erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

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zhe.zen
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erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von zhe.zen »

guten tag,

ich moeche mich vor allem an die richten, die schon laenger mit einer chinesin verheiratet sind und vielleicht schon kinder haben.
ich selbst bin seit bald drei jahren mit meiner chinesichen freundin zusammen und muss mich entscheiden wie es weitergeht. wir beide sehen sind nach wie vor sehr gluecklich zusammen, sehen das ganze aber auch realistisch und moechten uns es sehr gut ueberlegen. es gibt einige dinge, die mir/uns durch den kopf gehen und die man doch nur schwer beurteilen kann ohne ein jahrelange erfahrung in einer ehe mit kindern und all den alltaeglichen schwierigkeiten die damit verbunden sind.

zunaechst wuerde ich euch gerne bitten zu erzaehlen, wie bzw. ob ihr vorurteile im alltag erlebt und wie sich diese auswirken. soweit habe ich nicht sehr viel erfahrung damit gemacht, da ich im unileben von vielen internationalen studenten umgeben bin, frage mich aber wie es sein wird, wenn man mal sesshaft wird und in einem vor allem von deutschen dominierten unternehmen arbeitet. auch beim thema karriere, stelle ich mir da schwierigkeiten vor.

ein anderes thema kann isolation werden. ich wuerde sagen, dass meine freundin zwar nicht typisch chinesich ist, jedoch sich leichter tut mit leuten aus dem asiatischen kulturkreis. waehrend ich schwierigkeiten habe da einen zugang zu finden.

als letztes sind natuerlich kulturelle differenzen zu nennen. wie sind eure erfahrungen. ich denke es ist wahr, dass man ueber vieles hinwegsehen kann, aber ich mache mir gedanken, ob es eines tages nicht doch so ist, dass man auf einmal den anderen nicht versteht und eine sehnsucht nach dem eigenen hat. und das wird bei beiden der fall sein. ob es das essen, der kulturelle hintergrund den man als kind mibekommt oder einfach die allgemeinen umgansnormen.

was mich auch interessieren wuerde, sind kinder. ich kenne zwar viele internationale ehen, aber diese sind doch alle europaeisch. wie ist es wenn ein kind halb asiatisch ist. welche schwierigkeiten hat das kind bei der integration, bei der selbstfindung usw.

vielen dank fuer eure antworten :)

zhe
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yampal
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von yampal »

hi
eine ehe/partnerschaft kannst du nicht planen, wie ein beamter seine bat karriere.
liebst du deine freundin? bist du bereit, jedem auf die nuss zu hauen, der ihr richtig blöd kommt- auch wenn es dir nachteile bringt?
wenn nein, dann lass es. wenn ja, dann lass freude und probleme auf dich zukommen. das nennt man leben.
Aremonus
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von Aremonus »

Also ich habe ein paar Japaner in meiner Verwandtschaft, und dort klappts eigentlich überall ganz gut. Also die Problematik dürfte, wenn, wohl eher bei der Tatsache liegen, dass China ein Entwicklungsland ist und da eben oft noch extrem andere Werte gelten. Aber trotzdem gilt, dass die kulturellen Unterschiede zwischen den europäischen sozialen Schichten viel grösser sind als zwischen einem Europäer und einem Chinesen mit demselben sozialen Hintergrund...

Was ich schräg finde ist: Du bist mit ihr seit drei Jahren zusammen, aber ihr fürchtet euch noch immer, dass ihr euch eines Tages nicht verstehen könnt? Nach so einer langen Zeit kennt man sich doch langsam.
Trotzdem kann ich deine Besorgnis nachvollziehen. Ich war mit meiner Ex vier Jahre lang zusammen und nachdem ich mit ihr Schluss gemacht habe, hab' ich mir gesagt: Nie mehr eine Chinesin. Bei uns war aber der Trennungsgrund, dass sie überhauptkeine Verantwortung für die Beziehung oder für irgendwas übernehmen wollte, sie spielte nur noch WoW... da hatte ich nach 1,5 Jahren die Nase voll - eine Beziehung basiert auf zwei Menschen. Trotzdem, noch eine interkulturelle Beziehung wollte ich eigentlich nicht...

