China beklagt Arroganz des Westens

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Laogai
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von Laogai »

laogai hat geschrieben:
robbe hat geschrieben:Schade, dass das "Interview" im zweiten Teil (wegen Studenten etc.) nicht mehr fortgesetzt wurde...
Den verstehe ich nicht. Welche Studenten? Und warum wurde "das "Interview" im zweiten Teil" nicht fortgesetzt?
robbe hat geschrieben:Teil 1 = mit Zitaten von Fr. Fu
Teil 2 (fängt nach dem Flugzeugträger an) = ohne Zitate von Fr. Fu
=> "Interview" besteht nur zu den Themen des 1. Teils
Kappiert?
Nein, leider noch immer nicht :(
Das Interview ist auf Spiegel-Online in drei Abschnitte unterteilt und in keinem wird von Studenten gesprochen. Also was wurde nicht fortgesetzt? Und welche Studenten?
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Blackwater
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von Blackwater »

Ich finde, es ist irgendwie klar das die USA an Einfluss verliert. Times up ! Ganze einfach, wurde doch auch schon tausendfach erwähnt. Es geht halt nicht mehr auf Pump. In China ist sehr reich, die können sich das Leisten, werden auch wie ein profitorientiertes Unternehmen geführt und kaum Geld verschleudert. Nur die Bevölkerung muss teilweise drunter leiden -> wenig Sozialpolitik.
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von robbe »

Blackwater hat geschrieben: In China ist sehr reich
Glaub mir, die USA und andere Ländern sind trotz ihrer Schuldenprobleme immer noch weitaus reicher... Es ist falsch dabei nur die Regierung bzw. den Staat zu betrachten.
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unbekannt
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von unbekannt »

wenn china den usa kein geld gibt ist china auch bald pleite
denn wenn die usa pleite gehen kauft keiner mehr chinamist sondern nur noch made in usa ein
das heisst die chinesischen firmen haben keinen absatzmarkt mehr.
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von Aremonus »

werden auch wie ein profitorientiertes Unternehmen geführt und kaum Geld verschleudert
Leider nein.
Da werden Billionen verschwendet... die USA sind da weitaus effizienter. Nur haben die USA viel tiefere Steuern und verschulden sich stärker, während China eben einfach so hohe Steuern hat, dass jeder gut Gebildete irgendwie versucht, im Ausland oder in Hongkong zu arbeiten. Ich beispielsweise müsste in China die Hälfte meines Einkommens dem Fiskus abliefern...

Dass sich die USA verschulden, ist ja auf den ersten Blick eigentlich clever - denn Länder wie China haben ihre Währung an den Dollar gekoppelt, womit eigentlich China, Japan, Russland und diverse europäische Staaten die US-Staatsschulden bezahlen (denn die USA drucken einfach Geld und werten so den Dollar ab). Die Amerikaner müssen dafür keinen Cent ausgeben...

Auf den zweiten Blick muss dann natürlich eingestanden werden, dass das Geld, das die Regierung ausgibt, trotzdem in der Privatwirtschaft fehlt und die USA noch viel, viel reicher sein könnten, wenn die 15 Billionen US-Dollar schulden zum Schaffen von Arbeitsplätzen investiert worden wären.
China ist sehr reich
Warst Du jemals in Deinem Leben in China? oO
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von Saiber »

Bernhard hat geschrieben:dann wäre die logische nächste Frage gewesen,
woraus die chinesische Regierung dann ihre Legitimation bezieht.
Falsche Annahme. Die Legitimation der chinesischen Regierung ist, dass sie so ein Land wie
China mit ihren Mitteln regieren kann.

robbe hat geschrieben:
"Demokratie allein bringt eben noch kein Essen auf den Tisch."
Damit hat sie es den Westlern aber gegeben..^^ Wahrscheinlich empfand sie diese Aussage
selbst für richtig intelligent...
Und was ist hierzu dein intelligenter Kommentar?
Bringt Demokratie Essen auf den Tisch?
robbe hat geschrieben:Macht China auch was oder sitzen die nur einfach so gemeinsam im Boot?
Und überlassen das Lenken anderen?
Wenn nicht, etwas komische Formulierung.Schade, dass das "Interview"
im zweiten Teil (wegen Studenten etc.) nicht mehr fortgesetzt wurde...

