Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

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Andy_yi
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Andy_yi »

Fremdsprachen sind eine Sache, aber da tun sich die Europäer auch schwer mit. Dass viele Deutsche noch relativ passabel englisch sprechen, liegt bestimmt auch daran, dass englisch für Deutsche relativ leicht zu lernen ist. In Ländern mit romanischer Muttersprache ist es um die Fremdsprachenkenntnisse oft noch schlechter bestellt. Die einzigen Europäer, die i.d.R. wirklich gut Fremdsprachen sprechen, sind die aus kleineren Ländern (Skandinavien, die Niederlande, und merkwürdigerweise vor allem Ungarn).
Das liegt daran, dass in China nie praktisch geübt wird. Ich lerne eine Sprache nicht sprechen in dem ich sie nur auswendig lerne, ich muss sie auch praktisch anwenden können. Daran scheitert das chinesische Schulsystem in allen Bereichen.

Quatsch doch mal an den Schulen die schriftlichen 1.0 Schüler auf Englisch an und schau was da größtenteils zurückkommt. Dass liegt nicht daran weil sie es schwerer haben die Sprache zu lernen, sondern weil sie eben den praktischen Teil gar nicht lernen.

Das ist auch nicht nur meine Meinung, sondern vorallen die Meinung der Chinesen die ich kennenlernen durfte.
Andy_yi
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Andy_yi »

Na ja, Asiaten schneiden aber auch in Fächern wie Mathematik gut ab, wo es eben nicht aufs Auswendiglernen ankommt, sondern auf "praktische" Erfahrung und geistige Wendigkeit.
Wenn ich lange genug lerne und mir merke, wann ich wie welche Formel anwenden muss, kann man da auch in Prüfungen viel raus holen :wink: !

In China wird einfach mehr gelernt als in Deutschland.
Das liegt daran, dass das chinesische Abitur der wichtigste Abschluss eines Chinesen ist. Hier wird entschieden wie man den Rest seines Lebens weiter lebt ( Stichwort: Universitätslevel ). Deshalb hängt da auch oft die ganze Familie hinter, da fließt ja auch ordentlich Geld rein. Das Studium selbst läuft dann eher ruhig ab.

In Deutschland gibt es diesen gesellschaftlichen Druck ganz einfach nicht. Ich behaupte: Unter diesen Bedingungen würde jedes Volk diese Schulnoten erreichen.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von FromChinaWithLove »

Andy_yi hat geschrieben:Wenn ich lange genug lerne und mir merke, wann ich wie welche Formel anwenden muss, kann man da auch in Prüfungen viel raus holen
Bei den Pisa Prüfungen werden keine Formeln getestet oder wann ich wie welche Formel anwenden muss. Der Pisa-Koordinator: “Large fractions of these students demonstrate their ability to extrapolate from what they know and apply their knowledge very creatively in novel situations,” he said"

Wenn man lernt, wann welche Formel anwendet, dann ist es keine Wissenschaft, sondern auswendiglernen und folgt einem bestimmten Schema.

creatively in novel situations bedeutet dass man vorher nichts lernen kann.
Andy_yi
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Andy_yi »

Bei den Pisa Prüfungen werden keine Formeln
Rede ich von Pisa Prüfungen? Eher nicht. Bernhard und ich haben über Schulabschlüsse geredet.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von FromChinaWithLove »

Andy_yi hat geschrieben:Rede ich von Pisa Prüfungen? Eher nicht. Bernhard und ich haben über Schulabschlüsse geredet.
Denk jetzt einen Schritt weiter. Und?
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Aremonus »

Denk jetzt einen Schritt weiter. Und?
Also um ehrlich zu sein sieht es mit den Uniabschlüssen in China alles andere als rosig aus...

Aber hier geht es ja auch nicht um die Uni-Abschlüsse (ist ja klar, dass China da nicht mithalten kann mit seinen Unis). Wir reden hier von dem Bildungsniveau 15-jähriger Schüler - und das ist in Shanghai (natürlich nicht ganz China) offensichtlich durchaus besser als bei uns.

