Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

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ingo_001
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von ingo_001 »

Aremonus hat geschrieben:Was ist der Grund für diesen Schritt? Möchte China so seine Verhandlungsposition gegenüber den USA stärken? (Im Stile von: Wir tun euch einen Gefallen, jetzt solltet Ihr uns auch einen tun!)
Würde ich nicht ausschliessen wollen.
Während die USA Forderungen nach einer Aufwertung des Yuan offen fordern - versucht China seine Positionen ohne (offenen) Druck, subtiler durchzusetzen.
Also: Ein durchaus nachvollziehbarer Denkansatz.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
Bernhard
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Bernhard »

beowulf hat geschrieben:Mo Yan gibt ein Kommentar zum Mo Yan Bashing ab:

Man beachte den Titel:
http://www.tt.com/%C3%9Cberblick/Kultur ... wasser.csp

und das Zitat auf dem sich der Titel bezieht.
„Ich fühle mich wie ein Theaterbesucher, der dem Treiben auf der Bühne zusieht. Ich sehe, wie ein Preisträger mit Blumen überhäuft, aber auch mit Steinen beworfen und mit Dreckwasser überschüttet wird.“

Viel interessanter aber ist diese Absatz:
"Als vorsichtige, indirekte Aufforderung zu mehr Zivilcourage werteten Beobachter eine von Mo Yan wiedergebene Geschichte aus seiner Kindheit. Dabei habe er als Schüler in den 60er-Jahren einen Mitschüler denunziert, der sich dem Gruppenzwang zu allseitigem „Heulen“ bei einer Ausstellung über Leiden des Volkes verweigerte. Mo Yan sagte weiter: „Wenn alle weinen, dann sollte es einen geben, der nicht weint. Und wenn das Geheule zudem nur zur Schau gestellt ist, dann ist es umso wichtiger, dass einer sich dem Weinen verweigert.“"

Ok, kenn jetzt den Hintergrund und den Zeitpunkt nicht. Aber für mich klingt diese Geschichte mehr wie eine Antwort auf Ai Wei Wei, Liao Yiwu und Co. Was meint ihr?
vielleicht verstehe ich gerade alles falsch, aber für mich liest sich das so:

"Damals hat dieser Junge nicht geweint, das war richtig. Und ich habe es falsch gemacht und ihn denunziert.
Und ich habe daraus gelernt: Dieses Mal jammern alle, ich jammere aber nicht"

Nur - beide Male tut er genau das, was die Regierung von ihm verlangt.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von beowulf »

Bernhard hat geschrieben:
beowulf hat geschrieben:Mo Yan gibt ein Kommentar zum Mo Yan Bashing ab:

Man beachte den Titel:
http://www.tt.com/%C3%9Cberblick/Kultur ... wasser.csp

und das Zitat auf dem sich der Titel bezieht.
„Ich fühle mich wie ein Theaterbesucher, der dem Treiben auf der Bühne zusieht. Ich sehe, wie ein Preisträger mit Blumen überhäuft, aber auch mit Steinen beworfen und mit Dreckwasser überschüttet wird.“

Viel interessanter aber ist diese Absatz:
"Als vorsichtige, indirekte Aufforderung zu mehr Zivilcourage werteten Beobachter eine von Mo Yan wiedergebene Geschichte aus seiner Kindheit. Dabei habe er als Schüler in den 60er-Jahren einen Mitschüler denunziert, der sich dem Gruppenzwang zu allseitigem „Heulen“ bei einer Ausstellung über Leiden des Volkes verweigerte. Mo Yan sagte weiter: „Wenn alle weinen, dann sollte es einen geben, der nicht weint. Und wenn das Geheule zudem nur zur Schau gestellt ist, dann ist es umso wichtiger, dass einer sich dem Weinen verweigert.“"

Ok, kenn jetzt den Hintergrund und den Zeitpunkt nicht. Aber für mich klingt diese Geschichte mehr wie eine Antwort auf Ai Wei Wei, Liao Yiwu und Co. Was meint ihr?
vielleicht verstehe ich gerade alles falsch, aber für mich liest sich das so:

"Damals hat dieser Junge nicht geweint, das war richtig. Und ich habe es falsch gemacht und ihn denunziert.
Und ich habe daraus gelernt: Dieses Mal jammern alle, ich jammere aber nicht"

Nur - beide Male tut er genau das, was die Regierung von ihm verlangt.
Mo Yan ist Geschichtenerzähler - das unterstreicht er übrigens ständig. Das ganze ist als Metapher zu betrachten, nicht als Autobiographie. Ist das vielleicht ein Kulturunterschied? Können Deutsche das nicht verstehen? Ich weiß, dass Deutsche als Prototyp für Low Context Culture hergezogen werden, ist es aber wirklich so extrem?

Übrigens, wenn die Regierung von Mo Yan etwas explizit verlangt, wird er es auch tun. Aus einem ganz einfachen Grund - Mo Yan ist innerhalb des Systems und versucht innerhalb des Systems die Grenzen zu erweitern. Er wird sich deshalb nicht ausserhalb des Systems stellen. Auch wenn gewisse Leute quasi mit Gewalt (Unterschriftenaktion Liu Xiaobo) versuchen, ihn dazu zu zwingen.

Jeder der Mo Yans Werke gelesen hat, weiß das er kein "Wumaodang" ist. Solche Vorwürfe sind absolut lächerlich.

Eines hat Mo Yan aber wiedereinmal bewiessen. Er ist unglaublich intelligent und gebildet. Anscheinend aber zu intelligent und gebildet für unsere Presse. Die bezüglich China auf ähnlich niedrigen Niveau dahinvegetiert wie die schon erwähnten Wumaodang.
Bernhard
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Bernhard »

Ob ich jetzt ein Prototyp für "Low Context Culture" (was ist das überhaupt?) bin, weiß ich nicht.

Ich möchte aber mal anmerken: Es ist in diesem Zusammenhang unerheblich, ob sich die Sache mit dem Denunzieren wirklich so zugetragen hat (= Autobiographie) oder ob es eine erfundene Geschichte zur Verdeutlichung einer persönlichen oder gesellschaftlichen Entwicklung (= Metapher) ist.

Es geht darum, dass er jetzt sagt: "Seht her, ich habe etwas gelernt, ich jammere jetzt nicht." - als ob es jemals um das Jammern gegangen wäre und nicht um den Gehorsam gegenüber den Forderungen der Regierung.

Dass er ein "Wumaodong" (oder 5 Mao-Schreiberling) ist, habe ich nie behauptet. Er soll ja er durchaus die Grenzen der Zensur ausgelotet haben. Mir geht es auch nicht darum, dass er nicht den Helden spielt. Wobei meiner Meinung nach keineswegs jeder, der sich mit dem chinesischen Staat anlegt, ein Held ist.
Mir geht es darum, dass er (bewusst, wie ich ihm unterstelle) Dinge falsch versteht, um Vorwürfen aus dem Weg zu gehen, anstatt sich ihnen zu stellen.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von beowulf »

Bernhard hat geschrieben:Ob ich jetzt ein Prototyp für "Low Context Culture" (was ist das überhaupt?) bin, weiß ich nicht.

Ich möchte aber mal anmerken: Es ist in diesem Zusammenhang unerheblich, ob sich die Sache mit dem Denunzieren wirklich so zugetragen hat (= Autobiographie) oder ob es eine erfundene Geschichte zur Verdeutlichung einer persönlichen oder gesellschaftlichen Entwicklung (= Metapher) ist.

Es geht darum, dass er jetzt sagt: "Seht her, ich habe etwas gelernt, ich jammere jetzt nicht." - als ob es jemals um das Jammern gegangen wäre und nicht um den Gehorsam gegenüber den Forderungen der Regierung.

