Die Mauer

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Die Mauer

Beitrag von Topas » 31.10.2009, 00:21

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,15 ... 69,00.html" target="_blank

..was es alles gibt?
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
MACHT MIT BEI UNSEREM BUCHPROJEKT !
http://forum.chinaseite.de/forum48.html
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Re: Die Mauer

Beitrag von Laogai » 31.10.2009, 00:34

Schön, dass du auch mal wieder hier rein schaust, Topas!
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Re: Die Mauer

Beitrag von RoyalTramp » 31.10.2009, 04:14

Topas hat geschrieben:http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,15 ... 69,00.html

..was es alles gibt?
Tja...da hat man wohl noch ein paar negative Erinnerungen an die "100-Blumen-Bewegung" von vor über 40 Jahren, was? Oder schlechtes Gewissen? ^^
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Re: Die Mauer

Beitrag von HK_Yan » 31.10.2009, 06:29

Der Fall der Mauer ist generell kein öffentliches Thema in China. Ich denke das dort die Angst sehr tief sitzt. Man muss ja bedenken das der Fall der Mauer etwas war was alleinig vom Volk ausging und absolut gegen den Staat gerichtet war.
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Re: Die Mauer

Beitrag von RoyalTramp » 31.10.2009, 07:56

HK_Yan hat geschrieben:Der Fall der Mauer ist generell kein öffentliches Thema in China. Ich denke das dort die Angst sehr tief sitzt. Man muss ja bedenken das der Fall der Mauer etwas war was alleinig vom Volk ausging und absolut gegen den Staat gerichtet war.
Naja, ob man sagen kann, dass es kein öffentliches Thema in China sei. Wenn man einen halbwegs gebildeten Chinesen fragt, ist so einem der Fall der Mauer nicht unbekannt, dass ich eher den gegenteiligen Eindruck gewonnen habe. Gerade in China, wo ja die friedliche Wiedervereinigung der beiden Deutschlands mitunter als Vorbild bzw. als VR-chinesische Hoffnung im Hinblick auf die Taiwanfrage betrachtet wird.

An sich hätte diese virtuelle Mauer in China daher die "Verantwortlichen" in der VR nicht gekratzt, aber dadurch, dass sich alleine 1500 Chinesen auf der Mauer verewigt haben (fast die Hälfte aller Einträge bis dahin, wenn der Spiegel-Artikel da richtig gezählt hat) und es dabei mit Sicherheit um höchst unangenehme Dinge wie *spricht es nicht aus* ging...da sind dann hier in China doch ein paar Leute ganz schön nervös geworden und haben die Seite vorsorglich sperren lassen.

Anmerkung: Dass ich den Eindruck habe, dass der Fall der Mauer in der Tat ein gewisses Thema ist, basiert dabei nur auf meinen subjektiven Erfahrungen im Umgang mit meinen Studenten und deren Äußerungen, wie und was sie so über den Mauerfall gelernt haben und zwar auch abseits des Deutschunterrichts (z.B. durch Medien).
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Re: Die Mauer

Beitrag von HK_Yan » 31.10.2009, 09:00

RoyalTramp hat geschrieben:Naja, ob man sagen kann, dass es kein öffentliches Thema in China sei.
Du wirst keine offizielle Feier dazu in China finden, es wird auch nicht gross in der Presse erwähnt.

http://www.welt.de/die-welt/kultur/arti ... rfall.html" target="_blank
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Re: Die Mauer

Beitrag von RoyalTramp » 31.10.2009, 15:56

HK_Yan hat geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben:Naja, ob man sagen kann, dass es kein öffentliches Thema in China sei.
Du wirst keine offizielle Feier dazu in China finden, es wird auch nicht gross in der Presse erwähnt.

http://www.welt.de/die-welt/kultur/arti ... rfall.html" target="_blank
Oh...lol...na dann! Stimmt...dann natürlich überhaupt kein öffentliches Thema, wenn man in China noch nicht einmal einen Feiertag anlässlich des Mauerfalls eingerichtet hat. Aber soll mich auch nicht weiter stören, da ich eh' nicht verstehe, was es am Mauerfall zu feiern gäbe! Denn danach ging es mit Westdeutschschland rapide bergab! :P
Die Gedenkfeiern zum Fall der Berliner Mauer und Reflexionen über das Jahr 1989, in dem sich auch das Tiananmen-Massaker ereignete, bleiben weiterhin Tabuthemen für Chinas Presse. Am nächsten Tag verschwand sogar der harmlose Vorbericht der Zeitung Xinjingbao aus Chinas Internet. Übrig blieb der Hinweis: "Bereits gelöscht."
Na, wenn das so auch auf dieser betroffenen Internetseite analogisiert wurde...Mauerfall...Tian'anmen, dann wundert es mich nicht, wenn die Seite gesperrt wurde... ;)
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Re: Die Mauer

