Integrationspolitik im Deutschland

Forum für Chinesen und Deutsche, die sich über deutsche Sitten und Eigenarten austauschen möchten.
sunshine6868
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von sunshine6868 »

Fakt ist doch, die deutsche Politik hat total versagt, was Integration angeht.....

Natürlich würde ich persönlich die Sprache lernen, mich auch der Kultur usw. anpassen, wenn ich in einem Land lebe, was nicht mein Geburtsland ist.
Und wenn ich das nicht will, gehe ich nicht in dieses Land !!!

Selbst im Urlaub versuche ich, die Sprache - zumindest das Wichtigste - zu erlernen.
Z. B. in Tunesien habe ich die wichtigsten Dinge auf arabisch gelernt, weil ich es einfach schöner und höflicher finde, den Menschen zu zeigen, dass ich mich für das Land und die Kultur interessiere.
Sonst kann ich auch zu Hause bleiben.

Was sich allerdings hier in Deutschland abspielt, kann und werde ich nicht verstehen.
Dass Türken, die schon ewig hier leben (mehr als 30 Jahre) kein Wort deutsch sprechen, weil sie halt in regelrechten türkischen Ghettos leben (z. B. in Duisburg ...und das ist nur ein kleiner Teil) und immer irgendwelcher Übersetzer haben.
Oder Studenten, die in deutschsprachigen Studiengänge eingeschrieben sind, und der deutschen Sprache nicht mächtig sind.............

Unabhängig von der Sprache gibt es natürlich durch die doch sehr unterschiedlichen Mentalitäten, die in Deutschland ordentlich ausgelebt werden, kaum Gemeinsamkeiten.
Was letztendlich bedeutet, dass die Diskrepanz zwischen Deutsche und Ausländer in Deutschland immer größer werden läßt. Und somit auch die Abneigung.
Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, allerdings sind dies nur leider sehr wenige.....

Und klar, die Ausländer können hier in der BRD ziemlich frei leben und ihre eigene Sache durchziehen.

Da lobe ich mir doch z. B. ein Land wie Dänemark.
Wenn ich als Deutsche nach Dänemark auswandern möchte, muss ich schauen, dass ich einen Job finde, um dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen UND ich muss innerhalb von zwei Jahren die dänische Sprache beherrschen.
Das finde ich vollkommen in Ordnung !!!!!

In Luxemburg z. B. musst du mindestens fünf Jahre gearbeitet haben, bevor du überhaupt "Sozialhilfe" beziehen kannst.
Was sich dann aber auch erübrigt, wenn z. B. eine Russin einen Luxemburger heiratet...........hi hi.
Davon kenne ich auch ein paar Fälle ;-) Ist schon irrwitzig.............

Als Deutsche kann ich auch nicht nach Russland, Australien oder sonstwo hin und mal eben - wie hier in Deutschland - von der "Sozialhilfe" leben.

Hier kann ich schon verstehen, dass viele Deutsche sauer sind auf Zuwanderer, die NIE in Deutschland gearbeitet haben, direkt Hartz IV bekommen. Auf der anderen Seite Menschen, die hier schon dreißig Jahre arbeiten und ihre Steuern usw. bezahlt haben gerade mal soviel bekommen, wie ein eben besagter Hartz-IV-Empfänger, wenn er nach so vielen Jahren Rente beziehen müßte (im vorzeitigen Ruhestand durch Krankheit).
Das Thema ist nicht einfach und noch schwieriger zu verstehen.........vor allem für diejenigen, die hier in dieser "Leistungsgesellschaft" so viele Jahre ihre "Knochen" für die Arbeitswelt hinhalten müssen.

In allen anderen Ländern auf der Welt gibt es nicht dieses "Sozialsystem", wie wir es in Deutschland haben. Und das ist natürlich ein gefundenes Fressen für viele Zuwanderer.
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Yingxiong
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von Yingxiong »

Bernhard hat geschrieben:
earleyalgorithmus hat geschrieben: Die Intergration bekommt nur eine leichte Bedeutung in Deutschland. Meine Meinung nach soll ein einzubürgern Versuchender mindestens Werke von Goethe und Schiller durchlesen und einen Diplomabschlussprüfung entsprechenden Test erst bestehen, bevor er einbürgert. Das heisst in der Tat Integration.
Na ja, mal langsam... Welcher Deutscher hat Werke von Goethe und Schiller durchgelesen? Ich auch nur die, die ich auf der Schule lesen musste (und das waren nicht viele). Wie viele Deutsche haben ein Uni-Diplom oder entsprechendes? Ich nicht. Soll ich dann meine Staatsbürgerschaft zurückgeben?