Ein aussageloser Artikel voller Geschwätz. Wie oft musste man auf der
Spiegel-Seite klicken, um den zu finden?
Wieso sollte China irgendwas lenken? Sind sie dafuer veranwortlich was der Westen sich ueber Jahrzehnte
sich selbst eingebrockt hat? Und wenn, wuerdet ihr akzeptieren dass China euch die Richtung vorgibt?
robbe hat geschrieben:Genau, angesprochen, aber nicht ausgeführt,
vertieft und argumentiert Dazu braucht man keine stellv. Außenministerin
Wenn ich mir diese "geistreichen" Kommentare, Ausfuehrungen und Argumente sogenannter westl. Politiker
so ansehe und anhoere frage ich mich auch aus welchem Zelt auf dem Oktoberfest sie gekrochen sind.
robbe hat geschrieben:Schau dir mal alle Zitate von der Fr. Fu im Artikel
an und sag mir welcher wirklich aussagekräftig ist.
-"Schafft der Westen das Mehrheitsparteiensystem ab wenn Wirtschaftskrise ist?"
-"Demokratie alleine bring kein Essen auf dem Tisch."
robbe hat geschrieben:Glaub mir, die USA und andere
Ländern sind trotz ihrer Schuldenprobleme immer noch weitaus reicher...
Es ist falsch dabei nur die Regierung bzw. den Staat zu betrachten.
reicher in was? zaehle mal auf. Deren Industrie lebt von eines was China ihnen erfolgreich streitig macht.
"Rohstoffe". Oder wollt ihr die Kohlekerkern im Ruhrgebiet wieder anwerfen?
Die USA ist noch zahlungsfaehig auf dem Papier und mit ihren noch bestehenden Namen. Stelle dir mal vor,
China wirft alle US Anleihen auf dem Markt. Was dann passieren wuerde. China wuerde Verluste einfahren
aber den USA und den Rest der Welt wuerde es viel viel schlechter gehen.
unbekannt hat geschrieben:wenn china den usa kein geld gibt ist china auch bald pleite
denn wenn die usa pleite gehen kauft keiner mehr chinamist sondern nur noch made in usa ein
das heisst die chinesischen firmen haben keinen absatzmarkt mehr.
Hier geht es nur noch darum die Kuh, die noch Milch geben kann nicht zu schlachten. Um nichts anderes.
Waere China demueber feindlich gesinnt, wuerde sie schon laengst den Sack zu machen. Was sind schon die paar Bucks wenn das wichtigste mittlereweile zu haben ist. Rohstoffe (was man vorher nicht so garantiert hatte).
In Afrika sind nicht mehr viele gewillt US-Dollars zu haben. Dafuer aber umso mehr was anderes...

Die Wirtschaftssystem des Westen funktionieren immer auf einen einfachen Prinzip. Handfestes rein, papier und imaginaere Mittel raus.
Das wird gerade in Frage gestellt, und somit auch das ganze System auf die Probe gestellt.
Man verrenkt sich selber um dies wieder einzurenken. Aber die "Kleinen" auf der Welt
spielen nicht mehr so mit...
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von robbe »

Saiber hat geschrieben:
robbe hat geschrieben:
"Demokratie allein bringt eben noch kein Essen auf den Tisch."
Damit hat sie es den Westlern aber gegeben..^^ Wahrscheinlich empfand sie diese Aussage
selbst für richtig intelligent...
Und was ist hierzu dein intelligenter Kommentar?
Bringt Demokratie Essen auf den Tisch?
Der Spruch ist so alt und so offensichtlich richtig, dass es schon jeder weiß. Einfach unnötig. Das war was ich aussagen wollte.
Saiber hat geschrieben: reicher in was? zaehle mal auf. Deren Industrie lebt von eines was China ihnen erfolgreich streitig macht.
"Rohstoffe". Oder wollt ihr die Kohlekerkern im Ruhrgebiet wieder anwerfen?
Die USA ist noch zahlungsfaehig auf dem Papier und mit ihren noch bestehenden Namen. Stelle dir mal vor,
China wirft alle US Anleihen auf dem Markt. Was dann passieren wuerde. China wuerde Verluste einfahren
aber den USA und den Rest der Welt wuerde es viel viel schlechter gehen.
Reichtum fängt bei Finanzkapital an und hört bei Human- und Sozialkapital auf. Den Begriff Kapital kannst du ja mal nachschlagen. Dass damit nicht nur Geld und Rohstoffe (oh und nebenbei: die USA und auch viele andere Industriestaaten verfügen über gewaltige Rohstoffvorkommen und auch die Möglichkeiten diese effizient zu fördern) gemeint sind, ist schon lange bekannt.

