Hallo, was wir so machen kannst du hier sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=Rz5tPB9U1DI
Ist unser Meister (80 Jahre alt, Chen Style), einer der besten in China. Persönlich habe ich noch nicht bei ihm trainiert, nur bei einem seiner Schüler.
Es gibt eine Unterscheidung zwischen Kampfsport und Kampfkunst. Kampfsport isf auf Wettkampf und Vergleich mit anderen ausgerichtet, Kampfkunst hat etwas mit der Erkenntnis zu tun, das man sich selbst der größte Feind ist. Wenn du ein Fan von Jet Li bist, dann kannst du dir ja mal die DVD Fearless ansehen, es gibt eine Version mit Interviews als Zusatz. Dort erklärt Jet Li ganz gut den Sinn der Kampfkunst.
Seine Internetseite findest du hier, ist etwas mehr als man von einem Schauspieler erwartet, sehr engagiert und auch mit religiösen und philosophischen Artikeln.
http://www.jetli.com/
Ein Interview sende ich dir zu, da es komplett aus einer Zeitschrift ist, möchte ich es nicht ins Form stellen.
Kung Fu bedeutet nur harte Arbeit, also den Einsatz von Zeit und Mühe. Man kann das auch in allen Tätigkeiten des täglichen Lebens erreichen. Xia Kung Fu bedeutet etwas mit ganzem Einsatz zu tun.
Harte und weiche Kampfkünste unterscheiden sich vom Trainingsansatz her.
Bei harten Kampfkünsten beginnt man mit muskulärem Aufbau, lokalem Qi Training und später werden die Bewegungen immer weicher und die Muskelkraft wird immer weniger eingesetzt. Dafür wird der Einsatz des Qi immer wichtiger.
Bei den weichen Kampfkünsten beginnt man mit der Entwicklung des Qi. Das Ziel ist aber das gleiche. Mit Softi hat das nichts zu tun. Zum Beispiel hat Yang, der Begründer des Yang Stil Tai Ji Quans, als Ausbilder der kaiserlichen Garden gearbeitet und war unbesiegt. Er wurde berühmt, weil er alle Gegner schlagen konnte, ohne sie zu verletzen.
Yang lernte sein Tai Ji von der Familie Chen, deren berühmtester Vertreter ein General war und die kaiserlichen Truppen befehligte.
Was die hohen Beintechniken angeht, sowas ist nur für Show und Wettkampf interessant, da gibt es Regeln. Als Kampfkunst ist das hohe Treten nur eine Form des Trainings. Im Kampf ist es viel zu gefährlich höher als zum Bauch zu treten. Je höher du trittst, je näher muß der Gegner stehen. Es reicht, wenn er dann aus Angst sein Knie hochzieht.
Der Vorteil des Tae Kwon Do ist, das es einen ordentlichen Verband gibt und du auch in ein vernünftiges Wettkampfsystem kommst. Tae Kwon Do ist übrigens koreanisch, so wie Hapkido. Hapkido passt ganz gut dazu.
Judo, Kendo, Karate und Aikido sind japanisch. Karate hat seine Wurzeln in China, kam über Okinawa nach Japan.
Thaiboxen ist ein typisches Beispiel, wie eine Kampfkunst zum Sport wird und damit sehr viel von seiner eigenen Identität verliert. Das es auch anderes Thai Boxen gibt kannst du dir auf den DVDs von Tony Jaa ansehen, zum Beispiel Ong Bak.