Bernhard hat geschrieben:@Xian
Das mit der Kommerzialisierung bzw. touristischen Verkitschung ehrwürdiger (und für Gläubige heiliger) Orte und Inhalte ist sicherlich richtig. Ich konnte das auf meiner Reise auch wieder sehen. Das ist aber eine allgemeine Entwicklung, die man auch bei christlichen Pilgerstätten in Europa findet.
Das hört sich ein wenig danach an als wenn es damit getan wäre, dass es eine allgemeine Entwicklung ist. Ist es das wirklich ? Wir haben das jetzt schon ein paar Mal gehabt, dass hatte ich mit dir und anderen hier. Und es scheint so als wenn es damit erledigt wäre das es das wo anders ja auch gibt. Klar gibt es Sachen wo anders auch, aber was hat das mit dem Ort von dem wir reden zu tun ? Oder darf man es nur kritisieren wenn es das wo anders nicht gibt ? Oder muss ich jeden einzelnen Ort auf der Erde erstmal erwähnen wo es das auch gibt ? Warum ? Ich dachte immer wir sind in einem China Forum und nicht im wenns kritisch wird, dann schau doch mal die machen es genauso. Mach mich nicht naiver als ich bin, sei du aber auf der anderen Seite nicht so naiv zu glauben, das nur weil es diese Probleme in zig Ländern auch gibt, sie in diesem Land in dem Fall China nicht trotzdem auch gelößt werden müssen.
Außerdem würde ich trotzdem wagen zu behaupten dass wir keinen Klosterabt im Bundetag haben, der einen Sitz in der Regierung im Bundestag hat und nebenher obwohl er eigentlich allem Weltlichen abgeschworen hat einen dicken Jeep fährt den er für seine Verdienste im Tourismus von der Regierung bekommen hat und auf Tempelboden Bikiniwettbewerbe veranstaltet hat und du im Vatikan Staat nicht sogenannten "Fake Mönchen "( ja das hat sich echt zummindest im Kampfkunstbereich so als Begriff durchgesetzt) die für nur genug Geld dir alles verkaufen...
Über diese netten Leutchen, die diesen Imbiss betrieben haben, kann ich natürlich nicht viel sagen. Und ich glaube erst einmal, was du schreibst. Allerdings weiß ich nicht, ob du in manches nicht etwas hinein interpretierst. Z.B. geht mir nicht ganz ein, wie du weißt, dass diese Leute einige alte Ausdrücke kannten, wo du doch des Chinesischen gar nicht mächtig bist.
Ich meine Ausdrücke wie zb. "Bigu" , man muss dafür nicht des Chinesischen mächtig sein, da zb. Übersetzungen zur Daoistischen Inneren Alchemie solche Begriffe zb. manchmal nicht übersetzen und dann nur mit Fußnoten später erläutern.So nur als ein Beispiel.
Zu dem anderen Beitrag:
Meiner Meinung nach ist Sachlichkeit eine hohe Tugend. Und wenn im Falle einer sachlichen Darstellung "manche Leute nicht verstehen, was nun so schlimm daran ist", dann sollte man sich an die eigene Nase fassen und überlegen, ob die eigene Sicht der Dinge wirklich objektiv ist und unvoreingenommen ist.
Kann ich prinzipiell nicht wiedersprechen, du glaubst aber vielleicht nicht wie sehr manche Menschen abstumpfen können.
Mit was für "Tibetern" hast du denn Kontakt? Mit Leuten, die aktuelle in Tibet wohnen und immer dort gewohnt haben, oder mit tibetischen Flüchtlingen bzw. deren Nachkommen, die ihr Heimatland noch nie gesehen haben? Ich gehe nicht so weit wie die chinesische Regierung, die sagt, diese Flüchtlinge entstammen alle der ehemaligen tibetischen Oberschicht und verbreiten Lügen, weil sie ihre frühere Macht wieder haben wollen. Jedoch muss man sich fragen, aus welchen gesellschaftlichen Kreisen diese Leute tatsächlich kamen, wie zuverlässig ihre Erinnerungen noch sind und wie viel Gewicht die Ansichten von Exiltibetern hat, die im Ausland geboren wurden und möglicherweise Tibet noch gar nie mit eigenen Augen gesehen haben.
Von allem etwas. Ich war letze Woche noch in Bremen auf einer größeren Veranstaltung auf dem Bremer Marktplatz. Das Thema war Menschenrechte Weltweit, dort waren Leute von Amesty, Leute von Brot für die Welt, Leute die in Lateinamerika arbeiten und dort helfen, Leute aus dem Iran und sogar Leute die auf Nationale Missstände in dem Bereich aufgeklärt haben , Leute vom Tibetischen Zentrum und eben wir vom Falun Gong. Auf dem Marktplatz hatte jeder einen Stand und jeder klärte halt über die Thematiken auf mit denen er sich beschäftigte, wie waren direkt neben den Tibetern. Alle waren sehr interessiert über die Sachen der anderen zu erfahren und auch das Puplikum war sehr offen(was denke ich diese Veranstaltung auch erst möglich gemacht hat). Nun bei den Tibetern war zb. auch eine ältere Dame(Westlerin ) die länger in Tibet in den Klöstern leben durfte ) Also es gibt alle möglichen Leute und ich habe inzwischen auch alle möglichen Leute kennen gelernt. Von Leuten die es nie mitgekriegt haben, bis Leuten die es sehr zur spüren bekommen haben.
Die Westler, die tibetischen Buddhismus praktizieren, sind oft die, die gerade von dem realen alten Tibet nichts wissen und ein völlig verklärtes Bild davon haben.
Ist finde ich ein schwieriges Thema was Seiten füllt und auch zu vielen Kontroversen führen kann. Meiner Meinung nach läßt es sich außerhalb von Tibet, nur mit dem Zugang zu den Medien, Buch, Radio, Internet das nur schwerlich beantworten. Was ich aber festgestellt habe ist das zb. über Fernsehen und Dokumentationen Misstände im damligen Tibet, immer nur durch die selben zwei drei Szenen untermauert werden. Und wenn man zumindest das wenige Material sichtet was es im Netz von Tibet vor den 50 er gibt sichtet, dann ist dort auf den Videos nichts von diesen Sachen zusehen.
Welche Schlüsse man nun daraus zieht bleibe jedem selbst überlassen.
Das Britische National Archiv hat von einem Englischen Pärchen was lange in Tibet war viel Video Material hinterlassen bekommen, dass haben sie digitalisiert und online gestellt. Zu finden hier:
http://www.youtube.com/user/BFIfilms (Muss man sich aber was durchsuchen, weil die über 400 Videos hochgeladen haben. Das interessante ist, die Videos wurden später nochmal kommentiert von dem Pärchen wo sie von ihren Erlebnissen dort berichten.
Liebe Grüße,
Xian