Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

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YiPinMei
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von YiPinMei »

mausele05 hat geschrieben:...nur leider hat niemand einen backofen....
Man kann Kuchen auch in der Mikrowelle backen....
habs zwar nie ausprobiert, weil ich auch hier in China einen Ofen habe, aber einiges gelesen in den diversen Koch-Foren.

P.S. Einkochen kann man Kuchen auch.... ist aber nun wirklich sehr sehr OT
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bossel
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von bossel »

mausele05 hat geschrieben:Pan Yu Lu, unter dem großen Kino ist ein Laden der heißt glaub "City buy" oder so...
Das ist wohl auch eine Filiale des bereits erwähnten City Shop.
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von RoyalTramp »

HK_Yan hat geschrieben:
Guangzhou hat geschrieben:Bin ich durch Zufall gelandet, weil das am naechsten war - ziemlich in der Naehe vom Shanghai Exhibition Center.
Nahe der Maglev Station? Das muss dann Metro gewesen sein. Die haben einiges an deutschen Produkten. "Komplett" würde ich es aber nicht nennen.
Ich habe zwar den Thread gerade erst angefangen zu lesen, aber schon mal meine Antwort, da ich das brainstorming einfach liebe. Auf die Gefahr es zu wiederholen:

Der Betroffene meinte wohl das Shanghai Exhibition Center im Jing'an Bezirk und zwar in der Nähe vom Jing'an Tempel. Denn daneben hat es eines dieser Megashoppingmalls (die gar nicht so mega ist), wo sich im Basement ein sehr großer Supermarkt für importierte Lebensmittel findet. Allerdings so "komplett" würde ich das Sortiment da auch nicht nennen. Aber es gibt da schon heftig vieles, was man auch genau so in Deutschland bekäme.

Was mich ja persönlich freut: Der kleine Jiadeli-Supermarkt vor meiner Haustür hat plötzlich die echte authentische Kinder-Schokolade im Sortiment...ist zwar nicht Deutsch...aber kommt dem schon sehr nahe! Jedenfalls mal was anderes als die elendigen sonstigen Schokoimporte wie Dove oder Cadbury, die immer ewig gleich schmecken, oder aber auch die mitunter schlechten RitterSport-Fakes. ^^
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von RoyalTramp »

Guangzhou hat geschrieben:Natuerlich ist da ein Unterschied aber im Endeffekt sind beide Varianten nicht gerade toll, und dass diese Expats so viel Geld in die chin. Wirtschaft stecken sehe ich auch nicht, viele werden sicherlich entsannt sein und ihr Gehalt in ihrem Heimatland bekommen und dieses auch dort zur Versorgung der Familie, etc. ausgeben.
Das Interesse auslaendischer Firmen besteht nicht darin die chin. Wirtschaft zu staerken sondern Profit zu machen, das andere ist ein Nebeneffekt der auf Gegenseitigkeit beruht, wie man sieht braucht die Welt die chin. Wirtschaft und nicht umgekehrt, die Zeiten die du meinst waren spaetestens seit dem Finanzcrash vorbei.
Nunja...auch wenn ich jetzt diese hier charakterisierten Expats auch nicht gerade als Sympathiebolzen empfinde, aber so tragen sie wirklich zur Stärkung der hiesigen Wirtschaft bei und sei es nur, indem sie in ein sündhaft teures Schickimicki-Lokal gehen, um dort auch die allerteuersten kulinarischen Genüsse zu verschnabulieren. Denn immerhin: Das sichert dann gleich auch wieder die Arbeitsplätze von 2 chinesischen Angestellten, die ansonsten vielleicht in der Gosse über die Runden kommen müssten. Von daher: Man muss diese Expats nicht mögen, aber sie erfüllen schon auch ihren Zweck "FÜR die chinesische Gesellschaft". Man könnte jetzt allerdings darüber diskutieren, ob der ökonomische Nutzen durch diese Expats andere "Kollateralschäden" durch die gleichen aufwiegt. Doch das wäre wohl eine andere Diskussion. ^^
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von RoyalTramp »

