Meine Tragödie in Deutschland

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Yingxiong
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von Yingxiong »

Um welche Religion handelt es sich hier?

- Gott hat seinen Sohn auf die Erde geschickt
- Der Geburtstag: 25. Dezember
- Drei "weisen Magier" huldigten einem Kind, nachdem sie einem Stern nach gefolgt waren
- Der Sohn stieg vom Himmel herab
- Bei seiner Geburt sollen ihn Hirten angebetet haben
- Später fuhr er wieder zum Himmel hinauf, wo er von Gott inthronisiert, Teilnehmer der göttlichen Allmacht und schliesslich zum Teil einer Trinität wurde.
- Der Glaube, dass er einst wiederkehren würde, um die Toten zu erwecken und zu richten
- Der heilige Tag war der "dies solis" (Sonntag).
- Es werden sieben Sakramente gespendet
- Es gibt Taufe, Firmung und eine Kommunion, die aus Brot und Wasser manchmal aus einem Gemisch von Wasser und Wein besteht.
- Die Hostien sind mit einem Kreuzzeichen versehen
- Die Priester spenden die Sakramente und zelebrieren den Gottesdienst.
- Es gibt eine Offenbarung
- Es gibt eine Sintflut am Anfang der Geschichte und ein Jüngstes Gericht an deren Ende.
- Es gibt die Unsterblichkeit der Seele und die Auferstehung des Fleisches.
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blackrice
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von blackrice »

Yingxiong hat geschrieben:...die Auferstehung des Fleisches.
bei der Auferstehung des Fleisches koennen die meisten Chinesinnen liegenbleiben....why? just skin and bones...
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Skorpid
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von Skorpid »

@Lama
Märchen? Das sind nun mal die Werte, die Jesus gerne den Menschen vorgeben wollte. Diese Werte gibt es sehr wohl!

Bitte nicht falsch verstehen, mit den "christlichen Werten" in meinem Leben habe ich nicht behaupten wollen, das Christentum hätte dies erfunden oder den alleinigen Anspruch darauf. Auch religionslose oder anderen Religionen anhängende Menschen können mit solchen Einstellungen erzogen werden und "gute" Menschen sein.
Aber diese genannten Einstellungen fallen in der Volkssprache nun mal unter diesen Sammelbegriff. Unter "muslimischen Werten" würde man sicherlich nicht gleich an Toleranz und Nächstenliebe denken (auch wenn der heutige fundamentale Islam von Mohammeds Ideen teilweise deutlich abwichen mag).
Also bitte die atheistische Artillerie wieder zurückrufen :-)

-----

Es gab mal im Stern oder Spiegel vor ein paar Jahren eine "Reportage" über "die Erfindung Gottes" über die Jahrtausende hinweg. Leider konnte ich das Heft nicht lesen und auch später nicht mehr wiederfinden :-( Kennt das zufällig einer?

Religion ist eine Entwicklung die fest mit der Menschheit verbunden ist. Sie hat sich verändert, geteilt, assimiliert, verbunden und vermischt. Doch jede "neue" Religion bringt neue Aspekte. Ich denke jeder Religionsgründer hat vorher einer anderen Religion angehört und ist daher von dieser beeinflußt. Jesus war Jude, daher ist das Christentum sozusagen ein aufgepepptes Judentum mit einer neuen Philosophie und römischen Einflüssen, was auch nicht verwunderlich ist, wenn alle frühen Christen früher entweder Juden oder Römer waren. Niemand würde eine komplett neue Religion (Spaghetti-Gott) ernst nehmen, erst die Verknüpfung von alt und neu ergibt einen Erfolg.

Ich denke es ist wichtig zu Unterscheiden zwischen dem Kult, der um eine Religion aufgebaut ist (Bräuche, Traditionen, Gottesdienstgestaltung, Papst (dessen Wahl ich neugierig mitverfolgt habe, da der Papst doch ein Einflußfaktor in der Welt ist, und ich muss sagen, er hat mich schon mehrmals überrascht, zuletzt an Ostern beim Ubi et Orbi, Freude und Enttäuschung beim Publikum gleichermaßen, etc.)), dem geschichtlichen Hintergrund (erfunden und wahr) der Religion (Geburtstage, Lebensläufe der Religionsträger, wie von Yingxiong aufgezählt) und dem spirituellen/moralischen Inhalt der Religion.

Es gibt Menschen, die glauben an alle Teile der Religion, manche nur an "Auszüge" und andere an nichts davon. Ich z.B. glaube in erster Linie an die spirituellen/moralischen Inhalte. Aber nichts desto trotz feiere ich "klassisches" Weihnachten und suche Ostereier.
Ich glaube selbst die Hardcore-Atheisten hier haben einen Weihnachtsbaum und kaufen Geschenke oder Osterhasen (was ja eigentlich total Heidenglaube ist) :lol: Ganz entziehen kann sich dem Ganzen kaum einer.
Da Religiösität und Glaube etwas individuelles ist, ist es für jeden Menschen etwas anderes.