Nunja, aber ich wohnte in China und es sollte anders kommen... Jetzt bin ich glücklich mit einer Chinesin zusammen und wir verstehen uns besser als viele europäische Paare.

Mein Tipp an dich: Wohne mit ihr während mindestens einem Jahr zusammen, dann kennt ihr euch wirklich, wirklich gut und könnt entscheiden, ob ihr das ein Leben lang fortführen möchtet. Die Isolation sollte kein Problem werden - freunde dich mit ein paar Asiaten an, lerne Chinesisch und die kulturellen Unterschiede sind plötzlich nur noch etwas für "die anderen".

Übrigens ist es für mich weitaus anstrengender, mit meinen drei WG-Mitbewohnern in Europa zusammen zu wohnen, als damals mit meiner Freundin in China (wobei ich hier an der HSG auch mehr Druck habe als damals an 'ner chinesischen Uni).
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von ingo_001 »

zhe.zen hat geschrieben:zunaechst wuerde ich euch gerne bitten zu erzaehlen, wie bzw. ob ihr vorurteile im alltag erlebt und wie sich diese auswirken. soweit habe ich nicht sehr viel erfahrung damit gemacht, da ich im unileben von vielen internationalen studenten umgeben bin, frage mich aber wie es sein wird, wenn man mal sesshaft wird und in einem vor allem von deutschen dominierten unternehmen arbeitet. auch beim thema karriere, stelle ich mir da schwierigkeiten vor.
Also auch wenn ich hier ein Klischee bedienen sollte:
Was Vorurteile betrifft, so werden diese eher in Kleinstädten anzutreffen sein - zumal dort, wo wenig bis gar keine eigene Erfahrung mit Ausländern gemacht wurde.
Meine Frau hat bis jetzt hier in Berlin durchweg positive Erfahrungen gemacht, d.h., Vorurteile sind ihr im Alltagsleben nicht begegnet - ganz im Gegenteil.
zhe.zen hat geschrieben: anderes thema kann isolation werden. ich wuerde sagen, dass meine freundin zwar nicht typisch chinesich ist, jedoch sich leichter tut mit leuten aus dem asiatischen kulturkreis. waehrend ich schwierigkeiten habe da einen zugang zu finden.
Was diesen Punkt angeht, wird es maassgeblich davon abhängen, wie Dein persönliches Umfelt (Freunde, Familie etc.) auf Deine Freundin reagieren.
Wird sie freundlich willkommen geheissen oder auf Ablehnung stossen?
Die Antwort dieser Frage wird das Verhalten Deiner Freundin bestimmen.
Aussserdem wäre es vorteilhaft, wenn Ihr Euch ausserdem zusätzlich zu Deinem schon Bestehenden Freundeskreis zusammen auch neue suchen solltet, dass verstärkt das Gefühl gemeinsame Entscheidungen zu treffen.
zhe.zen hat geschrieben:als letztes sind natuerlich kulturelle differenzen zu nennen. wie sind eure erfahrungen. ich denke es ist wahr, dass man ueber vieles hinwegsehen kann, aber ich mache mir gedanken, ob es eines tages nicht doch so ist, dass man auf einmal den anderen nicht versteht und eine sehnsucht nach dem eigenen hat. und das wird bei beiden der fall sein. ob es das essen, der kulturelle hintergrund den man als kind mibekommt oder einfach die allgemeinen umgansnormen.

Die kulturellen Differenzen sind nach unseren Erfahrungen im Alltagsleben eher weniger relevant, als es oftmals vermutet wird.
zhe.zen hat geschrieben:was mich auch interessieren wuerde, sind kinder. ich kenne zwar viele internationale ehen, aber diese sind doch alle europaeisch. wie ist es wenn ein kind halb asiatisch ist. welche schwierigkeiten hat das kind bei der integration, bei der selbstfindung usw.
Da unsere Tochter erst 3 1/2 Monate alt ist, kann ich dazu nicht allzu viel sagen. Aber: Sie wird zweispraching aufwachsen und wir werden unser Bestes tun, damit sie "the best of both worlds" mit auf Ihren Lebensweg bekommt.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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Grufti
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von Grufti »

