die lieben Eltern

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fanny
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die lieben Eltern

Beitrag von fanny »

Liebe Leute!

Ich habe bisher noch nie in diesem Forum geschrieben und würde es wohl auch nicht tun, wäre mein Anliegen nicht so unglaublich wichtig für mich.
Na klar weiß ich, daß das Thema Liebe hier schon zigtausendmal durchgekaut worden ist und ihr es bestimmt nicht mehr hören könnt, aber ich weiß nicht so recht, wohin ich mich sonst wenden soll.
Also bedanke ich mich schonmal bei jedem, der mein Geschreibsel ernst nimmt und mir vielleicht einen kleinen Tipp geben kann.

Nun also zum Thema:

Mein Freund ist Chinese. Wir sind schon circa zwei Jahre zusammen, lieben uns von ganzem Herzen und stehen nun an dem Punkt, wo es irgendwie nicht mehr weitergeht.
Was ist wohl das große Problem, das sich uns unaufhaltsam in den Weg schiebt?
Tata: seine Eltern!
Zumindest behauptet er das. Dabei haben die überhaupt kein Problem mit mir. Nein, ganz im Gegenteil, die finden mich nett und toll. Aber da er natürlich ein verwöhntes chinesisches Einzelkind ist, hat er nun plötzlich beschlossen, daß er zurück nach China gehen muß. Er könnte seine Eltern im Alter nicht vernachlässigen, behauptet er. Er müsse zurück, um sich um sie zu kümmern.
Irgendwie einleuchtend, wäre da nicht die Tatsache, daß seine Eltern weder alt noch krank sind.
Sie sagen sogar, er solle nicht wegen ihnen zurückkommen.
Ich habe den Verdacht, daß er das alles nur vorschiebt. Ich glaube sein Hauptproblem ist eher, daß er hier in Deutschland nur einer von vielen kleinen Chinesen ist, während er in China wahrscheinlich einen ziemlich guten Job haben könnte. Außerdem würde er zurückkommen als derjenige, der im Ausland studiert hat und eine deutsche Ehefrau heim führt. Ich glaube, sowas kommt ganz gut an.
Da er mich wirklich liebt, hat er sich überlegt, daß ich mit nach China gehen soll. Das will ich aber gar nicht. Ich mag das Land total gerne, aber ich kann da nicht in meinem Beruf arbeiten. Es winkt also eine Zukunft als Hausfrau oder vielleicht hab ich ja glück und kann noch sowas wie Bürohilfskraft werden....na super!!!!
Vor allem kommt dieser Sinneswandel so plötzlich. Gestern noch war China total schei*e und jetzt auf einmal ist er der Meinung, er hätte schon immer zurück in die Heimat gewollt.
Was soll denn das? Und ich werde angegriffen, weil ich angeblich nicht kompromißfähig bin.
Also, ihr seht, die Fronten haben sich verhärtet. Er will nicht hier bleiben, ich will nicht weg, was nun?
Da er ja immer seine armen alten Eltern vorschiebt (die wirklich putzmunter und vergnügt sind), frage ich mich z.B. wie das eigentlich mit der Familienzusammenführung ist. Mal angenommen wir heiraten, kann man seine Eltern dann nach Deutschland holen? Wie lange muß man da verheiratet sein? Kriegen die in ihrem Alter überhaupt noch ne Krankenversicherung?

Das ist nur einer von vielen Lösungsansätzen, die ich mir zur Zeit aus dem Hirn sauge.
Es wäre doch so unendlich schade, würde all das, was wir uns aufgebaut haben kaputt gehen....
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Torte
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von Torte »