Ich denke, ein Land ist berechtigt, seine Zuwanderer auszuwählen, auch nach Qualifikation. Aber solche Anforderungen werden dann gestellt, weil es dem Land nützt. Mit Integration hat das primär nichts zu tun.
earleyalgorithmus hat geschrieben: "Mann aus China", du verwechselst Integrationsunwillige mit Integrationsunfähigen. Die Anhänger der Steinzeitreligion sind nicht nur Problem von Deutschland, sie verursachen auch Probleme in China. Viellecht wander ich nach Japan, wo der letzte Ort ohne diese Religion ist.
Es hilft nichts, den Islam hier zum Sündenbock zu machen. Viele Türken leben hier unauffällig und schaden niemandem. Das Problematische ist vielmehr die Ignoranz gegenüber der neuen Heimat oder einfach eine persönliche Bequemlichkeit oder Liederlichkeit. Viele Russlanddeutsche ("Deutsche") sind in dieser Hinsicht auch nicht anders.
Diese Ignoranz entwickelt sich häufig aber erst.

Da ich hier in der Schweiz sehr viel mit muslimischen Kindern zu tun habe, habe ich auch die Veränderungen miterlebt, die die Minarett-Initiative hier bewirkt hat. Hier wurde vor allem durch eine Partei alles muslimische mit Terrorismus gleichgesetzt und die Menschen so manipuliert. Die Kinder und Jugendlichen aus muslimischen Familien wurden in dieser Zeit immer frustrierter und aggressiver. Vor allem auch solche, die sehr gut integriert waren und sich an alle Regeln, Rechte und Gesetze gehalten haben.

Wer hat also hier gegen die Integration gearbeitet? Die muslimischen Jugendlichen oder die lokale Bevölkerung?
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AngelofMoon
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von AngelofMoon »

sunshine6868 hat geschrieben:Da lobe ich mir doch z. B. ein Land wie Dänemark.
Wenn ich als Deutsche nach Dänemark auswandern möchte, muss ich schauen, dass ich einen Job finde, um dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen UND ich muss innerhalb von zwei Jahren die dänische Sprache beherrschen.
Noch nichts vom EU Freizügigkeitsrecht gehört.
Das mit der Arbeit stimmt in soweit das Du nach drei Monaten einen Job nachweisen musst, so das Du für Deinen Lebensunterhalt aufkommst aber das mit der Sprache zählt nicht bei Freizügigkeitsberechtigten EU Bürgern.
Ist aber normal verständlich das man die Sprache lernt in dem Land wo man sein Leben führen will.

Nachtrag: Als Rentner brauch man natürlich nicht mehr arbeiten da der EU Bürger ja für den Lebensunterhalt Rente bezieht.
Konfuzius sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von ingo_001 »

no1gizmo hat geschrieben:Die meisten Ausländergruppen (Vöker, Nationen) aus Europa/Amerika/Asien fallen hier gar nicht auf, weil die sich a) durch kulturelle Nähe sehr leicht anpassen (z. B. Franzosen) oder b) aus kulturellen Gründen sehr unauffällig verhalten (z. B. Vietnamesen).

Türken/Araber fallen hier eben auf, nicht (nur) wegen ihrer Hautfarbe, sondern wegen ihre kulturell geprägten Verhaltensweisen.

Entweder man duldet hier Parallelgesellschaften oder reduziert den Ausländeranteil eben.

In Japan z. B. sind Japaner öffentlich immer freundlich und zuvorkommend gegenüber Ausländern. In Japan gibt es aber auch keinen hohen (sichtbaren) Ausländeranteil, keine Ausländerkriminalität, keine Sozialleistungen für Ausländer. Ähnlich ist es in China, wo Ausländer eben nur Wissen und/oder Geld ins Land bringen - klar hat da niemand was gegen Ausländer.
So siehts aus.
Bernhard hat geschrieben: Wenn Deutsche in solch prekären Verhältnissen wohnen müssten, wären viele davon auch nicht andres. In manchen Städten in Ostdeutschland (ich habe das von Berlin-Neukölln gehört) sind es Deutsche, die am Rande der Gesellschaft sind und sich entsprechend benehmen.
no1gizmo hat geschrieben:Ähm nöö. Also Neuköln, da bin ich regelmäßig und problematisch sind da Türken/Araber. Macht man immer einen Bogen rum, besonders bei U-Bahnhöfen.

Deutsche sind eher im Stadtteil Lichtenberg problematisch, aber weit weniger auffällig, als es Türken/Araber sind.