Selbst wenn es den USA und anderen Ländern materiell sehr viel schlechter gehen würde, würde es ihnen immer noch besser als dem chinesischen Durchschnitt ergehen.
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von Saiber »

robbe hat geschrieben:Der Spruch ist so alt und so offensichtlich richtig, dass es schon jeder weiß. Einfach unnötig. Das war was ich aussagen wollte.
Und wenn alt und abgenutzt, trifft er immer noch zu. Noetig ist es immer wenn die Oberschlaumeiers andere belehren wollen wo es lang gehen soll, obwohl sie es selber nicht koennen. Was ist also daran so verwunderlich?
robbe hat geschrieben:Reichtum fängt bei Finanzkapital an und hört bei Human- und Sozialkapital auf. Den Begriff Kapital kannst du ja mal nachschlagen. Dass damit nicht nur Geld und Rohstoffe (oh und nebenbei: die USA und auch viele andere Industriestaaten verfügen über gewaltige Rohstoffvorkommen und auch die Möglichkeiten diese effizient zu fördern) gemeint sind, ist schon lange bekannt.
und ich dachte wir haben in den letzten 3 Jahren gelernt was Finanzkapital - "Kapital" ist. Einpaar Ziffern am Bildschirm und bedrucktes Papier. Wie sagte nochmal ein Indianer der Cree, Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann". Aber macht dir nichts draus.
robbe hat geschrieben:Selbst wenn es den USA und anderen Ländern materiell sehr viel schlechter gehen würde, würde es ihnen immer noch besser als dem chinesischen Durchschnitt ergehen.
Das ist ja kein Glanzleistung. Die USA und andere Laender hatten ja auch neben ihren Raub- und Eroberungszuege durch die ganze Welt auch ueber 100 Jahre Vorsprung (der aber auch immens verkuerzt wurde). Man stelle sich mal vor was passieren wuerde wenn es der ganzen Bevoelkerung Chinas besser gehen wuerde, sprich zur reellen Mittelklasse vorstossen...
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von Grufti »

Heißt es nicht viel besser:

China jammert über die Arroganz des Westens ?

Den Eindruck habe ich jedenfalls !


Einer schlimmer als der andere !
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von robbe »

Saiber hat geschrieben:und ich dachte wir haben in den letzten 3 Jahren gelernt was Finanzkapital - "Kapital" ist. Einpaar Ziffern am Bildschirm und bedrucktes Papier. Wie sagte nochmal ein Indianer der Cree, Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann". Aber macht dir nichts draus.
Und ich dachte, du kannst neben lesen auch verstehen.
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von Aremonus »

China wuerde Verluste einfahren
aber den USA und den Rest der Welt wuerde es viel viel schlechter gehen.
Falsch, das ganze wäre umgekehrt. Die chinesische Wirtschaft würde sofort kollabieren, da Dollar verkaufen automatisch auch Yuan kaufen heisst (in irgendwas wird die PBOC ja vom Markt bezahlt). Folge wäre eine drastische Aufwertung des Yuans, ein Zusammenbruch des Exportgeschäfts und mit aller höchster Wahrscheinlichkeit auch ein Zusammenbruch der ganzen Immoblase.
Für die USA (und übrigens auch den Rest der Welt, da das ganze Kapital umgeschiftet würde) würde es nur höhere Zinsen bedeuten - und allenfalls eben ein neues grosses Quantitative Easing, wo die Zentralbank die neuen Staatsanleihen kauft, was eine weitere Abwertung des Dollars und eventuell eine Inflation in den USA (<10%, vergleichbar mit jener in China derzeit) nach sich zöge. They'd get over it...
Die USA und andere Laender hatten ja auch neben ihren Raub- und Eroberungszuege durch die ganze Welt auch ueber 100 Jahre Vorsprung (der aber auch immens verkuerzt wurde).
Die USA waren nie eine wirkliche Kolonialmacht - und Kolonialismus lohnt sich heute einfach nicht mehr. Beispiel Irak: 10 Billionen investiert, Öl für ein paar Milliarden bekommen. Für die USA hat sich der Irakkrieg nur gelohnt, weil sie dadurch verhindern konnten, dass die OPEC-Staaten den Ölpreis in Euro statt in Dollar berechnen (weswegen sich China iund andere Schwellenländer an den USD statt an den EUR koppeln und die Zinsen in den USA sehr tief halten).
und ich dachte wir haben in den letzten 3 Jahren gelernt was Finanzkapital - "Kapital" ist. Einpaar Ziffern am Bildschirm und bedrucktes Papier.
Die Ziffern auf den Bildschirmen sind vornehmlich Preise - Preise sind Informationen. Und die Bildschirme stellen einfach Informationen dar. Kapital hingegen ist Potential - Bildung ist genauso Teil des Kapitals wie Immobilien, Werkzeuge usw. Kapital hilft den Menschen, durch den Einsatz von Arbeit mehr Nutzen zu erzeugen.
China jammert über die Arroganz des Westens ?

