung, keine Wiedergutmachung und erst recht keine Wiederauferstehung.
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Re: Es ist hingerichtet

Beitrag von ingo_001 »

de guo xiong hat geschrieben:Deine Aussage klingt zwar "gut", aber wie soll dies praktisch und 100% umgesetzt werden?
1. Durch unwiderlegbare Beweise.
2. Durch ein (glaubhaftes und auch zweifelsfreies) Geständnis.

Es werden auf N-TV und N24 ab und zu Reportagen gezeigt, in denen nicht "nur" 1., sondern auch 2. (durch Interviews mit den Betreffenden) belegt wird.

Wie gesagt: Ist ist mir klar, dass auch in den USA Unschuldige zum Tode verurteilt werden - und jeder einzelne ist einer zuviel.
Das passiert, weil:
1. Schlampig (mit bzw. ohne Vorsatz) ermittelt wird und
2. Sich der ein oder andere Staatsanwalt so (durch eine hohe Hinrichtungsquote) "hocharbeiten" will.
Wären diese beiden (fahrlässigen bzw. vorsätzlichen) Faktoren nicht gegeben, würden auch keine Unschuldigen verurteilt werden.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Es ist hingerichtet

Beitrag von ingo_001 »

Laogai hat geschrieben:Auch dir suche ich gerne Leute heraus, die "zweifelsfrei" überführt und zum Tode verurteilt wurden. Bei denen aber später eine Unschuld nachgewiesen wurde. Dumm gelaufen möchte man fast meinen.
ingo_001 hat geschrieben:Das passiert, weil:
1. Schlampig (mit bzw. ohne Vorsatz) ermittelt wird und
2. Sich der ein oder andere Staatsanwalt so (durch eine hohe Hinrichtungsquote) "hocharbeiten" will.
Wären diese beiden (fahrlässigen bzw. vorsätzlichen) Faktoren nicht gegeben, würden auch keine Unschuldigen verurteilt werden.
Noch mal: Es geht nicht um die o.g. "Zweifelsfreien", sondern um die ohne "".

1. Der Mörder von Abraham Lincoln, der sich mit seiner Tat auch noch gebrüstet hat.
(von dieser Sorte gibts mehr als nur einen - nicht nur in der Vergangenheit und deren Opfer sind durchaus nicht immer prominent)
2. Die diversen Amok-Läufer,
3. Die religiös "motivierten" Selbstmord-Attentäter ...

Ansonsten: Einfach mal bei N-TV und N24 betr. Reportagen sehen, die immer mal wieder wiederholt werden - oder auf deren Websites nachsehen, ob die betr. Beiträge auch übers www abrufbar sind.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Es ist hingerichtet

Beitrag von de guo xiong »

ingo_001 hat geschrieben:
de guo xiong hat geschrieben:Deine Aussage klingt zwar "gut", aber wie soll dies praktisch und 100% umgesetzt werden?
1. Durch unwiderlegbare Beweise.
2. Durch ein (glaubhaftes und auch zweifelsfreies) Geständnis.
ups, da sind ja schon wieder so "böse" Wörter wie: zweifelsfrei, glaubhaft und unwiderlegbar.
Da stellt sich natürlich wieder die Frage, wer definiert diese und wer entscheidet ob dies zutrifft? Evtl. der
Staatsanwalt so (durch eine hohe Hinrichtungsquote) "hocharbeiten" will
BTW: klingt fast so schön wie "alternativlos"
ingo_001 hat geschrieben: Wie gesagt: Ist ist mir klar, dass auch in den USA Unschuldige zum Tode verurteilt werden - und jeder einzelne ist einer zuviel.
Das passiert, weil:
1. Schlampig (mit bzw. ohne Vorsatz) ermittelt wird und
2. Sich der ein oder andere Staatsanwalt so (durch eine hohe Hinrichtungsquote) "hocharbeiten" will.
Wären diese beiden (fahrlässigen bzw. vorsätzlichen) Faktoren nicht gegeben, würden auch keine Unschuldigen verurteilt werden.
Aus diesem Grund, sollte es, wenn ich deine Argumentation richtig folge, keine Todesstrafe geben.