hey fanny,

da hast du ja ein wirklich arges problem. Hm, so richtig einen tipp geben kann ich dir da leider nicht. Kann das hier nur nutzen um etwas rumzuspekulieren.
Er könnte seine Eltern im Alter nicht vernachlässigen, behauptet er. Er müsse zurück, um sich um sie zu kümmern.
Irgendwie einleuchtend, wäre da nicht die Tatsache, daß seine Eltern weder alt noch krank sind.
hm, das mit den chinesen und ihren eltern ist etwas anders als hier. Selbst wenn diese nicht krank oder alt oder gebrechlich sind, so geht die jüngere generation öfter davon aus sich um diese kümmern zu müssen. Da er dazu noch der einzige Sohn (!!!) der familie ist, ist er auch gleichzeitig mitverantwortlich für das wohlergehen der eltern. Zumindest ist dies noch immer in einem großteil der chin. familien so.
Gestern noch war China total schei*e und jetzt auf einmal ist er der Meinung, er hätte schon immer zurück in die Heimat gewollt.
liegt vlt. daran, dass China für viele junge chinesen gerade jetzt sehr attraktiv ist. Als sprungbrett für die zukünftige karriere praktisch. Darüber hinaus fühlt man sich doch zu hause (in seinem heimatland) immer am wohlsten (naja, nicht jeder ^^).
Mal angenommen wir heiraten, kann man seine Eltern dann nach Deutschland holen? Wie lange muß man da verheiratet sein? Kriegen die in ihrem Alter überhaupt noch ne Krankenversicherung?
sorry, dazu kann ich dir leider nichts sagen.

Viel erfolg bei dem finden einer angenehmen lösung.
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no1gizmo
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von no1gizmo »

Seine Eltern herholen, HAHA, selten so gelacht. Alte Chinesen sind pauschal gesagt, krass ihn die chinesischen Gewohnheiten eingefahren und können sicher kein Englisch, Deutsch schon gar nicht. Wenn die zwei mal hintereinander zu Mc Donnalds (oder anderen Fastfood-Gelegenheiten) gehen müssen, jammern die schon rum wie als würden sie mit Brot und Wasser ernährt werden.

Genauso wenig, wie deine Eltern wohl in China klar kommen würden, wobei ich fest davon überzeugt bin, dass Chinesen schlimmer sind, was Anpassungs(un)fähigkeit anbelangt.

PS: Was machst denn du beruflich? Du sagst, er würde ich China mehr verdienen können.... bist du dir da sicher? Wenn er eine gute Qualifiation hat, geht das in China, aber in Deutschland käme noch mehr bei rum (stimmt aber, dass er in Deutschland schlechter einen Job findet, weil er Chinese ist)
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von wuseltiger »

Hallo fanny und willkommen im Forum.

Deine Fragen sind natürlich nicht durch Aussenstehende zu beantworten.

Ob er seine Eltern nur vorschiebt, kann ein Aussenstehender nicht wissen.

Darum antworte ich mal mit einer Reihe von Gegenfragen (ja ja unhöflich), damit man das besser einschätzen kann:

Hat er keine Einkommensverluste wenn er nach China zurück geht?? Meiner Erfahrung nach liegen die Unterschiede bei 1:4..
Hat er schonmal in China gearbeitet und kennt er den Arbeitsalltag dort? Wie alt seid ihr beide denn? Ist er bereit auf jeglichen Urlaub zu verzichten (ja ja es stehen neuerdings jedem 5 Urlaubstage im Jahr zu. Aber das wird wohl mit Krankheitstagen verrechnet, falls ich richtig informiert bin und ob sich da jeder Chef dran hält.. tzz).


Und zu seinen Eltern. Ich kenne eure finanziellen Verhältnisse nicht, aber wenn die/ihr es sich/euch leisten koennen, koennen sie ja ein oder 2 mal im Jahr nach D fliegen und dabei für min. 3 Monate bleiben. Für mich waere das genug nähe zu meinen (sehr sehr lieben) (Schwieger-)Eltern...


Und meine Gegenfrage an dich: Warum willst du auf gar keinen Fall nicht nach CHina ?
Warum nicht einfach mal ein paar Jahre ausprobieren und dann weitersehen.
Ich fände es nicht schön, wenn meine Frau konsequent ausschließen würde in meiner Heimat zu leben...

Grüße!!
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devurandom
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von devurandom »

Hi Fanny,
deine Geschichte erinnert mich ein bisschen an einem anderen Thread, wo auch ein Maedel ueber ihren chin. Freund geschrieben hat, auch wenn eure Geschichten im Detail sich doch sehr unterscheiden. Die Frage ueber die familaeren Verhaeltnisse "der Chinesen" bleibt aber gleich.