Beitrag von jadelixx » 01.11.2009, 02:07

RoyalTramp hat geschrieben: Oh...lol...na dann! Stimmt...dann natürlich überhaupt kein öffentliches Thema, wenn man in China noch nicht einmal einen Feiertag anlässlich des Mauerfalls eingerichtet hat. Aber soll mich auch nicht weiter stören, da ich eh' nicht verstehe, was es am Mauerfall zu feiern gäbe! Denn danach ging es mit Westdeutschschland rapide bergab! :P
Westdeutschland befand sich am Ende des Konjunkturzyklus' und es waere erstmal bergab gegangen. Da aber in den neuen Bundeslaendern die DM eingefuehrt wurde, wurde die Konjunktur durch den angestauten Konsumhunger der Ostdeutschen erstmal verlaengert. Es ging also bergauf und zwar vor allem im Westen. Im Osten wurden erstmal gefuehlte 90% entlassen, in Rente oder Vorruhestand geschickt.
Hinzu kam das Verscherbeln der ostdeutschen Industrie fuer 'nen Appel und 'nen Ei, das auch noch bezuschusst wurde. Letztlich sind diese "Aufbau Ost Gelder" zwar als Transfer in die neuen Laender deklariert gewesen, aber zum groessten Teil in die Konzernzentralen Westdeutschlands auf Kosten des Steuerzahlers zurueckgeflossen.
Diese listenreichen Hin- und Herbezahlsysteme scheinen typisch fuer die westdeutsche Politbuerokratie zu sein, um dem gemeinen Buerger Gerechtigkeit vorzugaukeln.
Immerhin hat man so noch ein paar Altindustrien im Westen notversorgen bzw subventionieren koennen, den Containerschiffbau zum Beispiel. Die Globalisierung war ja schon laenger im Gange. Da waren Wiederbelebungsmassnahmen dringend noetig.
Das sollte doch vom nachgewachsenen Lehrpersonal West verstanden werden koennen oder will man es einfach nicht wahr haben? :wink:
RoyalTramp hat geschrieben:Na, wenn das so auch auf dieser betroffenen Internetseite analogisiert wurde...Mauerfall...Tian'anmen, dann wundert es mich nicht, wenn die Seite gesperrt wurde... ;)
Eigentlich brauchen sich die Betonkoepfe in China auch nicht unbedingt zu fuerchten und alles blockieren, was Ihre Absetzung foerdern koennte (das kommt sowieso frueher oder spaeter). In D. duerfen die ehemaligen DDR Betonkoepfe die volle Freiheit geniessen und ein kapitalistisches Vermoegen u.a. durch Buecherverkauf aufbauen, die Korruption ist jetzt freilich anderen vorbehalten :mrgreen:
... boeser boeser jadelixx ...
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Re: Die Mauer