BTW: bist Du sicher, dass es nur diese 2 Möglichkeiten für ein Fehlurteil gibt?

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Re: Bald keine Zwangs-Organspenden mehr?

Beitrag von Suedchina »

Skorpid wollte eigentlich nicht über die Todesstrafe diskutieren sondern um das was danach mit dem Körper geschieht.
Und wenn eine solche Strafe vom Staat vollzogen wird finde ich hat der Staat auch das Recht die Organe zu entnehmen und zu verwerten.
Wenn nicht wie erklärt ihr dann eine Obduktion ?
Bei einer Leichenschau wird auch der Körper aufgeschnitten und Organe entnommen. Diese werden dann teilweise durch Holzwolle ersetzt.
Und eine Leichenöffnung wird bei fast allen ungeklärten Todesfällen durchgeführt.
Wenn die Sonne Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.
.
.guckt auch hier nach http://alternative.aktiv-forum.com/
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Re: Bald keine Zwangs-Organspenden mehr?

Beitrag von Skorpid »

Danke Südchina :-) Endlich einer, der merkt, dass es mir garnicht um die Todesstrafe als solche geht (gegen die ich strikt dagegen bin, ich bin für Arbeitslager), das wäre eine komplett andere Diskussion.

Ein emotionales Thema, daher bitte nicht persönlich angegriffen fühlen:

1. Ich bin auf keinen Fall ein Gegner der Organspende! Nur ein Gegner der Zwangsabgabe.

Bezüglich derjenigen, die meinen, Menschen würden durch das Töten eines anderen ihre Rechte verlieren:
Auszug Wikipedia zu Menschenrechten:
"Universalität im Menschenrecht steht für Allgemeingültigkeit. Das heißt, dass Menschenrechte überall für alle Menschen gültig sind. ... Denn wenn sich jemand auf die Menschenrechte beruft, aber diese in der Mitwelt nicht anerkannt werden, ist die Berufung eines jeden Menschen auf dieselben Menschenrechte zum Schutze seiner elementaren Interessen, nicht erfüllt worden."

Für mich klingen diese Forderungen stark nach unseren "Todesstrafe für Kinderschänder"-Nazis :-(
(Hintergrund für die Auswärtigen, diese Aufkleber sind hier auf einigen Autos und dienen als "geheimes" Erkennungszeichen für unsere Neonazis, ähnlich der Thor Steiner oder Lonesdale Kleidung)

@canni: Ich hab beim Zivi ein halbes Jahr mit Dialysepatienten gearbeitet und der Vater meiner besten Freundin hat eine Spenderniere bekommen. Ich bin also nicht persönlich betroffen, aber nicht ahnungslos. Und genau das gibt mir meiner Meinung nach die Möglichkeit die Sache mit der notwendigen Distanz zu betrachten. Als direkt betroffener ist man doch leider sehr stark emotional beeintträchtigt, würde mir ja nicht anders wie Dir gehen, wenn z.B. meine Frau auf ein Organ warten würde.

Bezüglich "Jeder ist automatisch Spender, bis er widerspricht": Wie will man bei z.B. einem Autounfall feststellen, dass er der Spende widersprochen hat? Nicht jeder hat immer alle Ausweise in der Hosentasche. Und hier zählen wenige Minuten.

Ich bin der Meinung, wenn man anfängt über die "Verwertung" eines Körpers nach dem Tode zu bestimmen, muss man konsequent auch über das Eigentum bestimmen. Denn das Geld und Eigentum brauchst Du nach dem Tod ja auch nicht mehr. Dein Kind kann selber Geld verdienen, also all dein Geld ab nach Afrika! Sowieso, wer mehr Geld verdient als man zum Lebenserhalt braucht, muss alles Geld spenden, denn wo anders kann man damit Leben retten und das ist doch viel wichtiger als der eigene Luxus. Und wer raucht und trinkt gehört sowieso verhaftet, da er seine Organe, die Leben retten könnten, zerstört. (etwas überspitzt ausgedrückt, soll aber mein Prinzip verdeutlichen).
Ich bestimme (im Rahmen der juristischen und gesellschaftlichen Gesetze) selbst, wie ich mein Leben lebe und gestalte. Ob ich dabei wie ein versnobter Ar*** oder wie Mutter Theresa durch die Welt ziehe, bleibt mir selbst überlassen. Und genauso ist das mit meinem Körper. Ich besitze ihn mein Leben lang und ich bestimme, ob daraus Wurmfutter oder ein verlängertes Leben wird.