zhe.zen hat geschrieben:was mich auch interessieren wuerde, sind kinder. ich kenne zwar viele internationale ehen, aber diese sind doch alle europaeisch. wie ist es wenn ein kind halb asiatisch ist. welche schwierigkeiten hat das kind bei der integration, bei der selbstfindung usw.
Mein Sohn aus erster Ehe ( mit einer Taiwanesin) hatte leider das Pech, eine Mutter zu haben, die offensichtlich absolut keinen Wert darauf gelegt hatte, daß der Sohn dreisprachig ( Deútsch, Mandarin und Minnanhua) aufwächst, da sie absolut keinen Fetzen Geduld gehabt hatte , dem Sohn ihre Muttersprachen beizubringen. Beim Prozeß ums Sorgerecht hatte sie frech gelogen, ich hätte es ihr verboten, dem Sohn Chinesisch und Minnahua beizubringen.

Mein Sohn, der in diesem Jahr 21 Jahre alt wird, hatte , sowie ich als "Entsorgter Vater" es beurteilen kann, nie rgendwelche Probleme mit der Integration in die deutsche Gesellschaft gehabt, obwohl sein Äußeres sehr viel von seinem mütterlichen Erbe mitbekommen hatte .
Leider hatte mich meine aktuelle Frau aus Beijing so massiv unter Druck gesetzt und vereinnahmt, daß ich seit über 2 Jahren fast überhaupt keinen Kontakt zu meinem Sohn mehr habe, um den den häuslichen Frieden nicht zu gefährden..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
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HK_Yan
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von HK_Yan »

Ich finde den Titel etwas seltsam:

erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Du scheinst nur negative Elemente zu suchen. Mit der Einstellung wird deine Beziehung auf jeden Fall scheitern.
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happyfuture
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von happyfuture »

Hallo Zhe,

nach dem was Du so schreibst, sehe ich ein grundsätzliches Problem bei Dir:
Die Bereitschaft für eine Beziehung bzw. suchst Du nach "Garantien" oder nach "Liebe" ...

All das wirst Du nicht bei anderen finden sondern nur in Dir selbst.
Yampal und HK_Yan haben Dir schon "Hinweise" gegeben.

Mach Dein Herz auf, spüre dort tief rein und höre zu - da findest Du alle Antworten.
Funktioniert das nicht und Dich quälen weiterhin "Gewissensfragen", lass es sein!

@Grufti
Du weißt, was Du zu tun hast! :wink:

Für mich gibt es keine Bedienungsanleitungen fürs Leben oder Katalogisierungen von Menschen. Liebe ist das Zauberwort für mich, was mein Leben verändern und neue Brücken schlagen kann. Ich bereue keine Sekunde aller meiner Entscheidungen, die ich aus Liebe getroffen habe, auch wenn sie mich das ein oder andere Mal viel Geld und Nerven gekostet haben.

Alles ist ersetzbar und austauschbar, nur die Liebe nicht!

HappyFuture
zhe.zen
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von zhe.zen »

haha, naja, ich glaube ich wurde hier etwas missverstanden. das ganze sehe ich ganz und gar nicht negativ. aber eine ehe mit ihren ganzen konsequenzen ist eben kein spass, sondern eine entscheidung, die man fuer das leben trifft. und im moment sehe ich fast nur gute seiten an meiner beziehung, aber wenn man nie ueber das nachdenkt, was kommen koennte, dann ist das doch etwas blaueugig.
was ich mich frage ist folgende. ich bin recht jung und habe dadurch nur wenig lebenserfahrung. die meisten freunde von uns, die in einer chinesich-europaischen beziehung waren, sind nicht mehr zusammen. und mit der ehe kommt sehr viel verantwortung und auch belastung, v.a. wenn man kinder hat und deren grosseltern zu weit weg sind um helfen zu koennen.
was mich interessiert sind erfahrungen von leuten, die schon lange zusammen sind. weil man im studentenleben doch sehr wenig von der gesellschaft mitbekommt und dadurch sich nicht die situationen stellen, in denen probleme auftreten koennen.
und mit mehrsprachigkeit, das ist keine frage. aber wie fuellt sich ein kind mit mehreren so unterschiedlichen eltern. wie reagieren arbeitskollegen. nicht das ich mich da sonderlich darum bemuehe anderen zu gefallen. aber ich denke wenn (wenn das der fall sein sollte) die leute um einen rum ueber jahre hinweg dich als seltsam empfinden, dann kann es doch kommen, dass man irgendwann ausflippt und eben in so eine negative lebenseinstellung kommt, was dann nicht weit von scheidung, usw. entfernt ist.

