Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Alles zum Thema Visum für China und Deutschland: Antrag, benötigte Unterlagen, Bürokratie, Erfahrungsberichte und sonstiger nerviger Kleinkram zu dem Thema.
timo29
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von timo29 »

Ist mir auch ein Rätsel und auch kein Fall bekannt, wo ein CN Staatsbürger mit gültigem Reisepass und zugeteiltem Schengenvisum nicht ausreisen durfte
Moment, der große Filterprozess kommt aus meiner Sicht VOR dem Erteilen des Visums. Wie bei meinem Kollegen waren es eben die chinesischen Mitarbeiter, die geblockt haben. Egal ob ihr mir das glaubt oder nicht. Ich wette, dass 100% der chinesischen Mitarbeiter in Botschaften täglich in direktem Kontakt mit der eigenen Regierung und Partei stehen. Da wird alles gemeldet und ausserdem ganze gezielt manche Leute ausgefiltert. Mancher in diesem Forum scheint zu vergessen, dass wir von China reden!
Wer will das denn verhindern, wenn ein CN Mensch mit gültigem Reisepass ein Schengenvisum beantragt? Die Deutschen Behörden auf jeden Fall nicht!
Siehe Absatz oben. Die Deutschen natürlich nicht. Moment, ich würde jedoch nicht ausschließen, dass Länder mit Botschaften in China ein Abkommen haben, dass China über den Visumsprozess die letzte Entscheidung hat.
sie war doch schon in anderen Ländern mit Reisepass
Du weisst schon, dass es asiatische Länder gibt, die China sehr nahe stehen und in die so gut wie jeder wohlhabende Chinese den ich kenne mehrmals im Jahr reist um Urlaub zu machen? Diese Reisen sind vom Aufwand her nicht im Geringsten mit einer wirklichen Auslandsreise in ein Land wie Deutschland zu vergleichen.
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bossel
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von bossel »

ingo_001 hat geschrieben:
happyfuture hat geschrieben:Frage 1: Wer hat das Visum verweigert? Die Amerikaner?
Ja, allerdings auch erst auf Intervention der chinesischen Mitarbeiter in deren Botschaft.
Irgendwie habe ich so meine Zweifel, daß die chin. Mitarbeiter da einen so großen Einfluß haben.
timo29
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von timo29 »

Irgendwie habe ich so meine Zweifel, daß die chin. Mitarbeiter da einen so großen Einfluß haben.
Da täuschst du dich ganz gewaltig. Das ganze ist doch wie bei einer Türsteher-Mafia. Auch wenn der Chef einer Bar nichts gegen dich hat und er dich sicherlich reinlassen würde, wenn du mit ihm reden würdest, ist es doch der Türsteher, der dich nicht reinlässt. Ich finde das Beispiel gar nicht schlecht, da es ja genau so bei meinem Kollegen war: Sicherheitspersonal verhindert Zutritt trotz Termin, Dokumente werden abgegeben, aber nie weitergereicht etc.
Seine Freundin sass angeblich vor Panzerglass und musste durch eine miserable Sprechanlage mit der chinesischen Mitarbeiterin diskutieren und dabei hörten auch noch 50 Leute mit. Zuletzt wurde sie nur noch heim geschickt und hatte keien Möglichkeit mehr an die deutschen Mitarbeiter heranzukommen. Genau so habe ich das übrigens auch schon in einer chinesischen Botschaft erlebt. Hinter Glas mit so einem Ar... zu diskutieren macht keinen Spass. Ich hätte nur zu gerne gewartet, bis der Typ Feierabend hat um ihm dann mal die Meinung zu sagen!

Analog ist es doch auch mit der Sekretärinnen-Mafia: Zufällig verschwundene Dokumente, versäumte Termine etc. etc. So kann man auch extreme Macht bekommen, wie eben auch die chinesischen Mitarbeiter in den Botschaften in China.
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von otternase »

1) ob das Lokalpersonal wirklich seine Arbeit mit der chinesischen Regierung abspricht, wage ich zu bezweifeln, das ist aber auch überhaupt nicht nötig:
auf dem Visumsantrag muss der chinesische Antragssteller seinen Arbeitgeber mit Telefonnummer nennen und dort wird dann auch tatsächlich angerufen, um diese Info zu prüfen und auch, um nachzufragen, ob für die Reise Urlaub gegeben wird und danach der Job weiter von dem Antragssteller ausgeführt werden soll (Prüfung der Rückkehrbereitschaft, wenn kein Job vorhanden, dann natürlich weniger wahrscheinlich)
und wenn dann der Arbeitgeber sagt, nö, ich gebe dem keinen Urlaub, oder, nö, ich will nicht, dass der verreist oder, nö, wenn der verreist, braucht er garnicht erst wiederzukommen, dann wird das Visum eben abgehnt...

