Umweltschutz in China

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Umweltschutz in China

Beitrag von Waterworld » 23.05.2008, 13:57

Seit einigen Jahren beschäftigen sich die Chinesen mit dem Thema Umweltschutz. Ein Beitrag darüber habe ich hier gefunden. Der Beitrag ist jedoch von 2002.
Es hat sich bis heute einiges getan. Ganze Landstriche wurden bereits renaturiert, Wälder wiederaufgeforstet, u.v.m. Aber es reicht noch lange nicht.
Arbeitet jemand hier an solchen Projekten mit? Gibt es die Möglichkeit, solche Projekte noch weiter zu unterstützen?

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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von sanctus » 23.05.2008, 14:27

Wichiger wäre es glaube ich, und das wäre auch viel billiger umzusetzen, wenn die Leute es in China endlich lernen würden ihren Müll nicht überall irgendwo hinzuschmeissen. In einigen ländlichen Gebieten denkt man, das sich dort die Mülldeponie des gesamten Landes befindet.

Einfach zu einer Aktion aufrufen "Ein sauberes China, für unsere Kinder" oder so ähnlich...
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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von Grufti » 23.05.2008, 14:58

"Umwelterziehung" der Schulkinder wie z.B. in Südkorea ( zumindest in den End-70iger Jahren, wie es heutzutage dort ist, weiß ich nicht).

Dort wurden die Kinder ( jeden falls nach einen Nachrichtenbericht, den ich damals dort gesehen hatte) am Ende der Feriensaison zum "Rammadamma" schulenweise in die Ausflugsgebiete geschickt, um dort dem erst selbst aufgesammelten Müll, den die Touris hinterlassen hatten, eine Abfuhr zu erteilen..




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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von sanctus » 23.05.2008, 15:06

Grufti hat geschrieben:"Umwelterziehung" der Schulkinder wie z.B. in Südkorea ( zumindest in den End-70iger Jahren, wie es heutzutage dort ist, weiß ich nicht).
Das wäre eine Idee. Man könnte aber einfach auch den Bußgeldkatalog erheblich erweitern. Vorsätzliches verschmutzen der Umwelt= 1500 RMB Strafe.

Oder über das Fernsehen eine Wahl zur saubersten Stadt Chinas. Die Wahl könnte man vorher nur in den Provinzen durchführen und der Meister geht dann zur Nationalen Hauptwahl. Und im Anschluss werden die Verlierer noch durch den Kakao gezogen....(sowas kann eigentlich auch nur in China funktionieren :mrgreen: )
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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von Linnea » 23.05.2008, 15:09

Grufti hat geschrieben:Dort wurden die Kinder ( jeden falls nach einen Nachrichtenbericht, den ich damals dort gesehen hatte) am Ende der Feriensaison zum "Rammadamma" schulenweise in die Ausflugsgebiete geschickt, um dort dem erst selbst aufgesammelten Müll, den die Touris hinterlassen hatten, eine Abfuhr zu erteilen..
He, das haben wir auch gemacht. Mit der Grundschule gebrauchte Kondome und leere Chipstüten auf dem Spielplatz sammeln anstatt Unterricht. :mrgreen:

PS: Grufti, herzlichen Glückwunsch zum 6000. Posting!

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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von Waterworld » 23.05.2008, 15:14

Zur Renaturierung von Wüsten habe ich diesen Artikel gefunden.

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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von bossel » 23.05.2008, 17:12

Waterworld hat geschrieben:Zur Renaturierung von Wüsten habe ich diesen Artikel gefunden.
Renaturierung von Wüsten? Die meisten Wüsten sind doch natürlich ...

Die vorher angesprochene Wiederaufforstung jedoch oft nicht. Was man danach hat, ist oft keine Natur, sondern ein Forst (sprich: ein Baumfeld, kein Wald). Wäre schön, wenn man in China tatsächlich Wälder wachsen ließe.

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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von onscho » 23.05.2008, 20:59

bossel hat geschrieben:
Waterworld hat geschrieben:Zur Renaturierung von Wüsten habe ich diesen Artikel gefunden.
Renaturierung von Wüsten? Die meisten Wüsten sind doch natürlich ...