Dass er ein "Wumaodong" (oder 5 Mao-Schreiberling) ist, habe ich nie behauptet. Er soll ja er durchaus die Grenzen der Zensur ausgelotet haben. Mir geht es auch nicht darum, dass er nicht den Helden spielt. Wobei meiner Meinung nach keineswegs jeder, der sich mit dem chinesischen Staat anlegt, ein Held ist.
Mir geht es darum, dass er (bewusst, wie ich ihm unterstelle) Dinge falsch versteht, um Vorwürfen aus dem Weg zu gehen, anstatt sich ihnen zu stellen.
@Metapher
Mark Siemens hat es in einem Artikel den ich im anderen Ordner plaziert habe, für dich aufgelöst.
@Low-High Context:
Bild
Bitte lies dich da ein wenig ein. Ist ein wenig umfangreicher zu erklären und meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Thema. Gerade wenn man betrachtet, dass China und Deutschland am jeweils anderem Ende des Spektrums liegen. Im Internet gibts massenweise Artikel dazu.
@Wumaodang
Inwiefern versteht er Dinge falsch? Kann dir nicht folgen und meiner Meinung stellt er sich den Vorwürfen sehr direkt. Nur halt auf seine Art (Metaphern, High Context Communication).
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Bernhard »

Ob ich mich in diese "High-Context vs. Low-Context"- Theorien "bitte einlese", muss ich mir noch überlegen.

Auf diesen Satz möchte ich aber noch kurz antworten:
beowulf hat geschrieben: Inwiefern versteht er Dinge falsch? Kann dir nicht folgen und meiner Meinung stellt er sich den Vorwürfen sehr direkt. Nur halt auf seine Art (Metaphern, High Context Communication).
Er versteht nicht Dinge falsch, sondern er weicht ihnen (vielleicht ist das typisch chinesisch?) aus.
Jemand sagte zu ihm: "Du hast Zensur verteidigt. Das finde ich nicht gut!"
Er: "Weißt du... früher hat einer nicht wie befohlen geweint, und ich habe ihn denunziert. Das war ein Fehler. Ich habe aber daraus gelernt! Jetzt jammern alle über Zensur, aber ich jammere nicht."

Er gibt sich den Anschein von "ich habe gelernt, gegen den Strom zu schwimmen" bzw. "man muss nicht bei allem mitmachen, was die anderen machen". Dabei sagt bzw. macht er sowohl damals als auch heute das, was die Regierung will. Zumindest in diesem einen Punkt. Ich habe nie gesagt und sage auch nicht, dass er ein Hofschreiber ist.

Vielleicht verstehe ich es immer noch falsch, aber dann ist es mir letzten Endes auch egal. Das Thema ist nicht wichtig genug, um seitenlang darüber zu diskutieren.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von beowulf »

Bernhard hat geschrieben:Ob ich mich in diese "High-Context vs. Low-Context"- Theorien "bitte einlese", muss ich mir noch überlegen.

Auf diesen Satz möchte ich aber noch kurz antworten:
beowulf hat geschrieben: Inwiefern versteht er Dinge falsch? Kann dir nicht folgen und meiner Meinung stellt er sich den Vorwürfen sehr direkt. Nur halt auf seine Art (Metaphern, High Context Communication).
Er versteht nicht Dinge falsch, sondern er weicht ihnen (vielleicht ist das typisch chinesisch?) aus.
Jemand sagte zu ihm: "Du hast Zensur verteidigt. Das finde ich nicht gut!"
Er: "Weißt du... früher hat einer nicht wie befohlen geweint, und ich habe ihn denunziert. Das war ein Fehler. Ich habe aber daraus gelernt! Jetzt jammern alle über Zensur, aber ich jammere nicht."

Er gibt sich den Anschein von "ich habe gelernt, gegen den Strom zu schwimmen" bzw. "man muss nicht bei allem mitmachen, was die anderen machen". Dabei sagt bzw. macht er sowohl damals als auch heute das, was die Regierung will. Zumindest in diesem einen Punkt. Ich habe nie gesagt und sage auch nicht, dass er ein Hofschreiber ist.