Meine chin. Freundin hat sich noch nie über aggressive Deutsche beschwert, Türken/Araber sind bei ihr aber unten durch.
Und auch hier kann bzw. muss ich zustimmen.
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von Andy_yi »

Kann man sich in Deutschland überhaupt integrieren?

Interessante Fernsehbeiträge von der Autorin Kübra Gümüsay von ein-fremdwoerterbuch.blogspot.com

ZDF "Es geht um Menschen"
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von ingo_001 »

Das Thema hatten wir ja auch schon mal.

Hier mal zur Erinnerung:

http://forum.chinaseite.de/viewtopic.ph ... n&start=15

Klar hat man auf der politischen Seite jahrzehntelang gepennt bzw. das Thema tod geschwiegen, von sich geschoben (CDU/CSU, SPD, FDP) oder mit dem Schlagwort Multikulti alle Missstände schön kuschelig weg zu drücken versucht (DIE GRÜNEN).
Alle Parteien frei nach dem Motto: Was nicht sein darf - das nicht sein kann.
Leider hat man auf allen Seiten (aus unterschiedlichen Gründen) die Realitäten nicht wahrnehmen wollen ... jetzt hat man den Salat.
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von Aremonus »

Die Frage ist für mich eher: warum soll Integration bitte die Aufgabe der Politik sein?

Das ist doch eine Aufgabe eines jeden Einzelnen. Als Ausländer muss man sich den Einheimischen anpassen, als Einheimischer den Ausländern geduldig die lokalen Sitten und Gebräuche erklären und hilfsbereit sein. Wichtig ist, miteinander zu reden. Das klappt bei vielen auch - doch es gibt leider auch viele Gegenbeispiele. Wie so oft im Leben wird, wenn eine Gruppenaufgabe fehlschlägt, die Schuld nie bei sich selber, sondern stets bei den anderen gesucht. Die betroffenen Ausländer sagen, dass die Deutschen sie nicht akzeptieren und die Deutschen sagen, dass die Ausländer sich nicht integrieren wollen. Beides bringt uns nicht weiter. Wenn man dann irgendwelchen Politikern sagt, sie sollen Integrationsprogramme starten, nützt das auch nichts: am Ende muss man selber offener werden. Und es sind meist gerade die Leute, die nicht offen sind, die mehr Integrationsarbeit von Ausländern fordern.

Dieses Forum, beispielsweise, ist ein extrem gutes Integrationsprogramm - und untersteht nicht einem Politiker :)

@MannAusChina: schau' doch die deutsche Kultur nicht so argwöhnisch an. Ich erlebe das täglich - viele Schweizer unterstellen Deutschen auch das von Dir erwähnte "Überlegenheitsgefühl und Distanzierung". Dabei meinen die Deutschen das gar nicht so, es wird einfach so verstanden. Und schon hat man den schönsten Kulturstreit und das gemischte Team arbeitet kaum mehr effizient.
Die goldene Regel lautet da: man soll niemanden verurteilen, bevor man ihn kennt.

Das ist aber natürlich kein Deutschland-Spezifisches Problem, sondern existiert überall auf der Welt.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von ingo_001 »

Aremonus hat geschrieben:Die Frage ist für mich eher: warum soll Integration bitte die Aufgabe der Politik sein?[
Die hat die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen - mit den entsprechenden Angeboten wie z.B. den integrationskursen, die dann auch anzunehmen sind, wenn man denn hier leben will.
Meine Frau schüttelt heute noch mit dem Kopf, wenn sie an die Zeit während ihres Integrationskurses denkt.
Ihre Worte: Deutschland ist zu weich zu denen, die die Integrationsangebote vorsätzlich nicht annehmen und sich dann noch ins soziale Netz zurücklehnen und ansonsten ... nichts machen.
Aremonus hat geschrieben:Das ist doch eine Aufgabe eines jeden Einzelnen. Als Ausländer muss man sich den Einheimischen anpassen, als Einheimischer den Ausländern geduldig die lokalen Sitten und Gebräuche erklären und hilfsbereit sein. Wichtig ist, miteinander zu reden. Das klappt bei vielen auch - doch es gibt leider auch viele Gegenbeispiele.
Dem ist nichts hinzu zu fügen.
Aremonus hat geschrieben:Und es sind meist gerade die Leute, die nicht offen sind, die mehr Integrationsarbeit von Ausländern fordern.
Sorry, da muss ich widersprechen: Bitte dazu mal den von mir (weiter oben) geposteten Link bemühen und meine Postings lesen.
So traurig wie es ist: Die Integrationsresistens ist nun mal bei Zuwanderern aus dem Nahen Osten besonders ausgeprägt. Das lässt sich auch nicht weg diskutieren.
Aremonus hat geschrieben:Dieses Forum, beispielsweise, ist ein extrem gutes Integrationsprogramm - und untersteht nicht einem Politiker :)
Richtig.
Aber auch "nur", weil Alle aktiv mitmachen.
Aremonus hat geschrieben:Die goldene Regel lautet da: man soll niemanden verurteilen, bevor man ihn kennt.