Ohne jetzt die genauen Hintergruende zu kennen, wuerde ich sagen, dass dein Freund, was Jobchance in China betrifft, ein wenig naiv ist. Ich nehme an, er hat hier studiert. Die sogenannten 海龟(归) s(zurueckgekehrte Auslandchinesen) haben afaik heute weit nicht mehr so einen einfachen Stand wie noch vor 2,3 Jahren. "Heimische" Kraefte werden oft von Firmen bevorzugt, nicht zuletzt weil sie eine andere Gehaltsvorstellung haben. Abgesehen davon ist der Konkurenzkampf in den Grossstaedten, abhaengig von Branchen, z.T. unvorstellbar brutal. Unter Chinesen, die in D. arbeiten, herrscht afaik wohl die Meinung vor, dass man in D. zwar evtl. nicht so viel Geld verdient oder Karrierechance hat, wie in China moeglich waere. Dafuer hat man aber ein wesentlich einfacheres und leicht abgesicherbares Leben.

Wenn Dein Freund ueber das ganze im Klaren ist und trotzdem zurueck will. Kann es mehrere Gruende haben: Vielleicht hat er/seine Eltern Beziehung, vielleicht ist er hart im Nehmen, vielleicht kommt er in D. auch einfach nicht zu recht und ihn zieht es nach der ihm vom Kind an vertrauten Umgebung. Egal aus welchem Grund es ihn nach China zieht wird wohl einer von euch Schritt nachgeben muessen. Seine Eltern schiebt er offensichtlich erstmal nur vor. Man kann aber auch nicht sagen, dass er nicht vielleicht tatsaechlich entspr. Ueberlegung macht: Ich kenne auch deutsche Paare, die ihre Auswanderungsplaene aufgegeben haben, weil sie Angst haben, dass die Eltern im Alter dann ins Altersheim muessen, weil niemand sich um sie kuemmern kann.

Bei meinen Verlobten und mir herrscht soweit Einigkeit, dass wir hier in D. bleiben wollen, weil ich (gebuertiger Chinese) in D. irgendwie einfach besser zu recht komme als in Ch. Andererfalls wuerden wir sicherlich auch darueber diskutieren muessen. Allerdings denke ich nicht, dass meine Frau gross Problem haben wird, in China zu leben. Fuer die Zukunft schliessen wir auch nicht aus, mal fuer 'paar Jahre dahin zu gehen oder einfach in ein anderes Land auszuwandern. Wenn der Bund zwischen zwei den Partnern stark genug ist, uebersteht er so manche Widrigkeiten.
der gizmo hat geschrieben: Seine Eltern herholen, HAHA, selten so gelacht. Alte Chinesen sind pauschal gesagt, krass ihn die chinesischen Gewohnheiten eingefahren und können sicher kein Englisch, Deutsch schon gar nicht.
Meine Eltern leben z.Zt. in Kanada, vorher lebten sie in Holland, davor Polen. Meine Mutter kann kein Wort Englisch, ein paar Brocken Hollaendisch, verfaellt aber trotzdem keinem ungeheuren Heimweh.
der gizmo hat geschrieben: Wenn die zwei mal hintereinander zu Mc Donnalds (oder anderen Fastfood-Gelegenheiten) gehen müssen, jammern die schon rum wie als würden sie mit Brot und Wasser ernährt werden.
Die Unvertraeglichkeit zu Junkfood ist natuerlich das Killerargument fuer mangelnde kulturelle Anpassungsfaehigkeit...super sage ich dazu. Mit was verbindest Du eigentlich Junkfood ala McDonalds: Fortschritt, Schickeria, Gesundheitsbewusstsein? :shock:

Gruss
/dev/urandom, holt auch hin und wieder mal Junkfood
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von no1gizmo »

devurandom hat geschrieben:
der gizmo hat geschrieben: Seine Eltern herholen, HAHA, selten so gelacht. Alte Chinesen sind pauschal gesagt, krass ihn die chinesischen Gewohnheiten eingefahren und können sicher kein Englisch, Deutsch schon gar nicht.
Meine Eltern leben z.Zt. in Kanada, vorher lebten sie in Holland, davor Polen. Meine Mutter kann kein Wort Englisch, ein paar Brocken Hollaendisch, verfaellt aber trotzdem keinem ungeheuren Heimweh.
Du bist ein Vorzeige-Chinesisch aus einer chinesischen Vorzeige-Familie.
devurandom hat geschrieben:
der gizmo hat geschrieben: Wenn die zwei mal hintereinander zu Mc Donnalds (oder anderen Fastfood-Gelegenheiten) gehen müssen, jammern die schon rum wie als würden sie mit Brot und Wasser ernährt werden.
Die Unvertraeglichkeit zu Junkfood ist natuerlich das Killerargument fuer mangelnde kulturelle Anpassungsfaehigkeit...super sage ich dazu. Mit was verbindest Du eigentlich Junkfood ala McDonalds: Fortschritt, Schickeria, Gesundheitsbewusstsein? :shock:
Ich nenne das kulturelle Überlegenheit.