Vielleicht verstehe ich es immer noch falsch, aber dann ist es mir letzten Endes auch egal. Das Thema ist nicht wichtig genug, um seitenlang darüber zu diskutieren.
Du verstehst seine Metapher vollkommen falsch. Alle verlangen von ihm, dass er mit einstimmt und mit den Wölfen heult und er tut dies nicht. Das Thema Zensur ist übrigens nicht etwas, was er auf den Tisch gebracht hat. Von westlicher Seite wird er krampfhaft gezwungen, sich entweder als Dissident oder als Hofschreiber zu outen.
Mo Yan ist aber keines von beiden.

Weiters ist die Empörung eine geheuchelte. Um Zensor, Menschenrechte oder demokratische Reformen geht es Ai Weiwei, Liu Xiaobo, Yu Jie, Liao Yiwu oder Herta Müller offensichtlich überhaupt nicht. Denen geht es nur darum ein Feindbild (Kommunismus, China) mit allen Mitteln zu bekämpfen. Zur Erinnerung - das ist genau das Eck, das eine Zerschlagung Chinas oder eine neue Kolonialisierung Chinas propagiert. Das bei jeden Anlass den Predigern der Gelben Gefahr zur Hilfe eilt.

Die abweichende Meinungen sofort mundtot machen und andersdenkende als Büttel der Diktatur diskredierten. Gleichzeitig aber massiv Kohle verdienen, im Rampenlicht stehen und zu anderen Themen - wobei sie sich vielleicht im Westen unbeliebt machen könnten - entweder schweigen oder herumschleimen.

Deren Empörung ist eine geheuchelte.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Bernhard »

um Ai Weiwei oder Liao Yiwu geht es mir nicht. Ich stelle sie auch nicht Mo Yan gegenüber.

Ich stimme seinen Ausführungen auch teilweise zu. Und ich bin der Ansicht, dass nicht jeder zum Dissidenten werden muss.
Für mich ist es akzeptabel, wenn er sagt: "Ihr wollt mich in eine Ecke schieben, aber das lasse ich nicht mit mir machen" oder "ich heule nicht mit den Wölfen". Aber die Zensur als "notwendig" zu bezeichnen und als Reaktion auf die Empörung über diese Äußerung dann verlauten zu lassen "ich heule nun mal nicht mit den Wölfen", da beschleicht mich irgendwie ein ungutes Gefühl.
Es kann sein, dass ich mich irre und er das gar nicht als Reaktion darauf gesagt hat. Aber das ist zumindest mein Kenntnisstand.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von robbe »

http://www.monde-diplomatique.de/pm/201 ... 042.idx,13

Bis auf den Aufhänger am Anfang mit den Preisvergleichen finde ich den Text ganz interessant. Aber kann eventuell jemand einschätzen, ob das auch wirklich so stimmt oder doch eher Schwarzmalerei ist?
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MannAusChina
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von MannAusChina »

robbe hat geschrieben:http://www.monde-diplomatique.de/pm/201 ... 042.idx,13

Bis auf den Aufhänger am Anfang mit den Preisvergleichen finde ich den Text ganz interessant. Aber kann eventuell jemand einschätzen, ob das auch wirklich so stimmt oder doch eher Schwarzmalerei ist?
Ich habe nach den Preivergleichen gegoogelt und die folgende Liste gefunden.
Bild

Der Preis für 12 Eier (16,90) finde ich sehr auffällig. In China werden die Eier 500g-weiser gekauft und nach den Preivergleich kostet Eier 11,27/500g. Ich mag Eier sehr, insbesondere gerührte Eier. Ich mache jedes Jahr einmal Urlaub in China und esse auch viel Eier. Soviel ich weiss kostet 500g Eier immer etwa, meistens weniger als, 5 Yuan. Ich habe im Internet einen Bericht (auf Chinesisch) gefunden.
http://www.jiweb.cn/jidanjiage/zoushi/38118.html
Es geht darum, dass die Preis für Eier in Zhengzhou (Henan Provinz) im Dezember gestiegen ist und kostet jetzt 5 Yuan per 500g.
Es stimmt, dass die Preise für Lebensmittel in China stark schwanken. Aber beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass 500g Eier in China mehr als 10 Yuan kosten wird.
Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von robbe »