Beitrag von RoyalTramp » 01.11.2009, 04:38

jadelixx hat geschrieben:Westdeutschland befand sich am Ende des Konjunkturzyklus' und es waere erstmal bergab gegangen. Da aber in den neuen Bundeslaendern die DM eingefuehrt wurde, wurde die Konjunktur durch den angestauten Konsumhunger der Ostdeutschen erstmal verlaengert. Es ging also bergauf und zwar vor allem im Westen. Im Osten wurden erstmal gefuehlte 90% entlassen, in Rente oder Vorruhestand geschickt.
Hinzu kam das Verscherbeln der ostdeutschen Industrie fuer 'nen Appel und 'nen Ei, das auch noch bezuschusst wurde. Letztlich sind diese "Aufbau Ost Gelder" zwar als Transfer in die neuen Laender deklariert gewesen, aber zum groessten Teil in die Konzernzentralen Westdeutschlands auf Kosten des Steuerzahlers zurueckgeflossen.
Diese listenreichen Hin- und Herbezahlsysteme scheinen typisch fuer die westdeutsche Politbuerokratie zu sein, um dem gemeinen Buerger Gerechtigkeit vorzugaukeln.
Immerhin hat man so noch ein paar Altindustrien im Westen notversorgen bzw subventionieren koennen, den Containerschiffbau zum Beispiel. Die Globalisierung war ja schon laenger im Gange. Da waren Wiederbelebungsmassnahmen dringend noetig.
Das sollte doch vom nachgewachsenen Lehrpersonal West verstanden werden koennen oder will man es einfach nicht wahr haben?
Und manche versuchen sich die Situation schön zu reden, in dem sie sich rein auf den wirtschaftlichen Aspekt beschränken. Denn, jadelixx: Dass sich Westunternehmen mit staatlicher Unterstützung am Aufbau Ost "gesund" und mitunter sogar "reich" gestoßen und dort unliebsame Konkurrenzen ausgeschaltet haben, ist ein offenes Geheimnis. Auf Konzernebene war daher tatsächlich "Aufbau Ost" ein großer Erfolg. ABER, jadelixx, mich interessieren diese Macker da oben überhaupt nicht, sondern ich schaue, was im Geldbeutel des "kleinen Mannes" passiert ist. Und da muss man konstatieren, dass seit der Wiedervereinigung dem Durchschnittsbürger AUCH im Westen des Landes im Geldbeutel zunehmend was flöten gegangen ist (was häufig von Ostdeutschen jedoch ignoriert wird, warum auch immer). Und wenn du jetzt sagst: Ja, und? Hätte ja noch viel schlimmer sein können, dann bitte ich dich! Wie soll man froh sein, wenn etwas Schlechtes, nicht "soooooo" schlecht ist. Ist das die neue Bescheidenheit, die man von uns Bürgern immer wieder einverlangt, auch im Schlechten etwas Gutes zu sehen? Sorry, diesen Selbstbetrug mache ich nicht mit, trotz lieb gemeinter Politikerappelle. Meine Meinung: "Schlecht" ist "schlecht" ist "scheiße"! ;)

Ergo für mich: Es ging rapide bergab für die Menschen...(<- meine rein persönliche und völlig versubjektivierte Meinung) ;)
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Re: Die Mauer

Beitrag von HK_Yan » 01.11.2009, 04:53

RoyalTramp hat geschrieben:da ich eh' nicht verstehe, was es am Mauerfall zu feiern gäbe!
Eigentlich gar nichts, außer z.B. Demokratie, Rechtsstaat, Pressefreiheit, Reisefreiheit, Ausreise ohne Schießbefehl, Abschaffung der Stasi, freie Wahlen, freie Wahl des Arbeitsplatzes und andere belanglose Kleinigkeiten.
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Re: Die Mauer

Beitrag von happyfuture » 01.11.2009, 05:57

HK_Yan hat geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben:da ich eh' nicht verstehe, was es am Mauerfall zu feiern gäbe!
Eigentlich gar nichts, außer z.B. Demokratie, Rechtsstaat, Pressefreiheit, Reisefreiheit, Ausreise ohne Schießbefehl, Abschaffung der Stasi, freie Wahlen, freie Wahl des Arbeitsplatzes und andere belanglose Kleinigkeiten.
:lol: :lol:

könnte aus dem Film "Life of Brian" sein ...
was haben uns die Römer gebracht - gar nichts, außer .... :lol: :lol:

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Re: Die Mauer

Beitrag von RoyalTramp » 01.11.2009, 05:57

HK_Yan hat geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben:da ich eh' nicht verstehe, was es am Mauerfall zu feiern gäbe!
Eigentlich gar nichts, außer z.B. Demokratie, Rechtsstaat, Pressefreiheit, Reisefreiheit, Ausreise ohne Schießbefehl, Abschaffung der Stasi, freie Wahlen, freie Wahl des Arbeitsplatzes und andere belanglose Kleinigkeiten.
Ich vergaß den Ironie-Smilie! ;)

Denn so vermessen bin ich nicht, zu sagen: Mauerfall = schlecht. Es ist gut, dass die Mauer weg ist. Aber ich hinterfrage, ob man den "Fall" auch gleich feiern und so an die große Glocke hängen muss? Übrigens: Ich kenne Ostdeutsche, die haben da ein sehr ambivalentes Verhältnis zu. Die sagen: "Unter der SED war zwar vieles Scheiße, aber wirklich besser ist es jetzt auch nicht!" Das, was von denen, die ich kenne, am höchsten gewertet wird, ist hierbei die persönliche Reisefreiheit und nicht so sehr die Demokratie und Pressefreiheit (selbst viele im Westen zweifeln zunehmend daran, ob unser System wirklich "demokratisch" genannt werden kann und Pressefreiheit...es taucht in Foren immer öfter der Begriff "Systemmedien" auf..und beides nicht mehr nur ausschließlich beim rechten politischen Spektrum...)