Guangzhou hat geschrieben:
HK_Yan hat geschrieben:Ich war auch schon oft in SH und kann dort keinen gesäten Hass finden. Ganz im Gegenteil, die Mehrzahl der Kunden bei Metro sind sogar Chinesen.
Diese Aussage kam nicht von mir sondern von belrain der ja in SH zu leben scheint - und wenn den dortigen Auslaendern so ein Hass entgegen weht wird das ja seinen Grund haben denn ich habe, anscheinend genau wie du, in keinem anderen Teil Chinas auch nur ansatzweise soetwas erlebt.
Also...wenn ich da auch was einwenden darf...denn ich lebe und arbeite jetzt auch schon seit über 1 Jahr hier in Shanghai und davor war es in einem kleinen "Kuhdorf" inmitten der chinesischen Provinz, dass ich da wirklich gut vergleichen kann.

Bestätigen kann ich, dass die herzliche Freundlichkeit, die mir da in diesem kleinen Landstädtchen entgegengebracht worden ist, in Shanghai sehr fehlt. Die Menschen sind hier auch eben nicht so neugierig auf "das Andere", wie auf dem Land, da hier "das Andere" einfach zu sehr zur Normalität gehört. Des weiteren hatten die Menschen in diesem kleinen Städtchen wesentlich mehr Zeit für diese Freundlichkeit, die in Shanghai auch völlig fehlt. Shanghai ist Hektik und Stress pur (und wenn das mal keine Herausforderung sein sollte...von daher...Weicheier...naja...für Weicheier ist Shanghai kein Ort, denn die würden hier sofort gnadenlos untergehen).

Zwar fehlt nun diese ländliche, herzliche Wärme, ABER "Hass" habe ich hier auch noch nicht wirklich gespürt. Sicher: Viele Ausländer schotten sich hier ab, weil sie einfach die vielen Barrieren und das schon recht komplizierte Leben in dieser Umgebung einfach nicht bewältigen können...und vielleicht beäugen das viele Chinesen auch mit Argwohn, dass "die sich ja abschotten", weil "sie sich vielleicht für was besseres" halten. Aber wie gesagt: "Hass" kann ich von meiner Warte aus nicht bestätigen...da müsstest du mal einen konkreten Vorfall nennen, denn vielleicht liegt ja dieser Aussage eine konkrete, aber nur vereinzelte Erfahrung zugrunde.

Gut...ich verkehre jetzt im Umkreis meiner Schüler auch nicht gerade in den oberen Zehnttausenden und kann daher nicht sagen, wie sich das Leben da oben an der "Sonne" gestaltet...vielleicht gibt es da doch irgendwie sowas wie einen unterschwelligen "Hass", aber hier unten an der Basis kann ich für Shanghai eigentlich auch soweit bestätigen: Alles roger...nichts, was nicht in Deutschland an Fremdenfeindlichkeit noch um einiges übertroffen werden würde... ^^
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von RoyalTramp »

belrain hat geschrieben:Ich wage zu bezweifeln, dass ich mich abgrenze. Wenn ich eine vernuenftige Wohnung will habe ich keine andere Wahl als in einem Compound zu leben.
Wo kann man in Shanghai denn in keinem abgeschlossenen Compound leben? Selbst hier im "Chinesencompund" ist man von der Außenwelt...dem Leben...abgeschottet.
belrain hat geschrieben:Trotdem bleibt es mir nicht verborgen das man eine chinesische Frau an meiner Seite (die nichtmal meine Freundin war) gleich als Nutte abstempelt weil sie mit einem Auslaender durch die Strassen geht. Oder das man in meiner Gegenwart ueber Auslaender herzieht - ok, die Leute konnten nicht wissen das ich etwas chinesisch kann.
Du, da muss dann als Expat aber auch (leider) drüber stehen, denn es ist nunmal leider eher der Normalfall, dass die weibliche Begleitung an der Seite eines männlichen Ausländers schon eine Professionelle, oder zumindest eine Amateurin ist. Denn die meisten solcher Bekanntschaften werden meines Wissens nach nunmal bei solchen Gelegenheiten wie Bars und Diskos gemacht. Und wer da hingeht, nach chinesischer Vorstellung, muss nunmal ein halbseidenes Leben führen, da man sich es ansonsten nicht vorstellen kann, wie sich jemand so einen Lebenstil erlauben kann.