Den Eindruck habe ich jedenfalls !
Die Frage ist: was ist das Kalkül hinter dem Jammern?

China möchte einfach im Landesinnern ein "wir gegen den Rest der Welt"-Gefühl wecken. Die übliche Masche, damit die Leute enger zusammen stehen und nicht auf die abwegige Idee kommen, dass die Probleme des Landes hausgemacht sein könnten.
Das sieht man doch in jedem Land - wenn's zu Hause Probleme gibt, muss man das Land eben im Ausland verteidigen und den Helden spielen. Die US-Präsidenten und auch Sarkozy spielen dieses Spiel hervorragend... auch wenn es letzterem trotzdem nicht die Wiederwahl sichern dürfte.
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von Saiber »

Aremonus hat geschrieben:Falsch, das ganze wäre umgekehrt. Die chinesische Wirtschaft würde sofort kollabieren, da Dollar verkaufen automatisch auch Yuan kaufen heisst (in irgendwas wird die PBOC ja vom Markt bezahlt). Folge wäre eine drastische Aufwertung des Yuans, ein Zusammenbruch des Exportgeschäfts und mit aller höchster Wahrscheinlichkeit auch ein Zusammenbruch der ganzen Immoblase.
They'll get over it...
Für die USA (und übrigens auch den Rest der Welt, da das ganze Kapital umgeschiftet würde) würde es nur höhere Zinsen bedeuten - und allenfalls eben ein neues grosses Quantitative Easing, wo die Zentralbank die neuen Staatsanleihen kauft, was eine weitere Abwertung des Dollars und eventuell eine Inflation in den USA (<10%, vergleichbar mit jener in China derzeit) nach sich zöge. They'd get over it...
Wenn sie sehr stark im nehmen und Innenpolitisch rigeros sind. Da werden in der Zwischenzeit noch so etliche Autos und Shops brennen. Schau mal nach Griechenland. Sie wollen aber koennen irgendwie nicht. Politker trauen sich nicht mal mehr auf die Strassen.
Die USA waren nie eine wirkliche Kolonialmacht -
Und trotzdem waren sie eine. Nur hatten sie noch etlich viel daheim aufzuraeumen gehabt wegen ihrer eigenen "Rauferei Nord gegen Sued" also noch beschraenkt gewesen. Das aber hat sich sehr schnell geaendert.
und Kolonialismus lohnt sich heute einfach nicht mehr. Beispiel Irak: 10 Billionen investiert, Öl für ein paar Milliarden bekommen.
Ja im nachhinein hat sich die Rechnung natuerlich nicht gelohnt. Bush hatte ja auch gemeint, dass wenn die GIs in die Staedte maschieren ihnen Blumen und Jubel entgegen gebracht werden. Stattdessen hagelte es Kugeln und Bomben.
Die Ziffern auf den Bildschirmen sind vornehmlich Preise - Preise sind Informationen.
das sind auch andere Indikatoren.
Kapital hingegen ist Potential –
zumeist auf blinden Vertrauen aufgebaut.
Bildung ist genauso Teil des Kapitals wie Immobilien, Werkzeuge usw. Kapital hilft den Menschen, durch den Einsatz von Arbeit mehr Nutzen zu erzeugen.
sofern du sie aber auf selben qualitativ hohen Level und insbesondere im eigenen Land halten kannst. Bildung kostet und das nicht wenig. Die meisten von euch sind ja in China. Profitiert China (oder auch andere Laender) - vermeintlich - denn da nicht von dieser “Kapitalflucht“? Kaum Einsatz aber viel Output bekommen. Aber selbst in Sachen Bildung stampft China nicht auf gleicher Stelle. Hier tut sich was. In den USA diskutieren sie ja seit Monaten ueber die „Tigermama“.
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von Aremonus »

They'll get over it...
Die Chinesen als Menschen schon - doch es dürfte zu massiven Ausschreitungen kommen. Wir sprechen hier von einer Rezession, welche sich auf die Bevölkerung in China wie jene in 1929 auswirken würde. Und zu was das geführt hat, wissen wir alle.

