Tatsächlich handelt es sich bei den chinesischen "Jasmin-Revolutionären" um eine überschaubare Gruppe urbaner politischer Dissidenten,
Wenn dem wirklich so wäre, dann hat die chinesische Regierung extrem ungeschickt gehandelt - das riesige Polizeiaufgebot und die zusätzlichen Internetsperren, besonders eines umgangssproachlich in China so wichtigen Wortes wie "Jasmin", lässt eben schon tief blicken.
Diese Opfermentalität der Drittweltländer ist IMHO eben auch ziemlich nervig.
Von "grosser wirtschaftlicher Abhängigkeit" gegenüber Chinas kann widerum kaum die Rede sein - die Exporte nach China sind zwar schön, die Exportindustrie kann aber problemlos auch ohne sie überleben (die Erholung aus der Eurokrise wird sie härter treffen). Die Produktion in China liesse sich auch relativ leicht in andere Gebiete verlagern - natürlich mit gewissen Kosten (aber die wären tiefer als die Kosten für China - sowohl absolut wie relativ).
Und die Auslandinvestitionen Chinas erfolgen in dermassen bescheidenem Masse, dass bereits je nach Schätzung 25 bis 65 Prozent des gesamten chinesischen BIPs an ausländische Investoren gehen... (leider gibt es hier keine vertrauenswürdigen Zahlen - der CN-Regierung zufolge sind es nur 25% - ich halte etwa 40 Prozent für realistisch).
Die Medien machen nur wegen jeder noch so kleinen chinesischen Akquisition ein riesen Drama und das Ganze wird dann zum Politikum. Aus ökonomischer Sicht kann ich mir diese von den Medien heraufbeschworene "Abhängigkeit" nur als Angstmacherei erklären - fundiert ist sie nicht.