Hab ich auch noch nicht erlebt. Ich finde, in China wird Ausländern bzw. 'Fremden' im Allgemeinen viel mehr Respekt, Neugier und vor allem Interesse entgegengebracht als es in manch anderen Ländern so der Fall ist. Die Menschen dort sind sehr offen und kontaktfreudig. Man kann auf Zug- oder Busfahrten einfach neue Leute kennenlernen. Sie kommen auf dich zu und wollen sich gerne mit dir unterhalten, ohne Vorbehalte. Man wird schnell aufgenommen, wenn man sich darauf einlässt und findet auch schnell Beachtung, d.h., wird nicht wie das 5. Rad oder als Außenseiter behandelt, wenn man mit anderen unterwegs ist. Sie laden einen gerne zum Essen, zum Karaoke oder nach Hause ein. Das sieht man sowohl in den Städten als auch auf dem Lande. Und ich beschränke mich hier nicht nur auf "Westler".
Aber wenn hier Leute von Wildfremden auf der Straße angesprochen werden, denken viele erstmal mit nem misstrauischen Blick, 'was will der von mir.
Ignorante Menschen gibt es ja überall. Das hängt sicherlich auch mit dem Bildungsstand und dem sozialen Status zusammen. Gerade von den USA, wo das durchschnittliche Bildungsniveau ja noch vergleichsweise höher sein sollte und wo seit Jahrhunderten verschiedene Volksgruppen zusammenleben und die Politik immer ein freies, gerechtes Land für alle aufzeigen will, sollte man zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich noch etwas mehr erwarten können als von 1,3 Mrd. Chinesen mit so großer Ungleichheit.
Nochmal zum Topic: Hatte in China auch den Eindruck, dass sie alle Obama zugeneigt waren und ihn als sehr sympathisch empfanden. Von McCain hatte man keine genaue Vorstellung. Für die Menschen ist es einfach ziemlich interessant, das Ganze in den USA zu sehen, weil es etwas ganz anderes ist. In China gibts ja noch keine Welt-Multikulti-Zusammensetzung.

Und die Chinesische bzw. Asiatische Community in den USA hat natürlich auch Obama unterstützt und gewählt.