Das ist zwar nicht schön, aber man kann diesem Gedankengang auch leider eine gewisse Plausibiltät nicht absprechen. Und noch am wenigstens hat das meiner Meinung nach was mit Ausländerfeindlichkeit zu tun...von wegen "Hass" gegenüber Ausländern...

Ich müsste mir nämlich sonst selber auch "Hass" bzw. Fremdenfeindlichkeit vorwerfen lassen, denn es passiert nicht selten, dass, wenn ich auf der Straße einem sehr sehr adrett gekleideten ausländischem Mann (der ansonsten eher einer gesichtslähmung gleichkäme, meinem ästhetischen Empfinden nach) und einer durchaus "aufpolierten" chinesischen "Schönheit" begegne...nicht selten auch selbst bei mir denke..."Mensch, das ist doch bestimmt eine..." Nicht Nutte...aber ich denke dann schon, dass sie eine von denen ist, die es eher auf die Kohle des Mannes abgesehen hat. Kann ich mich nicht von freisprechen, dass mir dann manchmal wirklich solche Gedanken kommen. Ist zwar nicht schön und fair gegenüber derjenigen, die ich damit so innerlich verurteile (ohne sie aber dafür zu verdammen...jeder versucht nur irgendwie zu überleben, und warum dann auch nicht auf diese Art und Weise?), aber was soll man tun?

*peace*

P.S.: Ich bin mir auch sicher, dass entsprechende Bemerkungen auch schon in Richtung meiner Freundin vorgekommen sind, aber das - wie gesagt - lässt sich nicht verhindern...nirgendwo...auch nicht in der Türkei oder in Spanien oder sonstwo auf der Welt, wo man sich als Ausländer eine Einheimische erhangelt. Kein China-spezifisches Phänomen und daher kein Grund, Shanghai daheraus gar zu verdammen.
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von RoyalTramp »

Ach und hey! Ich habe mir von Studenten selber sagen lassen, dass Shanghaier Mädchen es in erster Linie auf das Geld abgesehen haben...aber nicht nur Mädchen, die sich einen Ausländer hangeln, sondern Shanghaierinnen allgemein.

Denn die Frauen sind die eigentliche Triebkraft in Shanghai: sie sind die "Chefs" im Hintergrund und für sie gilt in erster Linie das Kriterium "Geld". Männer spielen hier nur eine Randrolle und dienen allenfalls der Inszenierung nach außen...es sind sogar mitunter Shanghaierinnen selber, die die Shanghaier hier für "Weicheier" halten und daher bewusst die Nähe von "männlichen" Ausländern suchen, weil Shanghaier Männer mit den Shanghaier Frauen einfach nicht mithalten können, hinsichtlich des Temperaments...

Aber das ist jetzt nur vom Hören-Sagen her und gilt natürlich nicht für ALLE Shanghaierinnen. Aber finde ich witzig, wenn man solche Anekdoten immer mal wieder von den Studenten zu hören bekommt...durchaus selbstkritisch... ^^
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von RoyalTramp »

corneta hat geschrieben:Ich finde es auch traurig, wenn man die Gelegenheit nicht nutzt, ein anderes Land kennenzulernen, wenn man schon mal dort lebt. Die Leute sind dann aber eher zu bemitleiden, als dass man wütend auf sie ist.
Ich glaube, dass ich in dieser Hinsicht - obwohl ich die teils zu pauschalisierende Kritik Guangzhous nicht teile - ihm aber doch ein wenig nachempfinden kann. Denn die von ihm hier so heftig kritisierten Expats machen es solchen Leuten wie ihm und auch mir und anderen wie uns das Leben schon sehr schwierig. Wir müssen uns jeden Tag auf der Straße für die "Anderen" aufs Neue rechtfertigen, wir müssen uns an jedem Tag aufs Neue beweisen, dass wir nicht zu "denen" gehören. Und das ist echt anstrengend, denn man hat hier mit Sicherheit ganz andere Probleme, als sich permanent für Andere verteidigen zu müssen. Es ist in so einer Situation schon sehr schwer, dann für "solche" Expats auch noch Mitleid aufzubringen, die durch ihr Handeln "uns" unglaublich viele Steine in den Weg legen (ohne es überhaupt zu beabsichtigen), Corneta.

