Und was ist mit den Klischees?

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Grufti
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von Grufti »

In China ist auch offiziell mehr an "Mao" vorhanden, als vom Braunauer Postkartenmaler in Deutschland....

darf man in Deutschland denn auch öffentlich behaupten , daß das NS-Regime nur zu 30 % gut gewesen sei, geschweige den "70 % gut" wie Mao in China ??

Jeder Politiker oder Journalist wird schon lange vorher, bei weit weniger schwerwiegenden Vergleichen mit Klagen überhäuft bzw. wäre zumindest arbeitslos geworden.

Hat irgendjemand von Euch 2008 das 70 jährige Jubiläum der "Machtergreifung " mit Militärparaden inkl. Vorbeimarsch der SA-/ SS gefeiert ??
Ich zumindest kann mich nicht daran erinnern !

Gibt es in irgendeinem deutschen Kaufhaus "NS-Liedgut" als Ramschposten, wie Propagandasongs der VRCh aus allen Dekaden in China ?

Zumindest solange es ein Mao-soleum und ein überlebensgroßes Porträt des "Großen Vorsitzenden" am Tor zur Verbotenen Stadt am Tian An Men ( ich kann mich nicht entsinnen, Ähnliches von A.H. in Berlin oder irgendwo anders in Deutschland gesehen zu haben ) gibt, hat die Erwähnung der Kulturrevolution und allem,, was damit zusammenhängt, durchaus seine Berechtigung in einer Reportage über China, wenn es auch abgeschmackt und langsam langweilig wird.

Was würdet Ihr denn als Alternative bieten ??? Berichte im Stile der chinesischen Staatspropaganda ?? oder Verschweigen von Fakten ?
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
beowulf
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von beowulf »

Grufti hat geschrieben:In China ist auch offiziell mehr an "Mao" vorhanden, als vom Braunauer Postkartenmaler in Deutschland....

darf man in Deutschland denn auch öffentlich behaupten , daß das NS-Regime nur zu 30 % gut gewesen sei, geschweige den "70 % gut" wie Mao in China ??

Jeder Politiker oder Journalist wird schon lange vorher, bei weit weniger schwerwiegenden Vergleichen mit Klagen überhäuft bzw. wäre zumindest arbeitslos geworden.

Hat irgendjemand von Euch 2008 das 70 jährige Jubiläum der "Machtergreifung " mit Militärparaden inkl. Vorbeimarsch der SA-/ SS gefeiert ??
Ich zumindest kann mich nicht daran erinnern !

Gibt es in irgendeinem deutschen Kaufhaus "NS-Liedgut" als Ramschposten, wie Propagandasongs der VRCh aus allen Dekaden in China ?

Zumindest solange es ein Mao-soleum und ein überlebensgroßes Porträt des "Großen Vorsitzenden" am Tor zur Verbotenen Stadt am Tian An Men ( ich kann mich nicht entsinnen, Ähnliches von A.H. in Berlin oder irgendwo anders in Deutschland gesehen zu haben ) gibt, hat die Erwähnung der Kulturrevolution und allem,, was damit zusammenhängt, durchaus seine Berechtigung in einer Reportage über China, wenn es auch abgeschmackt und langsam langweilig wird.

Was würdet Ihr denn als Alternative bieten ??? Berichte im Stile der chinesischen Staatspropaganda ?? oder Verschweigen von Fakten ?

Ach Herrjeh - die Mao Diskussion wieder.

1. Mao war Mao, Hitler war Hitler und Maoam ist Maoam ;-)
Die Personen an sich zu vergleichen bringt keinen Erkenntnisgewinn, man kann sich höchstens auf Aspekte konzentrieren

2. Zu den 70:30, Autobahn und Liedgut etc.

Wenn ich einen Chinesen frage, warum er Mao gut findet und er sagt "Weil er China wieder geeint hat, China vom Kolonialismus befreit hat, gegen die Japaner gekämpft hat etc."