2) das Gute ist, dass wir Deutschen an dieser "Türsteher-Mafia" durch einen Anruf vorbeikommen können...
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von aquadraht »

timo29 hat geschrieben:
Irgendwie habe ich so meine Zweifel, daß die chin. Mitarbeiter da einen so großen Einfluß haben.
Da täuschst du dich ganz gewaltig. Das ganze ist doch wie bei einer Türsteher-Mafia... So kann man auch extreme Macht bekommen, wie eben auch die chinesischen Mitarbeiter in den Botschaften in China.
Ich halte das auch für Paranoia. Ich kenne Leute gut, die lange im diplomatischen Dienst tätig waren (USA und D) und die Gepflogenheiten und Fallstricke kennen. "Einheimische" Botschaftsangehörige werden nachrichtendienstlich durchleuchtet, und zwar nicht bloss bei Einstellung und nicht bloss in China. Die Botschaften, und sei es auf der Putzfrauenebene, mit Mitarbeitern von Regierung oder Nachrichtendiensten zu infiltrieren, gilt als hochgradig unfreundlicher Akt und ist regelmässig Gegenstand von Protestnoten, übrigens selbst in Nordkorea. Natürlich gibt es die Fälle trotzdem - in aller Welt, und die Amis spionieren auch die Deutschen aus und umgekehrt, die Chinesen und umgekehrt sowieso. Aber den Publikumsverkehr einer ausländischen Botschaft mit eigenen regierungshörigen Mitarbeitern zu infiltrieren, das wäre schlicht krasse Blödheit. Das macht kein Staat.

Insofern verstehe ich auch Ingo nicht. Gerade die USA gewähren Leuten nicht nur Visa, sondern zahlen ihnen viel Geld, wenn sie eine der VRC gegenüber feindselige Haltung einnehmen (siehe Tibet, Xinjiang etc). Dass eine US-Botschaft der PRC zu Gefallen ein Visum verweigert, weil die chinesische Regierung den Staatsbürger nicht gern ausreisen lassen mag, erscheint mir absurd.

Was ich für möglich und nicht unwahrscheinlich halte, ist, dass gerade auf der unpolitischen und daher für die deutschen Vorgesetzten völlig uninteressanten Ebene chinesische Angestellte ihre persönlichen Aversionen gegen Emporkömmlinge, Frauen, die sie verdächtigen, sich für eine Ausreise Ausländern an den Hals zu schmeissen etc. ausagieren. Da kann es sein, dass chinesische Angestellte ihren Vorgesetzten empfehlen, ein Visum zu verweigern, weil der Antragssteller womöglich ein korrupter Wirtschaftsflüchtling ist und die Ausreise das Verhältnis zur Regierung beeinflussen kann. Da kann es dann auch vorauseilenden Gehorsam geben.

Dass aber auf der Ebene des Publikumsverkehrs die chinesische Regierung in die Visumsabteilungen fremder Botschaften hineinregiert, halte ich für absurd. Das wäre ein Bruch diplomatischer Etiquette und, wenn es herauskäme, ein katastrophaler Gesichtsverlust. Dabei ergäbe es nicht den geringsten Nutzen. Die chinesische Regierung kann jederzeit die Ausreise eines Bürgers verhindern, wenn sie sie nicht für opportun hält.