Und ja, so ehrlich bin ich: Manchmal ist es auch ein wenig Neid...das einige dieser Leute, die uns das Leben hier so unnötig schwerer machen, als es das eh schon ist, mitunter in Saus und Braus leben und sich nur um wenig, außer sich selber kümmern, während solche Leute (wie in diesem Fall ich)...hier alltäglich ums Überleben kämpfen müssen, wobei sie nicht wissen, ob das Geld im nächsten Monat ausreicht. Da denke ich dann auch manchmal: Das ist doch nicht fair! Ich werde für das mitunter "bestraft", durch so eine Art "Kollektivhaft", womit ich doch eigentlich überhaupt nix zu tun habe. Und das trotz der mitunter mühsamen Sinisierung und Integrierung, der ich mich hier unterworfen habe.

Aber wie gesagt: Eine pauschalisierte Kritik an "Expats" ist so allgemein nicht zulässig, denn auch unter "denen" sind die meisten bestimmt von der Sorte, die wirklich nicht zu "denen" gehören. ;)
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von corneta »

Ich weiß nicht, ob das schon jemand gesagt hat....

Hallo erst mal....

Respekt vor deiner Schreibwut. Erstaunlicher Weise steckt auch noch ein ganz vernünftiger Inhalt in dem riesen Text. Da hier in letzter Zeit öfter solche Vielschreiber auftauchen und genau so schnell wieder verschinden, warte ich erst mal ab, was die nächsten vier Wochen so bringen :mrgreen: .

Da ich persönlich noch nicht in China war, kann ich nichts zum Verhalten von Expats in Shanghai sagen. Ich kenne aber eine paar Leute, die länger in China waren bzw. sind. Die Einen benehmen sich so, wie die von euch beschriebenen Expats und die Anderen versuchen nach einer gewissen Eingewöhnungsphase mit den Gegebenheiten umzugehen und auch ein Stück am chinesischen Leben Teil zu haben. Das Ergebnis ist aber immer das Selbe. Um so mehr sich die Leute öffnen, um so wohler fühlen sie sich. Das gilt aber nicht nur für China, sondern für alle Länder, in die man mehr oder weniger freiwillig "auswandert".

Was mich an Guangzhou so nervt, ist die Tarsache, dass er sich bemüht, chinesischer zu sein, als Chinesen. Das finde ich total affig. Sicher kann man viele Lebensgewohnheiten übernehmen und sich dem Alltag anpassen, man wird aber deswegen noch lange nicht zum Chinesen und es gibt einem auch nicht das Recht, über andere zu urteilen, mal abgesehen davon, dass für mich das Erlernen der Sprache zwingend dazu gehört. Jeder kann selber entscheiden, wie er lebt und muss demzufolge auch mit den Konsequenzen klar kommen.

Mein "Mitleid" bezog sich nicht auf das Verhalten der angesprochenen Expats, sondern eher auf die Tatsache, dass sie die Chance nicht erkennen, die sie bekommen. Man hat die Gelegenheit, eine andere Kultur kennenzulernen und verschenkt diese.

... also willkommen im Forum.
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von Saiber »

@Corneta

Also ich z.B. lebe schon sehr sehr lange in China und jetzt seit einpaar Jahren in Hongkong. Bin chinesischer Abstammung also in 2 Kulturen aufgewachsen. In meiner Zeit in China lernte ich so etliche Expats kennen und kenne noch einige mehr heute. Ich erlebe sie immer wieder aufs neue.

