Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

In diesem Forum können alle Fragen rund um Familienangelegenheiten, z.B. Heirat, Geburt, Scheidung, damit verbundene Visumsfragen und andere bürokratische und sonstige Hürden besprochen werden.
Mathias
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Mathias »

sowa hat geschrieben:... Wo kämen wir hin, wenn für die Arbeitgeber unsere Ehefrauen ein Sicherheitproblem darstellen? ...
Sozialismus? In der DDR war es zumindest so.
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happyfuture
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von happyfuture »

sowa hat geschrieben:Wo kämen wir hin, wenn für die Arbeitgeber unsere Ehefrauen ein Sicherheitproblem darstellen?
Das ist Medien-Bashing erster Güte!
Die Frau könnte aus dem Iran, Irak oder aus sonstigen "Spionageländern" sein, letztlich geht es nicht um seine Frau als solche ...

verstehst Du das nicht?
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happyfuture
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von happyfuture »

Mathias hat geschrieben:
sowa hat geschrieben:... Wo kämen wir hin, wenn für die Arbeitgeber unsere Ehefrauen ein Sicherheitproblem darstellen? ...
Sozialismus? In der DDR war es zumindest so.
der mit "Stecker umdrehen" war besser (werde ich nie vergessen!) :lol:
aquadraht
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von aquadraht »

Andy_yi hat geschrieben:
sowa hat geschrieben: Welche Grundrechte hatte wohl der Arbeitgeber verstoßen? Andi.
..
Erst als die Heirat vollzogen war und das ganze ein offizielles Sicherheitsproblem ( so der erst genannte Kündigungsgrund) dargestellt hat, wurde gekündigt.

Also, gegen welche Grundrechte wurde verstoßen? Sag du es mir.
Auf das Recht, sich die Partnerin frei auszusuchen, sie zu heiraten und "die Heirat zu vollziehen", und dabei nicht nach Ethnie, Religion, Herkunft etc. diskriminiert zu werden. Das betrifft von Art.1GG an gleich mehrere Grundrechte.

Sag mal, kann man Dich ernst nehmen? Eine chinesische Freundin ist also kein Problem, eine Ehefrau aber schon? Und das, wo Ehe und Familie nicht nur durch das Grundgesetz, sondern auch durch die Menschenrechtskonventionen geschützt sind? Und da fragst Du noch, welche Grundrechte verletzt sind? Sozusagen "du darfst die gelben Weiber pimpern, aber nicht heiraten"? Wo leben wir?

Ich finde ja schon die Spekulationen "der Unternehmer hat Recht, sonst hätte er nicht gekündigt", mehr als peinlich. Hätte die Firma Autoflug bessere Argumente, so hätte sie längst die jw und und die taz zur Schnecke machen können, und die IGM auch. Tatsächlich hat aber selbst der Richter im Gütetermin gesagt, das sähe doch sehr nach einem Diskriminierungsfall aus. Und das Unternehmen hat versucht, nun betriebliche Gründe nachzuschieben, ein klares Armutszeugnis.

Und nein, Unternehmen haben nicht einfach Recht, weil sie kündigen. Oft genug schiessen sie da riesige Böcke. Oder - wie im Falle der Bagatell- und Verdachtskündigungen - es setzt sich auf Druck der Öffentlichkeit eine andere Rechtsauffassung durch.

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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von aquadraht »

happyfuture hat geschrieben:
sowa hat geschrieben:Wo kämen wir hin, wenn für die Arbeitgeber unsere Ehefrauen ein Sicherheitproblem darstellen?
Das ist Medien-Bashing erster Güte!
Die Frau könnte aus dem Iran, Irak oder aus sonstigen "Spionageländern" sein, letztlich geht es nicht um seine Frau als solche ...
verstehst Du das nicht?
Nein, das verstehe ich auch nicht. Gut, wenn jemand an sehr sicherheitsrelevanter Stelle arbeitet, dann schaut man sich auch die Verwandtschaft und die Ehepartner/innen an. Aber dann selbstverständlich auch die Freunde oder Freundinnen, denn glaubst Du, dass, was übers Kopfkissen kommuniziert wird, vom Trauschein abhängt? Frag mal Markus Wolf, der hat auf der Basis ein ganzes Spionagenetz mit grossem Erfolg aufgebaut.