Was seht ihr denn für Wege, das Interesse unserer Jugend an der Wissenschaft zu fördern?
Gerade a^2. der ja Lehrerfahrung zu besitzen scheint, wird hier vielleicht etwas betiragen können.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Grufti »

"Konfuzius-Friedenspreis an Taiwans Ex-Vizepräsidente"

"Norwegen sei nur ein kleines Land und eine Minderheit, wenn es um Freiheit oder Demokratie gehe, heißt es in einer Erklärung des Organisationskommitees. China hingegen sei "ein Symbol des Friedens". Es müsse mit seinen 1,3 Milliarden Menschen "eine größere Stimme in Sachen Weltfrieden bekommen". "

See: http://www.tagesschau.de/ausland/konfuziuspreis100.html" target="_blank" target="_blank" target="_blank" target="_blank" target="_blank
Aus chinesischer Sicht finde ich die Vergabe des Konfuzius-Preises an einen taiwanesischen Politiker nicht so besonders klug, denn soll der Konfuzius-Preis nicht ein internationaler Friedenspreis als Gegenstück zum Friedensnobel-Preis sein ??? :roll:

Was macht es denn dann für einen Sinn, einen aus VR-Chinesischer Sicht einheimischen, inländischen Politiker mit einem internationalen Preis auszuzeichnen... ??

Aus meiner bescheidenen Sicht ist die Vergabe eines international gedachten Preis an einen Taiwanesen eine direkte Anerkennung der internationalen Selbstständgkeit der Inselrepublik . :lol: :lol: :lol:

Die 台独份子 sollten der Organisatoren des Konfuzius-Preises aus vollem Herzen für dieses Eigentor gratulieren. :mrgreen: :mrgreen:

Die Organisatoren haben, wenn sie immer noch an der Ein-China-System festhalten wollen, aus international gedachten Preis nur ein nationales Ereignis fabriziert..

:mrgreen:


Daß diese meine Auslegung VR-Chinesischen Institutionen etwas säuerlich aufstößt, ist mir dadurch bewiesen worden, daß mein wortwörtlich gleiches Posting von heute 11:00 Uhr im CRI-Salon bisher noch nicht durch die dortige Zensur gegangen ist.. 8)
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von FromChinaWithLove »

Grufti hat geschrieben:Aus chinesischer Sicht finde ich die Vergabe des Konfuzius-Preises an einen taiwanesischen Politiker nicht so besonders klug, denn soll der Konfuzius-Preis nicht ein internationaler Friedenspreis als Gegenstück zum Friedensnobel-Preis sein ??? :roll:

Was macht es denn dann für einen Sinn, einen aus VR-Chinesischer Sicht einheimischen, inländischen Politiker mit einem internationalen Preis auszuzeichnen... ??

Aus meiner bescheidenen Sicht ist die Vergabe eines international gedachten Preis an einen Taiwanesen eine direkte Anerkennung der internationalen Selbstständgkeit der Inselrepublik . :lol: :lol: :lol:

Die 台独份子 sollten der Organisatoren des Konfuzius-Preises aus vollem Herzen für dieses Eigentor gratulieren. :mrgreen: :mrgreen:

Die Organisatoren haben, wenn sie immer noch an der Ein-China-System festhalten wollen, aus international gedachten Preis nur ein nationales Ereignis fabriziert..
Dir ist klar, dass der Preis zum ersten mal vergeben wurde? Der "Nobelpreis" wurde auch an Schweden, Norweger und Obama vergeben. Auf der Kandidatenliste standen auch viele ausländische Personen wie Mandela, Abbas, Carter usw.


Mein Favorite wäre Assange. Der ist zwar schon in U-Haft, aber noch nicht "rechtskräftig verurteilt" und in die USA abgeschoben. Aber vielleicht nächstes Jahr :D Zudem wären Widerstandskämpfer im Irak und Afganistan sowie Rassismus-Gegerner in den USA zu empfehlen.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Bernhard »

Grufti hat geschrieben: Aus chinesischer Sicht finde ich die Vergabe des Konfuzius-Preises an einen taiwanesischen Politiker nicht so besonders klug, denn soll der Konfuzius-Preis nicht ein internationaler Friedenspreis als Gegenstück zum Friedensnobel-Preis sein ??? :roll:
ich sehe da keinen Widerspruch. "International" heißt ja, international anerkannt, bzw. den Bürgern aller Nationen offenstehend. Ein Norweger oder Schwede kann ja auch den Nobelpreis bekommen, wenn er sich verdient gemacht hat. Und ebenso ein Chinese den Konfuzius-Preis.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Bernhard »

FromChinaWithLove hat geschrieben: Mein Favorite wäre Assange. Der ist zwar schon in U-Haft, aber noch nicht "rechtskräftig verurteilt" und in die USA abgeschoben. Aber vielleicht nächstes Jahr :D Zudem wären Widerstandskämpfer im Irak und Afganistan sowie Rassismus-Gegerner in den USA zu empfehlen.
Du kommst dir hier besonders schlau vor, wie? Glaubst wohl, hier in einer Versammlung des Ku-Klux-Klan zu sitzen.