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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von otternase »

aquadraht hat geschrieben:Was ich für möglich und nicht unwahrscheinlich halte, ist, dass gerade auf der unpolitischen und daher für die deutschen Vorgesetzten völlig uninteressanten Ebene chinesische Angestellte ihre persönlichen Aversionen gegen Emporkömmlinge, Frauen, die sie verdächtigen, sich für eine Ausreise Ausländern an den Hals zu schmeissen etc. ausagieren.
das mit Sicherheit, und nicht einmal versteckt, sondern relativ offen erkennbar
timo29
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von timo29 »

Was ich für möglich und nicht unwahrscheinlich halte, ist, dass gerade auf der unpolitischen und daher für die deutschen Vorgesetzten völlig uninteressanten Ebene chinesische Angestellte ihre persönlichen Aversionen gegen Emporkömmlinge, Frauen, die sie verdächtigen, sich für eine Ausreise Ausländern an den Hals zu schmeissen etc. ausagieren. Da kann es sein, dass chinesische Angestellte ihren Vorgesetzten empfehlen, ein Visum zu verweigern, weil der Antragssteller womöglich ein korrupter Wirtschaftsflüchtling ist und die Ausreise das Verhältnis zur Regierung beeinflussen kann. Da kann es dann auch vorauseilenden Gehorsam geben.
In diesem Punkt stimme ich eindeutig zu.

Und nun zum anderen Punkt: Ihr glaubt doch nicht allen ernstes, dass in einem Land wie CHina die REgierung dabei zusieht, wie sich ausländische Botschaften ihre Mitarbeiter zusammensuchen bzw. im Fall dass dies doch so ist, dann keinerlei Interesse haben, mit diesen Mitarbeitern in KOntakt zu stehen. Ich habe zwar keine große ERfahrung mit dem Visum für meine Freundin, aber ich bin entschieden zu China-erfahren, um dies zu glauben. Ausserdem ist es doch unrealistisch, dass die Botschaftsmitarbeiter bei der EInstellung von chin. Mitarbeitern darauf aufmerksam werden, dass diese regierungsnah sind. Als ob man dies durch derartige Einstellungsverfahren feststellen könnte. Ich würde Gift darauf nehmen, dass der ein oder andere chin. Mitarbeiter ein Profi ist, der über derartige Einstellungstests nur lachen kann, in Wirklichkeit hochintelligent ist und dann in der Botschaft einen kleinen Hilfsjob ausführt.
Die Botschaften, und sei es auf der Putzfrauenebene, mit Mitarbeitern von Regierung oder Nachrichtendiensten zu infiltrieren, gilt als hochgradig unfreundlicher Akt und ist regelmässig Gegenstand von Protestnoten, übrigens selbst in Nordkorea
Als ob das die entsprechenden Leute interessieren würde oder davon abhalten würde. Ausserdem muss es ja kein echtes REgierungsmitglied oder Geheimdienst sein. Es reicht ja, wenn man einmal wöchentlich bei diesem Mitarbeiter vorbeikommt, ein paar Fragen stellt und ihn um ein paar GEfallen bittet und dann noch erwähnt, dass sein Kind auf dem Spielplatz diese Tage sehr alleine ist. Den Rest könnt ihr euch denken. Ich habe derartiges bisher nur bei Mitarbeitern in Unternehmen erlebt, bin aber 100% sicher, dass es genauso bei Botschaftsangestellen läuft.

Wir kommen aber allmählich weit weg vom Thema. Darum halte ich mich zu diesem Nebenthema jetzt auch ab sofort zurück.
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von timo29 »

Auf jeden fall jetzt allen vielen Dank. Ihr habt mir sehr geholfen und ich konnte viele gute ERkenntnisse gewinnen.

Wir werden uns das ganze nochmals durch den Kopf gehen lassen und dann durchführen.

Danke euch allen! Dieses Forum ist einfach super! :D
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von ingo_001 »