Dann ist aber nicht China, oder Irak, Iran etc. ein Kriterium, sondern konkrete Erkenntnisse über Kontakte der Partner/innen. Alles andere ist ungesetzlich und letztlich auch hirnrissig. Eine Irakerin kann etwa aus der derzeit heftig verfolgten christlichen Minderheit stammen und gegenüber "unseren Feinden" dort noch viel feindseliger eingestellt sein. Und auch Chinesen sind nicht von Natur Industriespione. "Spionageländer" ist ein absurder Generalverdacht.

Und genau dieser Generalverdacht ist verfassungswidrig.

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Mathias
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Mathias »

aquadraht hat geschrieben:... Tatsächlich hat aber selbst der Richter im Gütetermin gesagt, das sähe doch sehr nach einem Diskriminierungsfall aus. Und das Unternehmen hat versucht, nun betriebliche Gründe nachzuschieben, ein klares Armutszeugnis ...
Tatsächlich stammt diese "Version der Wahrheit" auch wieder von linken Schreiberlingen. Kritischer Umgang mit Quellen hilft hier auch schon weiter.
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Laogai »

aquadraht hat geschrieben:
Andy_yi hat geschrieben:Also, gegen welche Grundrechte wurde verstoßen? Sag du es mir.
Auf das Recht, sich die Partnerin frei auszusuchen, sie zu heiraten und "die Heirat zu vollziehen", und dabei nicht nach Ethnie, Religion, Herkunft etc. diskriminiert zu werden. Das betrifft von Art.1GG an gleich mehrere Grundrechte.
aquadraht, der Arbeitgeber hat dem Angestellten diese Rechte nicht verweigert!
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von happyfuture »

aquadraht hat geschrieben:Dann ist aber nicht China, oder Irak, Iran etc. ein Kriterium, sondern konkrete Erkenntnisse über Kontakte der Partner/innen. Alles andere ist ungesetzlich und letztlich auch hirnrissig. Eine Irakerin kann etwa aus der derzeit heftig verfolgten christlichen Minderheit stammen und gegenüber "unseren Feinden" dort noch viel feindseliger eingestellt sein. Und auch Chinesen sind nicht von Natur Industriespione. "Spionageländer" ist ein absurder Generalverdacht.

Und genau dieser Generalverdacht ist verfassungswidrig.

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Da sind wir uns ja mal richtig einig!
Schaun wir mal, was am Ende rauskommt: ich tippe darauf, dass zum Schluss die Begründung "Sicherheitsrisiko durch die Ehefrau" keine große Rolle mehr spielt! :wink:

Immerhin kommt Bewegung durch die Sache hier im Forum ...
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von aquadraht »

Mathias hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:... Tatsächlich hat aber selbst der Richter im Gütetermin gesagt, das sähe doch sehr nach einem Diskriminierungsfall aus. Und das Unternehmen hat versucht, nun betriebliche Gründe nachzuschieben, ein klares Armutszeugnis ...
Tatsächlich stammt diese "Version der Wahrheit" auch wieder von linken Schreiberlingen. Kritischer Umgang mit Quellen hilft hier auch schon weiter.
Wenn "Kritischer Umgang mit Quellen" heisst "der Autor geht quer zu meinem ideologischen Dogma", hilft das zwar, das Brett vor dem Kopf zu verstärken, aber nicht zu besserer Realitätswahrnehmung. Die Darstellung über den Gütetermin stand in der FR. Natürlich auch "linke Schreiberlinge". Ich kann Dir keine NPD-Referenz liefern.

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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von aquadraht »

laogai hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:
Andy_yi hat geschrieben:Also, gegen welche Grundrechte wurde verstoßen? Sag du es mir.
Auf das Recht, sich die Partnerin frei auszusuchen, sie zu heiraten und "die Heirat zu vollziehen", und dabei nicht nach Ethnie, Religion, Herkunft etc. diskriminiert zu werden. Das betrifft von Art.1GG an gleich mehrere Grundrechte.
aquadraht, der Arbeitgeber hat dem Angestellten diese Rechte nicht verweigert!
Neiskla, er hat bloss den Job gekündigt.

Die Rechte implizieren, dass aus ihrer Wahrnehmung keine Nachteile entstehen.