Jedenfalls hat das nichts mit Gesundheitsbewusstsein zu tun (auch wenn das gerne als Argument aufgegriffen wird). Meine Freundin will auch nicht zweimal hintereinander Döner essen (Döner ist gesund! Fladenbrot, Fleisch, Gemüse) oder andere Gerichte, die nicht der Rubrik "Fastfood" angehören.
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von devurandom »

no1gizmo hat geschrieben:
devurandom hat geschrieben:
der gizmo hat geschrieben: Seine Eltern herholen, HAHA, selten so gelacht. Alte Chinesen sind pauschal gesagt, krass ihn die chinesischen Gewohnheiten eingefahren und können sicher kein Englisch, Deutsch schon gar nicht.
Meine Eltern leben z.Zt. in Kanada, vorher lebten sie in Holland, davor Polen. Meine Mutter kann kein Wort Englisch, ein paar Brocken Hollaendisch, verfaellt aber trotzdem keinem ungeheuren Heimweh.
Du bist ein Vorzeige-Chinesisch aus einer chinesischen Vorzeige-Familie.
Was auch immer Du damit gemeint hast: Meine Familie unterscheidet sich nicht gross von gewoehnliche chin. Familien aus der, wuerde ich mal sagen, Mittelschicht. Ich wuesste auch gar nicht, was nun mich oder meine Familie nun so "vorzeigbar" machen soll. Ich schreib das ganze auch nur weil ich grobe Verallgemeinerung abscheulich finde. Stellt Dir mal vor, jemand wuerde von Dir ableiten, dass alle Deutschen so waeren wie Du, postiv oder negativ. Mit diesem Bild "der Deutschen" (Beschreibung entfaellt) waeren glaube ich so einige Deutschen hier nicht einverstanden......
der gizmo hat geschrieben:
devurandom hat geschrieben:
der gizmo hat geschrieben: Wenn die zwei mal hintereinander zu Mc Donnalds (oder anderen Fastfood-Gelegenheiten) gehen müssen, jammern die schon rum wie als würden sie mit Brot und Wasser ernährt werden.
Die Unvertraeglichkeit zu Junkfood ist natuerlich das Killerargument fuer mangelnde kulturelle Anpassungsfaehigkeit...super sage ich dazu. Mit was verbindest Du eigentlich Junkfood ala McDonalds: Fortschritt, Schickeria, Gesundheitsbewusstsein? :shock:
Ich nenne das kulturelle Überlegenheit.
:shock:

Hierzu zitiere ich mal meinen Physikprofessor: "Manchen ist einfach nichts peinlich." :lol: :lol:

Gruss
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von de guo xiong »

Hallo Fanny, auch von mir ein Willkommen

ich bin wahrscheinlich noch kein großer Chinaexperte, kann Dir aber von meinem Erfahrungen berichten.

Ganz kurz zu mir ich bin seit 1,5 Jahren mit einer Chinesin verlobt und derzeit haben wir leider noch eine Fernbeziehung, was sich aber wahrscheinlich in den nächsten Monaten ändern wird, da ich eine Arbeit in China in Aussischt habe.
fanny hat geschrieben: Er könnte seine Eltern im Alter nicht vernachlässigen, behauptet er. Er müsse zurück, um sich um sie zu kümmern.
In China ist die Beziehung zwischen Eltern und Kindern (besser gesagt oft *dem einzigen Kind*) anders als in Deutschland. Das liegt wahrscheinlich auch, unter anderem, am anderen Wertebild. Ausserdem tun chinesische Eltern oft alles für eine gute Ausbildung der Kinder (will nicht sagen die deutschen tun es nicht auch) - was z.B. bei meiner chines. Schwiegermuttern, weil sie alleinerziehend war - wirklich ein "Kraftakt" war. Dafür sind die Kinder nat. sehr dankbar (wie auch hier). Chinesischen Kinder empfinden aber auch eine Art *Schuld(en)* die sie an die Eltern *zurückzahlen* müssen (meine ganz persönliche Meinung).
fanny hat geschrieben:Ich habe den Verdacht, daß er das alles nur vorschiebt.


