Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

In diesem Forum können alle Fragen rund um Familienangelegenheiten, z.B. Heirat, Geburt, Scheidung, damit verbundene Visumsfragen und andere bürokratische und sonstige Hürden besprochen werden.
Hanbao
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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von Hanbao »

@Ingo

deswegen steht bei mir auch in einem Satz "überall gesucht, man muß sich aber auch in solchen Fällen gut verkaufen"

Ich finde mich selber auch genial, nur kann mich meistens leider sehr schlecht verkaufen :)


Die Deutschen sind gegenüber Ausländern sehr mißtrauisch geworden, auch weil sie vielleicht immer öffter sehen, daß das was in Nordamerika jahrhunderte lang funktioniert hat, bei uns um 2010 irgendwie nicht geht. USA ist mit Migranten aus der ganzen Welt reich geworden, kanadische Städte boomen ungemein noch heute, bei uns dagegen scheint es nicht zu funktionieren, und es gibt mehr Probleme als Gewinne, die der Allgemeinheit dienen.
"Je mehr Migranten in Deutschland, um so mehr sinkt unser Lebensstandard, und nur die Superreichen werden merkwürdigerweise immer reicher. Das ist das Ergebnis der Globalisierung!" - behaupten viele.
In einigen Schulen in Hamburg ist der Ausländeranteil schon so um die 95%, und es dort mit der Ausbildung und Anpassung irgendwie nicht so richtig laufen will. Sowas spüren die Menschen, und handeln daher auch oft so abweisend.
Da haben die Politiker etwas falsch gemacht. Was aber, weiß keiner zurecht, egal ob er aus der Roten, Schwarzen oder Grünen Ecke kommt. Viel zu dem Problem haben leider auch unsere Medien beigetragen, die diese Problematik immer noch wie ein Tabu-Thema betrachten, und stattdessen sich voll auf Fußball und Mißstände in anderen Ländern (wie China, hehehe) konzentrieren.

Nur gut zu sein und ensprechende Papiere vorzuweisen, sowas ist heutzutage daher schon zu wenig.
Wäre ich ein Programmierer, würde ich eine innovative Software entwickeln und diese bei der Bewerbung vorlegen. Wäre ich ein Fußballspieler würde ich irgendwo zunächst viele Tore schiessen, und mit den Zahlen beim HSV anklopfen. Ein Musiker würde bei seinem Bewerbungsgespräch viele schöne Lieder vortragen, eine Sekretärin mit 3 Fremdsprachen akzentfrei protzen, ein Fotograf seine tollen Fotos zeigen, usw.

Halt bei einer Bewerbung versuchen innovative Wege zu gehen, wenn die alten Mechanismen nicht mehr funktionieren wollen.
In Osteuropa (beginnt ja 60km östlich von Berlin) hat sich in den letzten 20 Jahren das Leben um 180° gedreht. Bei uns glauben dagegen viele, daß es so weiter gehen wird wie zuvor.
Ein Irrtum.

Olala ... das war mein 8. Beitrag!
Sean

Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von Sean »

ingo_001 hat geschrieben: Sorry, das stimmt nur so weit ... bis die dt. Bürokratie ins Spiel kommt.
Meine Frau hat über 10 Jahre als Krankenschwester in der Neurochirurgie und inneren Medizin gearbeitet.
Hätte hier sofort als Krankenschwester anfangen können (Fachkenntnisse hatte sie durch Probetage nachgewiesen, potentielle Arbeitskollegen und Patienten waren gleichfalls von ihrem Können überzeigt).
Es fehlte nur die Anerkennung.
Naja, aber das betrifft ja nur bestimmte Berufe; naemlich die, wo man staatliche Abschluesse benoetigt, also Aerzte, Lehrer usw. OK, wer sich als Handwerker selbstaendig machen will, wird auch 'ne Meisterpruefung brauchen.