Das ist aber natürlich kein Deutschland-Spezifisches Problem, sondern existiert überall auf der Welt.
So siehts aus.
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von Yingxiong »

Aremonus hat geschrieben: Als Ausländer muss man sich den Einheimischen anpassen, als Einheimischer den Ausländern geduldig die lokalen Sitten und Gebräuche erklären und hilfsbereit sein.
Machen das auch wirklich alle Deutschen, die nach China ausgewandert sind? Zeigen diese nicht ihren Integrationsunwillen? (Nicht alle, aber was man bei einigen hier im Forum so liest ....)
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von Bernhard »

Yingxiong hat geschrieben: Machen das auch wirklich alle Deutschen, die nach China ausgewandert sind? Zeigen diese nicht ihren Integrationsunwillen? (Nicht alle, aber was man bei einigen hier im Forum so liest ....)
ja, das ist ein großes Problem bei vielen westlichen Expats. Nicht nur in China, sondern auch in anderen Ländern.

Nun muss man natürlich unterscheiden, ob sie von ihrer Firma für 2 oder 3 Jahre dorthin geschickt wurden und dann wieder weg sind. Oder ob sie auf eigene Initiative dorthin gegangen sind und auf unbestimmte Zeit dort bleiben wollen.

Im ersteren Fall würde ich nicht verlangen, dass sie gut chinesisch lernen, sich mit den chinesischen Behörden auskennen und am Leben ihrer Stadt aktiv teilnehmen (das verlange ich von den Japanern, die für 2 Jahre nach Düsseldorf geschickt wurden, auch nicht).
Aber man kann verlangen, dass sie sich anständig benehmen und die Kultur ihres Gastlandes respektieren (und da fehlt es wohl auch manchmal).

Sorry für das OT...
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happyfuture
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von happyfuture »

Yingxiong hat geschrieben:
Aremonus hat geschrieben: Als Ausländer muss man sich den Einheimischen anpassen, als Einheimischer den Ausländern geduldig die lokalen Sitten und Gebräuche erklären und hilfsbereit sein.
Machen das auch wirklich alle Deutschen, die nach China ausgewandert sind? Zeigen diese nicht ihren Integrationsunwillen? (Nicht alle, aber was man bei einigen hier im Forum so liest ....)
Ich bin weder repräsentativ, noch habe ich eine besonders "intensive" soziale Einstellung, schließe mich jedoch der Frage von Yingxiong an!

Umgekehrt kenne ich keine Integrationspolitik in China, im Gegenteil fehlen hier zum Teil Regeln und sogar Gesetze, was uns Alien in China angeht. Dennoch behaupte ich, dass ich als Alien in China besser, schneller und einfacher "integriert" werde, als umgekehrt ein Chinese in Deutschland. Nicht alles hat nur mit Politik zu tun, viel intensiver lassen wir uns von den Medien manipulieren, die uns Glaubensmuster ins Hirn brennen! Jüngstes Beispiel in einem Nachbar-Thread!!!
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von Bernhard »

ingo_001 hat geschrieben:
Aremonus hat geschrieben:Die Frage ist für mich eher: warum soll Integration bitte die Aufgabe der Politik sein?[
Die hat die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen - mit den entsprechenden Angeboten wie z.B. den integrationskursen, die dann auch anzunehmen sind, wenn man denn hier leben will.
Volle Zustimmung.

Aus den besten Integrationsbestrebungen der Politik wird nichts, wenn die Betroffenen selbst nicht wollen oder von der angestammten Bevölkerung permanent abgelehnt werden.

Jedoch kann man von einem Kriegsflüchtling oder einfachen Einwanderer nicht erwarten, dass er sich ein halbes Jahr Auszeit nimmt, um im Vollzeit-Intensivkurs die deutsche Sprache halbwegs zu lernen (woher soll er auch leben bzw. die Kursgebühren bezahlen?).
Auch kann man von einem Deutschen nicht verlangen, dass er seinen ausländischen Nachbarn an der Hand nimmt und jeden Abend mit ihm und seinen Kindern deutsch übt bzw. ihn in die deutsche Gesellschaft in allen Facetten einführt. Wenn es um solche Dinge geht, ist die Politik gefordert.