Die vorher angesprochene Wiederaufforstung jedoch oft nicht. Was man danach hat, ist oft keine Natur, sondern ein Forst (sprich: ein Baumfeld, kein Wald). Wäre schön, wenn man in China tatsächlich Wälder wachsen ließe.
Sie sind vielleicht natürlich, aber ihre rasante Ausbreitung ist es nicht. Und wenn unnatürliche Forste die Wüsten daran hindern sich auszubreiten ist das doch ok.
Trotzdem muss ich dir zustimmen, dass man richtige Wälder da wo es geht wachsen lassen sollte und die bestehenden stehen lässt.
(genau wie im Städtebau: Erst das alte Viertel abreissen und ein paar Jahre später eins drüberbauen das auf alt gemacht ist...das ist doch nix)

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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von Topas » 23.05.2008, 21:35

Spanien war vor den Römern reinstes Waldgebiet...danach ausgedörter karges Buschland.

Solange der Mensch immer mehr Platz braucht, solange gibt es immer weniger für die natur.
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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von gzs » 24.05.2008, 15:51

Solange der Mensch immer mehr Platz braucht, solange gibt es immer weniger für die natur.
Das ist im Prinzip richtig, stimmt in der Praxis aber nur bedingt. Viel wird zerstört, weil ein paar Konzerne oder Konsumenten ihren Hals nicht voll genug kriegen können, ohne dass das unbedingt notwendig wäre.

Ein aktuelles Beispiel wäre der Ösandabbau in Kanada. Dort wird ein ganzes Land verwüstet, nur damit wir Konsummenschen immer schön billige Energie im Überfluß haben. Mit ein wenig Technik, in Kombination mit Sparsamkeit könnte das vermieden werden.

Aus China kenne ich leider kein aktuelles Beispiel, man möge mir verzeihen...
Gerhard

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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von Topas » 24.05.2008, 16:07

Öchem....


aaaalso, die Konzerne ( besser gesagt die Firmen, weil es sich nun wirklich nicht ausschliesslich um Konzerne handelt) bilden nur die Spitze des Eisbergs - nur dies wird in der Gesellschaft wahrgenommen.

Wenn sich heute rausstellt, dass ein Kilo echte Regenwalderde den Bauern 1 cent ( was sich für die besagten firmen nicht lohnt, da der Aufwand weit höher ist ) bringen würde, und es die Runde macht, dann kannst du mal sehen, wie schnell dort rumgebudelt wird.

Überall, wo es sich für den einfachen bauern lohnt ( centbeträge) wird die Umwelt zerstört. Vielleicht nicht kilometerweise am Stück, aber dafür zehntausende Fleckchen von der Grösse von 100 metern. Dass macht viel mehr aus. Was meinst du warum wohl die Sahelzone sich rasant ausbreitet ? Nicht weil dort Firmen im grosse Stile baggern sondern weil die Millionen Bauern ihren kleinen Anteil daran haben. Und dass summiert sich....
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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von gonar » 24.05.2008, 16:18

Topas hat geschrieben:Spanien war vor den Römern reinstes Waldgebiet...danach ausgedörter karges Buschland.

Deutschland(/Germanien) mal auch....

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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von Topas » 24.05.2008, 16:23

bezog sich auf die Wüstenbildung.....weiss, wäre es hierzulande wärmer, so gäbe es auch hier eine Wüste
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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von romeo » 24.05.2008, 17:56

Ich habe im vergangenen Jahr einer chines. Freundin bei ihrer Diplomarbeit geholfen. In dieser Arbeit hat sich sich mit einem Vergleich des Recyclings von Elektroschrott in Dtl. und Ch. beschäftigt und untersucht, ob die dt. Vorgehensweise auf Ch. übertragbar ist.
Ch. ist in dieser Beziehung noch Lichtjahre vom dt. Standard entfernt und die dt. Erfahrung sind aufgrund des drastischen Niveauunterschiedes nur bedingt übertragbar. Interessant ist aber, daß in den letzten Jahren in Ch. eine Reihe guter Gesetze verabschiedet wurden; inwiefern die allerdings umgesetzt werden, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

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Re: Umweltschutz in China

Beitrag von Waterworld » 24.05.2008, 21:58

Der Weg der Seelen bei den Ming-Gräbern wurde vor vielen Jahren in der Wüste entdeckt. Das Land war durch Abholzungen völlig zerstört worden. Kein Baum, kein Strauch und kein Gras wuchs mehr. Durch Bewässerung wurde die Gegend wieder belebt. Nur Bilder erinnern noch an die Wüste. Bei Wikipedia habe ich aktuelle Bilder gefunden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ming-Gr%C3%A4ber

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