Ich bleibe weiter bei meiner Meinung, es soll jeder Mensch für sich frei entscheiden können ob er spendet oder nicht, das zählt auch für Straftäter.
Ich verstehe, dass direkt betroffene (bei Organspende oder Schwerverbrechen) das anders sehen, warne aber davor, dass zu verallgemeinern, denn wenn wir hier anfangen in die Selbstbestimmungsrechte einzugreifen um anderen einen "Vorteil" (längeres, "besseres" Leben) zu gewähren, wo hören wir dann damit auf? Zudem mag es mancher persönlichen Welt- und/oder Religionseinstellung widersprechen, die Organe abzugeben.

Der Ansatz muss wo anders gemacht werden, es muss genug Aufklärung betrieben werden, gerne auch an Schulen, was das Thema Organspende angeht und die Leute für das Thema sensibilisiert werden. Es muss zum Beispiel den Menschen gezeigt werden, dass sie nicht früher abgeschaltet werden, nur damit man die Organe noch verwerten kann und es müssen extrem harte Strafen gegen solche ausgesprochen werden, die genau dieses tun. (Ist auch einer meiner Sorgen, wenn ich spenden würde)
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Re: Es ist hingerichtet

Beitrag von punisher2008 »

Laogai hat geschrieben:Auch dir suche ich gerne Leute heraus, die "zweifelsfrei" überführt und zum Tode verurteilt wurden. Bei denen aber später eine Unschuld nachgewiesen wurde. Dumm gelaufen möchte man fast meinen.

Das ist doch gerade das "Problem" mit der Todesstrafe! Sie ist einmalig und final. Da gibt es keine Revision, keine Begnadigung, keine Wiedergutmachung und erst recht keine Wiederauferstehung.
Ach so, aber diese Möglichkeiten haben die Opfer der Mörder schon oder? :roll:
Ingo hat ganz deutlich zweifelsfrei gesagt, und damit meint er wohl auch zweifelsfrei, NICHT Fälle wo sich dann irgendwann herausstellt dass die Verurteilten unschuldig waren. Weißt du was zweifelsfrei bedeutet? Gemeint ist dass die Verbrecher zu 100% überführt wurden, selbst gestanden haben etc. JA, für die sollte die Strafe EINMALIG und FINAL sein, ganz ganau so wie sie das Leben ihrer Opfer beendet haben. Haben die etwa eine zweite Chance auf Begnadigung oder Wiederauferstehung bekommen? Ach ja, ein kleiner Unterschied: die Opfer wurden oft auf qualvollste und für dich sicher nicht mal in deinen schlimmsten Alpträumen vorstellbare Weise gequält (oft über JAHRE) und auf unmenschlichste Weise zu Tode gefoltert. Die Mörder dagegen werden mit allen Mitteln human behandelt, und da wo es überhaupt noch Todesstrafe gibt muß es ja möglichst schmerzfrei sein, am besten dass der Hingerichtete GAR NICHTS davon merkt. Darum kümmert sich jeder! Aber wie die Opfer leiden mussten scheint keinen zu interessieren! Und da soll man keinen Hass kriegen? :evil:
Bezüglich derjenigen, die meinen, Menschen würden durch das Töten eines anderen ihre Rechte verlieren:
Auszug Wikipedia zu Menschenrechten:
"Universalität im Menschenrecht steht für Allgemeingültigkeit. Das heißt, dass Menschenrechte überall für alle Menschen gültig sind. ... Denn wenn sich jemand auf die Menschenrechte beruft, aber diese in der Mitwelt nicht anerkannt werden, ist die Berufung eines jeden Menschen auf dieselben Menschenrechte zum Schutze seiner elementaren Interessen, nicht erfüllt worden."
Auch wenn Wikipedia das schreibt müssen das noch lange nicht alle Menschen so akzeptieren. Dass es so etwas wie Meinungsfreiheit gibt hast du schon gehört oder?
Ich fasse dass noch mal in aller Deutlichkeit in einem Satz zusammen:
Wer Unschuldigen das elementarste aller Menschenrechte (das auf Leben) vorsätzlich und zweifelsfrei nimmt, hat m.E. damit seinen eigenen Anspruch darauf verwirkt - PUNKT.
Hier hat Ingo meine absolute Zustimmung!! Manche mögen anderer Meinung sein, und jeder hat das Recht auf diese. Aber ich glaube in dieser Diskussion werden wir keine Einigung mehr finden.
Für mich klingen diese Forderungen stark nach unseren "Todesstrafe für Kinderschänder"-Nazis
(Hintergrund für die Auswärtigen, diese Aufkleber sind hier auf einigen Autos und dienen als "geheimes" Erkennungszeichen für unsere Neonazis, ähnlich der Thor Steiner oder Lonesdale Kleidung)
Wird ja immer besser!!! Jetzt werden Kinderschützer als auch noch als NAZIS bezeichnet! Wir die was gegen Kinderschänder haben werden jetzt auch mit Neonazis in einen Topf geworfen? Also ich glaube diese Diskussion hat echt keinen Sinn mehr und kann gerne geschlossen werden!
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Re: Bald keine Zwangs-Organspenden mehr?