Glaub ich ihm diese Aussage - jetzt nicht vom Inhalt her (das schieben wir hier zur Seite, will jetzt z.B. nicht diskutieren wer mehr gegen die Japaner gekämpft hat usw.), sondern dass dies die Gründe sind, warum er Mao gut findet

Wenn mir ein Deutscher sagt, er findet Hitler gut weil er Autobahnen gebaut hat, wandert bei mir ein Augenlid hoch. Das glaube ich ihm dann nur eingeschränkt. Schätze vielmehr Gründe wie "das er gegen Rassenvermischung war, Juden vernichtet hat und der Frau ihren "angestammten" Platz zugewiesen hat, sind viel eher die wahren Gründe. Nur die werden halt versteckt, weil bei uns verboten.

In China hingegen würde niemand Probleme bekommen, wenn er z.B. den großen Sprung lobt oder die Kulturrevolution als großartige Zeit preist und für eine Wiedereinführung dieser ist. Nur - ich habe in China, trotz Mao Plakate, Propagandasongs etc. so eine Argumentation nie gehört. Und wenn jemand soetwas sagt, wird er als "Schleimer" wahrgenommen und nicht als Maoist.

Vielleicht gibt es hier und da nostalgische Verblendung (Kulturrevolution - waren wir am Land und haben glücklich mit den Bauern gelebt und ihnen geholfen etc.) aber eine Wiederholung dieser Politik will in China kein Mensch mehr. Oft wird sie eher verschwiegen, weil das Reden über die Ereignisse für viele unangenehm ist oder sogar als Schande betrachtet wird.

Weiters - die NS-Ideologie und die kommunistische Ideologie sind extrem unterschiedlich. Nehmen wir z.B. Mein Kampf her und die Mao Bibel. Während das eine ohne Zweifel eine - vor allem recht dumpfe - Hetzschrift ist, handelt es sich bei dem anderen um ein politisches Manifest. Es richtet sich zwar gegen Imperialismus und Ausbeutung - aber ich glaube, dass ist dann doch etwas anderes als gegen "Juden" und "Zigeuner" schimpfen.

Mao ist tot und eine Rückkehr zum Maoismus wird weder von der KP (die davor am meisten Angst hat) noch von der breiten Masse der Bevölkerung befürwortet.

Überspitzt formuliert mache ich mir über aufkeimendes oder im verborgen köchelndes "Nationalsozialistisches Gedankengut" in Deutschland mehr Sorgen als um eine Rückkehr des "Maoismus" in China. Obwohl die kein "Verbotsgesetz" haben und Mao noch immer zelebriert wird. Wie schon angedeutet, es kommt darauf an was zelebriert wird. Mao ist in China inzwischen nur mehr eine reine "Kunstfigur" die aus gewissen "Zuschreibungen" besteht. Diese "Zuschreibungen" machen mir aber keine Angst. Ähnlich wie mir die Richard Löwenherz Glorifizierung in England keine schlaflosen Nächte bereitet. Auch wenn der "Massenmörder" Richard Löwenherz in Akkon tausende Gefangene massakrieren hat lassen.

Wenn wir hier im Westen in diversen Dokus immer wieder auftauen für was Mao steht, sollten wir lieber mal die Chinesen fragen für was Mao ihrer Meinung nach steht.
Um jetzt eine jede China Diskussion mit dem Dalai Lama enden zu lassen (Beowulfs Gesetz ;-) ) - Ein Dalai Lama Anhänger in Österreich ist auch kein Fan weil er Sklavenhalterei, Theokratie, brutale Strafen und Kindesmißbrauch großartig findet und auch hier in Deutschland haben will. Der mag den Dalai Lama eher weil ihm fernöstliche mystische und pazifistisch aufbereitete Weisheiten gefallen.
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HK_Yan
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von HK_Yan »

Hab nun auch den 2. Teil gesehen. Sehr interessant mal eine ganz andere Facette von China zusehen von Gegenden wo man nie hinkommt. Wusste bisher auch gar nicht das China ein "Tigerproblem" hat. Die Sendung war ein guter Mix zwischen Landschaft und Leuten mit interessanten Gesprächen und Anekdoten.
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RoyalTramp
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von RoyalTramp »