Verkaufsmanager, Ingenieure usw. muessen aber nur ihre zukuenftigen Arbeitgeber ueberzeugen...
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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von ingo_001 »

Hanbao hat geschrieben:@Ingo

deswegen steht bei mir auch in einem Satz "überall gesucht, man muß sich aber auch in solchen Fällen gut verkaufen"
Nur, dass das die deutschen Behörden nicht interessiert.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von ingo_001 »

Sean hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben: Sorry, das stimmt nur so weit ... bis die dt. Bürokratie ins Spiel kommt.
Meine Frau hat über 10 Jahre als Krankenschwester in der Neurochirurgie und inneren Medizin gearbeitet.
Hätte hier sofort als Krankenschwester anfangen können (Fachkenntnisse hatte sie durch Probetage nachgewiesen, potentielle Arbeitskollegen und Patienten waren gleichfalls von ihrem Können überzeigt).
Es fehlte nur die Anerkennung.
Naja, aber das betrifft ja nur bestimmte Berufe; naemlich die, wo man staatliche Abschluesse benoetigt, also Aerzte, Lehrer usw. OK, wer sich als Handwerker selbstaendig machen will, wird auch 'ne Meisterpruefung brauchen.
"Nur" ist relativ - meine Frau z,B. betriffts.

* Meisterprüfung ist (glaub ich) nicht mehr zwingend nötig.
Hat wohl was mit der Freizügigkeitsregelung in Bezug auf Arbeitnehmer zu tun, die aus EU-Ländern kommen, wo es den "Meister" nicht gibt.
** Tja, innerhalb der EU werden mehr wie zwei Augen zu gedrückt - aber "wehe" es kommen Fachkräfte von ausserhalb ...

Das Thema ist gegessen, weil da in zu vielen Fällen mit politischen Maasstäben argumentiert wird anstatt mit Fachlichen.
Zitat unseres o.g. Gesprächspartners: "Sie glauben nicht, wen ich hier alles "durchwinken" muss.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Sean

Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von Sean »

ingo_001 hat geschrieben:
Sean hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben: Sorry, das stimmt nur so weit ... bis die dt. Bürokratie ins Spiel kommt.
Meine Frau hat über 10 Jahre als Krankenschwester in der Neurochirurgie und inneren Medizin gearbeitet.
Hätte hier sofort als Krankenschwester anfangen können (Fachkenntnisse hatte sie durch Probetage nachgewiesen, potentielle Arbeitskollegen und Patienten waren gleichfalls von ihrem Können überzeigt).
Es fehlte nur die Anerkennung.
Naja, aber das betrifft ja nur bestimmte Berufe; naemlich die, wo man staatliche Abschluesse benoetigt, also Aerzte, Lehrer usw. OK, wer sich als Handwerker selbstaendig machen will, wird auch 'ne Meisterpruefung brauchen.
"Nur" ist relativ - meine Frau z,B. betriffts.
Natuerlich ist es, wenn ich mir ein Bein gebrochen habe, ein schwacher Trost, dass Hunderte Menschen keine Probleme mit dem Gehen haben. Aber deine Aussage, dass man grundsaetzlich Probleme mit der Anerkennung der Berufsabschluesse durch Behoerden bekommt, stimmt so nicht. In den meisten Faellen muss man den AG von der Qualifikation ueberzeugen, keine Behoerde.
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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von ingo_001 »

Sean hat geschrieben:In den meisten Faellen muss man den AG von der Qualifikation ueberzeugen, keine Behoerde.
Das hab ich auch nie in Abrede gestellt.
Aber wehe eine Behörde ist wegen der beruflichen Anerkennung involviert, weils ohne diese keinen Arbeitsvertrag gibt (jedenfalls keinen für den vorher ausgeübten Beruf).
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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von báitù »

Sean hat geschrieben:In den meisten Faellen muss man den AG von der Qualifikation ueberzeugen, keine Behoerde.
Und die Visa-Card ist Deutschlands meiste Kreditkarte... Was für eine Grütze.