Beitrag von derersteaxel »

@punisher2008
in Spanien brennt die Sonne ?
Todesstrafe war NICHT das Thema
Skorpid wollte über Organhandel "reden"

Ich bin auch dafür das die "Organspenden" einen guten Zweck erfüllen
warum verbrennen? Du vernichtest doch auch keine halbe Flasche Schnaps im Ausguss außer du bist bei den AA.
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Re: Bald keine Zwangs-Organspenden mehr?

Beitrag von punisher2008 »

derersteaxel hat geschrieben:@punisher2008
in Spanien brennt die Sonne ?
Nee, keine Angst, ist bedeckt und eher kühl hier. :roll:
Todesstrafe war NICHT das Thema
Skorpid wollte über Organhandel "reden"

Ich bin auch dafür das die "Organspenden" einen guten Zweck erfüllen
Lange bist du noch nicht in diesem Forum oder? Ja, das ursprüngliche Thema war Organspende, aber wie hier so üblich schweift man ab und schon wird ein anderes Thema angeschnitten. Du kannst so gut wie jeden Thread hier lesen und wirst feststellen dass spätestens auf Seite 2 die Diskussion vollkommen OT abgedriftet ist. Na und? So ist das nunmal in Internetforen. Wobei ich eigentlich kaum sehen kann wie man "unfreiwillige" Organspende von Hingerichteten von Todesstrafe trennen kann, genau so wenig wie manche es unterlassen können wieder mal "Menschenrechte" anzuschneiden. So ist das hier eben. Musst ja nicht mitdiskuttieren!
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Re: Bald keine Zwangs-Organspenden mehr?

Beitrag von Aremonus »

Wir sind uns also einig, dass die Todesstrafe nur in einem Rechtsstaat nach einem fairen Prozess stattfinden sollte (was China, nur so am Rande, also schon einmal ausschliessen würde, da die Judikative nicht unabhängig ist).

Aber was genau bringt die Todesstrafe in einem Rechtsstaat?

Die Verfahrens-, Berufungs-, Untersuchungs- und Vollstreckungskosten übertreffen jene eines Lebens im Gefängnis. Länder, die die Todesstrafe abschafften, verzeichneten danach einen Rückgang der Mordrate, da "Tod wegen Gerechtigkeit" tabuisiert wurde und es keine Rechtfertigung mehr gab, ein Menschenleben zu beenden.
Todesstrafe war NICHT das Thema
Sorry, es macht einfach mehr Spass zum Diskutieren 8)
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Bald keine Zwangs-Organspenden mehr?