vielen dank fuer weitere antworten :)
wuseltiger
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von wuseltiger »

Also für mich klingt das eher so, als ob Du nach Argumenten suchst diese Beziehung zu beenden. Das kann natürlich täuschen, ist nur so mein erster Eindruck. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob meine Arbeitskollegen mich evtl. komisch finden, weil ich mit einer Chinesin verheiratet bin.. Was ist das eigentlich für ein Gedankengang???
wie reagieren arbeitskollegen. nicht das ich mich da sonderlich darum bemuehe anderen zu gefallen. aber ich denke wenn (wenn das der fall sein sollte) die leute um einen rum ueber jahre hinweg dich als seltsam empfinden, dann kann es doch kommen, dass man irgendwann ausflippt und eben in so eine negative lebenseinstellung kommt, was dann nicht weit von scheidung, usw. entfernt ist.
Also man lässt sich scheiden, weil die Kollegen die eigene Person etwas merkwürdig finden und dieses Urteil beruht auf der Tatsache, dass man mit einer Chinesin verheiratet ist... Na ja da dauert es eine Weile, bis ich das blicke.. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass du keine Großschreibung verwendest und auch Satzzeichen eher sparsam (Finanzkrise?) einsetzt. Das erschwert das Textverständnis enorm. Schon die Überschrift ist kaum verständlich. Oder bist Du kein Deutscher? Dann ist alles verziehen :lol:

Ich kann Deine Befürchtungen nur sehr bedingt teilen. Wie gesagt, derartige Gedanken habe ich mir nie (!!!) gemacht, weil ich meine Frau einfach liebe. Widrige Umstände von außen machen mich/uns nur stärker. Aber by the way: Ich habe noch keine Ablehnung erfahren, aufgrund ihrer Nationalität.

Kann es sein, dass Du schlicht zu jung zum heiraten bist? Wie alt bist Du denn?

Gruß!
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von Laogai »

wuseltiger hat geschrieben:Kann es sein, dass Du schlicht zu jung zum heiraten bist? Wie alt bist Du denn?
Ach Wuschel, jetzt sei doch nicht so hart! Er hat doch selbst geschrieben, dass er noch jung ist. Als ich in seinem Alter war hatte ich auch die eine oder andere Frage, die ich gerne einem (anonymen) Forum gestellt hätte. Nur damals gab es das Internet noch nicht.

Aber nochmal zurück:
zhe.zen hat geschrieben:ich selbst bin seit bald drei jahren mit meiner chinesichen freundin zusammen und muss mich entscheiden wie es weitergeht.
Warum musst du dich entscheiden wie es weiter geht? Warum kann es nicht einfach so weitergehen, wie es bisher läuft?

Du richtest deine Frage an diejenigen, die "schon länger mit einer Chinesin verheiratet sind und vielleicht Kinder haben". Eine solch 'empirische Untersuchung' wird dir aber bei deiner Frage nach dem "Wie geht es weiter?" nicht helfen, denn dafür spielen viel mehr Faktoren als nur "mit einer Chinesin verheiratet" und "Kinder haben" eine Rolle. Das soziale Umfeld, um nur ein Beispiel zu nennen.

Hast du schon deine Freundin/deine Eltern/deine Freunde dazu befragt? Diese werden dir keine besseren, aber auch keine schlechteren Antworten liefern können als in diesem Forum.
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von Grufti »

O.T. @Wuseltiger:
Uns alten Forianern kann man es auch nie recht machen: der eine verwendet nach jedem Satz ein Ausrufezeichen, der andere weder Punkt noch Komma..