In den USA hingegen gibt es funktionierende finanzmärkte und eine freie Währung - und weil man eben 6,5 statt 5 Prozent für seine Hypothek bezahlen muss, zündet man keine Autos an. Wir sprechen hier von einem Problem von 2 Billionen Dollar Kapital für eine Wirtschaft, deren BIP fast bei 15 Billionen liegt - die Auswirkungen wären also weit weniger schlimm als jene der Finanzkrise.

Anders in Griechenland: das Land muss mit dem Euro kämpfen (wo die Finanzmärkte eher überreguliert sind) und kann seine Währung nicht einfach abwerten. Wir sprechen hier von einem Problem von 330 Milliarden Euro für ein Land mit einem BIP von 230 Milliarden. In absoluten Zahlen ist das natürlich weniger - aber wenn man die Verhältnisse anschaut, erkennt man das Problem.
Aber selbst in Sachen Bildung stampft China nicht auf gleicher Stelle. Hier tut sich was.
Bildung bedeutet nicht nur, das Periodensystem für die Prüfung auswendig zu lernen - sondern vor allem, eine gewisse Weitsichtigkeit zu entwickeln und im Team Projekte durchführen zu können. Natürlich wird an der chinesischen Abiturprüfung ziemlich genau das gleiche getestet wie in der Schweiz (Deutschland wohl auch) - aber während hierzulande die Schüler bereits Eigenverantwortung übernehmen und neben der Schule noch viele Aktivitäten laufen haben, haben die chinesischen Schüler kaum mehr Zeit neben der Schule, um genügend zu schlafen.
Auch der Unterricht ist ganz anders: in China wird zumeist erwartet, dass man passiv informationen aufnehmen und an der Prüfung 1:1 wiedergeben kann. Wenn man aber Informationen transformieren muss, wird's schwierig...

Zudem ist der grösste Teil des Wissens nach der Prüfung weg - der Unterschied zwischen deutschen FH-Ingenieuren (von ETH-Abgängern ganz zu schweigen...) und chinesischen Ingenieueren von den dortigen Top-Unis ist, wie wir auch in unserem Unternehmen feststellen mussten, noch immer gewaltig.

Das zeigt sich auch im Berufsleben: man findet zwar viele gute Studienabgänger für Sachberarbeiterjobs in China, aber Leute fürs Middle-Management muss man meist noch importieren.

Das Konzept der "Tigermama" bringt also nicht innovative Unternehmerpersönlichkeiten hervor, sondern eher brave Sachbearbeiter. Die braucht es auch - aber an denen mangelt es auch in Europa nicht.

Das ist ja genau das Dilemma, in welchem China steckt:
Soll eine Bürgergesellschaft mit Intellektuellen, welche eben auch eigene Ideen haben, erlaubt werden - oder ist das Beibehalten des derzeitigen Regierungssystems vor erst die bessere Lösung?
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Re: China beklagt Arroganz des Westens

Beitrag von Saiber »