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@Yingxiong Jetzt ohne Wikipedia zu bemühen aus dem Bauch heraus würde ich sagen entweder der ägyptische Sonnengott (Ra?) oder der spätere römische Mithras? oder war es nicht einer der indischen Götter? (Hallo Alexander der Große) ach so, und Jesus natürlich...
alanos
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von alanos »

Yingxiong hat geschrieben:Um welche Religion handelt es sich hier?

- Gott hat seinen Sohn auf die Erde geschickt
- Der Geburtstag: 25. Dezember
- Drei "weisen Magier" huldigten einem Kind, nachdem sie einem Stern nach gefolgt waren
- Der Sohn stieg vom Himmel herab
- Bei seiner Geburt sollen ihn Hirten angebetet haben
- Später fuhr er wieder zum Himmel hinauf, wo er von Gott inthronisiert, Teilnehmer der göttlichen Allmacht und schliesslich zum Teil einer Trinität wurde.
- Der Glaube, dass er einst wiederkehren würde, um die Toten zu erwecken und zu richten
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- Es gibt die Unsterblichkeit der Seele und die Auferstehung des Fleisches.
Du hast "Von einer Jungfrau geboren" vergessen :lol:
@Yingxiong Jetzt ohne Wikipedia zu bemühen aus dem Bauch heraus würde ich sagen entweder der ägyptische Sonnengott (Ra?) oder der spätere römische Mithras? oder war es nicht einer der indischen Götter? (Hallo Alexander der Große) ach so, und Jesus natürlich...
Sind afaik tatsächlich alle, die du aufgezählt hast :wink: :mrgreen:
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Yingxiong
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von Yingxiong »

Es fehlen noch welche:
- Von einer Jungfrau geboren
- Der höchste Priester trug als Amtszeichen eine rote phrygische Mütze (die "Mitra") ein rotes Gewand einen Ring und einen Hirtenstab

Wie schon genannt: dies waren alles Aspekte aus dem Mithraskult und wurden erst später in das Christentum übernommen.
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von Lama »

Skorpid hat geschrieben:(auch wenn der heutige fundamentale Islam von Mohammeds Ideen teilweise deutlich abwichen mag).
Tut er nicht. Sieht man ja auch an den Ländern wo noch tatsächlich nach den Regeln des Islams gelebt wird. Erst letztens wurde wieder ein Mädchen auf den Malediven zu 100 Peitenschenhieben verurteilt, weil es Sex vor der Ehe hatte - das sie aber über mehere Jahre von ihrem Vater vergewaltigt wurde, hat man dabei allerdings nicht beachtet. Aber die hier lebenden Muslime sehen das anders, für die ist der Islam halt nicht der Islam :roll: . . .
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von punisher2008 »

Lama hat geschrieben:Erst letztens wurde wieder ein Mädchen auf den Malediven zu 100 Peitenschenhieben verurteilt, weil es Sex vor der Ehe hatte - das sie aber über mehere Jahre von ihrem Vater vergewaltigt wurde, hat man dabei allerdings nicht beachtet. Aber die hier lebenden Muslime sehen das anders, für die ist der Islam halt nicht der Islam :roll: . . .
Und daran ist der Islam schuld? Genauso gut könnte man Jesus dafür verantwortlich machen dass katholische Priester ständig Kinder vergewaltigen.
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von Lama »

punisher2008 hat geschrieben:
Lama hat geschrieben:Erst letztens wurde wieder ein Mädchen auf den Malediven zu 100 Peitenschenhieben verurteilt, weil es Sex vor der Ehe hatte - das sie aber über mehere Jahre von ihrem Vater vergewaltigt wurde, hat man dabei allerdings nicht beachtet. Aber die hier lebenden Muslime sehen das anders, für die ist der Islam halt nicht der Islam :roll: . . .
Und daran ist der Islam schuld? Genauso gut könnte man Jesus dafür verantwortlich machen dass katholische Priester ständig Kinder vergewaltigen.
Natürlich ist daran der Islam Schuld. Das ist ein Gesetz der Scharia und das ist nun mal das religiöse Gesetz des Islam -> http://de.wikipedia.org/wiki/Scharia

Wie gesagt, für viele ist der Islam nicht der Islam :roll: ... Das dein Vergleich Banane ist, brauch ich dir nicht sagen.
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von Laogai »

punisher2008 hat geschrieben:
Lama hat geschrieben:Erst letztens wurde wieder ein Mädchen auf den Malediven zu 100 Peitenschenhieben verurteilt, weil es Sex vor der Ehe hatte [...]
Und daran ist der Islam schuld? Genauso gut könnte man Jesus dafür verantwortlich machen dass katholische Priester ständig Kinder vergewaltigen.
Dein Vergleich hinkt. Denn es wurde keine Kritik am Propheten geübt, sondern an der Kirche und deren Auslegung des Propheten, in diesem Fall die Scharia.
Und "dass katholische Priester ständig Kinder vergewaltigen" ist auch mehr als gewagt dahingesagt :roll:

Das Lama war schneller....
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von alanos »

punisher2008 hat geschrieben:
Lama hat geschrieben:Erst letztens wurde wieder ein Mädchen auf den Malediven zu 100 Peitenschenhieben verurteilt, weil es Sex vor der Ehe hatte - das sie aber über mehere Jahre von ihrem Vater vergewaltigt wurde, hat man dabei allerdings nicht beachtet. Aber die hier lebenden Muslime sehen das anders, für die ist der Islam halt nicht der Islam :roll: . . .
Und daran ist der Islam schuld? Genauso gut könnte man Jesus dafür verantwortlich machen dass katholische Priester ständig Kinder vergewaltigen.
Wenn Jesus kleine Kinder vergewaltigt hätte ja.
Beim Islam sieht das anders aus... http://de.wikipedia.org/wiki/Aischa_bint_Abi_Bakr

Christentum mit Islam vergleichen ist wie ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Jesus hat Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit gepredigt, Mohammed den Krieg gegen alle Ungläubigen.
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von Neverland »

Auch im Islam ist nicht alles so, wie es gepredigt wird.

http://www.islamfacts.info/Islamfacts/Das_Buch.html
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Die Tragödie Religion

Beitrag von Laogai »

Neverland hat geschrieben:Auch im Islam ist nicht alles so, wie es gepredigt wird.
In jeder Religion ist es immer so, wie es gepredigt wird!

Denn es gibt keinen Gott, keine übergeordnete Instanz, sondern immer nur Menschen/Individuen, die bestimmte Dinge nach ihren Vorstellungen erklären und/oder auslegen. Deswegen sind Religionen auch ziemlich absurd. Denn eigentlich müssten sie, wenn es einen Gott geben sollte, starr sein. Sind sie aber nicht. Sie sind dynamisch und passen sich immer den Gegebenheiten an. Gestern zum Beispiel war die Welt noch eine Scheibe...
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von Neverland »

Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde.
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von Laogai »

Neverland hat geschrieben:Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde.
So ist es, das hast du schön zitiert.
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Re: Meine Tragödie in Deutschland

Beitrag von Skorpid »

Meine Mutter hat damals böse gekuckt, als ich damals mal meinte "ich glaube nicht so sehr an den biblischen Gott, sondern mehr an die Macht so wie in Star Wars" :lol:

So, Ergänzung zu meinen Gedanken (das ist meine Meinung, trifft also nur auf mich zu):

Religion ist in meinen Augen ein Träger gesammelten spirituellen Gedankengutes, doch wird sie seit Uhrzeiten für Machtansprüche missbraucht. Religion und Macht waren seit Zivilisationszeiten immer miteinander verbunden.

Interessant hierbei, dass viele ur-religiöse Dinge erst durch Wissenschaftler erfunden und eingeführt wurden. Wer Wissen hatte (über Jahreszeiten, Sternenvorgänge, etc.) hat dieses Wissen mystifiziert um das Wissensmonopol und damit die Macht zu erlangen und eine Religion darum aufgebaut. Das trifft zumindest auf die Ur-Religionen, die auf Wissen basierten, zu.

Solange es die Erkenntnis einer "menschlichen Seele" gibt und sich der Mensch Gedanken über das "Leben nach dem Tode" macht, solange wird es Religionen und Spiritualität geben, denn das ist ein Kern- und Trägergedanke aller Religionen seit Urzeiten. Auch wenn "glückliche", "reiche" und "erfolgreiche" Menschen meist weniger religiös als andere sind: Spätestens im Angesicht und Bewußtsein des eigenen Todes wird jeder Mensch auf die ein oder andere Weise religiös, und sei es nur aus genetisch angeborenem Selbsterhaltungstrieb. Wenn mir keiner und nichts mehr helfen kann, vielleicht kann es dann mein eigener Gott.

Jeder muss für sich selbst entscheiden, was er glauben will und was nicht. Religion darf aber niemals eine Entschuldigung sein das eigenständige Denken, die Vernunft und die Menschlichkeit auszuschalten, sie sollte vielmehr eine seelische Stütze und Kraftquelle für mein Innerstes sein.

Hach ja, dass erinnert mich alles an die schönen Diskussionszeiten mit meiner baptistischen Freundin: "Glaubst Du ernsthaft, dass Du von einem haarigen Affen abstammst?"

@Yingxiong Das mit Mithras weiß ich auch nur, da meine Heimatstadt in der Nähe eines bedeutenden Fundortes des Mithraskultes liegt. Hier wo ich nun wohne hat den Namen noch nie einer gehört (na gut, die wenigsten hier wissen ja auch was Frohnleichnam ist)...
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