Jedoch kann die Politik nicht eine ablehnende Haltung in der Bevölkerung kompensieren. Und sie soll es auch nicht. Es ist Aufgabe der Menschen (jedes einzelnen), gegenüber "Fremden" eine menschliche Haltung zu haben.
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von arrow »

happyfuture hat geschrieben:
Yingxiong hat geschrieben:
Aremonus hat geschrieben: Als Ausländer muss man sich den Einheimischen anpassen, als Einheimischer den Ausländern geduldig die lokalen Sitten und Gebräuche erklären und hilfsbereit sein.
Machen das auch wirklich alle Deutschen, die nach China ausgewandert sind? Zeigen diese nicht ihren Integrationsunwillen? (Nicht alle, aber was man bei einigen hier im Forum so liest ....)
Ich bin weder repräsentativ, noch habe ich eine besonders "intensive" soziale Einstellung, schließe mich jedoch der Frage von Yingxiong an!

Umgekehrt kenne ich keine Integrationspolitik in China, im Gegenteil fehlen hier zum Teil Regeln und sogar Gesetze, was uns Alien in China angeht. Dennoch behaupte ich, dass ich als Alien in China besser, schneller und einfacher "integriert" werde, als umgekehrt ein Chinese in Deutschland. Nicht alles hat nur mit Politik zu tun, viel intensiver lassen wir uns von den Medien manipulieren, die uns Glaubensmuster ins Hirn brennen! Jüngstes Beispiel in einem Nachbar-Thread!!!
Die Frage ist nur, wie weit sollte man sich anpassen. Ich als Deutscher in der Schweiz habe es leicht mich zu integrieren.(Obwohl man wohl nie als Schweizer anerkannt wird, will ich auch gar nicht.) Als Deutscher in China ist es schon schwieriger. Ich verhalte mich zwar nach meiner Sicht vorbildlich in China, kann und vor allem will nicht alle Sitten und Verhaltensweisen der Chinesen kopieren bzw. verinnerlichen.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null.... und das nennen sie ihren Standpunkt.
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von Bernhard »

arrow hat geschrieben: Die Frage ist nur, wie weit sollte man sich anpassen. Ich als Deutscher in der Schweiz habe es leicht mich zu integrieren.(Obwohl man wohl nie als Schweizer anerkannt wird, will ich auch gar nicht.) Als Deutscher in China ist es schon schwieriger. Ich verhalte mich zwar nach meiner Sicht vorbildlich in China, kann und vor allem will nicht alle Sitten und Verhaltensweisen der Chinesen kopieren bzw. verinnerlichen.
Ich würde einmal sagen:
Zuerst geht es darum, dass man die Gesetze hält und vor der Kultur des Gastlandes Respekt hat, auch wenn man nicht alles versteht oder bejaht. Und dass man für sein Gastland das Beste wünscht und daran arbeitet.
Das ist vielleicht noch nicht alles. Wenn ein Türke oder Araber zwar alle Gesetze einhält und auch fleißig arbeitet, trotzdem seinen Töchtern aber eine Bildung verweigert und sie gegen ihren Willen in eine bestimmte Richtung schleust, ist das nicht in Ordnung.

Letzten Endes kann man vielleicht nicht genau festlegen, inwieweit man sich anpassen muss. Aber in Gründzügen ist es klar. Und da lassen sowohl die Einwanderer hier als auch die deutschen Einwanderer in anderen (ärmeren) Ländern einiges zu wünschen übrig.
robbe
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Re: Integrationspolitik im Deutschland

Beitrag von robbe »

sunshine6868 hat geschrieben: In Luxemburg z. B. musst du mindestens fünf Jahre gearbeitet haben, bevor du überhaupt "Sozialhilfe" beziehen kannst.
Was sich dann aber auch erübrigt, wenn z. B. eine Russin einen Luxemburger heiratet...........hi hi.
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Als Deutsche kann ich auch nicht nach Russland, Australien oder sonstwo hin und mal eben - wie hier in Deutschland - von der "Sozialhilfe" leben.
Das ist gar nicht (mehr) anders in Deutschland. Die Menschen, die als Ausländer bezeichnet werden sind politisch gar keine Ausländer mehr. Heute darf man auch nicht mehr einfach so einwandern und sich beim Amt für Harz4 melden.
Geht also nicht unbedingt um die Ausländern, sondern die mit Migrationshintergrund (was vermutlich hier auch alle meinen). Die darf man aber nicht anders behandeln, wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit haben.
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