Hallo corneta,
vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe gesehen, dass du im Forum sehr aktiv bist, deshalb bin ich fast davon ausgegangen, dass du mit nach Shanghai gegangen bist

Aber gut...
Dein Interesse für das Land kann ich gut nachvollziehen. Ich habe mich mittlerweile auch ein bißchen damit beschäftigt und finde es sehr interessant. Zudem habe ich eine Arbeitskollegin, die ursprünglich aus Peking kommt. Von ihr habe ich auch schon einiges erfahren! Wobei sie (noch) nichts von "unseren" Plänen weiß.
Zu deinen Fragen:
1.) Ja, ich habe eine Ausbildung in meinem aktuellen Beruf. Ich habe sogar zwei Ausbildungen. Habe lange (fast 8 Jahre) in dem zweiten Ausbildungsberuf gearbeitet (Verlagsbranche). Nun bin ich nach 2 Jahren Fernbeziehung zu meinem Freund nach München gezogen und arbeite dort in meinem 1. Ausbildungsberuf (Büro in der Industrie). Nach dem Umzug kam dann das Angebot für China...
2.) Ja, die Firma hilft mir bei meinem Visum. Dies ist vertraglich alles vereinbart. Auch erhalte ich z. B. Heimflüge nach Deutschland, Versicherungen etc. Sie wollen mir auch bei der Jobsuche helfen.
Hört sich auch alles super an. Trotzdem gibt es Zweifel.
Zum einen wegen der Sprache. Wie ich bereits erwähnt habe, ist mein Englisch nicht sehr gut. Ich arbeite bereits daran, aber vorallem die Grammatik will nicht in meinen Kopf! Andererseits kenne ich Beispiele (der Onkel meines Freundes), die es auch geschafft haben. Der Onkel ist vor fast 50 Jahren mit 18 Jahren nach Kanada ausgewandert OHNE irgendein Wort Englisch zu sprechen. Und Grammatik ist ja nicht alles! Doch die Zeiten haben sich geändert...
Auch die Hilfe bei der Jobsuche durch die Firma meines Freundes ist super. Allerdings haben die schon mitgeteilt, dass hierfür sehr gute Englischkenntnisse zwingend notwendig sind, wenn man z. B. für eine deutsche bzw. internationale Firma mit einer Außenstelle in China arbeiten will. Das erhöht den Druck natürlich enorm!
Zum anderen natürlich das neue Umfeld. Ich kenne China bisher nur aus Erzählungen, Bildern und Recherchen. Wir wollen versuchen, vorher nochmal gemeinsam das Land zu besuchen (dort Urlaub machen). Dies ist allerdings auch nicht so einfach, da ich noch in der Probezeit bin und es mit Urlaub nicht so gut aussieht! Mein Freund wird voraussichtlich im Oktober 2012 das erste Mal rüberfliegen und sich alles ansehen. Geplant ist, dass er Anfang des Jahres (Februar/März 2013) "richtig" rübergeht und dort arbeitet. Er würde dann erstmal 3-4 Monate alles vor Ort organisieren (Anmeldungen, Wohnung etc.) und ich dann nachkommen.
Zudem würde ich in DE meinen Job aufgeben und Familie & Freunde zurücklassen. Finde ich auch nicht ganz einfach. Andererseits sehe ich es sowohl beruflich als auch privat als Chance!
Ich würde mich, glaube ich, besser fühlen, wenn ich erstmal eine "andere" Aufgabe dort hätte (Sprachschule etc.) und ich mich dort einleben kann. So kann ich auch austesten, wie das mit Englisch im Alltag funktioniert. Wenn ICH mich dann sicher fühle (was glaub ich das wichtigste ist!), kann ich mir durchaus vorstellen, dort in einen "normalen/richtigen" Beruf (englischsprachig) einzusteigen.
Leider kenne ich mich mit den Alternativen für den Zeitvertreib (statt Beruf) nicht aus.
In meinem Kopf ist momentan alles noch sehr unsortiert und mit vielen Fragezeichen! Ich hoffe du kannst mir bei meinen Ausführungen folgen
Das mit der Fernbeziehung sehe ich ähnlich. Vorallem weil wir dies nach 2 Jahren vor kurzem erst beendet haben (und hier waren es nur ca. 300 km).
Es ist schonmal gut, mit jemandem darüber sprechen zu können und so alles zu sortieren.
Bisher wissen nur wenige davon (ein Freund, der selbst für den Job ausgewandert ist sowie 2 Geschwister meines Freundes). Wir wollen es erst "allen" sagen, wenn es wirklich fix ist. Es gibt zwar schon einen Vertrag, aber es gibt noch VIEL zu klären (lt. meinem Freund) - es läuft wohl noch nicht alles in der Firma.
Dann ist da auch noch die Angst, was die Eltern sagen. Wir sind zwar beide schon erwachsen (Ende 20), aber wir bleiben trotzdem immer die Kinder unserer Eltern. Und in der Beziehung sind unsere Eltern etwas konservativ. Wenn man dann selbst nicht richtig davon überzeugt ist bzw. Zweifel hat, wird das schwierig!
Wie gesagt, ich finde den Austausch ganz gut. Ich weiß natürlich, dass du mir nur etwas raten kannst. Die Entscheidung muss ich schlussendlich selbst treffen!
Vielen Dank für´s Lesen
Jasmin