Grufti hat geschrieben:In China ist auch offiziell mehr an "Mao" vorhanden, als vom Braunauer Postkartenmaler in Deutschland....
Das ist richtig.
Grufti hat geschrieben:darf man in Deutschland denn auch öffentlich behaupten , daß das NS-Regime nur zu 30 % gut gewesen sei, geschweige den "70 % gut" wie Mao in China ?? Jeder Politiker oder Journalist wird schon lange vorher, bei weit weniger schwerwiegenden Vergleichen mit Klagen überhäuft bzw. wäre zumindest arbeitslos geworden.
Nein, und? Ich finde, das wirft eher ein bezeichnendes Licht auf die deutsche als auf die chinesische Verfassung. In China darf man sich frei entscheiden, ob man Mao mit seinen 50 Mio. Opfern gut findet oder nicht ohne mit einem Gerichtsverfahren konfrontiert zu sein. In Deutschland darf man eben nicht seine FREIE Meinung zu Hitler oder die NS-Zeit haben, ohne zu riskieren, vor den Kader gezogen zu werden. Das ist im Prinzip in sich absolut im krassen Widerspruch zu dem, worauf meiner Meinung nach eigentlich Aufklärung und Menschenrechte abzielen.
Hat irgendjemand von Euch 2008 das 70 jährige Jubiläum der "Machtergreifung " mit Militärparaden inkl. Vorbeimarsch der SA-/ SS gefeiert ?? Ich zumindest kann mich nicht daran erinnern !
Bei solchen Gelegenheiten wird nicht Mao zelebriert, sondern der Umstand, dass damit der Weg frei geworden war für ein geeintes und (zumindest nach außen) friedliches China.
Gibt es in irgendeinem deutschen Kaufhaus "NS-Liedgut" als Ramschposten, wie Propagandasongs der VRCh aus allen Dekaden in China ?
Nein, gibt es nicht und finde ich persönlich eigentlich schade. Nicht, weil ich ein Fan dessen wäre, sondern weil es einfach kein Sinn macht, Volkslieder zu zensieren, weil sie a) von den falschen Leuten gesungen und b) falsch interpretiert werden können. Selbst "Ode an die Freud'" ließe sich nationalistisch uminterpretieren! Auf, auf! Lasst uns dieses Machwerk auch auf den Scheiterhaufen der Zensur werfen!
Zumindest solange es ein Mao-soleum und ein überlebensgroßes Porträt des "Großen Vorsitzenden" am Tor zur Verbotenen Stadt am Tian An Men ( ich kann mich nicht entsinnen, Ähnliches von A.H. in Berlin oder irgendwo anders in Deutschland gesehen zu haben ) gibt, hat die Erwähnung der Kulturrevolution und allem,, was damit zusammenhängt, durchaus seine Berechtigung in einer Reportage über China, wenn es auch abgeschmackt und langsam langweilig wird.
Was hat die Kulturrevolution mit dem Leben eines 23-jährigen Bauern in den Longshan-Bergen in Yunnan zu tun? Nix...warum behält man sich die Kulturrevolution also nicht für eine Doku vor, die sich mit der jüngeren politischen Geschichte beschäftigt? Warum muss wirklich in auch der allerletzten Doku über China immer und immer wieder darauf und ähnliches abgehoben werden? Völlig ohne Kontext?[/quote]
Was würdet Ihr denn als Alternative bieten ??? Berichte im Stile der chinesischen Staatspropaganda ?? oder Verschweigen von Fakten ?
Nein, Fakten sollen gerne genannt werden, aber in einer Reportage des gegenwärtigen Chinas würde ich mich über mehr gegenwärtige Fakten freuen, wie z.B. aktuelle Preisentwicklungen bei den Immobilien, die dramatische Überalterung der Gesellschaft und jeder Menge anderer Dinge. Sowas ist mir in Dokus aus China noch nicht einmal annähernd untergekommen, obwohl das und anderer solcher Dinge die Lebensrealität der Chinesen viel eher bestimmen, als die Kulturrevolution und der große Sprung zusammen!
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Ting Budong
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von Ting Budong »