Fakt ist:

In Deutschland, und wir reden hier von Arbeitgebern der Neuzeit, zählt mit steigendem Anspruch an die Stelle in jedem Fall auch die nachzuweisende berufliche Qualifikation.
Das Prinzip "I'm the man und ich brauch' dir nur zeigen was ich drauf habe" funktioniert vielleicht in den USA oder bei Billiglohn-Jobs, aber nicht im akademischen Bereich.
Wer einen Diplom-Wirtschaftsingenieur sucht, wird keinen Bahnhofswirt einstellen, nur weil er gut Kopfrechnen kann (1 Bier + 1 Curry = 2,70 €).

Der Arbeitnehmer aus China oder sonstigen Nicht-EU-Ländern erhält doch oftmals gar nicht die Möglichkeit seinen potenziellen Arbeitgeber von seinen Fähigkeiten zu überzeugen, weil er/sie schon vorher im Qualifikationssieb hängen bleibt.
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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von Sean »

báitù hat geschrieben:
Sean hat geschrieben:In den meisten Faellen muss man den AG von der Qualifikation ueberzeugen, keine Behoerde.
Und die Visa-Card ist Deutschlands meiste Kreditkarte... Was für eine Grütze.

Fakt ist:

In Deutschland, und wir reden hier von Arbeitgebern der Neuzeit, zählt mit steigendem Anspruch an die Stelle in jedem Fall auch die nachzuweisende berufliche Qualifikation.
Das Prinzip "I'm the man und ich brauch' dir nur zeigen was ich drauf habe" funktioniert vielleicht in den USA oder bei Billiglohn-Jobs, aber nicht im akademischen Bereich.
Wer einen Diplom-Wirtschaftsingenieur sucht, wird keinen Bahnhofswirt einstellen, nur weil er gut Kopfrechnen kann (1 Bier + 1 Curry = 2,70 €).

Der Arbeitnehmer aus China oder sonstigen Nicht-EU-Ländern erhält doch oftmals gar nicht die Möglichkeit seinen potenziellen Arbeitgeber von seinen Fähigkeiten zu überzeugen, weil er/sie schon vorher im Qualifikationssieb hängen bleibt.
Und was hat das mit dem zu tun, was ich geschrieben habe? "Gruetze" passt wohl eher auf deinen Geisteszustand beim Schreiben als auf den Inhalt meines Postings.
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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von báitù »

Grütze ist die Pauschalaussage "in den meisten Fällen muss man nur seinen Arbeitgeber von der Qualifikation überzeugen". Was sind die meisten Fälle? Die Billiglohnjobs? Dann lies nochmal nach, in welchem Bereich der TE nach Chancen auf dem Arbeitsmarkt frug. Ich glaube nicht, dass seine Braut bei Kentucky o. ä. anfangen will. :roll:
Wie ich bereits ausführte, mag deine Aussage im Billiglohnsektor zutreffen, aber nicht im akademischen Bereich. Hier sind nach wie vor aussagekräftige und anerkannte bzw. anerkennungsfähige (Aus)Bildungsnachweise unerlässlich. :!:
Wenn ich diese nicht liefern kann, darf ich erst gar nicht "Vorturnen"!
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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von Jondalar »

báitù hat geschrieben: 1 Bier + 1 Curry = 2,70 €
Cool, wo gibts das, da mag ich hin. :lol:

Aber im Ernst, natürlich braucht man als Deutscher schon Papiere für einen guten Job - und leider als Ausländer noch bessere Papiere. Ich würde mir das auch anders wünschen, gerade für meine Frau, aber wir sind halt noch immer etwas national angehaucht - auch oder vor allem, was Stellen betrifft.