Beitrag von punisher2008 »

Aremonus hat geschrieben:Wir sind uns also einig, dass die Todesstrafe nur in einem Rechtsstaat nach einem fairen Prozess stattfinden sollte (was China, nur so am Rande, also schon einmal ausschliessen würde, da die Judikative nicht unabhängig ist).
Weiß nicht mit wem du dich geeinigt hast, ich jedenfalls hatte nichts von einem "Rechtsstaat" gesagt. Was ist das überhaupt? Ist D ein "Rechtsstaat"? Sorry, habe davon nix bemerkt. Todesstrafe nur im Rechtsstaat? Nein, sehe ich nicht so. Todesstrafe für bestimmte TATEN ja, ganz unabhängig davon als was sich der Staat gerade bezeichnen mag. Hinrichtung von Kinderschändern? Ich sage ja, ist mir ehrlich gesagt egal für was für eine Staatsform das Gericht seinen Staat auch immer halten mag. Das sind nur theoretische Bezeichnungen mit denen ich im realen Leben wenig anfangen kann. Jemand quält ein Kind zu Tode? Hinrichtung UND Organspende, jeglicher Einspruch überflüssig, BASTA. Mir völlig egal ob das in China, Schweden, im geheiligten Deutschland, Saudi Arabien, Kongo oder sonst wo stattfindet! So sehe ich das und Schluß. Weicheier und Gutmenschen können mir jetzt gerne die Ohren volljammern (höre schon lange nicht mehr zu), aber meine Meinung wird keiner ändern. Take it or leave it!
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Re: Bald keine Zwangs-Organspenden mehr?

Beitrag von punisher2008 »

qpr hat geschrieben: Dann ist es ja gut, daß du ein ganzer Kerl bist. :roll:

Wußte gar nicht, das man nur ein Mann ist, wenn man für die Todesstrafe ist.
Aber hier im Forum lernt man ja nie aus.
Brauchst jetzt nicht die Macho-Keule schwingen nur weil man andere Ansichten hat. Wie zum Teufel kommst du auf die Vorstellung von "ganzer Kerl"? Ich und andere haben nur unsere Meinung geäußert. Wenn das jetzt ein Angriff gegen deine Männlichkeit ist dann ist das nicht unser Problem.
Und was ist mit Selbstjustiz? Sollen solche Menschen auch mit der Todesstrafe verurteilt werden?
Schließlich haben sie ja auch jemanden ermordet.
Auch hier ist es von Fall zu Fall verschieden. Man sollte grundsätzlich keine Pauschalurteile fällen wenn man die Lage nicht genau kennt.
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Re: Bald keine Zwangs-Organspenden mehr?

Beitrag von ingo_001 »

qpr hat geschrieben:Ich hoffe nur, daß dann auch jemand wie du oder Ingo die Konsequenzen tragen, wenn jemand durch ein Fehlurteil zum Tode verurteilt wurde.
Manchmal denke ich, hier werden Statements bewusst überlesen, um die eigene Argumentation nicht hinterfragen zu müssen :(
ingo_001 hat geschrieben:Wie gesagt: Ist ist mir klar, dass auch in den USA Unschuldige zum Tode verurteilt werden - und jeder einzelne ist einer zuviel.
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Wären diese beiden (fahrlässigen bzw. vorsätzlichen) Faktoren nicht gegeben, würden auch keine Unschuldigen verurteilt werden.
Das gilt übrigens für alle Länder.