aquadraht hat geschrieben:Insofern verstehe ich auch Ingo nicht. Gerade die USA gewähren Leuten nicht nur Visa, sondern zahlen ihnen viel Geld, wenn sie eine der VRC gegenüber feindselige Haltung einnehmen (siehe Tibet, Xinjiang etc).
Schon richtig.
Nur ändert das alles nichts an der Tatsache, dass die betreffenden Personen erst mal aus China raus müssen.
aquadraht hat geschrieben:Dass eine US-Botschaft der PRC zu Gefallen ein Visum verweigert, weil die chinesische Regierung den Staatsbürger nicht gern ausreisen lassen mag, erscheint mir absurd.
Wie das im Detail abgelaufen ist, werden wir genauso wenig erfahren, wie der Vater von besagter Freundin (der übrigens nicht mehr oder weniger regimekritisch ist als der normale Durchschnitts-Chinese).
aquadraht hat geschrieben:Was ich für möglich und nicht unwahrscheinlich halte, ist, dass gerade auf der unpolitischen und daher für die deutschen Vorgesetzten völlig uninteressanten Ebene chinesische Angestellte ihre persönlichen Aversionen gegen Emporkömmlinge, Frauen, die sie verdächtigen, sich für eine Ausreise Ausländern an den Hals zu schmeissen etc. ausagieren. Da kann es sein, dass chinesische Angestellte ihren Vorgesetzten empfehlen, ein Visum zu verweigern, weil der Antragssteller womöglich ein korrupter Wirtschaftsflüchtling ist und die Ausreise das Verhältnis zur Regierung beeinflussen kann. Da kann es dann auch vorauseilenden Gehorsam geben.
Das dürfte wohl zu einem nicht unerheblichen Teil zum normalen Tagesgeschäft zählen.
aquadraht hat geschrieben:Dass aber auf der Ebene des Publikumsverkehrs die chinesische Regierung in die Visumsabteilungen fremder Botschaften hineinregiert, halte ich für absurd.
Das ist doch nun wirklich kein großer Aufwand - und wenns professionell (unauffällig) gemacht wird, fällts auch dem ausländischen Botschaftspersonal nicht auf.
aquadraht hat geschrieben:Das wäre ein Bruch diplomatischer Etiquette und, wenn es herauskäme, ein katastrophaler Gesichtsverlust.
Na dann mach Dir mal Gedanken, warum es eben nicht rauskommt.
aquadraht hat geschrieben:Dabei ergäbe es nicht den geringsten Nutzen. Die chinesische Regierung kann jederzeit die Ausreise eines Bürgers verhindern, wenn sie sie nicht für opportun hält.
So ist der nötige Aufwand aber noch am Geringsten, werden doch nur die konkret Ausreisewilligen erfasst.
Und in den genannten Fällen handelt es sich ja nicht mal um Regime-Kritiker, sondern "nur" um Personen, die in Staatsdiensten tätig sind.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von ingo_001 »

timo29 hat geschrieben:Danke euch allen! Dieses Forum ist einfach super! :D
Bitte :wink:
Und halt uns auf dem Laufenden, wie es bei Euch weiter geht.
Jeder neue Schreiber ist uns willkommen.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von timo29 »

Auf jeden Fall. So lange ich hier nichts schreibe, gibt es nichts neues. Überlege mir diese Minuten gerade ernsthaft einfach morgen ein Ticket für Hong Kong zu kaufen, da ich Beijing schon nicht mehr sehen kann, wieder ein paar schöne Tage mit meinem Schatz zu haben und den ganzen Ärger zu ersparen. Die Eltern sollen entweder mitkommen oder endlich die Schallplatte tauschen! :mrgreen:
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von Ron »

happyfuture hat geschrieben:Ob für ein Antrag I-Schengen Besuchervisum eine Verpflichtunserklärung von Nöten ist, weiß ich auch nicht. Auf jeden Fall brauchst Du jemanden aus ITALIEN, der dich dorthin einläd. Das kann auch eine Firma sein. :wink:
Ich werd Sie dazu nochmal fragen.
Privat kennt Sie dort niemand, Sie war letztes Jahr
zum erstenmal in Italien mit uns :D
Fakt ist Sie hat problemlos ein Schengen-Visum dort bekommen
und hier jemand zu Besuchen in den Sie sich verguckt hat beim letzten Besuch :mrgreen:

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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von happyfuture »

um es kurz zu machen:

Was a² geschrieben hat, kommt der tatsächlichen Realität sehr Nahe!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Deutschen Behörden so blöd sind, wie hier mehrfach dargestellt, "untermauert" mit einem Beispiel betreffend USA Visum :shock:
(sorry Ingo, nimms nicht persönlich!)