RoyalTramp hat geschrieben:
Gibt es in irgendeinem deutschen Kaufhaus "NS-Liedgut" als Ramschposten, wie Propagandasongs der VRCh aus allen Dekaden in China ?
Nein, gibt es nicht und finde ich persönlich eigentlich schade. Nicht, weil ich ein Fan dessen wäre, sondern weil es einfach kein Sinn macht, Volkslieder zu zensieren, weil sie a) von den falschen Leuten gesungen und b) falsch interpretiert werden können. Selbst "Ode an die Freud'" ließe sich nationalistisch uminterpretieren! Auf, auf! Lasst uns dieses Machwerk auch auf den Scheiterhaufen der Zensur werfen!
Aua, das tut fast körperlich weh so viel Schwachsinn zu lesen. Nazi-Lieder sind erstmal keine Volkslieder, die von Nazis gesungen wurden, sondern Lieder, die nationalsozialistisches Gedankengut transportieren. Wirklich sehr schade, dass man das Ausrotten anderer Völker nicht mehr besingt.
Und "Ode an die Freude" nationalistisch uminterpretieren? Bist du noch bei Trost? Kann man dir irgendwie helfen?
robbe
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von robbe »

RoyalTramp hat geschrieben: Nein, Fakten sollen gerne genannt werden, aber in einer Reportage des gegenwärtigen Chinas würde ich mich über mehr gegenwärtige Fakten freuen, wie z.B. aktuelle Preisentwicklungen bei den Immobilien, die dramatische Überalterung der Gesellschaft und jeder Menge anderer Dinge. Sowas ist mir in Dokus aus China noch nicht einmal annähernd untergekommen, obwohl das und anderer solcher Dinge die Lebensrealität der Chinesen viel eher bestimmen, als die Kulturrevolution und der große Sprung zusammen!
Wie kommst du darauf, dass sich dafür viele Deutsche interessieren? Eine Doku zu machen, die am Ende kaum jemand guckt, ist nicht Sinn und Zweck eines Fernsehsenders. Und falls doch, wer sucht der findet.

Ich suche immer noch das Problem, welches ihr anscheinend schon gefunden habt.
Was ist falsch daran, auf die Kulturrevolution zu verweisen, wenn man eine christliche Gemeinde in China zeigt? War wohl das spannenste, was in diesem Dorf je passiert ist...
Wenn man davon spricht, dass sich dort in Abgelegenheit eine christliche Gemeinde gehalten hat, wird sich der Zuschauer fragen: "hä wieso gehalten? Was spricht denn dagegen, dass es sich nicht hält? Abwanderung? Sinkendes Interesse an der Religion?" Es wurde eben eine Erklärung gegeben.
Wieso ist es dann verwerflich auf die Kulturrevolution zu verweisen??? Ich schäme mich jedenfalls nicht, wenn ein Bericht über eine jüdische Gemeinde in Deutschland handelt, die sich trotz NS-Zeit wieder hier eingerichtet hat.
Nebenbei ging die Doku 45min. Ich konnte nicht feststellen, dass es die ganze Zeit um Kulturrevolution und sonstiges ging. Ihr?
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RoyalTramp
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von RoyalTramp »

@ Robbe

Ich beziehe mich nicht auf die gezeigte Doku, sondern auf einige Kommentare hier im Thread. Die Doku kenne ich nicht, daher maße ich mir über DIESE Doku kein Urteil an.

@ Ting Budong

Das ist so der typische Argumentationspfad, der dann der "political correctness" reflexartig entspringt, wie "tut körperlich weh", "Schwachsinn" und sonstiger wirklich "fundierter" Aussagen. Natürlich sind NICHT alle Nazi-Lieder Volkslieder, Ting Budong. Es gibt solche Volkslieder, die bereits vor den Nazis existiert haben und solche, die von den Nazis erst kreiert wurden. Unglaublich, aber habe ich so irgendwo mal gehört!

Was ich kritisiere ist: Selbst harmloseste Nazi-Lieder fallen schon unter die political-korrekte Ächtung. Völlig sinn- und verstandlos. Da werden schon völlig belanglose Landschafts- und Wanderlieder wie "Am Weg dort hinterm Zaune" mit dem Stigmata der Nazis belegt, weil es von einem gewissen Nazi-Komponisten für eine bestimmte Mädchenorganisation getextet wurde. Schaut man sich jedoch die "Lyrics" an, dann ist es eines der harmlosesten Lieder der Welt! Aber egal: "Nazi, Nazi!" Es scheint, die Inquisition ist heute immer noch aktiv, umgibt sich nur mit dem Nimbus des politisch korrekten und nennt sich "Antifa".