Es gab auch in Deutschland einen Fall, wo ein Unschuldiger wegen angeblicher Vergewaltigung mehrere Jahre im Gefängnis saß.
Die Doku zu den Fehlurteilen lief auf PHOENIX und im Ersten - kann also m.E. übers Netz abgerufen werden.
* Da wurden auch andere Beispiele genannt, die die dt. Justiz alles andere als gut aussehen lassen

Obwohl sich das "Opfer" nachweislich bei den Aussagen in Widersprüche verwickelte war man von Juztisseite nur allzu gerne bereit, den Fall mit Hilfe von 1. + 2. abzuschließen.
Argumente der Verteidigung wurden letztlich nur ungenügend oder gar nicht geprüft :twisted:

Ganz davon abgesehen, dass das "Opfer" dadurch tatsächlichen Vergewaltigungsopfern einen Bärendienst erwiesen hat ... war ihr aber auch egal, weil sie nur ihr Ding durch ziehen wollte.

Ergo: Ermittlungen sollen und müssen immer konsequent und logisch geführt werden, sonst gibts Fehlurteile.

Wird in einem Prozess jedoch ZWEIFELSFREI die Schuld erwiesen - dann gibts am Urteil auch nichts zu rütteln.

Wie punisher schon schrieb: Bei zweifelsfrei erwiesener Schuld, ist es irrelevant, welche Staatsform im betr. Land herrscht.
Genauso wie es Fehlurteile auch in jedem Staat unabhängig vom dort geltenden politischen System gibt.
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Re: Es ist hingerichtet

Beitrag von Laogai »

punisher2008 hat geschrieben:Ingo hat ganz deutlich zweifelsfrei gesagt, und damit meint er wohl auch zweifelsfrei, NICHT Fälle wo sich dann irgendwann herausstellt dass die Verurteilten unschuldig waren.
Sonst geht's noch, oder? Die Logik hinter deiner Aussage - äh, da ist gar keine Logik. Lies dir nochmal genau durch was du da verzapft hast.
Es gab schon mehrere Fälle, in denen Leute "zweifelsfrei" überführt und hingerichtet wurden, die sich aber im Nachhinein als unschuldig entpuppten. Daher gibt es kein "zweifelsfrei".
punisher2008 hat geschrieben:Weißt du was zweifelsfrei bedeutet? Gemeint ist dass die Verbrecher zu 100% überführt wurden, selbst gestanden haben etc.
Das ect. würde mich mal interessieren. Timothy Evans war übrigens so einer, der zu "100% überführt wurde und selbst gestanden hat". Zweifelsfrei. Dummer Kerl.
Wenn es die Todesstrafe nur gegen Geständnis gibt kann man sie auch gleich sein lassen, denn dann würde niemand gestehen, egal wie erdrückend die Indizien sind. Dann würde sich jeder im wahrsten Sinne des Wortes um Kopf und Kragen reden.

Was du nicht verstanden hast bzw. nicht verstehen willst: Hier geht es überhaupt nicht um Täterschutz! Es geht darum, dass die Todesstrafe auch einen Unschuldigen treffen kann. Und dann ist das nichts anderes als ein gemeiner Mord.
punisher2008 hat geschrieben:Und da soll man keinen Hass kriegen?
Hass ist bekanntlich ein schlechter Ratgeber und hier haben wir ein gutes Beispiel dafür. Hass an, Hirn aus.
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Re: Bald keine Zwangs-Organspenden mehr?

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ingo_001 hat geschrieben:Ergo: Ermittlungen sollen und müssen immer konsequent und logisch geführt werden, sonst gibts Fehlurteile.
Wird in einem Prozess jedoch ZWEIFELSFREI die Schuld erwiesen - dann gibts am Urteil auch nichts zu rütteln.
Da ersteres unmöglich ist (was bitte sind denn "konsequent und logisch geführte Ermittlungen"?) kann es auch zweites nicht geben. Nämlich ein Urteil, an dem es nichts zu rütteln gibt.

Die Liste der Justizirrtümer ist ellenlang. Zum Glück stehen darauf in den letzten Jahren nur noch wenige Menschen, die zum Tode verurteilt wurden. Weil die Todesstrafe nämlich in den meisten Ländern abgeschafft wurde.

Um mal wieder den Bezug zu China herzustellen: Wikipedia listet vier unschuldig Hingerichtete.
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