@Zhe.zhen:

lebe doch einfach nach Deiner Façon, ohne Dich um den Rest der Welt zu kümmern, obwohl es Dir schwer erscheint. Natürlich kann ich Dich irgendwo verstehen, denn wenn ich mir vorstelle, mit einer Frau aus Afrika verheiratet zu sein und mit ihr in Deutschland zu leben und mit ihr Kinder zu haben, würde ich die gleichen Gedanken haben, aber ich glaube, das sind die eigenen Vorurteile, nicht die der anderen Leute.
Warst Du schon einmal eine längere Zeit in China ? Wenn nein, dann solltest Du es irgendwie möglich machen, am besten nicht in einem Ort, der von Ausländern überlaufen ist. Mir persönlich hatte mein 2jähriger Aufenthalt in Tawian anno dunnemal sehr geholfen, meine damalig evtl vorhandenen Vorurteile wg. "kultureller Unterschied" zu überwinden. Bereits nach 1-2 Wochen ist es mir damals äußerst seltsam vorgekommen, wenn ich aus meiner Provinzstadt nach Taibei gefahren bin, und dort mal wieder "Ausländer" gesehen hatte. Ich hatte mich dann kaum noch halten können, um nicht so zu reagieren, wie die kleinen Kinder in der Provinz sich mir gegenüber verhalten hatten: Mit nacktem Zeigefinger auf die Fremden zu zeigen...und "Migolam, Migolom " zu schreien.
Ein wenig erinnert mich Dein Verhalten an die Grimm´sche Geschichte von der "Klugen Else", die im Keller Bier holen sollte, aber dies wegen möglicher künftiger Gefahren für ihre noch nichtgeborenen Kinder völlig vergißt, d.h. Du vergißt vor lauter Gedanken über eine mögliche Zukunft jetzt zu leben..
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von happyfuture »

zhe.zen hat geschrieben:haha, naja, ich glaube ich wurde hier etwas missverstanden.
Dir gefallen die bisherigen Antworten nicht?
Bist Du wirklich bereit, die Verantwortung für Dein eigenes Leben zu übernehmen?
Was bringen Dir "Erfahrungen" anderer Menschen?
Was hindert Dich daran, eigene "Erfahrungen" zu machen?
Wie alt bist Du denn?

Weißt Du, was Du wirklich willst???

Danke für Deine Antworten!

@Grufti
Klasse! :wink:

Gruß von HappyFuture,
der absolut kein Maßstab oder Ratgeber in Lebensfragen ist, jedoch alle Konsequenzen seiner Entscheidungen im Leben getragen hat und trägt!
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von Grufti »

happyfuture hat geschrieben: Gruß von HappyFuture,
der absolut kein Maßstab oder Ratgeber in Lebensfragen ist, jedoch alle Konsequenzen seiner Entscheidungen im Leben getragen hat und trägt!
Genau so sehe ich es und lebe es ( auch wenn es im Rückblick manchmal schmerzt... )
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von belrain »