Die sind nicht so amused wenn es darum geht eine Bilanz zu ziehen ueber ihr Leben in China oder auch Hong Kong. Sehr einfach zu erklaeren. Nach zwei Jahren in China Mainland war alles scheisse. Land, Leute, Kultur etc. Woanders ist es immer viel besser, besonder Hong Kong. Land, Leute, Kultur etc. In Hong Kong dann, da kenne ich wieder einpaar die solche Wege gemacht haben, Oh, Hong Kong ist so schrecklich, ueberall anders ist es besser als China Mainland oder Hong Kong, Land, Leute, Kultur usw. Das hat viele Gruende. Ego und Selbstgerechtigkeit sind zwei davon. Deshalb verstehe ich bedingt die Einwaende, die der OP gebracht hat. Ich kenne soviele Geschichten, ich kenne soviele Beschwerden, die hier aufzuzeigen wuerde nur den Rahmen sprengen hier. Am Ende wenn ich dann das Totschlag Argument bringe: "Keiner zwingt dich in China, Hong Kong oder sonstwo zu sein" sind sie alle gekraenkt.
Sumasumarum, die sind gekraenkt weil es ueberall nicht so ist wie in Deutschland und man seine warmen Semmeln nicht Morgens vom Baecker frisch bekommen kann.

P.S. Ich habe noch nicht alle Beitrage vorher mir angetan.
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von RoyalTramp »

Ja, danke für das Willkommen dann.

Aber gleich vorweg...das Thema hatte mich gerade auch ein Stück weit persönlich berührt, da habe ich da ein wenig ausführlicher was zu geschrieben. Werde mich aber auch gleich schon wieder "rarer" machen, da ich noch zu arbeiten habe, aber werde wohl schon noch hier eine Weile rumturnen. ^^

In dem Sinne
Schöne Grüße aus Shanghai (der dank EXPO wohl nervigsten Stadt der Welt derzeit)
Björn
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von TaugeNix »

Ach Leute..

Ich denke, jeder soll nach seinem Gusto tun und lassen, was er/sie will.
Natürlich: Jeder Expat sollte daran denken, dass er nur Gast in diesem Land ist und zumindest nicht über Gebühr die Gastfreundschaft strapazieren.
Aber hey.. wenn die Damenwelt - aus welchen Gründen auch immer (Geld, Pass, Liebe) - hinter den Expats her sind, warum nicht? Jeder bekommt letztlich das, was er verdient.
Mich nerven sie natürlich auch, die Expats, die sich wie Kolonialherren aufführen, aber bitte sehr: es zwingt mich niemand, mit diesen zu tun zu haben. Und ich kann die Chinesen auch immer noch davon überzeugen, dass ich eben nicht zu diesen (in meinen Augen: wenigen) Expats gehöre, die ihre Manieren im Flieger vergessen haben - wenn ich denn will.
Ob man in China nun das Leben eines Chinesen leben MUSS (bzw. kann/darf), oder sich eine "westliche Enklave" aufbaut, sei doch bitte jedem selbst überlassen. Warum denn nicht? Was habe ich denn damit zu tun?
Mein Fall wäre es zwar nicht, aber wer bin denn bitte ich, dass ich jemandem anderem vorschreiben kann, wie er sein Leben zu leben hat?

Fazit: jedem das Seine, solange es mir nicht schadet (ich konnte die Leute, bei denen es mir wichtig war, bislang immer davon überzeugen, dass ich kein schlechter Mensch bin..).

Gruß,
TaugeNix^übernimmt gerne den Pragmatismus der Chinesen
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von RoyalTramp »

Es "schadet" schon insofern, dass man sich schon häufig rechtfertigen muss, für das was Andere an Manieren vergessen haben. Aber das ist jetzt vielleicht nur aus persönlichen Erfahrungen und beim 3. Mal ist es mir ja jetzt auch endlich gelungen, diejenigen davon zu überzeugen, bei denen es mir wichtig ist, dass ich nicht einer von "denen" bin, aber ich kann die versichern, dass ich am Ende manchmal nicht mehr die Kraft hatte, mich immer wieder dafür verteidigen zu müssen, dass ich ein Ausländer und auch nur einer von "denen" sei...und es wäre fast eine Katastrophe deswegen passiert...