Das mehrfach angesprochene "Problem" der CN-Mitarbeiter in der D-Botschaft / Konsulaten ist den Deutschen Behörden hinreichend bekannt, dennoch wird nach Deutschen Maßstäben und Richtlinien gearbeitet - da haben die CN Behörden null mit zu tun!

Wäre ein großer Spaß, diese "Diskussion" mal einem Leiter der D-Visa-Stelle vorzulegen :wink:

Wenn ich mir die Ausgangssituation durchlese, die Timo geschrieben hat und seine weiteren "Mitteilungen" verfolge, frage ich mich allen ernstes, was er will. Sich mitteilen? Auf Wichtig machen? Zudem besteht auch die Möglichkeit, dass das Visum wegen ihm abgelehnt wird, wenn er einladende Person ist und nicht "sauber" ist. So kann es auch gehen!

Abschließend stelle ich für mich fest, dass die Menschen meist mehr Probleme verursachen, die von vorne herein nicht bereit sind, die Spielregeln einzuhalten. Wenn ich die Spielregeln nicht kenne (ich kannte sie auch nicht), dann habe ich als Deutscher Staatsbürger jede Möglichkeit, mich bei der Leitung der Visa-Stelle schlau zu machen (habe ich ebenso getan).

Es zeugt von absoluter Naivität zu glauben, ein CN-Mitarbeiter könnte etwas verhindern in der D-Botschaft/Konsulat! Wenn ich mit meinen Mailausdrucken am Eingangstor der D-Botschaft in Beijing stand, haben sich sofort alle Türen für meine Frau und mich aufgetan. Hätte nur einer gezögert - ein Anruf von mir per Handy, und ich weiß nicht, was mit dem CN-Mitarbeiter passiert wäre. :mrgreen:

Und nochmal, weils so schön ist:
Ehrlich währt am längsten! :mrgreen:
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von laopi »

sehr interessante Diskussion.
es sind immer wieder die gleichen Probleme. Es konnte auch noch niemand erklären, wie die Botschaft erkennt, wer ein Visum "missbraucht" und wer nicht. Nach Aussage der Bundesregierung gibt es dazu keine Daten. Siehe http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/047/1604798.pdf" target="_blank, Seite 6.
Das ganze Gefasel der Botschaftsmitarbeiter von Rückekhrbereitschaft und wirtschaftlicher Verwurzelung ist aus der Luft gegriffen. Sie denken sich einfach irgendwas aus, damit sie überhaupt Anträge ablehen können. Vielleicht würfeln sie auch.....
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Re: Touristenvisum - Liebesbeziehung verschweigen?

Beitrag von otternase »

laopi hat geschrieben:Das ganze Gefasel der Botschaftsmitarbeiter von Rückekhrbereitschaft und wirtschaftlicher Verwurzelung ist aus der Luft gegriffen. Sie denken sich einfach irgendwas aus, damit sie überhaupt Anträge ablehen können. Vielleicht würfeln sie auch.....
das würde ich nicht sagen. Gerade in Deutschland existiert doch bereits ein gewisser Erfahrungsschatz in Bezug auf die Frage der Rückkehrbereitschaft: die DDR hat vor Genehmigung von Erlaubnissen zu Besuchsreisen in die BRD auch die Rückkehrbereitschaft durchleuchtet. Aus diesem reichen Erfahrungsschatz heraus kann man doch Erkenntnisse gewinnen.

Oder mal ganz simpel:

Ehepartner und Kind bleiben in CN: Rückkehr wahrscheinlich
guter, fester Job: Rückkehr wahrscheinlich
eigenes Haus und dickes Sparkonto: Rückkehr eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich
Besuch bei Geschäftspartner, Kindern oder Eltern: nicht negative Wirkung auf Rückkehrbereitschaft

arbeitslos: Rückkehr eher unwahrscheinlich
keine familiäre Bindung: Rückkehr eher unwahrscheinlich
Besuch bei Verlobtem: eher negative Wirkung auf Rückkehrbereitschaft

Oder noch simpler:

je mehr der Antragssteller bei Nichtrückkehr in China verlieren kann (Familie, Job, Besitz) und je weniger er bei Nichtrückkehr in Deutschland gewinnen kann (Arbeitsplatz, Partner), desto höher die angenommene Rückkehrbereitschaft

so schwer ist das nicht...
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