Grüße
Sean

Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von Sean »

báitù hat geschrieben:Grütze ist die Pauschalaussage "in den meisten Fällen muss man nur seinen Arbeitgeber von der Qualifikation überzeugen". Was sind die meisten Fälle? Die Billiglohnjobs? Dann lies nochmal nach, in welchem Bereich der TE nach Chancen auf dem Arbeitsmarkt frug. Ich glaube nicht, dass seine Braut bei Kentucky o. ä. anfangen will. :roll:
Wie ich bereits ausführte, mag deine Aussage im Billiglohnsektor zutreffen, aber nicht im akademischen Bereich. Hier sind nach wie vor aussagekräftige und anerkannte bzw. anerkennungsfähige (Aus)Bildungsnachweise unerlässlich. :!:
Ach ja - und die dienen nicht dazu, den AG von seiner Qualifikation zu ueberzeugen?

Vielleicht solltest du nochmal lesen, in welchem Kontext ich gepostet habe. Es ging darum, dass bei den meisten Jobs die Anerkennung des Berufsabschlusses durch die Arbeitgeber entscheidend ist und nicht, wie in Ingos Fall, durch Behoerden.
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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von báitù »

Sean hat geschrieben:Ach ja - und die dienen nicht dazu, den AG von seiner Qualifikation zu ueberzeugen?
Ich glaube, wir posten aneinander vorbei. Meine Aussage war doch die, dass man den Arbeitgeber nur mit anerkannten Nachweisen seines Bildungsstandes von den eigenen Qualifikationen überzeugen könne. Dein Ausgangspost hatte ich hingegen so verstanden, dass es auch ohne anerkannte Bildungsabschlüsse ginge.

Gerade deine vorherige Aussage...
Sean hat geschrieben:Ingenieure usw. muessen aber nur ihre zukuenftigen Arbeitgeber ueberzeugen...
...ignoriert die Realität. Wenn heute jemand mit einem kasachischen, chinesischen oder madegassischen Ingenieurs-Diplom versucht einen Job bei einem deutschen Unternehmen zu bekommen, wird er doch schon deswegen nicht genommen, weil sein sogenannter Abschluss mit den unsrigen nicht vergleichbar - und somit nicht überzeugend - ist.

Was aber nicht überzeugt, wird auch keine "Anerkennung finden". :wink:
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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von ingo_001 »

báitù hat geschrieben:Was aber nicht überzeugt, wird auch keine "Anerkennung finden". :wink:
Und wenns den potentiellen Arbeitgeber überzeugt, der ja die Qualifikation einschätzen kann, interessierts die EU-Bürokraken nicht die Bohne.
Oder gibts einen logischen Grund, weshalb die Krankenschwester aus einer bulgarischen Kreisstadt hier als Krankenschwester arbeiten kann und meine Frau z.B. nicht?
Nein - mit Logik kommt man da (leider) nicht weit ...
Hier wird de facto eine willkürliche (politische) Grenze gezogen, die mit der fachlichen Kenntnis/Qualifikation (zumindest im Fall meiner Frau) absolut nichts zu tun hat.
Wurde mir, wie schon gesagt, auch von zuständiger Stelle (in einem 4-Augen-Gespräch) bestätigt.
So, das wars dazu.
Wenn ich jetzt noch weiter drüber nachdenke, bekomm ich nur wieder nen dicken Hals ...
So, das musste jetzt noch raus - nu is für mich das Thema aus :wink:
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Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von farnsworth »

Wow, sieht fast so aus, als würde diese Frage nicht nur mich bzw. meine zukünftige Frau recht intensiv bewegen, sondern auch die Gemüter vieler andere Forenkollegen in Wallung bringen.

Wir hatten ja grundsätzlich damit gerechnet, dass es nicht einfach werden wird, für sie hier einen adequaten Job zu finden, aber angesichts der vielen Antworten die nichts positives ahnen lassen, wird es wohl noch schwieriger als wir vermutet haben.