mhm - ob er es vorschiebt oder ob er es aus obengenannten als seine *Pflicht* sieht weiß ich nicht
Ich glaube sein Hauptproblem ist eher, daß er hier in Deutschland nur einer von vielen kleinen Chinesen ist, während er in China wahrscheinlich einen ziemlich guten Job haben könnte.


mhm da wäre ich mir auch nicht so sicher - wie schon in anderen Antworten gesagt, ist es sicherlich in D für Ihn schwieriger einen Job zu finden, aber wenn es klappt verdient er hier sicher besser ...
Da er mich wirklich liebt, hat er sich überlegt, daß ich mit nach China gehen soll. Das will ich aber gar nicht. Ich mag das Land total gerne, aber ich kann da nicht in meinem Beruf arbeiten. Es winkt also eine Zukunft als Hausfrau oder vielleicht hab ich ja glück und kann noch sowas wie Bürohilfskraft werden....na super!!!!
Hast Du mal darüber nachgedacht für eine deutsche Firma in China zu arbeiten - ich weiß es ist nicht leicht was zu finden (bin ja selbst gerade dabei) - aber nicht unmöglich .....

Drücke Euch die Daumen, dass sich alles regelt!
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von no1gizmo »

devurandom hat geschrieben: Was auch immer Du damit gemeint hast: Meine Familie unterscheidet sich nicht gross von gewoehnliche chin. Familien aus der, wuerde ich mal sagen, Mittelschicht. Ich wuesste auch gar nicht, was nun mich oder meine Familie nun so "vorzeigbar" machen soll. Ich schreib das ganze auch nur weil ich grobe Verallgemeinerung abscheulich finde. Stellt Dir mal vor, jemand wuerde von Dir ableiten, dass alle Deutschen so waeren wie Du, postiv oder negativ. Mit diesem Bild "der Deutschen" (Beschreibung entfaellt) waeren glaube ich so einige Deutschen hier nicht einverstanden......
Du bist schon so nen Träumer. Menschen werden immer Vorurteile haben und Pauschalisierungen pflegen, das liegt uns im Blut und wird nie aufhören, egal wie globalisiert die Welt ist.

Pauschalierungen sind nicht selten richtig, man sollte sie aber - aus Rücksicht auf das Individuum - lieber als Tendenzen bezeichnen.

Mit den Tendenzen stimmt ihr mir sicher zu.

Das Volk der Han-Chinesen hat die Tendenz zum häufigen Verzehr von Reis.
Das deutsche Volk die Tendenz zum großvolumigen Bierkonsum.
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domasla
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von domasla »

"Das Volk der Han-Chinesen hat die Tendenz zum häufigen Verzehr von Reis.
Das deutsche Volk die Tendenz zum großvolumigen Bierkonsum."

Ja! Endlich!

D., der sich bei der nächsten Einreise bei den vielen kurzen Warteschlangen anstellen darf und kein Visum mehr braucht.
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von fanny »

Erstmal vielen Dank für die Antworten.
Es tut vor allen Dingen erstmal gut, wenn man das Gefühl hat, verstanden zu werden und man nicht gleich mit einem "Was willst du überhaupt mit dem Typen?Ist doch alles viel zu kompliziert." konfrontiert wird.
Ich habe vorhin dann auch nochmal mit meinem Freund gesprochen und ihn darauf hingewiesen, daß es bestimmt möglich ist, seine Eltern jedes Jahr für eine gewisse Zeit zu uns zu holen. Außerdem habe ich auch das Urlaubsargument benutzt. Bei dem ganzen Urlaub, den wir hier genießen dürfen, bleibt doch immer etwas Zeit, um nach China zu fliegen.
no1gizmo hat geschrieben:Seine Eltern herholen, HAHA, selten so gelacht. Alte Chinesen sind pauschal gesagt, krass ihn die chinesischen Gewohnheiten eingefahren und können sicher kein Englisch, Deutsch schon gar nicht.
Hmm, glaube ich gar nicht mal unbedingt. Natürlich sprechen sie keine Fremdsprachen, aber daß Chinesen gerne auswandern, ist doch eine bewiesene Tatsache. Ich habe mal eine zeitlang in den USA studiert und war immer überrascht, wieviele ältere Chinesen man da auf der Straße beim
Spaziergang mit ihren Enkeln trifft. Mein Freund hat mir dann erzählt, daß viele chinesische Studenten ihre Eltern in die USA holen, wenn sie ein Kind bekommen. Dann können sie in Ruhe weiter studieren und Oma und Opa kümmern sich um die Kleinen.
Ich glaube auch nicht, daß Integration ein großes Thema wäre, denn es gibt ja in den meisten deutschen Städten chinesische Parallelgesellschaften. Sowas wie Chinatowns, nur eben im Verborgenen.
Ob seine Eltern nun aber tatsächlich am Auswandern interessiert sind, weiß ich nicht.
Ich weiß ja noch nicht mal, was für Probleme sowas mit sich bringen würde.
Wahrscheinlich muß ich mich mal durch ein paar Foren für Einwanderungsfragen und Familienzusammenführung arbeiten. :roll:

Wieso ich nicht nach China will, ist auch etwas komplizierter. Natürlich habe ich mich ein bißchen in dieses Land verliebt, als ich es das erste mal gesehen habe, aber wie schon erwähnt kann ich da nicht in meinem Beruf arbeiten. Ich bin Künstlerin und arbeite leider auch in einer Branche, die es nicht zuläßt, das man mal für ein bis zwei Jahre weggeht. Das ist so eine alles oder nichts Sache. Entweder du tust alles für die Karriere und arbeitest jeden Tag gezielt daran oder du mußt dich mit dem zufrieden geben, was für dich übrig bleibt.

Was für eine verfahrene Sache. Heißgeliebte Eltern gegen den heißgeliebten Arbeitsplatz. Wer wird gewinnen? Hmmm, ist wohl noch nicht absehbar.
Ich habe meinem Freund auch gesagt, er soll erstmal diesen super Arbeitsplatz in China bekommen, von dem er mir immer so vorschwärmt. Wenn der Arbeitsmarkt dort wirklich so heiß umkämpft ist, regelt sich das Problem ja vielleicht von alleine... :wink:
Mein Freund hat übrigens die 30 schon überschritten. Vielleicht ist das auch nur seine biologische Uhr, die sich da meldet und nun will er halt endlich mal Nägel mit Köpfen. Daß er jeden Tag mehrmals vom Heiraten spricht, muß ich wohl nicht erwähnen.

Ich hoffe, das, was ich hier schreibe, klingt nicht allzu kaltherzig. Mir ist diese Beziehung unendlich wichtig. Und ich glaube (nein, ich weiß) bei meinem Freund ist das ganz genau so.
Aber was soll man schon noch sagen, wenn ein Streit auftritt, bei dem keiner Recht hat? Ihr kennt doch bestimmt diese Situationen, wenn die kulturellen Unterschiede, die man ja sonst immer verleugnet und auf die unterschiedlichen Volieben beim Eßbesteck beschränkt, wenn diese sich plötzlich als so gravierend herausstellen.
Furchtbar. Da hat man das Gefühl, man stände am Rand eines Abgrunds.
Denn bei solchen Problemen hilft kein klärendes Gespräch. Man muß eine Lösung finden.
Ich bleibe dran. So schnell gebe ich nicht auf.
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von belrain »

Hallo fanny
Erstmal, schön dass du hier bist.

Wie schon mehrfach erwähnt wurde, hat die Familie einen deutlich höheren Stellenwert als in Deutschland. In Deutschland ist es normal, wenn die Kinder mit 18 das Elternhaus verlassen und bestenfalls 2 Mal im Jahr zu Besuch kommen. In China is es normal, dass die Kinder bis zur Heirat zu Hause wohnen und auch danach noch mit den Eltern unter einem Dach bleiben. Natürlich gibt es auch andere Fälle.
Wenn dein Freund also meint er müsse zu seiner Familie, dann kann es einfach an diesen starken Familienbanden liegen. Oder er kommt in Deutschland nicht so gut klar wie er es sich erhofft hat. Oder er hat hier andere Probleme. Bei Chinesen ist immer noch die Schwierigkeit, dass sie "kein Gesicht verlieren wollen", wenn er also seine Familie als Begründung vorschiebt, wird er dir den wahren Grund auch nicht verraten wollen.
Das er als "Auslandschinese" in China mehr Geld verdienen kann als in Deutschland ist nur halb richtig. Wenn er entsprechende Erfahrungen in seinem Beruf in einer deutschen Firma nachweisen kann, stehen ihm in China Tür und Tor offen. Ansonsten ist er dort nur einer von vielen.