Übrigens: Ich persönlich spreche ja auch schon länger nicht mehr von "Pressefreiheit" in Bezug auf Deutschland, sondern von "geringer(e) Presseunfreiheit".
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Re: Die Mauer

Beitrag von HK_Yan » 01.11.2009, 07:59

happyfuture hat geschrieben:könnte aus dem Film "Life of Brian" sein ...
was haben uns die Römer gebracht - gar nichts, außer .... :lol: :lol:
Das wurde mal irgendwo als witzigste Stelle in der Filmgeschichte gewählt.

http://www.youtube.com/watch?v=ExWfh6sGyso" target="_blank

Wenn man darüber lacht immer daran denken das Youtube in China geblockt wid.

Pressefreiheit haben wir auch: http://www.youtube.com/watch?v=skY4nddl5q0" target="_blank
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Re: Die Mauer

Beitrag von jadelixx » 01.11.2009, 09:46

RoyalTramp hat geschrieben: ... sondern ich schaue, was im Geldbeutel des "kleinen Mannes" passiert ist. Und da muss man konstatieren, dass seit der Wiedervereinigung dem Durchschnittsbürger AUCH im Westen des Landes im Geldbeutel zunehmend was flöten gegangen ist (was häufig von Ostdeutschen jedoch ignoriert wird, warum auch immer). Und wenn du jetzt sagst: Ja, und? Hätte ja noch viel schlimmer sein können, dann bitte ich dich! Wie soll man froh sein, wenn etwas Schlechtes, nicht "soooooo" schlecht ist. Ist das die neue Bescheidenheit, die man von uns Bürgern immer wieder einverlangt, auch im Schlechten etwas Gutes zu sehen? Sorry, diesen Selbstbetrug mache ich nicht mit, trotz lieb gemeinter Politikerappelle. Meine Meinung: "Schlecht" ist "schlecht" ist "scheiße"! ;)

Ergo für mich: Es ging rapide bergab für die Menschen...(<- meine rein persönliche und völlig versubjektivierte Meinung) ;)
Fuer die Menschen in Ostdeutschland ging es schon nach 1945 weiter rapide bergab. Sei froh, das der kleine Mann in Ostdeutschland nie gefordert hat, das es einen Ausgleich geben muesse fuer die Reparationszahlungen und Abgaben an die Sowjetunion. Fuer den Osten gab es keinen Marshallplan, sondern stattdessen Demontage und Produktentnahme.
Ich denke mal, 50-75% vom angesparten Vermoegen inklusive Rentenansprueche des "kleinen Mannes" im Westen sollten einmalig als Ausgleich transferriert werden. 8)

Alles andere nach 1989 hat weniger damit zu tun, das es eine Wiedervereinigung gab, sondern damit, das andere aermere Regionen auf der Welt dank Globalisierung am Welthandel verstaerkt teilnehmen koennen.
Wie vereinfachte Clinton noch so schoen "Its the economy, ... !"

Sorry, wollte jetzt Niemandem die Sonntagslaune verderben. Geld ist eigentlich nebensaechlich, Politik ist sch ... kompliziert ... und ich finds gut, das die Mauer weg is :D
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Re: Die Mauer

Beitrag von Philipp » 01.11.2009, 12:26

jadelixx hat geschrieben: Fuer die Menschen in Ostdeutschland ging es schon nach 1945 weiter rapide bergab. Sei froh, das der kleine Mann in Ostdeutschland nie gefordert hat, das es einen Ausgleich geben muesse fuer die Reparationszahlungen und Abgaben an die Sowjetunion. Fuer den Osten gab es keinen Marshallplan, sondern stattdessen Demontage und Produktentnahme.
Ich denke mal, 50-75% vom angesparten Vermoegen inklusive Rentenansprueche des "kleinen Mannes" im Westen sollten einmalig als Ausgleich transferriert werden. 8)

Weil die Menschen in Ostdeutschland von der Regierung der Sowjetunion ausgeplündert wurden, sollen jetzt die Menschen in Westdeutschland von denen in Ostdeutschland ausgeplündert werden? Tolle Logik. Wenn ich dir auf der Straße eine Pistole ins Gesicht halte und dir dein Portemonnee raube, dann hast du anschließend das Recht irgendeinen anderen Passanten auszurauben?

Das mit dem Marschallplan ist auch so ne Ami-Legende, nebenbei bemerkt.

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