Falsch interpretiert. Ich bin ein Chinese, also nix mit "aus eigenen Reihen".corneta hat geschrieben:Ich bin fasziniert, wie hier diskutiert wird.
Das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf.MannausChina hat geschrieben:Ich bin zwar schon 10 Jahre hier in Deutschland, aber bin von der Scheinheiligkeit vieler Deutsche noch immer wieder verwundert.
Wir erinnern uns an die hitzige Disskusion Kleinkind zweimal überfahren und liegengelassen
Wer Lust und Zeit hat, kann ja mal die jeweiligen Meinungen der einzelnen Mitglieder miteinander vergleichen. Die Tatsachen sind relativ ähnlich, jemand wird angefahren und einfach liegengelassen, ohne dass man weiß, wie schwer die Verletzungen sind. Wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit Chinesen die Fahrer sind, dann wird die moralische Keule geschwungen und von der Verrohung der Gesellschaft gesprochen. Ist eine Deutsche die Fahrerin, die noch dazu nicht fahren durfte und auch noch gesoffen hat, dann rät man zur Flucht, um sich der Konsequenzen zu entziehen. Man kann ja dann zur Beruhigung des Gewissens ein bisschen Kohle von Deutschland aus schicken. Wirklich interesssant, wie sich die Betrachtungsweise ändert, wenn jemand aus den "eigenen Reihen" der Übeltäter ist.
Edit: Den Bezug zu dem alten Thread hat man offensichtlich schon gefunden, aber die richtigen Schlüsse hat noch keiner gezogen.
Außerdem sind die zwei Fälle wohl kaum miteinander zu vergleichen, oder? Beim Fall Foshan hat der Fahrer das Kind absichtlich überfahren, um es zu töten.Das hat der Fahrer später auch gestanden, dass er das Kind töten wollte, weil die möglichen Krankenkosten für ihn höherer gewesen wären als die Abfindungskosten, wenn das Mädchen tot wäre. Für mich wäre das klar Mord, oder wie siehst du das?
Auch die Passanten hätten einfach die Polizei rufen können, oder wenigstens das Mädchen von der Straße wegzerren können(wodurch das spätere Überfahren des Mädchens durch einen zweiten LKW erpart geblieben wäre).Die Passanten im Fall Foshan haben nicht gehandelt, obwohl ihnen keine ernsthafte Konsequenzen gedroht hätten, wenn sie zum Beispiel die Polizei oder einen Krankenwagen benachrichtigt hätten.
Das sind zwei verschiedene Fälle.