Das die deutsche Sprache eine entscheidende Rolle spielen wird, war uns durchaus schon klar. Daher ist der Plan, dass meine Freundin den A1 (sie spricht schon ein perfektes deutsches "r"!) in China macht, wir in China heiraten, sie danach ihren Job kündigt und bis die Familienzusammenführung durch ist, in China den B1 macht und sich dann in Deutschland zum C2 durcharbeitet.

Grundsätzlich hatte ich gehofft, dass sie mit dieser Grundlage dann auch einen deutschen Arbeitgeber, der in Asien tätig ist (zumindest stolpert man in China ja ständig über die Produkte von deutschen Firmen), von sich überzeugen kann und sie eventuell wieder im Vertrieb oder dgl. arbeiten kann. Ich hoffe auch, dass ihr Netzwerk, das sie durch ihre Vertriebstätigkeit aufbauen konnte ihr hier weiterhelfen kann.

Das Thema Selbständigkeit im Bereich Im-/Export haben wir auch schon diskutiert, da meine zukünftige auch in China schon seit einiger Zeit überlegt sich selbständig zu machen. Allerdings hält sich meine Begeisterung dafür in Grenzen, da, wie bereits in diesem Thread festgestellt, diese Idee wohl schon ein paar mehr hatten, wobei meine Freundin hier wohl auf Grund ihres bisherigen Jobs sicherlich keine schlechte Grundlage dafür hätte.

Neben den Deutschkursen die sie belegen soll/muss ist wohl jetzt die vordringliche Aufgabe, herauszufinden, was ihre chinesichen Abschlüsse in Deutschland eigentlich wert sind.

Besten Dank an alle hier! Auch wenn es mich nicht gerade ermuntert hat, so hilft es mir doch ein paar neue Ansatzpunkte zu finden, was wir unternehmen müssen, um auf den richtigen Weg zu kommen.
Sean

Re: Chance für Chinesin auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Beitrag von Sean »

báitù hat geschrieben:
Sean hat geschrieben:Ach ja - und die dienen nicht dazu, den AG von seiner Qualifikation zu ueberzeugen?
Ich glaube, wir posten aneinander vorbei. Meine Aussage war doch die, dass man den Arbeitgeber nur mit anerkannten Nachweisen seines Bildungsstandes von den eigenen Qualifikationen überzeugen könne. Dein Ausgangspost hatte ich hingegen so verstanden, dass es auch ohne anerkannte Bildungsabschlüsse ginge.
Wie gesagt... Wenn du mein Posting im Kontext (d.h. Ingos Posting) betrachtest, muesste dir klar werden, dass es mir darum geht, dass staatliche Anerkennung keine entscheidende Rolle spielt.
Gerade deine vorherige Aussage...
Sean hat geschrieben:Ingenieure usw. muessen aber nur ihre zukuenftigen Arbeitgeber ueberzeugen...
...ignoriert die Realität. Wenn heute jemand mit einem kasachischen, chinesischen oder madegassischen Ingenieurs-Diplom versucht einen Job bei einem deutschen Unternehmen zu bekommen, wird er doch schon deswegen nicht genommen, weil sein sogenannter Abschluss mit den unsrigen nicht vergleichbar - und somit nicht überzeugend - ist.

Was aber nicht überzeugt, wird auch keine "Anerkennung finden". :wink:
Ich sage: Er muss den Arbeitgeber ueberzeugen. Du sagst: Ein Kasache wird einen AG nicht ueberzeugen koennen. Zwischen den Aussagen ist kein Widerspruch. Und mein Post geht nicht an der Realitaet vorbei. Du argumentierst immer, als haette ich geschrieben: "Jeder kann einen Job bekommen, wenn er nur den AG persoenlich ueberzeugt." Das habe ich aber nirgends geschrieben und auch nie gemeint. Wenn der Auslaender den AG ueberzeugen kann, dass sein Abschluss etwas wert ist, hat er eine Chance. Wenn nicht, dann nicht.
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