Aber ich muss dich enttäuschen. Ich schätze, ca. 50% der Forumsteilnehmer sind eher pro-Assange eingestellt. Und fast jeder empfindet tiefe Sympathien für Rassismus-Gegner.

Wenn du stänkern willst, musst du dir schon was anderes einfallen lassen.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Grufti »

FromChinaWithLove hat geschrieben:"
Falsch. Inzwischen sind es 23 Staaten....
..von 190... :lol:

Dein Propaganda-Ton erinnert mich sehr stark an die Propaganda der Guomindang in den 70iger Jahren, die ich damals hautnah in Taiwan erlebt hatte..., die bei jedem Staat , der damals Taiwan diplomatisch anerkannt hatte, laut aufjubelte, und mindestens einmal pro Woche in der "China Pest"-- wie wir die englisch sprachige Zeitung Taiwans nannten -- einen Artikel über einen grandiosen Sieg oder andere "Groß"tat (500 airdrops to 25 cities mainland china conataining food and leaflets about freedom in Taiwan during last year) gegen die bösen 共匪 veröffentlchte .....
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von FromChinaWithLove »

Bernhard hat geschrieben:Aber ich muss dich enttäuschen. Ich schätze, ca. 50% der Forumsteilnehmer sind eher pro-Assange eingestellt. Und fast jeder empfindet tiefe Sympathien für Rassismus-Gegner.
Was ist dann das Problem? Da sind wir uns ja einig.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Grufti »

Bernhard hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben: Aus chinesischer Sicht finde ich die Vergabe des Konfuzius-Preises an einen taiwanesischen Politiker nicht so besonders klug, denn soll der Konfuzius-Preis nicht ein internationaler Friedenspreis als Gegenstück zum Friedensnobel-Preis sein ??? :roll:
ich sehe da keinen Widerspruch. "International" heißt ja, international anerkannt, bzw. den Bürgern aller Nationen offenstehend. Ein Norweger oder Schwede kann ja auch den Nobelpreis bekommen, wenn er sich verdient gemacht hat. Und ebenso ein Chinese den Konfuzius-Preis.

Die Adminstratoren vom CRI-Salon sehen darin offensichtlich recht wohl ein "Problem", denn sonst wäre mein Posting ohne Probs durchgegangen ... :lol:

Normalerweise gehen alle meine Postings über taiwanesische Geschichte und Politik ..und seien sie noch so kontrovers... durch..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von FromChinaWithLove »

Grufti hat geschrieben:
FromChinaWithLove hat geschrieben:"
Falsch. Inzwischen sind es 23 Staaten....
..von 190... :lol:
Erst informieren und dann sich lächerlich machen. Die Einladungen haben nur die 60(und paar mehr) Staaten erhalten, die eine Botschaft ihres Landes in Oslo unterhalten. mehr als 1/3 hat abgesagt!
Aber es sei dir verziehen, denn es ist eine chinesische Tugend, Respekt vor dem Alter zu haben.
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread

Beitrag von Bernhard »

Grufti hat geschrieben:
FromChinaWithLove hat geschrieben:"
Falsch. Inzwischen sind es 23 Staaten....
..von 190... :lol:
Na ja, wenn ich der Repräsentant eines Staates wäre, wäere ich am liebsten auch der Zeremonie fern geblieben. Ich halte von Liu Xiaobo wenig bis nichts. Zugegeben, ich habe mich mit ihm nicht eingehend beschäftigt. Aber ich kann beim besten Willen nicht sehen, was er Positives bewirkt haben soll.

Allerdings wäre es auch wert zu analysieren, wie viele von diesen Staaten aus Überzeugung fern geblieben sind, und wie viele, weil sie wirtschaftliche Nachteile befürchteten.
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