zhe.zen hat geschrieben: haha, naja, ich glaube ich wurde hier etwas missverstanden. das ganze sehe ich ganz und gar nicht negativ. aber eine ehe mit ihren ganzen konsequenzen ist eben kein spass, sondern eine entscheidung, die man fuer das leben trifft.
Doch, es muss Spass machen, sonst brauchst du es garnicht anfangen. Egal was du in deinem Leben tust - Studieren, Arbeiten, Auto fahren, Heiraten etc. muss Spass machen. Ansonsten wirst du scheitern.
Und so wie du schreibst, hast du deine Talfahrt leider schon begonnen - zumindest scheint fuer dich klar zu sein, das es nicht funktionieren kann.
zhe.zen hat geschrieben: die meisten freunde von uns, die in einer chinesich-europaischen beziehung waren, sind nicht mehr zusammen. und mit der ehe kommt sehr viel verantwortung und auch belastung, v.a. wenn man kinder hat und deren grosseltern zu weit weg sind um helfen zu koennen.
Dann frag doch mal deine Freunde, warum die Beziehungen nicht geklappt haben. Aber bitte, beide Seiten befragen. Dann weisst du vielleicht, worauf du bei deiner Beziehung achten solltest :wink:
Wenn man eine eigene Familie plant sollte man schon in der Lage sein, auch ohne staendige Hilfe der Grosseltern auszukommen - auch wenn die es im ersten Moment nicht verstehen werden.
zhe.zen hat geschrieben: was mich interessiert sind erfahrungen von leuten, die schon lange zusammen sind. weil man im studentenleben doch sehr wenig von der gesellschaft mitbekommt und dadurch sich nicht die situationen stellen, in denen probleme auftreten koennen.
Wusste garnicht, dass Studenten Einsiedler sind. Wenn ihr zusammen seit, was macht ihr dann, dass ihr wenig von der Gesellschaft mitbekommt - nur Fernsehen und im Bett liegen? Und am Besten nicht miteinander reden? Also wer sich nicht isoliert bekommt schnell raus, was um einen herum passiert und wie die Leute auf das "gemischte Paar" reagieren.
zhe.zen hat geschrieben: und mit mehrsprachigkeit, das ist keine frage. aber wie fuellt sich ein kind mit mehreren so unterschiedlichen eltern.
Ein Kind hat nur zwei Elternteile - einen Vater und eine Mutter. Und eines ist sicher, wenn sich das Kind um die Nationalitaet der Eltern sorgen macht ist es mindestens schon alt genug um sich solchen Diskussionen zu stellen.
Was ihr euch aber fragen muesst ist: welche Sprachen lernt das Kind "von Haus aus" und welche in der Schule.
zhe.zen hat geschrieben: wie reagieren arbeitskollegen. nicht das ich mich da sonderlich darum bemuehe anderen zu gefallen. aber ich denke wenn (wenn das der fall sein sollte) die leute um einen rum ueber jahre hinweg dich als seltsam empfinden, dann kann es doch kommen, dass man irgendwann ausflippt und eben in so eine negative lebenseinstellung kommt, was dann nicht weit von scheidung, usw. entfernt ist.
Wenn deine Arbeitskollegen dich fuer seltsam halten liegt es wohl eher an dir als an deinen Kindern oder deiner Frau. In der Regel lernen die Arbeitskollegen eher selten die Familienmitglieder ihres Kollegen kennen. Und wenn deine Arbeitskollegen dich nicht moegen, weil du eine Chinesisn geheiratet hast wirst du eh den Job wechseln muessen, da du so auf Dauer keinen Spass haben wirst - was wieder zurueck fuehrt zum Anfang meines Posts :wink:

Wenn du also die Zukunft eurer Beziehung davon abhaengig machen willst was Andere davon halten - dann tu deiner Freundin einen Gefallen und beende das Ganze. Du wirst immer jemand finden der sagt: "Das kann nicht klappen" oder so. Wenn du es ernst meinst - schei.. drauf was Andere sagen. Das ist etwas zwischen dir und deiner Freundin. Und wenn ihr beide die weiteren Wege zusammen gehen wollt, werdet ihr zusammen auch jedes Hindernis ueberwinden das sich euch in den Weg stellt.

Nur zur Info: Ich habe eine chinesische Verlobte und wir werden bald heiraten. Aehnliche Punkte wie du sie beschreibst haben wir miteinander diskutiert und wir haben fuer uns entschieden, die Ehe mit allen Konsequenzen und Risiken einzugehen - weil wir miteinander Spass haben und gerne zusammen sind.
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Panoramix
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Re: erfahrungen in der EHE:vorurteilen,isolation,kult.differenz

Beitrag von Panoramix »

zhe.zen hat geschrieben:haha, naja, ich glaube ich wurde hier etwas missverstanden.
Nein wurdest du nicht, auch wenn du andere Antworten erwartet hast.

Das so eine Ehe Verantwortung mit sich bringt sollte klar sein, übrigens hast du in einer Deutsch-Deutsch Ehe diese Verantwortung auch.
Wahrscheinlich bist du einfach nicht bereit den Bund der Ehe einzugehen, das Problem liegt wohl nicht an deiner Chinesischen Freundin.

Generell kann man sagen, das es normal ist das du oder deine Freundin am Anfang Probleme haben sich vielleicht total einzuleben.
Das ist aber alles nichts was man nicht durch Unterstützung und Verständnis hinbekommen könnte.

Wenn es allerdings an unwichtigen Dingen wie Kritik durch die Öffentlichkeit scheitert , und das ein Grund ist deine Freundin nicht zu heiraten, dann lass es lieber.
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