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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Mathias »

aquadraht hat geschrieben:... Generalverdacht ...
Gutes Stichwort. Dem DGB geht es schlecht wie nie, ein neues Feindbild kommt da wie gerufen. Sowieso sind Rüstungsbetriebe erklärtermaßen schon seit Jahren als die Bösewichter schlechthin ausgemacht.

Deutschland ist der drittgrößte Waffenhersteller und -exporteur der Welt und legt seit ein paar Jahren auf diesem Sektor enorm zu. Ob es einem gefällt, oder nicht, die Wohlstandsoase Deutschland wird nicht mit Windrädern oder Dritte-Welt-Läden finanziert. Es sind Firmen wie AutoFlug, die das von allen so geliebte Geld verdienen.
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Laogai »

aquadraht hat geschrieben:Die Rechte implizieren, dass aus ihrer Wahrnehmung keine Nachteile entstehen.
Nö, tun sie nicht. Wenn ich als Arbeitgeber niemanden einstelle will, der eine rechte Gesinnung hat, verstoße ich damit auch nicht gegen irgend ein Grundgesetz. Ich hoffe doch, dass ich als Arbeitgeber auch gewisse Rechte habe, nicht nur Pflichten.
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von happyfuture »

Mathias hat geschrieben:Deutschland ist der drittgrößte Waffenhersteller und -exporteur der Welt und legt seit ein paar Jahren auf diesem Sektor enorm zu. Ob es einem gefällt, oder nicht, die Wohlstandsoase Deutschland wird nicht mit Windrädern oder Dritte-Welt-Läden finanziert. Es sind Firmen wie AutoFlug, die das von allen so geliebte Geld verdienen.
Nennt sich das nicht eher "Rettungstechnik", was die so produzieren? :wink:
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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von aquadraht »

laogai hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:Die Rechte implizieren, dass aus ihrer Wahrnehmung keine Nachteile entstehen.
Nö, tun sie nicht. Wenn ich als Arbeitgeber niemanden einstelle will, der eine rechte Gesinnung hat, verstoße ich damit auch nicht gegen irgend ein Grundgesetz. Ich hoffe doch, dass ich als Arbeitgeber auch gewisse Rechte habe, nicht nur Pflichten.
Grundsätzlich hat ein Arbeitgeber wie ein Arbeitnehmer bei der Einstellung 6 Monate Probezeit, innerhalb derer das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen beendet werden kann, mit 2 Wochen Frist. Einstellen muss man niemanden.

Wenn allerdings während des Dauerarbeitsverhältnisses herauskommt, dass der Arbeitnehmer einer den Werten der Verfassung gegenüber feindseligen Partei, etwa NPD, PBC, FDP oder welche immer, beigetreten ist, ist das kein Kündigungsgrund. Sollte eine dieser Parteien als verfassungswidrig verboten werden, wäre das Eintreten für die verbotetene Partei als Straftat unter gewissen Umständen ein Kündigungsgrund.

Und was die Rechte der Arbeitgeber angeht: die Sklaverei ist abgeschafft.

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Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Mathias »

happyfuture hat geschrieben:... Nennt sich das nicht eher "Rettungstechnik", was die so produzieren? :wink: ...
Kleiner Auszug aus der Produktion von Autoflug:

- Sicherheitssitze für Hubschrauber und Transportflugzeuge
- Sicherheitssitze für gepanzerte Landfahrzeuge
- Baugruppen, Wartung und Instandsetzung für Martin-Baker Schleudersitze
- Gurtzeuge und Rückhaltesysteme für Luftfahrzeuge und gepanzerte Landfahrzeuge
- Schutzausrüstungen für Piloten
- Rettungsfallschirme, Bremsschirme und Bergungsfallschirmsysteme
- Kreisel, Inertial Measurement Units (IMU) sowie Kreiselplattformen für den Einsatz in Luft- und Landfahrzeugen
- Lenkspulen in herkömmlicher und faseroptischer Bauweise

Kaum ein deutsches Militärfahrzeug dürfte ohne Produkte von Autoflug rollen, schwimmen oder fliegen ... und auch nicht verkauft werden :mrgreen: Zudem sind das sämtlichst Technologien, wo Wirtschaftsspiogenten feuchte Hände bekommen dürften.
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