Bei einer "interkulturellen Beziehung" ist es immer so das man eines Tages eine grosse Entscheidung treffen muss: "Wo werden wir leben?"
In der Regel ist es so, dass beide Partner eine enge Bindung zu ihrem Heimatland haben. Also ist es notwendig für sich zu prüfen, ob man im Land des Partners leben kann oder will. Schliesst man das von vorneherein aus, wird es Probleme geben können. Im Zweifelsfall sollte man dann überlegen, ein Drittland zu finden in dem sich beide wohl fühlen.
Natürlich interessiert man sich für sowas am Anfang überhaupt nicht. Man ist verliebt, sieht alles rosarot und fliegen kann man auch noch :wink: Doch die Realität kommt meistens anders als man denkt. Und wenn man sich nun garnicht, nicht einmal für ein paar Jahre, für das Land des Anderen entscheiden kann, muss man sich überlegen welchen Wert die Beziehung für einen selber hat. Natürlich gibt es immer "gute Gründe" zu sagen, da kann ich nicht hin, mein Job, meine Familie, meine Freunde - aber die gleiche Entscheidung verlangt man auch von seinem Partner. Und, egal in welchem Job man arbeitet - im Land des Anderen lässt sich sicher etwas finden, auch wenn es Zeit braucht. Gut, als Menscherechtler oder Umweltaktivist wird es im Moment noch ein Problem sein, einen sicheren Arbeitsplatz in China zu finden :wink:
Aber wenn man seine eigene "Bequemlichkeit" auf keinen Fall aufgeben möchte, sollte man sich einen Partner aus dem eigenen Kulturkreis, nach Möglichkeit aus der eigenen Stadt suchen.

Ist alles nur als Denkanstoss gemeint. Ich selbst habe eine chinesische Freundin. Und wir haben uns über die Problematik, was ist wenn wir uns mal für ein Land entscheiden müssen schon unterhalten, auch wenn wir noch nicht solange zusammen sind. Ist auch ein Grund, warum sie mich nächsten Monat in Deutschland besucht.

Ich hoffe, ihr findet euren Weg. Aber welchen ihr wählt, könnt ihr nur selbst entscheiden.
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von wuseltiger »

Mein Freund hat übrigens die 30 schon überschritten.

Und wie lange lebt er schon in D?? Hat er hier studiert?

Ich habe nämlich bei meiner Frau festgestellt, dass Chinesen (ja ich schließe von ihr auf alle Chinesen :shock: ) nach ca. 10 Jahren nicht mehr kompatibel sind mit China. Irgendwann kommen dann solche statements wie: Ach, der gelbe Nebel in China ist schon komisch. Mein Hals kratzt. Ja es wäre schon schön wenn wir in China leben koennten, aber bei den Löhnen dort..


Mein Hals kratzt uebrigens immer gleich nach der Landung, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein...
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von jane »

wieso muss er unbedingt nach China fliegen, wieso kann er nicht in heimatland der partnerin leben? ich finde, was er macht ist genau so wie Fanny. er ist ja hier studiert. Aber das ist nicht wegen dieser beziehung.(Er ist sowieso hier, egal ob er Fanny kennlernt) Jetzt kommt die Zeitpunkt und er soll sich etwas entscheiden. Was er sich entschiedet is, dass er unbedingt nach seinem Heimat zurück. Ich finde was er macht gar nicht tolerant. Unter solchem Fall, erwartet er, dass Fanny mit ihm nach seinem Heimat gehen. Ich finde es nicht fair.(Fanny hat auch Eltern. Vielleicht möchte Fanny auch bei der Eltern bleiben?)

Fanny, kannst du deiner Freund fragen, ob er es fair findet?(vielleicht ist es keine gut Vorschlag?)
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Re: die lieben Eltern

Beitrag von Grufti »

no1gizmo hat geschrieben: Meine Freundin will auch nicht zweimal hintereinander Döner essen (Döner ist gesund! Fladenbrot, Fleisch, Gemüse)



besonders das schmackofatz lecker Gammelfleisch ....garantiert 2 Jahre alt und 10 mal umetikettiert! :lol:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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