"Alt werden" in Shanghai

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jd
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"Alt werden" in Shanghai

Beitrag von jd »

Ich bräuchte in familieneigener Sache Hilfe:

Wo erhalte ich deutsch- oder englischsprachige bzw. chinesischsprachige Informationen zu folgenden praktischen Fragen:

- Gibt es in Shanghai Selbsthilfegruppen zum Thema "Parkinson"-Erkrankung?

- Gibt es in Shanghai (finanzierbare) Angebote zu "betreutem Wohnen" und/oder Altenpflegeheime?

- Gibt es in Shanghai (finanzierbare) Pflegedienste bzw. selbst einzustellendes Pflegepersonal oder wenigstens Haushaltshilfen? Gibt es empfehlenswerte Anbieter/Vermittler?

- Gibt es in Shanghai die Möglichkeit, Rollstühle und/oder Rollatoren auszuleihen?

Hat vielleicht irgend jemand hier eigene Erfahrungen, wie chinesische Familien im Regelfall die Betreuung von pflegebedürftig gewordenen Eltern/Großeltern organisieren, evtl. auch unter dem Gesichtspunkt, dass das einzige Kind dies nicht zu leisten vermag (außer durch finanzielle Zuwendung)?

Für Antworten und/oder Links wäre ich dankbar.

Nächtliche Grüße,
jd
wuseltiger
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Re: "Alt werden" in Shanghai

Beitrag von wuseltiger »

Hi jd,

ich glaube das ist eines der größten Probleme von deutsch-chin. Ehen: Was machen, wenn die Eltern Pflege brauchen.. Wenn ich das richtig verstehe ist bei euch also dieser Fall eingetreten, während hr selbst gerade Nachwuchs bekommen habt. Also zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Zu deiner Frage, wer das normalerweise in China übernimmt: Ich behaupte mal, in den meisten Fällen die Familienangehörigen. Es ist natürlich überhaupt kein Problem eine Haushaltshilfe zu finden. Das Problem ist vielmehr jemand zu finden, dem man vertraut. Gibt es im näheren Umfeld Deiner Frau niemand, der das gegen Bezahlung übernehmen kann? Da wäre sicher eine größere Vertrauensbasis, als bei einer fremden Person.
Es interessiert mich auch, ob es (mobile) Pflegedienste und oder Einrichtungen zur Pflege in China gibt und wie deren Ruf/Qualität ist. Gibt es da Qualitätsstandards? Hat jemand persönliche Erfahrungen? Vielleicht besteht die Möglichkeit, das Elternteil nach D zu holen? Oder scheitert das an der KV??

Ich könnte meine Frau wohl nicht davon überzeugen, ihre Eltern von jemand fremden pflegen zu lassen oder sie in eine Pflegeeinrichtung zu geben (was ich auch nicht vorhabe, die Qualität solcher Einrichtungen ist in D schon recht mies). Das wird wohl darauf hinaus laufen, dass sie für eine Weile nach China zurück gehen würde, wenn dieser Fall bei uns eintreffen sollte..

Meine Frau meint geraade, dass es sehr viele Altenheime / Pflegeheime in Shanghai gibt.. Man sollte aber eine Vertrauensperson haben, die nach dem Rechten schaut..
Mathias
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Re: "Alt werden" in Shanghai

Beitrag von Mathias »

Hallo jd,
speziell zu Shanghai kann ich (mal wieder :lol: ) nicht viel beitragen. Gestern abend lief aber auf CCTV12 eine Diskussionsrunde. Thema war auch die Qualität von Pflegediensten. In dem speziellen Fall hatte eine junge, gehbehinderte Frau aus Beijing in einem Internetforum ihren Pflegedienst etwas "gemobbt". Leider habe ich nicht mitbekommen, welches spezielle Forum das war. Es wurden jedoch auch die "Konditionen" der Pflegedienste diskutiert. Für ungelernte Haushaltshilfen wurden etwa 1.500 bis 2.500 RMB und für qualifiziertes Personal Summen so ab 3.000 RMB pro Monat (für volle Pflege 24/7) genannt.

Zum Thema Rollstuhl. In China kosten einfache Rollstühle mit faltbarem Rahmen, Greifreifen und Schiebegriffen so ab 300 RMB, okay einfachste Qualität, aber brauchbar. Solidere Modelle gehen so bei 600 RMB los. Zu Rollatoren habe ich jetzt keine Preise, starre Gehgestelle gibt es aber so ab 150 RMB. Ich würde neu kaufen, entsprechende Geschäfte findet man meist in der Nähe großer Kliniken, ich habe aber auch schon größere Apotheken gesehen, die solche Sachen führen.

Wenn Ihr wirklich ausleihen wollt, würde ich direkt in Kliniken nachfragen. Dort nicht nur beim Personal erkundigen, wenn man sich etwas bei den meist sehr zahlreich anwesenden Angehörigen "umhört" bringt das auch meist etwas. Es gibt auch kommunale Stellen, die so etwas bei Bedürftigkeit kostenlos abgeben, dauert aber ewig.
Gruß
Mathias
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Re: "Alt werden" in Shanghai

Beitrag von ingo_001 »

wuseltiger hat geschrieben:Meine Frau meint geraade, dass es sehr viele Altenheime / Pflegeheime in Shanghai gibt.. Man sollte aber eine Vertrauensperson haben, die nach dem Rechten schaut..
Im Pflege-/Betreuungsfall wird es in den meisten Fallen darauf hinaus laufen, dass diese von Familienangehörigen übernommen wird (so die denn vorhanden und in erreichbarer Nähe sind).
An zweiter Stelle kommen dann andere vertrauenswürdige Personen - bevor dann die diversen Pflegedinste in Augenschein genommen werden.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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