Den Preisvergleich finde ich uninteressant, vermutlich ist er auch methodisch komplett falsch. Den Rest finde ich interessant und wollte wissen, ob das stimmt/realistisch ist :)
Aremonus
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Aremonus »

Ich habe die Lebensmittelpreise in China nicht mehr alle im Kopf, aber ich habe oft gestaunt, dass gerade die Preise qualitativ hochwertiger Produkte höher als in Deutschland waren. Bei Gemüse schwankten sie massiv - je nach Händler und je nach Motivation beim Verhandeln :wink:

Bei manchen Produkten waren die Unterschiede schon massiv. Ferrero Rocher Schokolade kostete in Sichuan 50 bis 60 Yuan die Packung, in Deutschland nicht mal die Hälfte. Elektronikprodukte waren generell etwa 20 Prozent teurer als in der Schweiz, Autos teilweise 80 Prozent teurer... und die Wohnungspreise sind sowieso extrem.

Dennoch geht ein Faktor vergessen: in China ist es viel besser möglich, mit 1000 US-Dollar im Monat zu leben als in den USA. Denn in China gibt es für alles immer noch eine billigere Alternative, die man so im Westen kaum findet. Not macht eben erfinderisch. In China kriegt man beispielsweise für 300 Yuan im Monat ein Bett in einem 6er-Zimmer - da kann man in Deutschland lange suchen.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von sven-chongqing »

620g / 11,20RMB. Kaufen die immer im Körbchen, weshalb ich nie drauf geachtet habe (den originären Satz "wie viel Gramm meine Eier wiegen" spare ich mir lieber). Ist also durchaus realistisch. Es gibt sie auch noch günstiger, aber gerade bei so einem Thema kauf ich lieber etwas teurer.

Preise == Suguo Supermarkt in Jiangsu. Ich kauf mittlerweile auch gerne mal auf dem Markt ein, aber meistens bin ich dafür gefühlt zu spät und dann kann ich auch gleich im Supermarkt einkaufen.

@Aeremonus: Früher gab es in Deutschland noch 6-Bettzimmer wo Du 300DM im Monat bekamst damit Du da wohnst! Für 300RMB bekommst Du in Chongqing oder Sichuan schon ein WG Zimmer. Mit allen Annehmlichkeiten und Privatsphäre.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Grufti »

ingo_001 hat geschrieben:http://www.welt.de/finanzen/article1117 ... ollar.html

Mal sehen, ob sich andere Länder auch an der US-Doller-"Flucht" beteiligen.

Dieses Mal würden die USA bei einer Bestrafung der Länder, die sich aus dem USD zurückziehen, absolut den Kürzeren ziehen....

Saddam Hussein soll untere anderem auch deswegen mit Krieg überzogen worden sein, weil er versucht hatte, einen großen Teil seiner Öl Dollar in Euronen anzulegen....

Leider habe ich die Links und meine Postings, die ich damals im Politik-Forum von SAT1.de gesammelt hatte, nicht kopiert. Nach einer Total-Renovierung der SAT1.de Foren war alles futsch....was ein Hauptgrund war, weshalb in mich in diesem Forum mehr engagiert hatte..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von VielUnterwegs »

Sepel hat geschrieben: China may require real name registration for internet access

China may require internet users to register with their real names when signing up to network providers, state media said on Tuesday, extending a policy already in force with microblogs in a bid to curb what officials call rumors and vulgarity.
Das ist doch in der Praxis schon heute so. Ich musste fuer meine Handykarte wie auch meinen DSL Anschluss entweder Ausweis meiner Frau oder meinen Pass kopieren lassen. War beides China Unicom in Peking.
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