Aber wie gesagt: Es ist mir jetzt endlich gelungen und von daher will ich es auch zufrieden sein.
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von Guangzhou »

corneta hat geschrieben:Was mich an Guangzhou so nervt, ist die Tarsache, dass er sich bemüht, chinesischer zu sein, als Chinesen. Das finde ich total affig. Sicher kann man viele Lebensgewohnheiten übernehmen und sich dem Alltag anpassen, man wird aber deswegen noch lange nicht zum Chinesen und es gibt einem auch nicht das Recht, über andere zu urteilen, mal abgesehen davon, dass für mich das Erlernen der Sprache zwingend dazu gehört.
So ein Schwachsinn - du hast rein garnichts kapiert - ich werde nie Chinese werden und wohl auch nie die chinesische Kultur verstehen. Ich meckere lediglich ueber das Verhalten "dieser" Expats, ich kann mich evtl. nicht so gut ausdrucken aber RoyalTramp hat es recht gut auf den Punkt gebracht. Natuerlich gibt es solche und solche aber leider fallen halt besonders "diese" Expats auf.

Und was das mit der Sprache angeht geht dich das eigentlich einen feuchten an - natuerlich lerne ich chinesisch und werde es auch irgendwann einigermassen koennen aber zur Zeit gibt es andere Prioritaeten denn ich muss mir hier in China fast alles selber aufbauen, sehr hart arbeiten und bekomme keine Sprachschule, 2 freie Tage die Woche, geregelte Arbeitszeiten, Urlaub und andere Annehmlichkeiten von einer Firma oder dem Staat wie in D geschenkt.
Es gibt etliche "dieser" Expats die sehr gut chinesisch sprechen, d.h. aber noch lange nicht, dass sie sich besonders integrieren.
Die Sprache ist nur ein Aspekt der Integration, ich bewege mich beruflich und privat in Kreisen wo die meisten Chinesen perfekt englisch sprechen und es fuer sie fast genau so normal ist englisch wie chinesisch zu sprechen. Fuer den Retaurantbesuch oder Einkauf reichen meine Kenntnisse gerade so, zumindest sehen die Leute, dass ich bemueht bin und nicht wie der gemeine Malletourist alles und jeden auf deutsch anquatsche. Ich bin auch nicht besonders sprachbegabt und habe meine Probleme neue Sprachen zu lernen, mein englisch ist durch dauernde Praxis recht gut aber bei meinen Versuchen vor einer Weile Schwedisch und Spanisch zu lernen ist mir klar geworden, das ich kein besonders gutes Sprachtalent habe. Ich habe auch keine Zeit vorher gehabt einen Sprachkurs zu machen weil ich innerhalb kuerzester Zeit die Moeglichkeit bekommen habe nach China zu gehen und in 2 Monaten musste ich mein bisheriges Leben in D abwickeln...

Und wie war das noch mit dem Recht ueber andere zu urteilen? Fass dir mal schoen selber an die Nase...
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Re: Shanghai nur was fuer Weichspuehler?

Beitrag von RoyalTramp »

@ Guangzhou

Naja...ich denke, dass dein Standpunkt schon klar ist. Aber muss man denn solche "rethorischen" Floskeln benutzen wie "geht dich einen..." und ähnliche Ausdrücke?

Ich denke, dass niemand ehrlich Probleme mit deinem Standpunkt hätte, wenn du dich nicht so heftig derbe und mitunter verletzend äußern würdest. Würde ich so von dir "angesaut" werden, wie in deinem letzten Post, dann wäre ich ehrlich verletzt, denn ich hätte dir eigentlich nichts Böses gewollt. Und ich denke mal, dass wohl die meisten dir hier nix Böses wollen, auch wenn sie nicht mit dir einer Meinung sind. ^^

P.S.: Um dich aufzubauen...es hat mich 5 Jahre gekostet fließend Mandarin sprechen zu können...die Hoffnung starb dabei zuletzt! ^^
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