Weiß nicht, was schlimmer ist: Kulturrevolution in China oder Antifa in Deutschland? Immerhin, die Antifa in Deutschland ist nicht mehrheitsfähig, so dass uns die Exzesse einer Kulturrevolution bisher erspart geblieben sind. Von daher ist die Antifa dann doch das kleinere Übel. Aber dennoch: Wenn sie die Mittel und Möglichkeiten hätte, wie sie einst die Machthaber der KP besaßen... . Ist übrigens eine rein provokative Unterstellung meinerseits.

P.S.: Und nein ---> Lieder in denen dazu aufgerufen wird, andere zu unterjochen, finde ich genauso scheiße, wie du sie scheiße findest, Ting Budong. Trotzdem widerstrebe ich einer Zensur z.B. des Deutschlandliedes, nur weil die ersten beiden Strophen von den Nazis geprägt wurden. Ich kann das Argument noch nachvollziehen, wenn man sagt: Die Strophen spiegeln nicht mehr die historische Realität wieder oder könnte andere Nationen kränken. Aber warum dann die Strophen nicht einfach der Realität anpassen? Oder meinetwegen eine völlig neue Hymne? Nein, da stellt man sie gleich lieber sogar unter Strafe...dass muss man sich mal reinziehen: 3 Jahre Freiheitsstrafe im maximalen Fall möglich! Was gab es bei Vergewaltigung? 5 Jahre mit vorzeitiger Entlassung bei guter Führung??? Krank...krank...!

P.S.S.: Soll nciht wenige Studentenverbindungen geben, in denen die "Ode" bei "geselligen Anlässen" gesungen wird und *zack* hast du da schon einen Bezug zum rechten Rand. Also, auf auf...liebe Antifa...macht kaputt, was euch kaputt macht...ach, sorry...das waren ja die Anarchos...
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von Aremonus »

lol, hab' ich das jetzt eben richtig verstanden? Man kann in Deutschland wegen des Singens eines Liedes eines bekannten Dichters bestraft werden? xD Und dann ist das Lied auch noch die Nationalhymne, aber nur ein Teil davon... Folglich kann man nicht bestraft werden, wenn man einen Teil singt, wohl aber, wenn man die ganze Nationalhymne singt?

Wann wird wohl in China die erste Strophe der Nationalhymne der Strafe unterstellt, weil sie revolutionäres Gedankengut verbreitet... und wann die Marseillaise, weil sie zu Gewalt und Progromen aufruft? :mrgreen:
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von Phytagoras »

Es ist nen Trugschluss, dass das Singen der ersten Strophe unserer Nationalhymne bzw. des Deutschlandliedes verboten ist. War soweit ich weiß kurz nachm Weltkrieg verboten, aber heutzutage ist es nicht mehr verboten.

Keine Ahnung, woher die Vorstellung kommt, dass es verboten wäre.
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von jadelixx »

Das erklaert es:
http://www.zeit.de/2006/28/Stimmt-s_P-28" target="_blank"

...Schweizer koennen weiter lachen
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von RoyalTramp »

War mir geläufig, dass es verboten sei, die ersten beiden Strophen zu singen, nehme dann aber dies zurück und entschuldige mich für meine offensichtlich falsche Darstellung.

Aber mein "Sorry" hat eine Einschränkung: Was passiert, wenn man sich auf die Straße stellt und die erste und zweite Strophe des Deutschlandliedes singt. Will wer eine Vorhersage treffen?
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von RoyalTramp »

qpr hat geschrieben:Viele Menschen sind der Meinung, das die ersten beiden Strophen verboten sind. Hat sich wahrscheinlich im Laufe der Jahre in den Köpfen festgesetzt.
So einen privaten Briefwechsel zwischen zwei Politikern muss man ja vielleicht auch nicht wirklich kennen, oder? :P
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Re: Und was ist mit den Klischees?

Beitrag von Topas »

habe gerade mal den ganzen Thread durchgelesen, und musste teilweise ziemlich lachen. Vor allem bei so Sachen wie, dass beowulf und laogai "geadelt" wurden. Herrlich.... :mrgreen: :lol:

Weiter so ! 8)
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
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