Aremonus hat geschrieben:Die Chinesen als Menschen schon - doch es dürfte zu massiven Ausschreitungen kommen. Wir sprechen hier von einer Rezession, welche sich auf die Bevölkerung in China wie jene in 1929 auswirken würde. Und zu was das geführt hat, wissen wir alle.
Ausschreitungen finden in Regelmaessigen Abstaenden schon statt. Groessere und Kleinere. Kommt nur drauf an ob man von diesen im Ausland erfaehrt. Die Sache ist nur wie die Regierung damit umgeht. Natuerlich werden sie eingedaemmt mit Mitteln die nicht immer zu rechtfertigen sind, aber in China hat bisher immer "The bigger Picture" gezaehlt.
Mechanismen, Massnahmen und Werkzeuge um Umstaende, die in der Vergangenheit vorkamen, rapide zu vermeiden bzw. entgegenzusetzen, stehen der Chinesischen Regierung eher und offen zu Verfuegung, die z.B. anderen Regierungen nicht zustehen oder verschlossen sind. China macht einfach, oder anders ausgedrueckt: wenn in China eine gerade Strasse in einer gewissen Zeit gebaut werden soll, dann wird sie auch wie geplant gerade sein und rechtzeitig fertig, wo hingegen in einem westlichen Land die Strasse trotz Plans serpentienenhaft verlaufen und z.B. wie viele Autobahnen in Deutschland 12 Jahre brauchen wuerden wegen Einwaende seitens verschiedener ziviler Gruppierungen oder Bewohner und natuerlich der Finanzierung (bzw. Regierungswechsel). Zwar kein "Ideal Zustand" aber noetig um das Land und seine Bevoelkerung auf ebenbuerdigen Stand zu bringen.
In den USA hingegen gibt es funktionierende finanzmärkte und eine freie Währung - und weil man eben 6,5 statt 5 Prozent für seine Hypothek bezahlen muss, zündet man keine Autos an.
In den USA gibt es schon niederer und viel trivialerer Gruende um Autos anzuzuenden. Sie brauchen nur einen Grund, auch wenn es nur 1.5% sind.
Wir sprechen hier von einem Problem von 2 Billionen Dollar Kapital für eine Wirtschaft, deren BIP fast bei 15 Billionen liegt - die Auswirkungen wären also weit weniger schlimm als jene der Finanzkrise.
mag ja stimmen aber auch nur solange dieses BIP beibehalten werden kann. Ich dementiere in keinster Weise die noch existierende Wirtschaftskraft der USA insbesondere seiner IT Sparte. Es benoetigt aber nicht viel um diese sehr schnell woanders hin zu relokalisieren, denn so nationalistisch und patriotisch die USA auch ist, das Business dort verhaelt sich treulos und wie eine Hure. Warum denn sonst kritisiert man innlaendisch die Verlagerung der Produktivitaet ins Ausland anstatt schoen den Gewerkschaften des Landes den Hof machen? Und wer sagt ueberhaupt, dass die USA nur fuer sich selber verantwortlich sind? Die Finanzkrise ging von den USA aus und riss innerhalb weniger Tage die ganze Welt mitsich (ausser China, die sich dagegen stemmten).
Anders in Griechenland: das Land muss mit dem Euro kämpfen (wo die Finanzmärkte eher überreguliert sind) und kann seine Währung nicht einfach abwerten. Wir sprechen hier von einem Problem von 330 Milliarden Euro für ein Land mit einem BIP von 230 Milliarden. In absoluten Zahlen ist das natürlich weniger - aber wenn man die Verhältnisse anschaut, erkennt man das Problem.
Das mag auch stimmen. Fuer Griechenland waere die Bankrott Erklaerung die Salvation, aber mit Konsequenzen fuer die EU und auf langer Sicht fuer das Land selber. Nur, es ging mir im Beispiel Griechenland darum, dass der Regierung beschraenkt Mittel und Massnahmen zu Verfuegung stehen um noch zu retten was "theoretisch" noch zu retten ist. Eine Rettung ist moeglich und somit der Verbleib in der Waehrungsunion aber mit und mit viel viel Hilfe und Gelder aus der EU um Griechenland aus der Scheisse zu hieven. Deutschland z.B. hat es geschafft mit dem Aufbau des Osten in einer sehr ueberschaubaren Zeit ueber 3 Billionen (nicht Englisch) Euro zu verprassen mit einem ueberaus mehr fragwuerdigeren Resultat (im wirtschaftlichen Sinne). Hingegen braucht Griechenland fuer seine reale Rettung lediglich 300 Milliarden (also ein Zehntel davon), und hat noch andere Laender als nur Deutschland als Buerger. Aber sie muessen sich auch selber helfen koennen und das koennen sie nicht, weil sie nicht China sind.
Bildung bedeutet nicht nur, das Periodensystem für die Prüfung auswendig zu lernen -
Das ist bekannt und wird auch angegangen. Wen Jia Bao hat es mal erwaehnt, dass das Schulsystem ueber das "Auswendiglernen" hinauswachsen muss und auch mehr auf die Kreativitaet des Individiums setzen muss. Ausserdem glaube ich kaum dass die Schueler aus Shanghai schon im vorneherein die Aufgaben der Pisa Kommission kannten.

Du sprichst davon was war, aber um auf den neuesten Stand zu sein muesstest du genauer hinschauen und in manchen Regionen Chinas sehen was sein wird. So ignorant ist man auch wieder nicht in China um nicht zu sehen woran man im internationalen Vergleich hakt.
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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Saiber hat geschrieben:und ich dachte wir haben in den letzten 3 Jahren gelernt was Finanzkapital - "Kapital" ist. Einpaar Ziffern am Bildschirm und bedrucktes Papier. Wie sagte nochmal ein Indianer der Cree, Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann". Aber macht dir nichts draus.
Und ich dachte, du kannst neben lesen auch verstehen.
Vielleicht fehlt mir da die Gabe Dinge auf deine eigenartige Weise zu verstehen.
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